Philip Nußbaum Letzte Fahrt mit Marilyn: Roman

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Inhaltsangabe zu „Letzte Fahrt mit Marilyn: Roman“ von Philip Nußbaum

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  • Zwei grundverschiedene Brüder, viele Fragen und eine Frau.

    Letzte Fahrt mit Marilyn: Roman
    carcarocaroline

    carcarocaroline

    31. May 2013 um 15:32

    Der Leser begleitet den Mittzwanziger Chris, der chronisch pleite ist und die meisten Tage damit verbringt, durch die Stadt zu schlendern und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Durch einen eher unglücklichen Umstand finden er und sein chaotischer Bruder Pi wieder zueinander, und die beiden verbindet von nun an etwas mehr als die Verwandtschaft... Nußbaum gelingt es sehr gut, das Lebensgefühl der 90er wiederzubeleben, ohne dabei irgendwie zu behaupten, dass es ohne digitales Zubehör besser sei. Das Gefühl beschleicht einen trotzdem und grade deshalb ist es einfacher, sich auf Chris' und Pis scheinbar schwierige Beziehung zu konzentrieren. Blut ist nicht immer dicker als Wasser, in dem Fall ist es aber beständiger. Man hat Mitleid mit beiden Brüdern, wenn sie ihrem selbstgebastelten Dilemma nachgeben, anstatt dem Sonnenuntergang entgegenfahren. Es werden viele Fragen aufgeworfen, die den Leser auch nach der Lektüre noch beschäftigen. Außerdem sind Chris' innere Monologe, in denen er sich selbst für seine cleveren Pointen gratuliert, sehr unterhaltsam. Am Ende werden zwar Herzen verloren und gebrochen, aber Geschwisterliebe wiederentdeckt. Dass das auch einen neuen Anfang bedeuten kann, hinterlässt beim Leser ein wehmütiges, aber hoffnungsvolles Gefühl. Nostalgie-Momente kommen dann nur noch auf, wenn Chris stundenlang ziellos durch die Gegend fährt, weil Benzin damals noch keine 2 € gekostet hat... Insgesamt ein sehr angenehmes Buch für den Sommer, nicht nur für lange Autofahrten mit oder ohne Marilyn.

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