Philip Roth Amerikanisches Idyll

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Inhaltsangabe zu „Amerikanisches Idyll“ von Philip Roth

Newark, New Jersey: Seymour Levov, Leiter einer weltberühmten Handschuhfabrik, lebt zufrieden mit seiner Frau Dawn und seiner Tochter Merry. Als die verwöhnte Merry in den Untergrund gerät und sich an einem Bombenanschlag beteiligt, bei dem ein Mensch getötet wird, bricht die Idylle zusammen. In großartigen, unvergeßlichen Szenen beschreibt Roth, wie sich der amerikanische Traum vom erfolgreichen, glücklichen Leben jäh in einen Alptraum verwandelt. Der Roman wurde mit dem Pulitzer-Preis 1998 ausgezeichnet.

Ein Meisterwerk...

— Alanda_Vera

Habe schon besseres von Roth gelesen

— Linker_Mops

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  • Rezension zu "Amerikanisches Idyll"

    Amerikanisches Idyll

    Linker_Mops

    14. April 2017 um 21:42

    Ich hatte vor ein paar Jahren schon einmal 2,3 Bücher von Philip Roth gelesen und fand diese damals eigentlich sehr gut geschrieben, Daher dachte ich, als ich dieses Buch im Stöberbereich des Literatursalons gesehen hatte, nehme ich mal wieder eines in die Hand.Diesmal war ich aber nicht so überzeugt. Die Story an sich ist ja sehr spannend und leider auch aktuell: Terrorismus - was macht das mit einer Gesellschaft und vor allem was macht das mit der Familie eines Terroristen bzw. wie in diesem Fall einer Terroristin? Und was treibt einen Terroristen eigentlich an? Kann man seine Beweggründe nachvollziehen? Hier die Gedankengänge der einzelnen Personen mit zu erleben, fand ich interessant.Aber die Umsetzung fand ich sehr mühsam. Der Schreibstil zog sich arg in die Länge. Ich habe mich ertappt, dass ich einige Abschnitte eher nur überflogen habe. Das machte mir das Lesen schon ein wenig scher, weshalb es von mir 2 Sterne Abzug gibt.

