Philip Roth Letting Go

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Inhaltsangabe zu „Letting Go“ von Philip Roth

Set in Chicago in the fifties, this title chronicles an era when men and women were still constrained by the dictates of custom, community and family.
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    Unser geraubtes Leben

    MissRichardParker

    12. June 2017 um 14:11

    Durch das Buch "Rabenfrauen" bin ich auf das Thema Colonia Dignidad und auf dieses Buch gestossen. Die Thematik ist schwer... Was in dieser Sekte alles passiert ist, will man einfach nicht glauben. Wie grausam Menschen zueinander sein können, wie sich das alles so entwickeln konnte ist schier unvorstellbar. Und dennoch ist es passiert und passiert tagtäglich überall auf der Welt wieder. Ein sehr spannendes und aufschlussreiches Buch über die Sekte und die Kraft der Menschen, deren die Flucht und der Ausstieg gelungen ist. 

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  • Rezension zu Unser geraubtes Leben

    Unser geraubtes Leben

    KruemelGizmo

    26. November 2016 um 10:31

    Buchrückseitentext: Missbrauch, Elektroschocks, Zwangsarbeit und Psychofolter - Alltag in der deutschen Auswanderersekte "Colonia Dignidad" in Chile. Sektenführer Paul Schäfer hatte unter dem Deckmantel bayrischer Idylle ein perfides Schreckensregime errichtet. Liebe war darin ein Fremdwort. Dennoch gab es sie. Heimlich.Gudrun und Wolfgang Müller, deren Liebesgeschichte dieses Buch erzählt, haben fast fünfzig Jahre Gehirnwäsche und Folter überlebt. Dann erfuhren sie die bittere Wahrheit über Paul Schäfer und zogen die einzige Konsequenz, die ihnen richtig schien: Sie verließen ihr mit Stacheldraht abgeriegeltes Gefängnis in Chile, das sie fast ihr ganzes Leben als Heimat betrachtet hatten… Unser geraubtes Leben stammt aus der Feder von Ulla Fröhling Mit diesem Buch bekommt man einen kleinen Einblick in die schreckliche Welt die der Sektenführer Paul Schäfer erschaffen hat. Unter dem Deckmantel seiner Religionsauslegung bereitete sich Paul Schäfer ein Paradies, in dem er über Jahrzehnte ungestraft seinen pädophilen Neigungen nachgehen konnte. Aus heutiger Sicht ist für mich vieles schwer nachzuvollziehen, vor allem das Verhalten der Eltern die ihre Kinder einfach abgegeben haben, oder die Behörden und Ämter, die nicht reagieren, keine Anzeige erstatten, nicht unter einander kommunizieren und so Paul Schäfer es ermöglichten sein Unwesen zu treiben, aber in der Nachkriegszeit war Pädophilie ein absolutes Tabuthema, etwas was es „nicht gab oder geben durfte“. Leider konnte mich die Umsetzung des Buches nicht so überzeugen, die Autorin springt leider nicht nur zeitlich immer wieder hin und her, sondern auch von einer Person zur anderen, was dem verfolgen des Ganzen doch etwas mühsam gestaltete. Auch ist der Sprachstil bzw. Schreibstil sehr nüchtern gehalten, eher wie eine reine Faktenaufzählung, was auf mich oft sehr leblos wirkte. Es werden in diesem Buch die verschiedensten Personen vorgestellt und ihr Lebens- und/oder ihr Leidensweg aufgezählt, dabei sind Gudrun und Wolfgang nur eine von ihnen. Die angekündigte Liebesgeschichte spielt keine wirkliche Rolle, sie nimmt erst zum Ende des Buches etwas Raum ein, und wurde für mich durch durch den Erzählstil nicht wirklich greifbar. Wer sich mit den Geschehnissen in der Colonia Dignidad intensiver auseinander setzen möchte, wird wohl auf andere Bücher oder Medien zurück greifen müssen, da dieses Buch doch nur sehr an der Oberfläche kratzt. Mein Fazit: Interessant, aber zu wenig Tiefe, und leider in der Umsetzung nicht gut gelungen.

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  • Ein Horror, den das Leben geschrieben hat.

