Inhalt
Lyra und Malcolm reisen in die Wüste von Karamakan, um durch ein mysteriöses Gebäude in eine andere Welt zu gelangen, in der besondere Rosen wachsen. Ihr Öl soll es ihnen ermöglichen, endlich den Staub zu entschlüsseln und die Wahrheit ans Licht bringen zu können. Doch ihr Weg ist gefährlich. Lyra und Malcom müssen immer wieder gegen magische Wesen und das Magisterium kämpfen, das die Entdeckung der Rosen verhindern will. Als sie schließlich am Ziel ankommen, gibt es eine große Explosion, die ihnen die Rückkehr in die alte Welt unmöglich macht. Werden Lyra und Malcom trotzdem das Geheimnis um den rätselhaften Staub lösen können und wird Lyra ihren Daemon Pan wiederfinden?
Cover
Das Cover gefällt mir und passt stilistisch gut zu den bisherigen Covern.
Mein Eindruck
Bevor ich mit dem letzten Band der Serie gestartet bin, habe ich zunächst die vorherigen Bände gelesen.
Der Autor wusste mich damals mit der Trilogie zu überzeugen, besonders Band 1+2 konnten mich auch jetzt nach über 30 Jahren erneut begeistern. Band 3 war schon schwächer. Das Prequel „Über den wilden Fluss“ fand ich im Nachhinein am besten.
Mit Band 4 hatte ich schon leichte Probleme. Zwar konnte ich die Veränderungen von Lyra und Pan durchaus nachvollziehen, habe allerdings den Konflikt als zu aufgebauscht bewertet. Lyra und Pan, die so eng miteinander verbunden waren in die Sprachlosigkeit zu schicken (schreiben) fand ich übertrieben und wenig glaubhaft.
Auch der Zeit Sprung war mir zu viel und irgendwie fehlte mir ein Übergang, um die Entwicklung von Lyra und ihre Isolation in dem Jordan Collage nachzuvollziehen.
Der Abschlussband war mir für ein Jugendbuch viel zu komplex und auch wenn der Autor hier ein Epos schaffen wollte, gab es einfach zu viele Handlungsfäden und damit auch Protagonisten. Selbst ich kam manches Mal gedanklich ins Stolpern, die Charaktere zu den verschiedenen politischen Mächten zuzuordnen. Auch die familiäre Struktur von Lyra, fand ich überflüssig, da sie vielleicht die politischen Macht Strukturen nochmal aus einer anderen Sicht begründet hat, aber für die Handlung sich letztlich nichts neues ergeben hat.
Die Haupthandlung wurde durch die vielen Nebenschauplätze künstlich in die Länge gezogen und ich hatte den Eindruck, der Autor wollte alle seine unterschiedlichen Gedankengänge zur Entwicklung der Welten und der Struktur der Geschichte irgendwie zu Papier bringen.
Zum Hörbuch
Obwohl Rufus Beck ein toller Vorleser ist, ist er auch hier an seine Grenzen gestoßen. Immer wenn innerhalb eines Abschnitts die Perspektive wechselte, brauchte es ein, zwei Momente um dieses als Hörer zu erkennen. Insbesondere die Abschnitte von Alice wurden immer wieder in die Handlungsebene bei den anderen Protagonisten eingeschoben.
Fazit
Mich konnte dieser finale Band nicht wirklich überzeugen und landete daher in meiner Bewertung im Mittelfeld. Frei nach dem Motto – kann man lesen, muss man aber nicht.
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