Philip Sington Das Einstein-Mädchen (6 CDs)

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Inhaltsangabe zu „Das Einstein-Mädchen (6 CDs)“ von Philip Sington

Berlin 1932: Eine junge Frau wird bei Caputh bewusstlos aufgefunden. Sie trägt nichts bei sich - bis auf den Programmzettel zu einem Vortrag von Albert
Einstein. Als sie aus dem Koma erwacht, hat sie ihr Gedächtnis verloren. Martin Kirsch, Psychiater an der Charité, ist fasziniert von diesem ungewöhnlichen Fall. Bei seinen Nachforschungen zur Identität der Frau stößt er auf einen Brief, der an Mileva Einstein-Maric, die erste Frau Einsteins, adressiert ist. Weiß sie, wer die geheimnisvolle Fremde ist? Während Kirsch nach Zürich reist, um Mileva zu treffen, ergreifen in Deutschland die Nazis die Macht.
Ein herausragender Thriller, der brillant historische Fakten und Fiktion miteinander verbindet.

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  • Rezension zu "Das Einstein-Mädchen" von Philip Sington

    Das Einstein-Mädchen (6 CDs)

    Nijura

    04. October 2011 um 19:03

    Verworren Eine junge Frau wird 1932 verletzt in einem Waldstück in Berlin aufgefunden. Sie leidet unter Amnesie und wird in die Berliner Charite gebracht, wo sich der Psychologe Martin Kirsch ihrer annimmt. Kirsch selbst ist ziemlich angeschlagen, da er sich mit Syphilis angesteckt hat und nun stark unter deren Symptomen leidet. Trotzdem versucht er hartnäckig hinter das Geheimnis des Einstein-Mädchens, wo wird die junge Frau inzwischen genannt, zu kommen. Dabei entdeckt er, dass die junge Frau durchaus mit Einstein verwandt sein könnte.... Meine Meinung: Das Hörbuch plätschert so dahin, wobei mir die Stimme des Sprechers Torben Kessler sehr angenehm ist, aber von einem Thriller (wie die Presse das Buch nennt) hat das Hörbuch leider nichts. Es ist nur mäßig spannend, deshalb konnte ich mich oftmals nicht wirklich darauf konzentrieren und musste öfters „rückspulen“ und mich mehr oder weniger durchquälen. Fazit: Die Grundidee an sich ist gut, wurde aber leider nicht gut umgesetzt. Irgendwie fehlt der Zusammenhang, die Handlungsstränge sind teilweise undurchsichtig. Das Hörbuch lässt mich etwas ratlos zurück.

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  • Rezension zu "Das Einstein-Mädchen" von Philip Sington

    Das Einstein-Mädchen (6 CDs)

    Claudia-Marina

    03. January 2011 um 16:36

    Als 1932 in Caputh bei Berlin eine bewusstlose junge Frau gefunden wird, weiß niemand wer sie ist. Niemand vermisst sie. Sie trägt nur einen Programmzettel bei sich – eine Ankündigung zu einem Vortrag von Albert Einstein. Wenige Tage später erwacht sie aus dem Koma, und kann sich an nichts mehr erinnern – sie kennt weder ihren Namen noch weiß sie, wo sie herkommt. Martin Kirsch, Psychiater an der Charité, nimmt sich ihrer an. Er forscht nach und findet einen Brief, der an Einsteins erste Frau Mileva Einstein-Maric adressiert ist. Was hat sie mit der jungen Frau zu tun? Kennt sie ihr Geheimnis? Kirsch lässt nicht locker und dringt immer tiefer ein in eine Familientragödie und eine verletzte Seele. Thriller oder Roman – diese Frage stellt sich mir beim Hören – wobei die Definition ja eigentlich nicht so wichtig sein sollte, denn Das Einsteinmädchen ist solide erzählt und lässt vor meinem Auge das Berlin der 1930er wieder lebendig werden. Besonders die Schilderung der Psychiatrie in ihren Anfängen hat mich fasziniert – mit welchen unglaublichen Experimenten an der Seele des Menschen rumgeschraubt wurde. Bis ich die entscheidenden Zusammenhänge um das Rätsel der jungen Frau zusammensetzen kann, dauert es jedoch einige Zeit – also doch eher historischer Roman als Thriller – denn bei aller Liebe zum Erzählen ist bei Philip Sington die Spannung ein wenig abhanden gekommen. Vielleicht ist die auch der Kürzung zum Opfer gefallen – was bei den physikalischen Abhandlungen auch ganz gut gewesen wäre, denn die fallen stellenweise doch ein wenig lang aus und machen das Hörerlebnis ein wenig zäh. Torben Kessler und Anna Karlsson (die leider nur am Anfang erwähnt wird und auf dem Cover nicht zu finden ist) lesen mit ruhiger, angenehmer Stimme. Einziges Manko – Torben Kesslers Stimme klingt an einigen Stellen ein wenig klinisch steril – schade, denn auch so wird dem Roman die Spannung geraubt, die für einen Thriller nötig gewesen wäre. Davon abgesehen ist Das Einsteinmädchen aber ein interessantes Hörbuch mit faszinierendem Einblick in die Geschichte der Psychiatrie und die Welt der Wissenschaft.

