Die goldene Pforte

von Philip Le Roy 
4,3 Sterne bei7 Bewertungen
Die goldene Pforte
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HEIDIZs avatar

Philip le Roy schreibt sensationell - ich finde, er traut sich da was ....

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Der Autor wagt sich mit Die goldene Pforte auf ein ganz riskantes und brisantes Terrain.

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Inhaltsangabe zu "Die goldene Pforte"

Ein Prophet, den es niemals gab

Ein Unfall? Oder doch ein Attentat?
Simon Lange rettet sich mit einem spektakulären Sprung aus einem Auto. Der Auftakt einer rasanten Verfolgungsjagd, die von Paris über Berlin in den Nahen Osten führt, nach Jerusalem, Beirut und in ein kleines Dorf in Syrien. Lange ist im Besitz von Schriften, die das Weltbild aller Religionen ins Wanken bringen könnten, insbesondere das des Islam: Eine christliche Sekte soll den Koran verfasst haben, nicht der heilige Prophet. Doch Langes Nachforschungen rufen finstere Mächte auf den Plan, die alles dransetzen, damit die Wahrheit niemals ans Licht kommt.

»Ein Krimi, der zu sensationell wichtigen, tabuisierten Tatsachen über den Islam als Judenchristentum führt.«
Michael Wolffsohn

»Ein packender Thriller mit Sprengkraft, der den Da Vinci Code in den Schatten stellt.«
L’Express

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783710900341
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:345 Seiten
Verlag:Benevento
Erscheinungsdatum:15.03.2018

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    Wurm200s avatar
    Wurm200vor 4 Monaten
    Die goldene Pforte

    Philip Le Roy
    Die goldene Pforte
    Benevento

    Autor: Philip Le Roy, geboren 1962 in Toulouse, studierte Betriebswirtschaftslehre, schlug aber bald nach dem Studium den Weg zum kreativen Schreiben ein. Erst als Werbetexter, später als Krimiautor. In seinem Heimatland wird er gefeiert, seine Bücher wurden zu Bestsellern und unter anderem mit dem Großen Preis der Kriminalliteratur ausgezeichnet. Neben dem Schreiben ist Le Roy begeisterter Filmliebhaber, Kampfkünstler und Rockmusiker. Er lebt in Vence an der Côte d‘Azur. (Quelle: Benevento)

     Simon und Markus sind nach einer Sauftour in Jerusalem sturzbetrunken. Am anderen Morgen erwacht Simon in einer Zelle, da er von der Polizei, verbotenerweise auf dem Tempelberg aufgegriffen wurde. Nach seiner Entlassung macht Simon sich direkt auf den Weg zu seinem neuen Freund Markus. An Markus Wohnung angekommen muss Simon jedoch feststellen, dass dieser wohl seine Sachen gepackt hat und im Flugzeug nach Berlin sitzt. Als dann auch noch die Polizei bei Markus Wohnung auftaucht, beginnt für Simon ein Katz und Mausspiel, bei dem es um Leben und tod geht. Außerdem sollen all die Ereignisse Simons Leben von Grund auf ändern.

