Philip Roth Die Demütigung

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Inhaltsangabe zu „Die Demütigung“ von Philip Roth

'Ein Roman, der das Leben als grimmige Komödie entlarvt.' SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Simon Axler geht es schlecht. Mit sechzig hat der ehemalige Theaterstar alles Selbstvertrauen verloren. Als ihn auch noch seine Frau verlässt, beginnt er eine riskante Beziehung mit der lesbischen Tochter eines Jugendfreundes. Was anfangs Trost zu spenden scheint, erweist sich als Wirklichkeitsflucht, die in die Katastrophe führt. Mit Ironie und ohne Gnade entblößt Philip Roth in seinem neuen Roman alle menschlichen Täuschungen — Liebe und Macht, Leidenschaft und Prestige. 'Ein Buch, dessen skizzenhafte, von keinem überflüssigen Detail verstellte Inszenierung auf jeder Seite Roths souveräne Meisterschaft zu erkennen gibt.' FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Roth ermöglicht tiefe Einblicke in die Psyche eines scheiternden Schauspielers. Wunderbarer Schreibstil. Ich werde immer mehr zum Fan.

— Rotkäppchen

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  • Meisterliche Skizze über das Älterwerden

    Die Demütigung

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    Der alternde Schauspieler Simon Axler steht nach einem desaströsem Ende seiner Karriere, der Scheidung seiner Frau und dem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik vor dem Nichts. Zurückgezogen lebt er in seinem Landhaus und plagt sich mit Selbstmordgedanken, als die (vormals lesbische) Tochter eines bekannten Ehepaars zu Besuch kommt und ihm von heut auf morgen neuen Lebenswillen einhaucht. Doch auch dies ist nicht von Dauer... Wieder einmal meisterlich, anders kann ich den Roman von Altmeister Philip Roth nicht beschreiben! Mit keinem Wort zuviel, auf das wirklich Essentielle heruntergekocht, skizziert er die Ängste und Hoffnungen, die Sehnsucht nach Liebe und schließlich das Scheitern eines alten Mannes. Grandios!

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    • 12

    lord-byron

    19. April 2015 um 21:08
  • Haarsträubend

    Die Demütigung

    Georgia

    08. March 2015 um 17:43

    Diese Altmänner-Sexfantasien sind einfach nur zum Abgewöhnen. Nach der Lektüre des lesenswerten "Nemesis" hatte ich wieder Hoffnung geschöpft, für weitere Roth-Lektüren, werde aber nach der Zeitverschwendung von "Demütigung" auf Weiteres die Finger von Roth lassen.
    Zwei Sterne wegen des konsequenten Endes, das ist aber auch der einzige Grund.

  • Rezension zu "Die Demütigung" von Dirk van Gunsteren

    Die Demütigung

    Beagle

    01. September 2012 um 10:57

    Simon Axler ist über Sechzig und war sein Leben lang ein berühmter und gefeierter Schauspieler. Doch mit einem Mal wird ihm bewusst, dass er nicht mehr auf die Bühne gehen kann, ja, dass er noch nie ein Stück richtig spielen konnte, keinen Charakter richtig vertreten kann. Er fällt in ein tiefes Loch aus Depressionen und akuten Selbstmordgedanken. Anstatt Axler zu unterstützen, verlässt ihn auch noch seine Frau und reist zu ihrem Sohn aus erster Ehe nach Kalifornien. Der Schauspieler sieht keinen Ausweg mehr: entweder er begibt sich in eine psychiatrische Klinik, oder er nimmt sich das Leben. Als er wieder herauskommt, steht Pegeen vor der Türe seines Hauses, die Tochter alter Freunde aus den Anfänger der Schauspielerei. Die bekennende Lesbe nistet sich bei Axler ein und beide beginnen eine heiße, innige Affäre. So gut Philip Roth die Ängste des Schauspielers beschreibt, seine Panik vor der Bühne und um sein weiteres Leben, so konstruiert scheint das Umfeld der Beziehung zu der fünfundzwanzig Jahre jüngeren Pegeen. Es liest sich zu unglaubwürdig, wie schnell und einfach die lesbische Frau sich von dem alten Axler in die Heterosexualität führen lässt. Die Geschichte wäre mit Sicherheit mit mehr Anlaufzeit zu etwas sehr Großartigem geworden, aber Roth zog es vor, sie kurz zu halten und dadurch büst sie das ein, was sie meiner Meinung nach ausmachen würde: Die langsame Eroberung Pegeens und die damit verbundene Genesung Simon Axlers. So bleibt nur eine oberflächliche Erzählung übrig, die nur für Roth Fans eine schwache Empfehlung bleibt.