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  • Rezension zu "Das Einstein-Mädchen" von Philip Sington

    Das Einstein-Mädchen (6 CDs)

    Leserrezension2010

    25. August 2010 um 00:49

    H29 Das Einstein-Mädchen von Philip Sington Kategorie: Hörbuch Ein Psychiater der Berliner Charité, Dr. Martin Kirsch, ist verschwunden. Seine Verlobte Alma sucht ihn beharrlich und vermutet, dass einer seiner Fälle für das Verschwinden verantwortlich ist: Das "Einstein-Mädchen", das sich selbst Maria nennt. Diese junge Frau wurde bewusstlos und mit einer Amnesie in der Nähe des Einstein-Turms bei Caputh aufgefunden und Kirsch schien sich um diesen Fall hartnäckiger zu kümmern als um andere. In Rückblicken erzählt Sington, wie sich Kirsch und Maria begegnen und wie er versucht, sie in ihre Welt zurück zu holen - während Einstein die Physik auf den Kopf stellt und die Nazis die Regierung übernehmen. Sington erzählt eine anspruchsvolle und sehr atmosphärische Geschichte, in der er zahlreiche Aspekte verknüpft. Kirsch steht der zeitgenössischen Psychiatrie kritisch gegenüber und bemüht sich um neue Denk- und Therapieansätze. Maria bekommt zum Beispiel keine Medikamente, sondern soll behutsam ihre Erinnerung zurück erlangen. Parallel dazu gibt Sington aber auch einen Einblick in die zeitgenössische medikamentöse Behandlung, in der qualvolle Insulin-Schock-Therapien der letzte Schrei waren. Mit seinem Wunsch nach neuen Ideen stößt Kirsch bei den Nazis auf offene Ohren. Ohne dass Kirsch zunächst begreift warum, wendet sich ein kritischer Vorfall an der Charité zu seinen Gunsten und er bekommt ein lukratives Angebot, um seine Kritik an der aktuellen Symptomatik von psychisch Kranken mit einer ausreichenden Zahl an Probanden zu bearbeiten. Erst spät wird Kirsch klar, dass er in ein Programm für Zwangssterilisation und Euthanasie geraten ist. Zugleich steht die wissenschaftliche Welt Kopf, weil Einstein revolutionäre Theorien aufstellt, zum Beispiel über den Welle-Teilchen-Dualismus, und die klassischen physikalischen Konzepte umwirft. Viele Details dieses damals unfassbaren Postulats werden beschrieben und Kirsch begegnet Max von Laue, von dem er sich Hilfe bei seinem Fall erhofft: Maria schien einen Einstein'schen Vortrag besucht zu haben und ihrem Notizbuch voller Formeln nach zu urteilen kann sie den Gedankengängen Einsteins hervorragend folgen. Daher setzt sich Kirsch auch auf Einsteins Fährte, lernt im Zürcher Burghölzli Einsteins schizophrenen Sohn Eduard kennen und versucht, Einstein Maria zuliebe zu einem Treffen zu bekommen. Die historische Atmosphäre finde ich gut eingefangen. Eher beiläufig bemerkt man, dass Kirsch Zeuge von Bücherverbrennungen wird, die Inflation behindert Kirschs Familie bei der Errichtung eines Mahnmals und an der Charité wird in der Mittagspause das Kabinett unter Reichskanzler Schleicher diskutiert. Kirsch private Sorgen betreffen seine Syphilis, mit der er sich als Arzt im Krieg bei einem Patienten infiziert hat; er leidet an Fieberschüben und weiß manchmal nicht, ob er sich an Begebenheiten richtig erinnert. Selbst Einstein wird im Lauf des Buchs von der fernen Lichtgestalt zum aktiven Teilnehmer an der Handlung. Das gefeierte Genie wird zum Menschen mit zahlreichen Ecken und Kanten. Da ich auf Grund der für meine Begriffe gut recherchierten wissenschaftlichen und historischen Fakten davon ausgehe, dass auch die Person Einstein gut recherchiert wurde, muss ich sagen: Ich bin froh, dass ich bloß mit den Theorien, nicht aber mit dem Menschen Einstein zu tun hatte. Alle diese Komponenten zusammen ergeben einen verflochtenen Erzählstrang, bei dem man am Ende immer noch nicht weiß, was Wirklichkeit ist und was nicht. So, wie Materie Welle sein kann oder Teilchen, kann die eine Interpretation stimmen oder die andere. Genau dieses Geheimnisvolle, das sich aus Einsteins Theorien ableitet, zieht sich nach meinem Empfinden als Motiv durch den ganzen Roman und genau das hat mich daran so fasziniert. Diese Spielerei mit dem Dualismus ist auch der Grund, warum das Etikett "Thriller" meiner Meinung nach überhaupt nicht passt. Ein klarer Kritikpunkt ist, dass im Buch offensichtlich ein Nachwort existiert, das im Hörbuch fehlt. Ich habe durch Internet-Recherchen herausgefunden, dass darin zum Beispiel der Arzt erwähnt wird, der Kirsch das lukrative Angebot macht. Den Herrn gab es wirklich und er hat entscheidend an den Gentheorien der Nazis mitgearbeitet. Solche Informationen hätte man auch im Hörbuch unterbringen können.