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  • Amerikanisches Idyll

    Amerikanisches Idyll

    bauerhepeter

    Amerikanisches Idyll von Philip Roth – Dakota Fanning  sprengt den so wichtigen Boden unter einem weg. Auf unserer interessanten  literarischen und filmischen  Rundreise durch  die " USA der Verlogenheit  " innerhalb der Rezension  zu DER EISSTURM von Ricky Moody weiter unten, machten  wir in vielen Bundesstaaten halt um hinter Häuserfassaden , leicht voyeuristisch , zuschauen wo ehemals intaktes  Familienleben  Stück  für Stück auseinanderbricht. In Newmark der größten Stadt von New Yersey , einem kleinen Bundesstaat mit  den Geburtsstätten vieler Prominenter  wie den Musikern Bon Jovi und Paul Simon ( " Bridge over troubled water " ), Meryl Streep  ( " Mama Mia " ), Paul Auster ( " Mond über Manhattan ")( , Suzanne Collins ( " Die Tribute von Panem" ) Kirsten Dunst ( " Die Selbstmordschwestern " ) waren wir damals nicht, umso  mehr freuen wir uns dass diese Stadt nun wieder im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu stehen scheint. Newmark ist der  Handlungsmittelpunkt des  Romans " Amerikanisches Idyll " von Philip Roth  den sich der Schauspieler Ethan McGregor  für sein Regiedebüt  als anspruchsvolle Vorlage vornahm. Mutig, mutig mag  man unserem Debütanten zurufen schließlich gewann dieser amerikanische  Generationenroman 1997 den Publitzerpreis völlig zurecht und Philip Roths Fans sähen  ihn auch bestimmt gerne  mal als Literaturnobelpreisträger – bestimmt nicht ohne Chancen:D Ethan McGregor ist ein gestandener Schotte. Er blickt zurück auf eine lange Filmkarriere mit doch bestimmt sehr  die Nachwelt prägenden Werken  wie Transpotting oder Moulin Rouge und wir  begleiten ihn auch gerne mit seinem Kumpel  auf deren Motorradbikes in  " Long way  around " ein Klassiker in diesem Teilgenre Abenteuerreisen per Motorrad.  Ethan ist auch ein gestandener Familienvater denn  er hat vier Töchter und ist  entgegen dem üblichen Hollywoodleben seit 20 Jahren glücklich verheiratet. Begebenheiten ,die bestimmt auch diese Romanauswahl stark beeinflussten denn  seine Töchter durchliefen  auch  kritische  pubertäre Phasen der Auflehnung wie die hier die Roman-  und Filmtochter  Merry. Irgendwann kommt in jeder Schauspielerkarriere eine Zeit wo allein schon geschuldet  der biologischen Uhr man nicht mehr so gerne bei Wind und Wetter auf Anweisung des Regisseurs auf dem Boden rumrobbt. Es wird  dann Zeit die Seite zu wechseln und auf einem bequemen,überdachten Regisseurklappstuhl Platz zu nehmen. Dies tat auch Ethan McGregor jetzt  und trotzdem  konnte er von seinem Darstellerleben nicht     ganz lassen und musste schließlich auch noch die  Rolle des Hauptdarstellers ,  des sogenannten Schweden,das Alter Ego des Romanschriftstellers  Philip Roth  übernehmen. Eine berühmte amerikanische ausgezeichnete Romanvorlage als Regiedebüt – nicht unbescheiden und dazu ein Schotte an vielen Fronten. Weniger wäre hier bestimmt mehr gewesen. Ethan McGregor fehlt auch daher, obwohl trotz über 2 Stunden Zeit, einfach der amerikanische Zugriff eines begnadeten Philip Roths auf die  Tiefgründigkeit , die Nuancen , die Details der vielschichtigen Empfindungen. .Alles was Romane aus dieser Schreibfeder zu  etwas Überdurchschnittlichen werden lassen . Die Figuren   bleiben somit meist flach in einer zwar  soliden umgesetzten Story die schon Detektiv - und Thrillereigenschaften hat, denn  der Vater  sucht schließlich  fast 5 Jahre seine untergetauchte  Tochter, die sich einer radikalen Organisation während des Vietnamkrieges angeschlossen  hat und einen Bombenanschlag mit tödlichen Ausgang verübte. Merry, hier im fortgeschrittenen Alter von Dakota Fanning gespielt, bombt sich und ihrer Familie den Boden unter den Füssen weg und zerstört jegliche amerikanische Lebensentwürfe.  Von der Familie  bleiben nur Fragmente über und neue Konstellationen ergeben sich. Hauptfigur ist ein  Vorzeigeamerikaner  sportlich als ehemaliger Baseballspieler unterwegs und  beruflich erfolgreich im Film  weniger passend mit Ethan McGregor besetzt denn dieser ist ein waschechter Schotte und kein ehemaliger Baseballspielerstar der natürlich die " Miss Jersey " - Siegerin heiratet um sie in ein tolles Haus zu entführen. Diese Rolle übernimmt im Film Jennifer Connolly , immer eine gern gesehene Symbiose von überdurchschnittlicher Schauspielerleistung und  individueller Attraktivität. Auch hier toppt sie andere spielend. Weniger wäre insgesamt wahrscheinlich mehr gewesen sowohl in der Kulissenwelt  als auch im Gefüge der  Handlung um mehr in die Tiefe gehen zu können aber herausgekommen ist immer noch eine solide Arbeit mit viel Bezug zu politischen Gegebenheiten im heutigen Amerika. Weniger ist nun halt oft auch mehr .Diesem  wichtigen  Grundsatz befolgt  dagegen die  Regisseurin Kelly Reichardt     des kleinen spannenden Indiefilmes " Night Moves " beherzt. Auch hier  geht um es die steigernde Radikalität Jugendlicher. Es wird auch wieder gebombt wie in  " Amerikanisches Idyll " und wieder ist Dakota Fanning  "erfolgreich am  Start ".   