    Das Buch besteht aus 97 Kapitel (plus Prolog und Epilog). Diese Kapitel sind in insgesamt 11 Bücher unterteilt (die Angabe erfolgt durch römische Ziffern), wobei jedes Buch auf einer neuen Seite beginnt. Außerdem findet sich zu Beginn eines jeden neuen Buches, einige Sätze (die scheinbar Anmerkungen vom Hauptcharakter sind), die kursiv gedruckt sind. Zu Beginn des Buches findet der Leser eine Erklärung bezüglich der goldenen Pforte. Dies gibt den Leser eine kleine Erklärung, um was es in dem Buch geht (und worauf der Titel sich bezieht), somit schafft der Autor eine kleine Grundkenntnis, die sicherlich positiv zum Verständnis des Buches beiträgt. Zusätzlich zu dieser Erklärung am Anfang, gibt es auch eine Stelle, an der es Fußnoten gibt, die dem Leser ebenfalls Erklärungen liefern. Leider aber nur an einer einzigen Stelle, hier hätte ich mir, besonders bei einer solchen Thematik, mehr solcher Fußnoten gewünscht. Neben dieser Erklärung gibt es zusätzlich noch eine Anmerkung des Autors sowie ein Vorwort. Diese beiden Texte geben dem Leser ebenfalls einen kleinen Einblick in den Hintergrund des Buches. Außerdem schafft es der Autor schon allein durch diese beiden Dinge, Spannung aufzubauen und dem Leser zum Weiterlesen zu motivieren (leider bekommt man hier keinerlei Anmerkung dazu, ob die geschilderte Handlung der Wahrheit entspricht) . Diese Spannung setzt sich am Anfang des Buches auch noch fort und wird zusätzlich durch actiongeladene Szenen erweitert, die dem Leser kaum ein Durchatmen ermöglichen. Diese Actionszenen setzen sich im ganzen Buch fort und tauchen immer mal wieder auf. Leider sind diese Szenen genau so schnell vorbei, wie sie überhaupt angefangen haben. Besonders positiv, gerade bei den eben genannten Szenen, ist die Tatsachen, dass der Autor alles sehr detailliert beschreibt, was dem Leser zu einer genaueren Vorstellung verhilft. Leider fiel mir beim Lesen jedoch auf, dass einige Szenen sehr abrupt enden bzw. manchmal sehr schnell zum Ende gebracht werden. Im gesamten Verlauf des Buches kann der Leser der Entwicklung der Hauptcharaktere gut folgen, auch wenn relativ schnell klar wird, wohin die Entwicklung führen wird. Am Ende schafft es der Autor aber auch hier noch mit einigen Überraschungen aufzutrumpfen, die der Leser so nicht erwartet hätte. Leider entwickelt sich die Story an manchen Stellen hin zu Science-Fiction, diese werden aber ebenfalls am Ende sehr gut und schlüssig aufgeklärt. Dies ist auch gut so, denn ohne die Auflösung am Ende, würden eben diese Szenen recht fehl am Platz wirken. Im Verlaufe des Buches begegnen dem Leser (sicherlich aufgrund der Thematik) viele interessante Fakten, die teilweise sogar bis zu aktuellen Geschehnissen reichen. Um ein selbstständiges Nachschlagen zu ermöglichen, findet der Leser am Ende des Buches ein recht überschaubares und gut gegliedertes Quellenverzeichnis. Das Ende des Buches liest sich so, als würde einer der Hauptcharaktere eben genau über das gelesene Buch sprechen (kurz zur Erklärung: Ein Charakter sagt am Ende, er würde das Geschehene in einem Thriller verarbeiten). So bekommt der Leser den Eindruck, dass dieses Buch von dem Hauptcharakter geschrieben wurde.

    Cover: Das Cover enthält hauptsächlich die Farbe blau (dies setzt sich auch innerhalb des Covers fort). Auf der Vorderseite schauen wir auf eine Art Fenster und sehen einen Schatten, der mit etwas Fantasie die Hilal darstellen könnte (hiermit hätte es auch einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches, denn in diesem geht es um den Islam) . Der Titel des Buches ist in beige gedruckt und hebt sich nicht nur durch die Farbe ab, sondern auch deshalb, weil die Schrift mit den Fingern zu ertasten ist (dies ist ebenfalls bei dem Titel auf der Rückseite so) . Der Titel spiegelt dabei ein wichtiges Element wieder, um das es in dem Buch geht. Als kleine Randnotiz möchte ich anmerken, dass mir die Gestaltung des Verlagsicons sehr gefällt. Auf der Rückseite sehen wir denselben Hintergrund, wie auf der Vorderseite, nur das das Fenster diesmal auf dem Kopf steht. Ingesamt gefällt mir das Cover recht gut und passt zur Story des Buches.

