Philip Roth The Humbling

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Inhaltsangabe zu „The Humbling“ von Philip Roth

Everything is over for Simon Axler. One of the leading American stage actors of his generation, now in his sixties, he has lost his magic, his talent and his assurance. When he goes on stage he feels like a lunatic and looks like an idiot. His wife has gone, his audience has left him, his agent can't persuade him to make a comeback. (Quelle:'Flexibler Einband/02.09.2010')

Eine pointierte Erzählung von großer symbolischer Kraft - ein spätes Meisterwerk des großen amerikanischen Erzählers.

— NicolasDierks

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  • Rezension zu "The Humbling" von Philip Roth

    The Humbling

    Wolkenatlas

    28. October 2009 um 12:01

    Während einer Theatervorstellung verliert der berühmte Simon Axler seine schauspielerische Kraft. Was zuerst wie ein Ausrutscher aussieht, wird zur bitteren Realität für Axler. “He'd lost it. The impulse was spent. He'd never failed in the theater, everything he had done had been strong and successful, and then the terrible thing happened: he couldn't act. Going onstage became agony. Instead of the certainty that he was going to be wonderful, he knew he was going to fail. It happened three times in a row. And by the last time nobody was interested, nobody came. He couldn't get over to the audience. His talent was dead” Aus dieser Situation entwickelt Philip Roth einen knappen und dichten Roman, der den psychischen Fall eines vermeintlich mit beiden Beinen fest im Leben stehenden, von Erfolg verwöhnten Mannes verfolgt. Als sich Simon Axler selbst in die Psychiatrie einweisen lässt, wird er von seiner Frau verlassen. Zu früh aus der Psychiatrie entlassen, zieht er sich in sein Landhaus zurück und wartet… Die mittlerweile vierzigjährige Tochter guter Freunde, die er das letzte Mal vor vierzig Jahren nach einer Premierenfeier an der Brust ihrer Mutter (die die Vorstellung mit Simon Axler gespielt hatte) gesehen hatte, meldet sich, wissend, dass Simon Axler von seiner Frau verlassen wurde, bei ihm und entfacht so ein amouröses Abenteuer, das für sie das Experiment einer heterosexuellen Beziehung ist und für Simon Axler quasi die letzte Hoffnung. Symbolisch klammert er sich an seine Potenz, die nun für die fehlende Bühnenpotenz herhalten muss. Mit der nicht vorhandenen Zustimmung ihrer Eltern kämpfend, steigert er sich in eine wahnhafte Zukunftsvorstellung, in einen Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz, der mit dem Platzen der Seifenblase enden muss. Im dritten Teil „The Final Act“ beweist Philip Roth seine dramatische Pranke, in dem er Anton Tschechow subtil seine Referenz erweist und diesen Roman mit einem ganz starken Ende versieht, indem er Simon Axler eine letzte große Rolle spielen lässt. Philip Roths dreißigster Roman ist, obwohl an manchen Stellen unrund, eckig oder auch vermeintlich unausgearbeitet, sehr gut, da er an anderer Stelle wieder mit größtmöglicher Dichte brilliert. So ergibt sich auch ein literarisches Schwanken, das symbolisch mit der großen Unsicherheit des Protagonisten übereinstimmt. Ein Roman, der erst mit Kenntnis des Endes und der Verbindung zu Tschechow sein wahres Bouquet preisgibt. Ein weises, wenn auch teilweise verrücktes (eine Dreier-Orgie) Alterswerk eines ganz großen Schriftstellers. „The Humbling“ ist nicht sein bester Roman, doch bei der vorhandenen Konkurrenz soll und kann das kein Minuspunkt sein.

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