Aus dem kleinen blonden Mädchen, das schon locker neben Stars wie Tom Cruise ( " Krieg der Welten" ) und Sean Penn ( " Ich bin Sam  " ) bestand ist eine intelligente junge Frau geworden , die prästiniert ist, in die Fußstapfen einer Evan Rachel Wood ( " Dreizehn " / "Across the Universe " ) für bestimmte Rollen zu treten. Sie sind  für sie nicht besonders übergroß. Hier spielt sie ene engagierte junge Krankenschwester  ,der besonders die Umwelt ihrer Heimat Oregon  am Herzen liegt. Die leidet durch riesige Staudammprojekte aufgrund des hohen Stromverbrauchs der amerikanischen durch und durch technologisierten Konsumgesellschaft und durch den  Bauboom von wasserzehrenden Golfplätzen in  Massen. Vorträge besuchen, Demonstrationen veranstalten und zu diskutieren sind  ebenso für ihren  platonischen Freund Jesse, der auf einem landwirtschaftlichen Ökobetrieb arbeitet und lebt, halt zu wenig. So wollen sie eine Zeichen  setzen und einen naheliegenden  verhassten Staudamm demonstrativ sprengen.Wir folgen  Schritt für Schritt ihren Vorbereitungen, der Auskundschaftung ,konspirativen Treffen mit einem Gleichgesinnten vor Ort, dem Besorgen und Herstellen des Sprengstoffes bis hin zum Deponieren eines mit  ihm beladenen Bootes in der Nähe  ihres  Zieles.Minute zu Minute  steigen  unsere beklemmenden Befürchtungen, das Mulmigsein in   der Magengegend wird  intensiver und intensiver wenn wir sehen  wie leicht  man immer noch massenweise Nitratdünger zur Sprengstoffherstellung bekommen kann . Schreckensbilder des  norwegischen Attentäters, der vor ein paar Jahren ein Amtsgebäude sprengte um dann ein politisches Ferienlager von  Jugendlichen auf einer Insel auszulöschen ,steigen in einem fröstelnd auf.Wir schauen gebannt zu wie das  virtuelle soziale Netzwerk der Ökoaktivisten   Leute  zusammenbringt , deren  einziger Bezug zur Natur darin besteht sich  darum zu  sorgen ,dass weiterhin noch genug Fische im Fluss zum Angeln sind und die es einfach mal groß krachen  lassen wollen. Es scheint was schief zu laufen und was macht dies nun mit unseren drei Ökoaktivisten ? Sie sind zwar nur zu  dritt, aber  was passiert nun ? Was fast immer in solchen Gruppen passiert? Sie reiben sich in internen Konflikten auf oder werden sie   zusammengeschweißt noch stärker für neue Ziele des Aufrüttelns ? Das Filmende ist bewusst offen und unrunde denn dann soll eigentlich ein gewolltes Auseinandersetzen mit den Fragen dieses Filmes beginnen. Was der Drehbuchautor von  „ Night Moves „ Jonathan Raymond  gern  „moralisches Gedankenexperimente“  nennt. Wenn man davon ausgeht, dass  da viele Menschen unwiderruflich dabei sind, ihren eigenen Planeten zu zerstören, wobei Klimaerwärmung, Versteppung verschmutzte Meere und Artensterben nur einige Facetten davon sind , warum sind dann nicht mehr  präsent und jagen etwas  als Gegenzeichen in die Luft? Muss man nicht sagen, dass man den Verlust einiger Menschenleben in Kauf nehmen muss, wenn es hilft die Dinge wieder mehr ins Gleichgewicht zu bringen? Ist der mögliche  Tod einiger Menschen vielleicht in Kauf zu nehmen wenn es was hilft?  Doch wer entscheidet wer oder was mehr wert ist? Sowohl  Philip Roth als auch die Filmschaffenden  Kelly Reichardt und Ethan  McGregor heben nie  moralisierend irgendwelche Zeigefinger aber  allen Vernünftigen  dieser Welt ist  nach dem Lesen und Schauen dieser Werke eines daraufhin immer klar: Auch wenn Zerstörung gegen Zerstörung ein naheliegender sich aufzeigender Weg oft zu sein scheint so ist es nie eine fruchtbare die Lage verbessernde Alternative . Clevere greifen  zum Buch von Roth und stürzen nicht sofort  wegen der saftigen Preise bei   McGregors Debüt ins Kino sondern warten geduldig auf die bestimmt in eins bis zwei Jahren folgende  Free -Tvpremiere und schauen     ,vorausgesetzt sie sind Indiefilmfan , beim nächsten Billigshoppen auch mal nach der Dvd  " Night Moves ", die nichts mit der schönen Ballade von der amerikanischen Rockband der 70er  " Bob Seger und the Silver Bullett Band " zu tun hat, sondern seinen  Namen von den Boot bekommen hat der als schwimmende Bombe dient. Viel Spaß allen  trotz  der Schwere der Themen :D