    Fazit: In diesem Buch wird sicherlich ein sehr kontroverses Thema behandelt, dass bis in unsere Zeit reicht und aktuelle Geschehnisse aufgreift. Ganz im Stil von Dan Brown erzählt der Autor diese Geschichte, die sich keinesfalls hinter den Büchern Dan Browns verstecken muss. 350 Seiten voller Spannung, Action, Geschichte aber auch Liebe, erwarten dem Leser, welcher auf keinen der Seiten so wirklich enttäuscht wird. Enttäuschend ist dabei allein, wenn man das Ende des Buches erreicht hat. Kleinere Punkte sind sicherlich verbesserungswürdig, diese sind aber im Gesamtbild kaum der Rede wert. Von mir gibt es 5/5 Sterne.

    Klappentext: in Prophet, den es niemals gab Ein Unfall? Oder doch ein Attentat? Simon Lange rettet sich mit einem spektakulären Sprung aus einem Auto. Der Auftakt einer rasanten Verfolgungsjagd, die von Paris über Berlin in den Nahen Osten führt, nach Jerusalem, Beirut und in ein kleines Dorf in Syrien. Lange ist im Besitz von Schriften, die das Weltbild aller Religionen ins Wanken bringen könnten, insbesondere das des Islam: Eine christliche Sekte soll den Koran verfasst haben, nicht der heilige Prophet. Doch Langes Nachforschungen rufen finstere Mächte auf den Plan, die alles dransetzen, damit die Wahrheit niemals ans Licht kommt. (Quelle: Benevento)

    Autor: Philip Le Roy

    Titel: Die goldene Pforte

    Verlag: Benevento

    Genre: Thriller

    Seiten: 350

    Preis:16,00

    Veröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3710900341


    https://filme-buecher-mehr.de/


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    Flattervor 4 Monaten
    gewagt

    Über den Autor:

    Philip Le Roy, geb. 1962 in Toulouse, studierte Betriebswirtschaftslehre, schlug aber bald nach dem Studium den Weg zum kreativen Schreiben ein. Erst als Werbetexter, später als Krimiautor. In seinem Heimatland wird er gefeiert, seine Bücher wurden zu Bestsellern und unter anderem mit dem Großen Preis der Kriminalliteratur ausgezeichnet. Neben dem Schreiben ist Le Roy begeisterter Filmliebhaber, Kampfkünstler und Rockmusiker. Er lebt in Vence an der Cote d´Azur. (Quelle: Verlag)


    Zum Inhalt: Klappentext

    Ein Prophet, den es niemals gab. Ein Unfall!? Oder doch ein Attentat? Simon Lange rettet sich mit einem spektakulären Sprung aus einem Autor. Der Auftakt einer rasanten Verfolgungsjagd, die von Paris über Berlin in den Nahen Osten führt, nach Jerusalem, Beirut und ein kleines Dorf in Syrien. Lange ist im Besitz von Schriften, die das Weltbild aller Religionen ins Wanken bringen könnten, insbesondere das des Islam: Eine christliche Sekte soll den Koran verfasst haben, nicht der heilige Prophet. Doch Langes Nachforschungen rufen finstere Mächte auf den Plan, die alles dransetzen, damit die Wahrheit niemals ans Licht kommt.


    Meine Meinung:

    Das Thema dieses Buches ist sehr gewagt und ich sehe darin eine Gefahr für den Autor. Aber dessen ist er sich sicher bewußt. Wobei wir auch schon bei der Handlung sind. Simons Vater und Ziehvater werden getötet. Sie sind nämlich einem Geheimnis auf der Spur. Der Koran soll angeblich von einer christlichen Sekte verfasst worden sein. Der Autor taucht dabei tief in die Wurzeln des Islam ein. Sehr spannend geschrieben und eine Hetzjagd beginnt. Die  aufgestellten Behauptungen sind in einen Thriller verpackt. Der Schreibstil ist packend und der Autor versteht es, den Leser in seine Welt hineinzuziehen. Die Charaktere sind facettenreich und doch habe ich etwas Anlaufzeit gebraucht um richtig hineinzufinden. Aber eine Geschichte mit viel Sprengkraft, wenn eine solche Behauptung wahr wäre.