    Vater unser in der Hölle

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. August 2016 um 06:44

    Seit frühester Kindheit erlebte Angela Lenz sexuelle Gewalt. Mit grausamen Folterungen, Drogen und Gehirnwäsche wurde sie in einer Geheimsekte zur Prostitution gezwungen und musste andere in satanistischen Ritualen quälen.   Ich habe noch nie soviel Wut,Traurigkeit und Entsetzen beim lesen eines Buches verspürt wie bei diesem.  Jetzt werden sich viele fragen: Warum liest man sowas dann ? Ich finde man sollte die Augen auch bei solchen grausamen Dingen nicht verschliessen . Viele haben garkeine Ahnung das sowas in unserem Land passiert oder wollen es garnicht wissen ! Dieses Buch soll auch zeigen das man sich auch in der schlimmsten Not befreien kann und Hoffnung trotzalledem für alle machen, die schlimmes durchleben müssen.

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  • Vater unser in der ölle von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    Nachtfalter89

    22. April 2015 um 20:06

    Das Buch übersteigt das menschliche Denkvermögen. Also was in diesem Buch beschrieben wird ist das grausamste was ich je gelesen habe. Es lässt einen schaudern und man fragt sich ernsthaft wie ein Mensch so etwas überleben kann. Es lässt einen wirklich an der Menschheit zweifeln, wenn man bedenkt wozu sogar die eigenen Eltern fähig sind. Dieses Buch kann ich wirklich nur empfehlen, ist aber meiner Meinung nichts für schwache Nerven!!!

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  • Ein heftiges buch, welches aber trotzdem wichtig ist, um über das Krankehtisbild, die Therapie dazu

    Vater unser in der Hölle

    NiJo

    09. May 2014 um 12:50

    Ufff...das Buch war wirklich "schwere Kost" und der Inhalt hat mich mehr wie mitgenommen. Trotzdem versuche ich mich an einer Rezi. Zunächst ist es schwer in das Buch reinzukommen da der Anfang etwas verwirrend ist. Wir sind mämlich "Stefanie" eine der Persönlichkeiten von Angela Lenz. Insgesamt ist der Schreistil wunderbar flüssig und man kann das Buch gut lesen. Es gibt immer rückblwenden zu dem was war und es gibt auch Informationen z. B. über satanistische Sekten. Das Buch beinhaltet 5 Schwerpunkte. Angela Lenz wird als 2. Kind geboren. sie hat noch einen ältern Bruder. dieser wird von der Mutter über alles gelibt und angela vom Vater. Nur nicht unbedingt so, wie ein Vater lieben sollte. Der 1. Schwerpunkt dieses Buches ist der sexuelle Missbrauch durch den Vater, welcher schon beginnt, als Angela noch ein Baby ist. Mit 1 1/2 Jahren wird sie das 1. Mal von ihrem Vater vergewaltigt. Es kommen aber auch andere Männer nach Hause, die sich ebanfalls an Angela vergehen. Später muss sie in einem Kinderbordell in Berlin anschaffen und in Kinderpornofilmen mitspielen Der 2. Schwerpunkt ist die Ablehnung der Mutter und die Misshandlungen die von ihr ausgehen. Teilweise alleine, teilweise mit dem Vater zusammen. Der 3. Schwerpunkt ist die Vorstellung der satanistischen Sekte, welche "Luzifers Kinder" heißt und den Sitz in der Schweiz hat.  Es wird erzählt wie Angela in die Sekte reinkommt und was dort für ein grausames Treiben von Statten geht - auf einzelheiten möchte ich an dieser Stelle verzichten, alleine schon aus Jugendschutzgründen. Es ist zum Schluss aber so, das sie nicht nur gequält wird, sondern auch quälen muss und zur Prostitution gezwungen wird. Der 4. Schwerpunkt ist "Onkel Paul". Er ist in der Sekte ihr "Pate" und sie muss ihm gehorchen und wird von ihm "geschult" und ebenfalls misbrauch Der 5. Schwerpunkt dieses Buches ist die Therapie und somit auch dien vorstellung der Persönlichkeiten und was welche Persönlichkeit mitgemacht hat. Insgesamt war das Buch zum einen sehr interessant für mich, da ich über das Krankheitsbild "Multiple Persöhnlichkeit" zwar im Rahmen meiner Ausbildung kurz was gehört hatte, mich damit aber nie näher beschäftigen konnte. Interessant war auch, wie sich welche Persönlichkeit warum gebildet hat und was diese Persöhnlichkeit "mitgemacht" hat. Interessant war auch wie die therapie ablöief und mit welchen Schwierigkeiten die Therapeutin zurecht kommen muss. Der andere Teil des Buches ist aber wirklich sehr, sehr heftig und mir ist mehr wie einmal schlecht geworden. Ich weiss nicht, wie man ein Kind so grausam quälen kann und an manchen stellen war es mir echt zuviel, sodass ich erstmal zu einem anderen buch greiffen musste.

