Philip Pullman The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ. Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus, englische Ausgabe

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Inhaltsangabe zu „The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ. Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus, englische Ausgabe“ von Philip Pullman

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    The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ. Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus, englische Ausgabe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. May 2010 um 18:38

    Ne herkömmliche Rezi ist bei diesem Buch nicht möglich so das ich hier nur ein paar Gedanken aufschreiben will. Die Geschichte dreht sich um Jesus und um Christus. Ihre Mutter ist Maria und ihr Vater ist Gott. Christus ist der Ruhige, Besonnene und Vorausdenkende während Jesus eher der junge Rabauke ist der sich immer wieder in Schwierigkeiten reinreitet, aus denen ihn nicht selten Christus wieder raushauen muss. Dies ändert sich alles schlagartig als Jesus und Christus sich von Johannes taufen lassen. Ab diesem Zeitpunkt beschließt Jesus ebenfalls in den Stand eines Wanderpredigers einzutreten und den Menschen das kommende Königreich Gottes zu predigen. Pullman hält sich hier hundert Seiten lang überraschend genau an die Bibel und berichtet aus der Sicht Christies von den wichtigsten Stationen im Leben Jesus. Während dieser Zeit fertigt Christus Aufzeichnungen von den Predigten Jesus´ an um sie einem geheimnisvollen Mann zu geben der sie für seine Zwecke benötigt. Anfangs glaubt man das es sich um einen gesandten Satans handelt der Christus auf seine Seite ziehen will aber auch der Fremde scheint ein hohes Interesse daran zu haben das die Leute an das Reich Gottes glauben. Und gerade hier hätte es schöne Möglichkeiten zur Reflexion des Schaffensweges Jesu Christie gegeben. Denn Pullmans Christus ist zwar abgöttisch Jesus verfallen und will zu gegebenen Zeitpunkt an seiner statt am Kreuze sterben, aber er ist nicht ganz mit der Art einverstanden mit der Jesus seine Anhänger an sich bindet. Der Prediger will seine Zuhörer nicht mit billigen Tricks bei Laune halten sondern sie sollen ihn lieben und zuhören um seiner selbst willen und aus freien Stücken Gott den Vater lieben. Christus hingegen würde mehr auf Heilungen und Speisenvermehrungen setzen. Auf Dinge die die Leute vom Fleck weg zu Gläubigern machen würde. Natürlich kommt es so wie es kommen muss und es wird Verrat an Jesus geübt, aber nicht, wie man nun glauben möge, durch seinen Jünger Judas sondern durch Christus selbst der sich von den Oberen hat kaufen lassen um ihnen Jesus auszuliefern. Autsch, da musste ich mit den Ohren schlackern in welches Logikloch Pullman da gegriffen hat. Denn auch mit vielen Tomaten auf den Augen ist es, damals wie heute, Naturgesetz das eineiige Zwillinge, die Jesus und Christus nun mal waren, sich doch stets ähnlich sind. Nicht zuletzt durch die Reaktion so mancher Personen die die beiden stets verwechselt haben dürfte davon auszugehen sein das sie sich wirklich ähnlich sahen und wenn man weiß wie der eine aussieht…na ja, Zwilling eben. Da hätte man den klassischen Judaskuss doch beibehalten sollen. Im großen und ganzen gibt’s eigentlich keinen wirklichen Aufreger. Pullmann bleibt der heiligen Schrift weitestgehend treu und auch wenn er sich ein paar Freiheiten genommen hat kommt es am Ende eh wieder auf das selbe raus. Also, wie auch schon bei Dawkins, ein kleiner Sturm im Schnappsglas… Ich der Meinung das niemand mit festem Glauben sich von diesem Buch stören lassen oder gar vom Glauben abfallen wird. Genau so wenig wie ein Atheist sich nun einem bestimmten Glauben hinwenden wird. Nicht umsonst steht auf der Rückseite des Buches THIS IS a STORY. Das Buch ist immer das was man daraus macht, darin werden Kritiker wie Befürworter gleichermaßen fündig. Vielleicht noch kurz zu eher weltlichen Dingen wie Pullmans Feder. Jene ist, durch die Blume ausgedrückt, ganz nett aber nicht der Rede wert. Würde er sich nicht solch einem Thema annehmen würde das Buch ganz schnell ungelesen in der Versenkung verschwinden. Selbst Fans von ihm werden wohl Abstand von diesem Buch nehmen.

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