    Cover:

    Dunkle und bedrohliche Farben mit einem sehr prekären Inhalt.


    Fazit:

    Der Autor traut sich hier was. Die zentrale These dieses Buches ist alles andere als andere als leichte Kost. 

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Philip le Roy schreibt sensationell - ich finde, er traut sich da was ....
    Dan Brown lässt grüßen

    Philip le Roy schreibt sensationell - ich finde, er traut sich da was .... Mohammed soll es nach seiner Geschichte nie gegeben haben. Simon ist praktisch unser Hauptchrakter, sein Vater und Ziehvater werden getötet. Beide jagen einem Geheimnis hinterher. Der Autor zweifelt die Historie des Koran an, wie sie heute verbreitet wird, klar fiktiv, aber ... BRISANT !!!


    Le Roy steht für meine Begriffe Dan Brown in nichts nach. Er gräbt sozusagen die Wurzeln des Islam aus und breitet einen sehr guten Spannungsbogen über seine Geschichte. Dieser historische Roman oder Krimi oder Thriller - das Buch hat von jedem etwas, hat mich begeistert.

     

    Leseprobe:
    ========

     

    Früh am Nachmittag stieg Simon am Bahnhof von Nürnberg aus dem Zug, in der mittelalterlichen Großstadt in Bayern, die man mit dem Prozess gegen die höchsten Würdenträger des Dritten Reiches in Verbindung bringt. Der Himmel war schwarz.

    Sabbah hatte nur wenige Stunden gebraucht, um für ihn zu recherchieren, wie er Oskar Lander treffen konnte ...

     

    Dieses  Buch hat mich gefesselt, ich habe innerhalb von zwei Tagen gelesen - konnte es kaum aus der Hand legen. Ich konnte mich bildlich einfinden und kann mir auch gut vorstellen, dass es als Verfilmung sehr spannend anzuschauen wäre.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Der Autor wagt sich mit Die goldene Pforte auf ein ganz riskantes und brisantes Terrain.
    Der Autor wagt sich auf ein ganz riskantes und brisantes Terrain.

    Nach dem Vorwort und dem Prolog war ich nahezu geflasht. Ein düsteres Geheimnis, das offenbart werden sollte? Wer war die geheimnisvolle Frau? Hier gab es nur noch eines ... ich wollte, nein, ich musste unbedingt mehr erfahren und weiter lesen.

    Obwohl der Anfang durchaus spannend war, kam ich bereits nach etwa 40 Seiten an einen Punkt, an dem ich mir zum ersten Mal überlegte, das Buch wieder zur Seite zu legen. Irgendwie fand ich die Story dann etwas zäh und undurchsichtig. Oder vielleicht sollte ich sagen, etwas zu religiös?! Mag aber auch damit zusammenhängen, dass ich nicht bibelfest bin und auch vom Koran nur sehr wenig Ahnung habe.

    Interessant fand ich hingegen, wie Sätze nur durch die Sprachwahl eine andere Bedeutung erlangen können.

    Dennoch waren für mich einige Begriffe gänzlich unbekannt. Hier hätte ich mir eine Erklärung gewünscht, sei es auch nur am Ende des Buches.

    Vielleicht hätte ich mich im Vorfeld auch etwas mehr mit dem Thema: Koran auseinandersetzen sollen, damit mich diese teils doch wissenschaftlich anmutenden Ausführungen nicht so überrollt hätten.

     Auch zu Simon, dem Hauptprotagonisten, konnte ich keine wirkliche Beziehung aufbauen. Er wurde mir, gerade am Anfang, als zu reißerisch dargestellt. Seine Aktionen mit der Flucht etc. waren mir einfach ein bisschen zuviel des Guten. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte, blieb er für mich irgendwie unnahbar.