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  • Rezension zu "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2012 um 08:47

    Auf grausame Art, und Weise wird Angela Lenz gefoltert, gequält, und missbraucht. Es nahm kein Ende. Sogar eine Schwangerschaft wollte die Sekte bei Angela Lenz hervorrufen, doch dies blieb ohne Erfolg. Jahre später noch wird sie von den Tätern heimgesucht.

  • Rezension zu "Vater Unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    PrinzessinAnne

    08. July 2012 um 14:39

    Ich habe jetzt sehr lange überlegt, ob und wenn ja wie ich dieses Buch rezensieren werde. Ob ich das überhaupt möchte. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, dass ich es euch vorstellen möchte, es aber nicht "rezensieren" werde, sondern stattdessen von meinen Eindrücken berichte Denn zu einer Rezension gehört die Bewertung des Plots, der sprachlichen Gestaltung, etc. die einfach bei diesem Buch nichts zur Sache beitragen. Es hätte auch durchzogen sein können, von Rechtschreibfehlern, es wäre dadurch nicht weniger grausam gewesen. Worum geht es: Angela Lenz (die Namen, Berufe und Wohnorte aller Personen wurden geändert) wird in eine Familie hinein geboren, in der sie als Tochter, als Kind, als Mädchen, als Mensch nicht mehr zählt als der Körper, den man missbrauchen, foltern und vergewaltigen kann, und als Verstand, dem man ab frühster Kindheit einbläut, niemals zu reden. Angela wird in eine Familie geboren, in der sie vom Vater bereits als Säugling vergewaltigt wird, von der Mutter seelisch und körperlich misshandelt wird, vom Vater und den "anderen Onkeln" verkauft, gefoltert, gefilmt, und schlussendlich fast zerstört wird. Um diese Qualen ertragen zu können, spaltet sich Angelas Seele schon mit der ersten Vergewaltigung auf. Eine Persönlichkeit erträgt die Schmerzen, die andere erinnert sich nicht an diese Zeit, und ist verwundert über die Schmerzen. Im Laufe ihres Lebens und im Verlauf der Zeit als Opfer, spaltet sich ihr Verstand in weit über 100 Persönlichkeiten auf. Alle unterschiedlichsten Alters, unterschiedlichster Funktion, sogar teilweise Männer und selbst eine Persönlichkeit als Hund. Diese einzelnen "Personen" wissen teilweise von einander, können miteinander kommunizieren, oder sind völlig ahnungslos. All diese Persönlichkeiten sind wichtig, um das letzte bisschen Würde in Angela zu schützen, und ihren Geist und ihre Seele davor zu bewahren, was ein Mensch alleine nicht greifen kann. Das Krankheitsbild: MPS, Multiple Persönlichkeitsstörung. Nicht zu verwechseln mit Schizophrenie. Das Buch wird nun teilweise aus Angelas Sicht erzählt, aus der Sicht ihrer Therapeutin Nina Temberg, die Angela beinahe 10 Jahre behandelt, und aus Sicht der Autorin Ulla Fröhling, einer freien Journalisten, die mit vielen Beteiligten und Sachkundigen dieser Thematik sprach. Mein Eindruck Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, habe ich mich gefragt, was mich dazu bewogen hat, dieses Buch zu kaufen. Denn bereits nach nicht einmal 100 Seiten, habe ich überlegt das Buch zu beenden, weil ich einfach kaum ertragen konnte, was in dem Buch