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  • Rezension zu "Die Demütigung" von Dirk van Gunsteren

    Die Demütigung

    JimmySalaryman

    06. March 2012 um 22:18

    Roth ist natürlich ein Könner, und Portnoy muss man lieben. "Die Demütigung" ist sozusagen ein literarisches Destillat, dabei manchmal allerdings etwas skizzenhaft. Ich denke, er wollte einen klassisches Drama in drei Akten schreiben, aber ist ihm das gelungen? Axler ist im ersten Aufzug fühlbar, der personale Erzähler (einer dieser "modernen" auktorialen) geht auch Tuchfühlung. Dann der Bruch, wie ein fieses Anakoluth: Die Beziehung zu dieser Lesbe - wie, warum, weshalb? Vorher noch in der Psychatrie gewesen, unfähig zu spielen, seinen Beruf als Theatermensch auszuüben...und dann lässt er etwas so Intimes zu? Das ist mir zuwenig. Das Buch endet konsequent, allerdings hätte ich mir etwas mehr Details gewünscht, eine Innenansicht, mehr vom Mikrokosmos.

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  • Rezension zu "Die Demütigung" von Dirk van Gunsteren

    Die Demütigung

    Rock-n-Roll

    02. January 2012 um 19:00

    An sich gefällt mir so gut wie alles von Philip Roth, aber Die Demütigung ließ mich völlig kalt. Die Handlung ist recht dünn - Axler, ein alternder Schauspieler, der nach einer persönlichen Krise eine Beziehung zu einer 25 Jahre jüngeren Lesbe, die zudem die Tochter seiner Freunde ist, beginnt. Er erhofft sich ein neues Leben, Auftrieb in seinem Beruf und sogar ein Kind mit ihr, merkt aber nicht, dass sie unentschlossen ist. Die Figuren in diesem Kurzroman sind unglaubwürdig. Die junge Frau, immerhin schon 40, läßt sich von Axler vollkommen neu ausstatten, inklusive einer neuen Frisur, ihre Eltern mischen sich in die Beziehung ein und Axler selbst ist gesundheitlich angeschlagen, was die Sexszenen irgendwie unwahrscheinlich, plump und vulgär erscheinen lassen und dem Autor nicht würdig sind. Schade.

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  • Rezension zu "Die Demütigung" von Dirk van Gunsteren

    Die Demütigung

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Philip Roth hat das Talent, seine Geschichten präzise und gradlinig zu schreiben, was mir sehr sympathisch ist. So kann sein Stil wunderbar schnörkellos eine Handlung präsentieren, zu der jedes Wort passt und sitzt. Ich frage mich aber, warum er von seiner niveauvollen Schreibe ablässt, sobald es um die Beschreibung sexueller Handlungen geht, und zu einer eher vulgären Ausdrucksweise greift. Das ist mir nicht sympathisch. "Die Demütigung" ist die Geschichte eines alternden Menschen, der einerseits durch den Verlust seines Talents gleichzeitig keinen Sinn im Leben mehr erfährt, was durch eine parallele Vereinsamung (Scheidung, Sterben von Freunden etc.) potenziert wird. Er verliebt sich in einen jüngeren Menschen, wird erneut verlassen und zieht seine persönlichen Konsequenzen. Eine knappe Handlung mit Protagonisten, die mir nicht wirklich sympathisch erscheinen. Wären sie mir sympathischer, könnte ich mich mehr mit ihnen identifizieren, dann könnte ich möglicherweise auch mehr mit der Handlung des Buches anfangen. Kann ich aber nicht. So bleibt für mich die Frage: so what? Vielleicht sollte ich die Geschichte noch einmal lesen, wenn ich alt genug dafür bin? Ich glaube nicht. Das Buch erscheint mir überflüssig und irrelevant. Das ist mir nicht sympathisch.