    Im Fortgang der Story kam ich das eine oder andere Mal an Stellen, an denen ich zweifelte, ob es nun Realität oder rein gedankliches Gut des Autors war. Vielleicht konnte ich es aber auch nicht wirklich einordnen, da ich weder aus einem religiösen Elternhaus komme, oder mich jemals mit der Echtheit der Schriften auseinander gesetzt hatte.

    Dennoch kam mir immer wieder der Gedanke, wie es wohl dem Autor erging, als sein Buch veröffentlicht wurde. Wurde es wirklich von jedem als ein Thriller gesehen oder gab es durchaus kritische, ketzerische Stimmen. Schade, dass es hierzu kein Nachwort gab.

     Zum Schluß möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext sagen.

    Das Cover wirkt auf mich nicht so richtig ansprechend, vielmehr wirkt es auf mich sehr religiös. Ich bin mir nicht sicher, dass es im Buchhandelt in der Thriller Abteilung wahrgenommen wird.

    Der Klappentext macht neugierig, zweifelsohne! Insofern finde ich ihn sehr gut gewählt.

    Lesespaß oder Lesefrust?

    Die Zuordnung in Spaß oder Frust kann ich gar nicht so eindeutig sagen. Gerade der Anfang hat mir, als Thrillerleser, wirklich großen Spaß gemacht und mich auch dazu verleitet, immer weiter lesen zu wollen.

    Ab dem zweiten Drittel etwa habe ich jedoch festgestellt, dass es in eine Richtung drifftet, die mir unbekannt ist, und mit der ich mich aber auch nicht wirklich auseinander setzen wollte. Es wurde mir irgendwie zu religiös, auch die Begriffe haben mich nicht wirklich ermutigt, großes Leseengagement zu zeigen.Leider hat sich dieses auch im letzten Drittel nicht geändert.

     Dieses Buch ist kein normaler, handelsüblicher Thriller, sondern verbirgt sehr viel Hintergrundwissen, was nicht jedem Spannungsliebhaber freuen wird. Schade, denn der Klappentext macht wirklich neugierig.

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    Jashrins avatar
    Jashrinvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Thematisch interessanter, leider nicht durchgängig spannender Thriller über den Ursprung des Islam.
    Thematisch interessant, leider nicht durchgängig spannend

    Als mir die Agentur Literaturtest ein Rezensionsexemplar eines Thrillers über die Entstehung des Korans angeboten hat, habe ich nicht lange gezögert, da dies eine völlig neue Thematik für mich war und die Beschreibung interessant klang.

    Da ich überhaupt nicht einschätzen konnte, was mich erwartet, habe ich Philip Le Roys Thriller voller Spannung begonnen. Den Beginn des Buches machen einige Anmerkungen des Autors sowie das Vorwort, gefolgt vom Prolog. Diese drei Abschnitte zusammen ergeben das Bild eines Thrillers, der einige Sprengkraft in sich tragen könnte, immerhin wird unter anderem behauptet, dass anders, als der Islam lehrt, der Koran seit seiner Entstehung eben doch nicht unverändert blieb.

    Die eigentliche Handlung setzt 30 Jahre später ein, als Simon Langes Leben durch seine neuen Erkenntnisse völlig auf den Kopf gestellt wird. Als er Unterlagen abholen will, die ihm sein Vater hinterlassen hat, ist der Tresor aufgebrochen, Simon wird verfolgt und ein merkwürdiges und gefährliches Ereignis folgt dem anderen. Simon wirkt sympathisch, er ist intelligent, manchmal etwas unvorsichtig und er verbeißt sich immer mehr in den Theorien, die er nach und nach aufdeckt. Sein vorrangiges Ziel ist jedoch zunächst einfach die wahren Umstände aufzudecken, unter denen seine Eltern ums Leben kamen.