geschildert wird. Im Endeffekt habe ich mich dazu entschlossen, es bis zum Schluss zu Ende zu lesen, denn ich als Leser muss lediglich die Bilder ertragen, die in meinem Kopf entstehen. Angela musste das durchleben, am eigenen Körper spüren. Die Dunkelziffer der Kinder die das auch heute noch in unserem "aufgeklärten und sicheren" Europa durchleben ist vermutlich unbegreifbar hoch. Und ich finde einfach, dass ich es den Kindern und aus ihnen gewordenen Erwachsenen schuldig bin, es zu ertragen. Obwohl ich viele, wohlgemerkt fiktive, Bücher aus dem Thrillerbereich gelesen habe, die auch nicht an Brutalität und Grausamkeit sparen, war ich auf das was mich erwartet hat nicht vorbereitet. Auch andere (Auto-)Biographien, von Opfern von Vergewaltigung etc. haben mich berührt. Keines jedoch hat mich so zurückgelassen, wie die Geschichte von Angela. Es macht mich unfassbar traurig, wütend und lässt mich hilflos und fassungslos zurück. Bis zum Lesen des Buches, konnte ich mir auch einfach nicht vorstellen, das Verbrechen dieser Art bei uns so vorkommen können, das Menschen zu dieser Gewalt an Kindern fähig sind. Jetzt denke ich eher, dass ich vorher nur gut darüber hinweggesehen habe. Das Leben von Angela wird, wie gesagt, aus der Perspektive von ihr selbst, aber auch von ihrer Therapeutin betrachtet. Das vermittelt einen sehr tiefen Einblick in das Krankheitsbild von dieser Frau, wart teilweise Distanz zu Vorkommnissen, erklärt Sachverhalte, die auf den ersten Blick ersteinmal verwirren, stößt einen aber auch direkt und unvermittelt in die Verbrechen hinein. Einige werden sehr detailliert beschrieben, andere Missbrauchstaten werden nur oberflächlich beschrieben, denn eine genauere Beschreibung wäre nicht notwendig. Die Bilder entstehen auch von allein. Dennoch ist das Buch nicht nur grausam. Es ist auch das Zeugnis einer Frau, die es schaffen will ihr Leben wieder zu ordnen, es klärt auf über das Krankheitsbild MPS, es distanziert von Klischees und erklärt viel über die Arbeit mit Patienten, über die Schwierigkeiten der Anerkennung von MPS, über Sekten und über Satanismus (ohne dabei zu Verallgemeinern!). Im Anschluss an dieses Buch hatte ich das dringende Bedürfnis, mich noch tiefer mit dem Thema zu beschäftigen, obwohl es sehr an meinem Weltbild gerüttelt hat, und ich mir sicher bin, das auch ein kleines Stück in mir zerbrochen ist, jetzt wo ich weiß, in welcher Form das Böse einfach neben uns existiert. Deshalb habe ich im Internet recherchiert, habe mir Berichte durchgelesen, und nach Fachliteratur gesucht. Unter anderem bin ich dabei auch auf zwei Videos gestoßen, jeweils Dokumentationen über rituellen Missbrauch und MPS, die ich jedem empfehlen kann, der sich (jetzt) für das Thema interessiert. Ich möchte euch aber warnen, denn die Dokumentationen sind, obwohl sie natürlich für das Fernsehen produziert wurden (N24 und hr), sehr belastend und schockierend. Dokumentationen: https://www.youtube.com/watch?v=7Dd79FjOsx0&feature=related https://www.youtube.com/watch?v=-PRPwAbY-Fc Ich gebe dem Buch 5 Sterne. Nicht weil es mir gefallen hat, sondern weil ich möchte das es gelesen wird!