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    bauerhepeter

    01. December 2016 um 17:21
  • Religion, Terrorismus und Kindererziehung

    Amerikanisches Idyll

    dominona

    23. November 2016 um 08:50

    Gibt es so etwas wie ein amerikanisches Idyll überhaupt? Im Buch sieht es so aus, bis die Tochter zu weit geht und mit 16 einen terroristischen Akt begeht - und kaputt ist der amerikanische Traum. Das Buch war für mich sehr anstrengend und hatte immer wieder Phasen, die mich fast abbrechen lassen haben, aber da die Geschichte an sich interessant ist, habe ich durchgehalten. Es ist sehr weitschweifig geschrieben und manchmal fragt man sich: und warum erzählt er mir das jetzt alles? Diese Frage wird leider nicht immer beantwortet. Wer Roth mag, wird hiermit wohl keine Probleme haben, aber als Einstieg wäre das meiner Meinung nach nicht geeignet.

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  • zugeklappt

    Amerikanisches Idyll

    Skrutten

    15. August 2016 um 16:04

    Hatte ich offensichtlich schon mal angefangen, aber diesmal wollte ich mir diese ellenlange, schwelende Tirade einer Hauptfigur, die verzweifelt versucht, ihre amerikanische Mittelschichtsfassade aufrecht zu erhalten, nicht antun. Habe das Buch also nach den ersten 50 Seiten zugeklappt – obwohl ich auch schon tolle Roth-Bücher gelesen hab.

  • Rezension zu "Amerikanisches Idyll" von Philip Roth

    Amerikanisches Idyll

    Taja

    22. May 2011 um 21:31

    Meine Bewertung für dieses Buch würde die 5 Sterne sprengen. Eine unglaubliche Wucht, ein Tornado von Gedanken, Bildern, Empfindungen fegt durch einen durch. Man taucht ein und bleibt gefangen in der Geschichte vom "Sweden" Seymour Levov , einem erfolgreichen Geschäftsmann, ehemaligen Sportsstar, verständnisvollen Vater und Ehemann, einen Ehrenmann, der stolz ist ein Amerikaner zu sein, der alles erreicht hat, der seine Träume verwirklicht hat, der glücklich ist. Bis.....die Bombe hochgeht, die seine 16-jährige geliebte hochintelligente Tochter gelegt hat, um gegen Vietnamkrieg zu protestieren, um den amerikanischen Traum ihres Vaters in Schutt und Asche zu legen, um das traumhafte idyllische Bild von Amerika, das ihr Vater so fraglos liebte und lebte endgültig zu korregieren. "Jetzt hat die Wirklichkeit dieses Landes ihm voll in die Fresse gehauen" Es beginnt die persönliche schmerzhafte Tragödie des Saubermannes "Schweden". Er geht durch die Hölle der Frage "WARUM?"- Wie konnte es geschehen? Warum sind die Dinge so wie sie sind? Was ist so schlecht dabei anständig zu sein? Sein Bruder Jerry, erfolgreicher Herzchirurg in Miami schleudert dem Sweden ins Gesicht: ANSTAND. Anstand ist etwas, dem man ins Gesicht spuckt. Und genau das hat deine Tochter für dich getan, stimmt's? Vier Tote? Da hat sie aber den Anstand wirklich vernichtend kritisiert. Die Erzählkunst des Autor für Ungeübte wird eventuell etwas anstrengend, da die Gedankengänge sich im Kreis drehen, sich wiederholen, wiederspiegeln, parallel zu den anderen Ereignissen laufen. Philip Roth ist ein Genie, und eigentlich bin ich der Meinung, dass der Nobelpreis für Literatur längst fällig ist.

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  • Rezension zu "Amerikanisches Idyll" von Philip Roth

    Amerikanisches Idyll

    alex82

    23. June 2008 um 14:54

    Roth ist der genialste, noch lebende amerikanische Romancier, der hier ein Meisterwerk vorgelegt hat. Wann bekommt er endlich den Literatur-Nobelpreis?

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