    Hilfe bekommt er dabei durch Sabbah, eine syrischstämmige Französin, die ihre ganze eigenen Interessen an Simons Nachforschungen hat. Bis jetzt bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich von Sabbah halten soll, wirklich warm bin ich nicht mit ihr geworden. Ihr Verhalten fand ich von Anfang an seltsam und leider hat sich das bis zum Ende durchgezogen, auch wenn sich zumindest manche Verhaltensweisen letztlich erklären ließen. Dadurch war sie leider keine Sympathieträgerin.
    Ebenso wenig wie Sabbah, kann ich auch den ganzen Thriller nicht richtig einordnen. Die Thematik ist spannend, keine Frage, doch so richtig packen konnte mich das Geschehen nicht.

    Für Leser, die ein großes Interesse an Religion(en), insbesondere auch an der Geschichte und dem Ursprung des Koran sowie der Bibel haben, ist das Buch sicherlich sehr spannend. Ich persönlich finde die Vielzahl der Religionen und ihre Überschneidungen und Unterschiede zwar ebenfalls interessant, doch hatte ich nie den Drang mich wissenschaftlich damit auseinanderzusetzen. Insofern kann ich nicht einschätzen, inwiefern die Thesen des Buches tatsächlich untersucht oder womöglich durch die Wissenschaft belegt wurden. Der Autor stellt die Argumentationen in jedem Fall schlüssig dar.

    Einige Begriffe oder Behauptungen habe ich nachgeschlagen und es gäbe sicher noch so einige Aspekte, bei denen es lehrreich wäre, sich darin zu vertiefen, doch in erster Linie möchte ich von einem Buch unterhalten werden und stetes Nachschlagen stört mich einfach im Lesefluss.

    Ein zweiter Punkt, der dazu geführt hat, dass ich für das Buch für meine Verhältnisse recht lange gebraucht habe, ist die Tatsache, dass Simon und Sabbah zwar viel unterwegs sind und Simon auch immer mal wieder in brenzlige Situationen gerät, doch die klären sich meist sehr schnell und wirkliche Action gibt es nicht. Während vor allem für Sabbah die (Neu)Entdeckungen eine unglaubliche Spannung und Explosionskraft beinhalten, ist dies für mich leider nicht der Fall. So kommt es, dass das Buch durch die vielen Gespräche und Diskussionen mit all den ganz unterschiedlichen Gelehrten, für mich leider einige Längen hatte, und es mir nicht schwerfiel, das Buch immer wieder aus der Hand zu legen.

    Insgesamt war „Die goldene Pforte“ für mich zwar eine durchaus interessante und lehrreiche Lektüre, aber wirklich begeistern konnte mich die Umsetzung des Thrillers nicht. Mich würde sehr interessieren, welche Reaktionen der Autor selbst erlebt hat, denn viele der Thesen seines Buches sind für Gläubige Muslime teils wohl weit mehr als nur eine Beleidigung.

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    Sikals avatar
    Sikalvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Wer Dan Browns Sakrileg gelesen hat, wird auch dieses Buch gerne lesen. Spannend!
    Der Prophet, den es niemals gab


     

    Bereits im Prolog wird man wie durch einen Sog in die Geschichte gezogen, als eine Frau auf einer Buchmesse mysteriöse Informationen an einem Stand zurücklässt. Das darin befindliche Manuskript stellt die These auf, dass der Koran ursprünglich aus dem Christentum kommt …

     

    Simon Lange lernt auf dem Begräbnis seiner Eltern einen alten Freund seines Vaters kennen, mit dem er nach Jerusalem reist, wo Informationen zu seiner Herkunft hinterlegt wurden. Doch die Dokumente sind unauffindbar, stattdessen zieht Simon mit diesem Freund Markus durch die Straßen bis die beiden plötzlich betrunken vor dem Tempelberg in eine rätselhafte Situation kommen – das Ergebnis daraus: Simon wacht in einer Ausnüchterungszelle der Polizei auf und Markus ist verschwunden. Als sich Simon mit einem spektakulären Sprung retten kann, ahnt er nicht, dass er damit eine Verfolgungsjagd quer durch Europa und den Nahen Osten eröffnet. Viele Fragen stellen sich Simon – War der Tod seiner Eltern wirklich ein Unfall? Wo ist Markus? Was steht in den geheimnisvollen Dokumenten? Und vor allem – Was wollen seine Verfolger?

