Die falsche Neun

von Philip Kerr 
4,2 Sterne bei9 Bewertungen
Die falsche Neun
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Alanda_Veras avatar

Das Buch macht einfach Spaß!

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Auch wenn der Beginn etwas zäh ist, kann ich dieses Buch jedem, der auf Krimis und Fußball steht, nur empfehlen.

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Inhaltsangabe zu "Die falsche Neun"

Nur weil Fußball ein Sport ist, heißt das nicht, dass immer fair gespielt wird – schon gar nicht, wenn es um junge Nachwuchstalente und internationale Verbände geht. Trainer Scott Manson landet wieder mittendrin im Sumpf des korrupten Spitzensports.

Scott Mansons Karriere als Fußballtrainer in der Premier League ist vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Nach einem Skandal bei London City und einem kurzen Intermezzo bei einem chinesischen Verein, dessen Eigentümer ein windiger Geschäftsmann ist, scheint Scotts Ruf endgültig ruiniert. Da erhält er einen Hilferuf vom FC Barcelona: Stürmerstar Jérôme Dumas ist nicht zum Training erschienen und wird seit einem Urlaub auf seiner Heimatinsel vermisst. Scott hat nur wenige Wochen Zeit, den Kicker zu finden. Auf seiner Spurensuche von Paris bis auf die Antillen begegnet Scott einem mörderischen System, das den Kampf um junge Talente auf ein anderes, tödliches Spielfeld verlegt hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608502190
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:367 Seiten
Verlag:Tropen
Erscheinungsdatum:29.10.2016

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    walli007s avatar
    walli007vor 2 Jahren
    Fussball ist sein Leben

    Der Trainer Scott Manson ist arbeitslos oder besser gesagt auf der Such nach einem neuen Verein. Ein vermeintliches Engagement in Shanghai entpuppt sich als Falle und bevor es mit Scott völlig den Bach runtergeht, erhält er eine Anfrage vom FC Barcelona. Dorthin sollte der junge Spieler von PSG ausgeliehen werden. Über die Weihnachtsfeiertage entschwand dieser in seine karibische Heimat und ward seitdem nicht mehr gesehen. Die Vereine wollen nun wissen, was mit ihrem wertvollen Jungspieler geschehen ist. Und Scott Manson, der schon ein paar Geheimnisse in der Welt des Fußballs entschlüsseln konnte, scheint genau der richtige Mann für diese Aufgabe. 


    Zwar sieht Manson sich nicht als Detektiv, doch irgendwie ist er schon mehrfach in solche Geschichten hineingeschlittert. In seinem dritten Fall nimmt er die Aufgabe an, weil er gerade nichts anderes zu tun hat. Natürlich interessiert ihn das Schicksal des jungen Spielers Jerome Dumas und er beginnt die Wege des jungen Mannes nachzuverfolgen. Sein Weg führt ihn dabei zunächst nach Paris und schließlich auf einige karibische Inseln. Mit seinem Näschen fürs Detail bekommt Scott nach und nach ein Gefühl für den Spieler und immer mehr fragt er sich, was dazu geführt haben kann, dass Dumas einfach nicht zu seiner Arbeit erschienen ist.


    Mit vielen Details über die Welt des Fußballs wartet dieses dritte Buch um Scott Manson auf. Wie vielleicht so man älterer Fußballliebhaber schon erkannt hat, so sagt es auch Scott, es geht eigentlich alles nur ums Geld. Und ums Geld ranken sich etliche der Hintergrundinformationen. Erst nach einer Weile, die allerdings durchaus sinnvoll ausgefüllt ist, kommt es zu dem Suchauftrag, bei dessen Ausübung Scotts wahres Talent amüsant und vielschichtig zutage kommt. Gewieft durchdringt er das Gewirr von Informationen um den jungen Spieler, mit großem Einsatz umgarnt er oder lässt er sich umgarnen und mit äußerster Aufmerksamkeit und großem Einfühlungsvermögen geht er kleinsten Informationen nach. Fast scheint es so als könne er die Seele des Fußballers durchdringen und so den Hintergrund des Verschwindens durchleuchten. 

    Was zuerst für den Fußballunkundigen etwas zu ausufernd wirkt, entwickelt sich schließlich zu einer spannenden Story, die ein paar Erkenntnisse über das Geschehen im Rahmen einer der wichtigsten Sportarten bringt und eine mit der findigen Geschichte eines Fußballers überaus fesselt.