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  • Rezension zu "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    PrinzessinAnne

    08. July 2012 um 14:37

    Ich habe jetzt sehr lange überlegt, ob und wenn ja wie ich dieses Buch rezensieren werde. Ob ich das überhaupt möchte. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, dass ich es euch vorstellen möchte, es aber nicht "rezensieren" werde, sondern stattdessen von meinen Eindrücken berichte Denn zu einer Rezension gehört die Bewertung des Plots, der sprachlichen Gestaltung, etc. die einfach bei diesem Buch nichts zur Sache beitragen. Es hätte auch durchzogen sein können, von Rechtschreibfehlern, es wäre dadurch nicht weniger grausam gewesen. Worum geht es: Angela Lenz (die Namen, Berufe und Wohnorte aller Personen wurden geändert) wird in eine Familie hinein geboren, in der sie als Tochter, als Kind, als Mädchen, als Mensch nicht mehr zählt als der Körper, den man missbrauchen, foltern und vergewaltigen kann, und als Verstand, dem man ab frühster Kindheit einbläut, niemals zu reden. Angela wird in eine Familie geboren, in der sie vom Vater bereits als Säugling vergewaltigt wird, von der Mutter seelisch und körperlich misshandelt wird, vom Vater und den "anderen Onkeln" verkauft, gefoltert, gefilmt, und schlussendlich fast zerstört wird. Um diese Qualen ertragen zu können, spaltet sich Angelas Seele schon mit der ersten Vergewaltigung auf. Eine Persönlichkeit erträgt die Schmerzen, die andere erinnert sich nicht an diese Zeit, und ist verwundert über die Schmerzen. Im Laufe ihres Lebens und im Verlauf der Zeit als Opfer, spaltet sich ihr Verstand in weit über 100 Persönlichkeiten auf. Alle unterschiedlichsten Alters, unterschiedlichster Funktion, sogar teilweise Männer und selbst eine Persönlichkeit als Hund. Diese einzelnen "Personen" wissen teilweise von einander, können miteinander kommunizieren, oder sind völlig ahnungslos. All diese Persönlichkeiten sind wichtig, um das letzte bisschen Würde in Angela zu schützen, und ihren Geist und ihre Seele davor zu bewahren, was ein Mensch alleine nicht greifen kann. Das Krankheitsbild: MPS, Multiple Persönlichkeitsstörung. Nicht zu verwechseln mit Schizophrenie. Das Buch wird nun teilweise aus Angelas Sicht erzählt, aus der Sicht ihrer Therapeutin Nina Temberg, die Angela beinahe 10 Jahre behandelt, und aus Sicht der Autorin Ulla Fröhling, einer freien Journalisten, die mit vielen Beteiligten und Sachkundigen dieser Thematik sprach. Mein Eindruck Nachdem ich die ersten Seiten gelesen habe, habe ich mich gefragt, was mich dazu bewogen hat, dieses Buch zu kaufen. Denn bereits nach nicht einmal 100 Seiten, habe ich überlegt das Buch zu beenden, weil ich einfach kaum ertragen konnte, was in dem Buch geschildert wird. Im Endeffekt habe ich mich dazu entschlossen, es bis zum Schluss zu Ende zu lesen, denn ich als Leser muss lediglich die Bilder ertragen, die in meinem Kopf entstehen. Angela musste das durchleben, am eigenen Körper spüren. Die Dunkelziffer der Kinder die das auch heute noch in unserem "aufgeklärten und sicheren" Europa durchleben ist vermutlich unbegreifbar hoch. Und ich finde einfach, dass ich es den Kindern und aus ihnen gewordenen Erwachsenen schuldig bin, es zu ertragen. Obwohl ich viele, wohlgemerkt fiktive, Bücher aus dem Thrillerbereich gelesen habe, die auch nicht an Brutalität und Grausamkeit sparen, war ich auf das was mich erwartet hat nicht vorbereitet. Auch andere (Auto-)Biographien, von Opfern von Vergewaltigung etc. haben mich berührt. Keines jedoch hat mich so zurückgelassen, wie die Geschichte von Angela. Es macht mich unfassbar traurig, wütend und lässt mich hilflos und fassungslos zurück. Bis zum Lesen des Buches, konnte ich mir auch einfach nicht vorstellen, das Verbrechen dieser Art bei uns so vorkommen können, das Menschen zu dieser Gewalt an Kindern fähig sind. Jetzt denke ich eher, dass ich vorher nur gut darüber hinweggesehen habe. Das Leben von Angela wird, wie gesagt, aus der Perspektive von ihr selbst, aber auch von ihrer Therapeutin betrachtet. Das vermittelt einen sehr tiefen Einblick in das Krankheitsbild von dieser Frau, wart teilweise Distanz zu Vorkommnissen, erklärt Sachverhalte, die auf den ersten Blick ersteinmal verwirren, stößt einen aber auch direkt und unvermittelt in die Verbrechen hinein. Einige werden sehr detailliert beschrieben, andere Missbrauchstaten werden nur oberflächlich beschrieben, denn eine genauere Beschreibung wäre nicht notwendig. Die Bilder entstehen auch von allein. Dennoch ist das Buch nicht nur grausam. Es ist auch das Zeugnis einer Frau, die es schaffen will ihr Leben wieder zu ordnen, es klärt auf über das Krankheitsbild MPS, es distanziert von Klischees und erklärt viel über die Arbeit mit Patienten, über die Schwierigkeiten der Anerkennung von MPS, über Sekten und über Satanismus (ohne dabei zu Verallgemeinern!). Im Anschluss an dieses Buch hatte ich das dringende Bedürfnis, mich noch tiefer mit dem Thema zu beschäftigen, obwohl es sehr an meinem Weltbild gerüttelt hat, und ich mir sicher bin, das auch ein kleines Stück in mir zerbrochen ist, jetzt wo ich weiß, in welcher Form das Böse einfach neben uns existiert. Deshalb habe ich im Internet recherchiert, habe mir Berichte durchgelesen, und nach Fachliteratur gesucht. Unter anderem bin ich dabei auch auf zwei Videos gestoßen, jeweils Dokumentationen über rituellen Missbrauch und MPS, die ich jedem empfehlen kann, der sich (jetzt) für das Thema interessiert. Ich möchte euch aber warnen, denn die Dokumentationen sind, obwohl sie natürlich für das Fernsehen produziert wurden (N24 und hr), sehr belastend und schockierend. Dokumentationen: https://www.youtube.com/watch?v=7Dd79FjOsx0&feature=related https://www.youtube.com/watch?v=-PRPwAbY-Fc Ich gebe dem Buch 5 Sterne. Nicht weil es mir gefallen hat, sondern weil ich möchte das es gelesen wird!