     

    Doch Simon kommt nicht zum Nachdenken. Der Autor legt ein ziemliches Tempo an den Tag während er den Protagonisten quer über die Kontinente hetzt, immer wieder findet dieser einen kleinen Hinweis, dem es hinterherzukommen gilt. Einerseits versucht er seinen Verfolgern einen Schritt voraus zu sein, andererseits merkt er auch, dass ihn jemand beschützt. Schicht um Schicht gelingt es Simon von den unglaublichen Theorien zu entlarven, jedes noch so kleine Puzzleteil ist schlussendlich ein Teil des Rätsels Lösung.

     

    Der Autor Philip Le Roy schrieb einen hochspannenden Thriller mit einer interessanten These: Was wäre wenn der Koran von Gott nicht an Mohammed diktiert worden wäre, sondern eine christliche Sekte aus der Bibel abschrieb? Erst die Kalifen machten daraus den Koran wie er heute bekannt ist, ein Koran vor dem Koran als Ursprung?

     

    Die spannende Geschichte lässt die Seiten verfliegen, zu gern will man den Ursprüngen des Korans auf den Grund gehen. Man taucht tief in eine Geschichte rund um die beiden Religionen Christentum und Islam ein und mir wurde klar, dass ich viel zu wenig Hintergrundwissen habe, doch das lässt sich ja ändern … Ob das Buch für jeden Muslim ebenso „nur“ als Story zu lesen ist, wage ich zu bezweifeln …

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 6 Monaten
    Liegt Mekka in Syrien? Ein etwas anderes Sakrileg.

    Dan Browns Roman "The Da Vinci Code" aus dem Jahre 2003 (dt. "Sakrileg", 2004) erwies sich nicht nur weltweit als kommerzieller Erfolg, er stellte auch die Geschichte des Christentums in ihrer offiziellen Lesart in Frage. Wie man sehen konnte, blieb die christliche Obrigkeit angesichts solcher Ereignisse relativ gelassen. Etwas mehr als zehn Jahre später versuchte Philip Le Roy mit seinem Thriller "La porte du Messie" einen ähnlichen Erfolg zu kreieren. Inzwischen sind drei Jahre vergangen, und dieses Buch liegt nun in einer deutschen Übersetzung vor. Auf der Rückseite dieser Ausgabe zitieren die Herausgeber die französische Zeitung L’Express mit den Worten "Ein packender Thriller mit Sprengkraft, der den Da Vinci Code in den Schatten stellt". Mir ist bisher keine Verfilmung bekannt, obwohl dieses Buch dafür eigentlich alles bereitstellt.

    Vermutlich wird es den Ruhm von "Sakrileg" nie erreichen, denn dazu bräuchte es tatsächlich den Mut zur Verfilmung, den man vermutlich aus guten Gründen nie aufbringen wird, denn in diesem Buch wird die Geschichte des Islam fundamental angezweifelt. Tatsächlich ist seine Sprengkraft viel größer als die des Da Vinci Codes, immer vorausgesetzt, die Dinge verhielten sich so, wie sie der Autor beschreibt. Inwieweit das tatsächlich sein könnte, entzieht sich leider meinen Kenntnissen. Immerhin steht auch auf der Rückseite dieser Ausgabe: "Der Prophet, den es niemals gab". Schon das ist für die Religion des Friedens keine besonders lustige Behauptung.