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    SaintGermains avatar
    SaintGermainvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Auch wenn der Beginn etwas zäh ist, kann ich dieses Buch jedem, der auf Krimis und Fußball steht, nur empfehlen.
    Fußballthriller - Scott Manson Teil 3

    Nur weil Fußball ein Sport ist, heißt das nicht, dass immer fair gespielt wird – schon gar nicht, wenn es um junge Nachwuchstalente und internationale Verbände geht. Trainer Scott Manson landet wieder mittendrin im Sumpf des korrupten Spitzensports. Scott Mansons Karriere als Fußballtrainer in der Premier League ist vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Nach einem Skandal bei London City und einem kurzen Intermezzo bei einem chinesischen Verein, dessen Eigentümer ein windiger Geschäftsmann ist, scheint Scotts Ruf endgültig ruiniert. Da erhält er einen Hilferuf vom FC Barcelona: Stürmerstar Jérôme Dumas ist nicht zum Training erschienen und wird seit einem Urlaub auf seiner Heimatinsel vermisst. Scott hat nur wenige Wochen Zeit, den Kicker zu finden. Auf seiner Spurensuche von Paris bis auf die Antillen begegnet Scott einem mörderischen System, das den Kampf um junge Talente auf ein anderes, tödliches Spielfeld verlegt hat.

    Das Cover des Buches ist gut gemacht - passt zu den vorherigen Bänden und zum vorliegendem Buch.

    Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, die Protagonisten und Orte werden sehr gut beschrieben.

    Das Buch ist der 3. Teil um den ehemaligen Fußballer Scott Manson - für mich war es allerdings der erste Teil den ich lesen durfte.

    Trotzdem kam ich gut in die Geschichte rein - natürlich werden Anspielungen auf die vorangegangenen Bücher gemacht, trotzdem störte dies nicht das Lesevergnügen.

    Die Handlung ist sehr gut, allerdings sind die ersten 50 - 60 Seiten doch ziemlich zäh - keine Spur von Spannung und Thrill.

    Dies holt der Autor aber im restlichen Buch nach - es ist spannend, obwohl ich es eher als Krimi statt als Thriller bezeichnen würde.

    Für mich als Fußballfan gefielen mir auch die "realen" Geschichten zwischendurch recht gut.

    Fazit: Auch wenn der Beginn etwas zäh ist, kann ich dieses Buch jedem, der auf Krimis und Fußball steht, nur empfehlen. - 4,5 Sterne

    Kommentare: 1
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    M
    michael_lehmann-papevor 2 Jahren
    Gut, aber leicht abfallend den Vorgängern gegenüber

    Gut, aber leicht abfallend den Vorgängern gegenüber

    Der legere, lockere, ironische Tonfall hat sich erhalten, die Lust und Liebe zum Fußball und die fundierten Kenntnisse über die „Szene“ ebenfalls.

    Scott Manson, aktuell Trainer a.D., ist wieder in Sachen Fußball unterwegs. Konkret im Auftrag von PSG und dem FC Barcelona, denen ein Spieler „abhanden“ gekommen ist.

    Somit liegt der Schwerpunkt des neuen Romans um Scott Manson deutlich mehr und überwiegend auf den „detektivischen“ Fähigkeiten des raubeinigen ehemaligen Fußballprofis, frisch entlassenen Trainers und Frauenverehrers. Mit ausgedehnten Ausflügen natürlich noch in die aktuelle Situation des Fußballs (zu wenig Romantik, zu wenig Liebe zum Ball, zu viel Geld im Spiel), die Betrachtung von Funktionären (negativ, und daher kommt da noch was auf Manson zu) und Frauen im Geschäft (weitaus positiver, wenn auch nicht ganz überzeugt).

    Dass es um eine „falsche Neun“ im doppelten und dreifachen Sinne gehen wird, was es mit der aufstrebenden (und mit Geld um sich werfenden) chinesischen Fußballliga auf sich hat und wie falsch die „Neun“ Jerome Dumas von PSG ein wirklich falsches Spiel betreibt, das wird in einer überaus überraschenden Wendung zum Schluss ein echter „Knaller“ im Thriller werden.

    Wobei, leider, dem Buch ein wenig die Farbe der Vorgänger fehlt, in denen Kerr den Leser mitten hinein genommen hat in die Kabinen, die Ansprachen, das Leben „am Rand des Feldes“. Bezüge und eine intensive Atmosphäre, die in diesem neuen Roman leider ein stückweit zu kurz kommen (auch wenn Manson als Zuschauer in Barcelona noch einmal aus dem Vollen schöpfen kann).

    So plätschert die Handlung doch über zu weite Strecken ein stückweit vor sich hin und sucht ihren Fokus eher im „Frauenverssteher“ Manson, der in dieser Beziehung durchaus in der Lage ist, alle Fünfe (immer) gerade sein zu lassen.