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  • Rezension zu "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    miss_marpel

    23. April 2012 um 16:52

    Ein schockierendes Buch, leider keine Fiktion sondern wahr. Es geht um Gewalt, jahrelangen Mißbrauch, eine satanische Sekte und das alles mitten in Deutschland. Sehr triggernd, Betroffene sollten gut auf sich acht geben

  • Rezension zu "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    Traenenherz

    22. April 2012 um 16:44

    Selten habe ich ein so schockierendes Buch gelesen. Das Buch bekam ich von meiner Freundin empfohlen, und später auch geschenkt. In dem Buch wird über Missbrauch zu Hause durch die Eltern, durch Bekannte, durch eine Sekte, wo es schlicht weg zum Ritual gehörte, erzählt. Zwang und Programmierung spielen in diesem Buch eine sehr grosse Rolle. Schonungslos und sehr detailiert schreibt Ulla Fröhling über die tiefsten Abgründe die sich in der Menschlichkeit auftun können. Dieses Buch ist absolut nichts für zarte Seelen. Höchste Triggerstufe! Dieses Buch beruht auf einem Tatsachenbericht einer Multiplen. Namen sind verändert zum Schutz. Von mir bekommt das Buch 5 Sterne, denn dieses Thema muss endlich enttabuisiert werden!

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  • Rezension zu "Unser geraubtes Leben" von Ulla Fröhling

    Unser geraubtes Leben

    miss_marpel

    16. April 2012 um 00:59

    Ein schockierendes, aufwühlendes Buch. Inhalt: erzählt wird, wie eine Familie in den Bann einer Sekte gerät, der Colonia Dignidad, und wie sich ihr Leben daraufhin immer mehr verändert, die Auswanderung nach Chile, die vielen erlebten schlimmen Dinge, und eine Liebe die alles überwindet. Meinung: das Buch ist aufwühlend, erschreckend, gleichzeitig auch ein kleines Gesellschaftsprofil von Deutschland in den 50/60ern. Erzählt wird keine Massengeschichte, sondern die Geschichte einer Liebe, die alle Einschränkungen überwindet und die Mut macht. Ein Buch nicht für schwache Nerven, denn die Sektenmitglieder müssen Folter und Mißbrauch ertragen. Es hat mich sehr berührt.