    Worum geht es? Bekanntlich ist der Koran Gottes Wort, das dem Propheten vom Erzengel Gabriel in mehreren Etappen diktiert wurde. Das Neue Testament der Christen beruht dagegen auf den Erzählungen der Evangelisten, die zwar auch von den Kirchen nicht angezweifelt werden, aber dennoch ein ganz anderes Gewicht als das unveränderliche Wort Gottes besitzen. Der Islam ist wegen der Entstehungsgeschichte seines Heiligen Buches nicht reformierbar. Schließlich kann es nicht sein, dass Menschen Gottes Wort ändern. Und genau an dieser Stelle setzt der Autor dieses Thrillers an. Der Koran, so seine These, ist nicht Gottes Wort, sondern eine universell gültige Fassung einer von gewissen Kalifen verfassten Schrift, die ihn nur als Wort Gottes ausgaben, damit man ihn nie ändern kann. In der Tat wäre das ein genialer Trick, dessen Auswirkungen man bis heute spürt.

    Tatsächlich, so der Ansatz dieses Thrillers, gab es einen Ur-Koran vor dieser Fassung. Und der wiederum ist nichts weiter als eine gewisse Fassung des ursprünglichen Judenchristentums, entstanden im heutigen Syrien einige Jahrzehnte nach dem Tode Jesus. Die Sprengkraft einer solchen Behauptung ist, wäre sie denn wahr, gewaltig, denn dann wäre der Islam nur eine Variante des Christentums. Damit wäre er auch reformierbar. Die gesamte islamische Religionslehre würde wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Das ist schlicht nicht vorstellbar.

    Philip Le Roy bettet seine Behauptung in einen spannenden Thriller ein. Der Held der Handlung beginnt nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters dessen Geschichte zu erforschen und findet dabei schnell heraus, dass er auf der Spur des angeblichen Ur-Korans war. Und weil die Explosivität eines solchen Fundes so unvorstellbar ist, versuchen dunkle Mächte verschiedener Seiten eine solche Entdeckung mit aller Gewalt zu verhindern. Entsprechend dynamisch und voller Wendungen verläuft die Handlung. Für meinen Geschmack häufen sich dabei zu viele glückliche Fügungen. Bei einem Thriller muss man allerdings damit rechnen, schließlich muss die Handlung immer wieder beschleunigt werden, und der Held sollte dabei gut aussehen. Jedem Leser, der die Brisanz der Behauptungen begreift, wird darüber hinaus voraussehen, dass das Ende offen bleiben muss. Ebenso klar dürfte es sein, dass man auch Stellen erwarten muss, in denen es zu religionsgeschichtlichen Ausschweifungen kommen wird, die für die Erklärung der Handlung nötig sind. Sie bleiben jedoch im Rahmen.

    Kurz: Dies ist ein Thriller mit einem sehr brisanten Hintergrund, der sich gut liest und damit auch je nach Geschmack sehr unterhaltsam sein kann. Inwieweit dieser Hintergrund wenigstens einen Teil an Wahrheit enthält, wird sich für den einzelnen Leser eher nicht erschließen. Wir wissen über die Zeit, in der sich die eigentliche brisante Geschichte abgespielt hat, sehr wenig. Wenn es anders wäre, gäbe es solche Romane nicht. Allerdings ist die Grundannahme des Autors nicht völlig absurd.

    Es existieren nämlich durchaus Zweifel an der offiziellen Version der Entstehungsgeschichte des Korans. Tatsächliche Funde alter Schriften, deren Entstehung vor der Zeit liegen, in der Mohammed nach der Überlieferung Gottes Wort empfang, lassen Raum für Vermutungen. Mohammed selbst schrieb Gottes Worte übrigens nicht nieder, sondern gab sie mündlich weiter, was wiederum zu viel späteren Niederschriften führte. Das Corpus-Coranicum-Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, das in diesem Thriller eine gewisse Rolle spielt, gibt es tatsächlich. Und genau dort untersuchte man eben die oben genannten alten Dokumente. Völlig von der Hand zu weisen sind die Vermutungen des Autors also nicht. Mit der Suchmaschine seiner Wahl kann man das leicht finden.

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