    Trotz der dann exotischen Kulisse in der Karibik, wohin es Manson verschlägt und der immer wieder aufblitzenden, punktgenauen fußballerischen Beobachtungen und „Insider“ Geschichten im Buch hat dies einfach nicht durchgehend jene Spannung und Atmosphäre, die in den beiden ersten „Fällen“ des „ermittelnden Trainers“ eine runde Mischung ergeben haben.

    Dennoch ist das Buch gut und flüssig zu lesen, bietet immer wieder Anlass zu zustimmendem Nicken (für die Fußballfans unter den Lesern) und hält solide Unterhaltung in legerer Sprachform bereit (bis dahin, dass Kerr sich selbst „ins Spiel“ bringt angesichts der ein oder anderen Spielerbiographie, die im Buch erwähnt werden). So bietet der Autor zumindest eine kleine Form der „Stellenanzeige“ mit im Ablauf der Geschichte, was sich im Zusammenhang durchaus passend liest. Bei all der erkennbaren Nähe und Liebe des Autors zum Spiel.

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    seschatvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gut gemachter Fußballthriller, der viel interne Wahrheiten transportiert.
    Fußballthriller mit Köpfchen


    INHALT
    Scott Manson, 41-jähriger Ex-Trainer von London City, hatte in beruflichen Dingen in letzter Zet kein gutes Händchen. Da kommt das neue Engagement als verdeckter Ermittler gerade recht.
    Nun soll er im Namen des FC Barcelona und von PSG den verschwundenen Profifußballer Jérôme Dumas aufspüren. Eine alles andere als leichte Mission...

    MEINUNG
    Philip Kerrs Fußball-Thriller las sich spannend wie ein Film. Der britische Bestsellerautor weiß als überzeugter Fußballfan, wovon er spricht. Die aufgezeigten, nicht immer legalen Machenschaften der großen Clubs in der Premier League muten realistisch an. Zudem zeigt er im Fall des Spielers Jérôme Dumas auf, wohin Erfolg und damit zu viel Geld führen kann. Schnelle Autos, leichte Frauen, Koks und vieles mehr. Das 22-jährige Talent scheint kein Klischee auszulassen.

    Doch bevor Scott auf Jérôme Dumas trifft, hat er erst einmal mit sich selbst und seiner Einbahnstraßenkarriere als Trainer zu kämpfen. Der farbige Ermittler mit schottisch-deutschen Wurzeln hat wie James Bond eine große Schwäche - das weibliche Geschlecht. Letzteres führt ihm auch in diesem Fall viel zu häufig an der Nase herum. Scotts Zweifel bzw. seine Werte in Bezug auf den "echten" und "reinen" Fußball machen ihn menschlich, aber gleichzeitig haftet ihm aufgrund seiner Einstellung auch etwas Antiquiertes an. So kommt es, dass er nicht nur einmal als "Dinosaurier" bezeichnet wird, der allerdings alles für seine Schützlinge zu machen scheint. Kurzum, er ist ein liebenswerter sowie risikofreudiger Fußballnarr.

    Kerrs Sprachstil ist gespickt mit allerhand Fußballerlatein und unterschwelligen Anspielungen, was Fußballfans ansprechen wird. Die insgesamt 301 Buchseiten ließen sich wegen der leicht verständlichen Erzählweise flüssig lesen. Manches Mal driftete der Stil allerdings etwas zu arg ins Umgangssprachliche ab. 

    Spannungstechnisch hielt die Story so einiges bereit. Nicht nur die gut gewählten Nebencharaktere, sondern vor allem die häufigen sowie überraschenden Wendungen innerhalb der Handlung trieben die Lektüre an. Dass dabei auch kritisch auf Themen wie Rassismus oder Armut eingegangen wurde, hatte ich von diesem Thriller nicht erwartet - chapeau! Kerr kratzt an den heilen Fassaden der "Stars" und zeigt deren Brüchigkeit auf.

    FAZIT
    Ein thematisch 100 Prozent überzeugender Thriller, der unterschwellig allerhand Wahrheiten über die Fußballszene preisgibt und dabei noch formidabel unterhält. 

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    Alanda_Veras avatar
    Alanda_Veravor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch macht einfach Spaß!
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    Eglfingervor einem Jahr
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    Golondrinavor einem Jahr
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    Liseronvor einem Jahr
    A
    Alexander_Ellboeckvor 2 Jahren

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    »Und ich dachte immer, es gäbe keine guten Fußball-Thriller!«
    Marcel Reif

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