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  • Rezension zu "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    prinzipa4ka

    13. September 2011 um 20:35

    mir wurde dieses buch empfohlen.. ich muss echt zugeben dass ich das buch stellenweise aus der hand legen musste... wenn man bedenkt dass es eine wahre geschichte ist..unvorstellbar... der vater lässt seine tochter von hunden misshandeln... oder zwingt sie urin seines freundes zu trinken... ich frage mich ernsthaft was in solchen eltern vorgeht! das buch ist emotionslos geschrieben,was auch gut ist! denn wenn man gefühle reinbringt,dann verändert (oder verschönert man sogar) die geschichte..und das soll ja nicht so sein! dieses buch hat meine denkweise echt verändert!

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  • Rezension zu "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    jujumaus

    19. July 2011 um 22:33

    Ich kann nicht beschreiben, wie sehr mich dieses Buch schockiert. Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und dachte, es ist eine gute Idee, sich auch mal in dieses Thema einzulesen. Dass es mich auch nachhaltig noch so beschäftigt, hätte ich nie gedacht. Es macht traurig, nachdenklich, und, weil es auf einer wahren Begebenheit beruht, verändert es auch ein Stück des eigenen Weltbildes. Wer die Augen nicht vor der Welt verschließen will, sollte sich an dieses Buch wagen. Denn auch wenn die Geschichte an manchen Stellen nicht ganz glaubwürdig erscheinen will, irgendwann hat ein Mädchen auf dieser Welt diese Tortur bestimmt erleiden müssen.

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  • Rezension zu "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    Mona_Lisa

    07. June 2011 um 22:18

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und war total glücklich ein Buch gefunden zu haben, das von einer Multiplen Persönlichkeit handelt. Ich hatte mir gewünschte mehr darüber zu erfahren und zu lesen, da ich mich für Psyschologie sehr interessiere. Ich ahnte aber nicht was ich mir nebenbei widerwertiges damit antun musste, als ich das Buch lass. Ich war mir im Bewusstsein, dass es hier um Missbrauch ging - wobei ich nicht weiß, woher die Autorin so genau weiß, was einem einjährigen Kind damals für einen Missbrauch wiederfahren ist... naja. Für mich war das Buch auf jedenfalll zu wenig lehrreich, viel zu provokativ und einfach widerwertig. Für mich wurde an einer bestimmten Stelle jegliche Grenzen überschritten ( an dem Geburtstag der Hauptfigurin) und sobald ich aus dem Bus tieg war das Buch in der nächsten Tonne gelandet - so sauer war ich auf das Buch. Ich hatte davor bereits ein Buch über Missbrauch gelesen, von der Autorin Heidi Hassenmüller und ich muss sagen "Gute Nacht Zuckerpüppchen" hatte wenigstens etwas Stil dabei bewart, als geschildert wurde, wie das Arme Mädchen von ihrem Stiefvater Missbraucht wurde. Hier war es einfach plump daher geschrieben und einfach für mich zu Gefühlslos. Es ist kein einfaches Thema, ich kann verstehen, wenn jemand sagt, das es bei soetwas nicht "schön" geschrieben werden kann und darum geht es mir eigentlich nicht - viel mehr, dass man so eine grauenvolle Tat, die eine Person durchleiden musste mit etwas mehr Würde und Achtung schreiben kann auch, wenn die Tat selbst ohne jegliches vorgefallen ist. Mir hat es nicht zugesagt, wer aber kein Problem hat einfach die Tatsachen hingeknallt zu bekommen, sollte diese Rezension nicht weiter interessieren. Für die die wie ich etwas mehr auf die Psyschologischen Hintergründe auswaren... vielleicht eher nicht lesen.

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  • Rezension zu "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling

    Vater unser in der Hölle

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. September 2010 um 14:43

    Dieses Buch ist unglaublich schockierend!! Man kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass ein Kind dies alles überstehen konnte. Einfach nur schrecklich, wie grausam Menschen nur sein können.
    Dieses Buch wirkt noch sehr lange nach und ist nicht für zarte Gemüter!!

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