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    • 2
  • Rezension zu "Die Demütigung" von Dirk van Gunsteren

    Die Demütigung

    Clari

    21. March 2010 um 11:23

    Alternder Schauspieler in Not.... In seinem neuen Roman „ Die Demütigung“ greift Philip Roth die alten Themen von Liebe, Sehnsucht, Obsession und betrogenen Hoffnungen wie in seinen letzten Romanen ein weiteres Mal auf. Nicht mehr sein Alter Ego Zuckermann taucht auf, sondern ein unbekannter Schauspieler, Simon Axler, ist der Held. Er ist 65 Jahre alt und übernimmt den Part des alten Mannes, der an seinen Fähigkeiten zweifelt und nach einem Nervenzusammenbruch nicht mehr spielen kann. Sein Agent Jerry, schon achtzig Jahre alt, tut sein Bestes; doch Simon kann nicht mehr! Zu allem Übel ist seine letzte Ehe gescheitert, weil seine Frau Victoria mit ihrem Leben selber nicht zurechtkam. Suizidal gefährdet erlebt Axler in zögernder Freude mit der Tochter eines alten Freundes, die plötzlich bei ihm erscheint, noch einmal das leidenschaftliche Aufflackern seiner Lebensgeister. Pegeen Mike leidet am Leben und hatte sich schon in jungen Jahren in Frauenbeziehungen geflüchtet. Ob sie die Richtige für Simon Axler sein kann? 25 Jahre jünger als er ist sie gerade jetzt bereit, einmal eine Männeraffäre zu riskieren. Philip Roth lässt all’ die Verzückungen einer neuen Beziehung aufscheinen und zeigt uns die Qualen der Vergeblichkeit. Morbide sind die Exzesse, zu denen sich das alte - junge Paar hinreißen lässt. Der Held gerät schließlich ins Abseits eines fiktiven Glücks, das nicht von Dauer sein kann. In seine Hoffnung mischt sich Skepsis, die Axler sagen lässt: „In den vergangenen Jahren war mein Leben gefährlich instabil, und ich fühle mich nicht stark genug, die Zerstörung meiner Hoffnungen auszuhalten.“ Obsession, Sex und Enttäuschung: es sind die alten Themen, mit denen Philip Roth sich und den Leser beschäftigt. Die Schärfe seiner Wahrnehmung und Beobachtung ist absolut überzeugend. Man staunt wieder einmal, wie intensiv Philip Roth über die Bedrängungen rudimentärer Gefühle zu berichten weiß. Er hat mit diesem Roman die Reihe von kleinen Werken über das unausweichlich nahende Alter fortgeschrieben. Unterhaltsam, zuweilen etwas zermürbend, wenn er z.B. Simon Axler in endlosen Tiraden über das Ende seiner Schauspielerkarriere lamentieren lässt, steigt die Dynamik der Erzählung mit fortschreitender Lektüre. Roth weiß über Ängste, Hoffnungen und Verluste faszinierend zu berichten! Es ist nicht das beste Werk von Philip Roth und dennoch: fast alles, was er beginnt, gewinnt an Schärfe und Tiefe beim Betrachten des menschlichen Verfalls. Man hat sein neuestes Buch erwartet und hofft noch auf viele weitere.

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