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  • Rezension zu "Das Einstein-Mädchen" von Philip Sington

    Das Einstein-Mädchen (6 CDs)

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. August 2010 um 21:24

    Ein Psychiater der Berliner Charité, Dr. Martin Kirsch, ist verschwunden. Seine Verlobte Alma sucht ihn beharrlich und vermutet, dass einer seiner Fälle für das Verschwinden verantwortlich ist: Das "Einstein-Mädchen", das sich selbst Maria nennt. Diese junge Frau wurde bewusstlos und mit einer Amnesie in der Nähe des Einstein-Turms bei Caputh aufgefunden und Kirsch schien sich um diesen Fall hartnäckiger zu kümmern als um andere. In Rückblicken erzählt Sington, wie sich Kirsch und Maria begegnen und wie er versucht, sie in ihre Welt zurück zu holen - während Einstein die Physik auf den Kopf stellt und die Nazis die Regierung übernehmen. Sington erzählt eine anspruchsvolle und sehr atmosphärische Geschichte, in der er zahlreiche Aspekte verknüpft. Kirsch steht der zeitgenössischen Psychiatrie kritisch gegenüber und bemüht sich um neue Denk- und Therapieansätze. Maria bekommt zum Beispiel keine Medikamente, sondern soll behutsam ihre Erinnerung zurück erlangen. Parallel dazu gibt Sington aber auch einen Einblick in die zeitgenössische medikamentöse Behandlung, in der qualvolle Insulin-Schock-Therapien der letzte Schrei waren. Mit seinem Wunsch nach neuen Ideen stößt Kirsch bei den Nazis auf offene Ohren. Ohne dass Kirsch zunächst begreift warum, wendet sich ein kritischer Vorfall an der Charité zu seinen Gunsten und er bekommt ein lukratives Angebot, um seine Kritik an der aktuellen Symptomatik von psychisch Kranken mit einer ausreichenden Zahl an Probanden zu bearbeiten. Erst spät wird Kirsch klar, dass er in ein Programm für Zwangssterilisation und Euthanasie geraten ist. Zugleich steht die wissenschaftliche Welt Kopf, weil Einstein revolutionäre Theorien aufstellt, zum Beispiel über den Welle-Teilchen-Dualismus, und die klassischen physikalischen Konzepte umwirft. Viele Details dieses damals unfassbaren Postulats werden beschrieben und Kirsch begegnet Max von Laue, von dem er sich Hilfe bei seinem Fall erhofft: Maria schien einen Einstein'schen Vortrag besucht zu haben und ihrem Notizbuch voller Formeln nach zu urteilen kann sie den Gedankengängen Einsteins hervorragend folgen. Daher setzt sich Kirsch auch auf Einsteins Fährte, lernt im Zürcher Burghölzli Einsteins schizophrenen Sohn Eduard kennen und versucht, Einstein Maria zuliebe zu einem Treffen zu bekommen. Die historische Atmosphäre finde ich gut eingefangen. Eher beiläufig bemerkt man, dass Kirsch Zeuge von Bücherverbrennungen wird, die Inflation behindert Kirschs Familie bei der Errichtung eines Mahnmals und an der Charité wird in der Mittagspause das Kabinett unter Reichskanzler Schleicher diskutiert. Kirsch private Sorgen betreffen seine Syphilis, mit der er sich als Arzt im Krieg bei einem Patienten infiziert hat; er leidet an Fieberschüben und weiß manchmal nicht, ob er sich an Begebenheiten richtig erinnert. Selbst Einstein wird im Lauf des Buchs von der fernen Lichtgestalt zum aktiven Teilnehmer an der Handlung. Das gefeierte Genie wird zum Menschen mit zahlreichen Ecken und Kanten. Da ich auf Grund der für meine Begriffe gut recherchierten wissenschaftlichen und historischen Fakten davon ausgehe, dass auch die Person Einstein gut recherchiert wurde, muss ich sagen: Ich bin froh, dass ich bloß mit den Theorien, nicht aber mit dem Menschen Einstein zu tun hatte. Alle diese Komponenten zusammen ergeben einen verflochtenen Erzählstrang, bei dem man am Ende immer noch nicht weiß, was Wirklichkeit ist und was nicht. So, wie Materie Welle sein kann oder Teilchen, kann die eine Interpretation stimmen oder die andere. Genau dieses Geheimnisvolle, das sich aus Einsteins Theorien ableitet, zieht sich nach meinem Empfinden als Motiv durch den ganzen Roman und genau das hat mich daran so fasziniert. Diese Spielerei mit dem Dualismus ist auch der Grund, warum das Etikett "Thriller" meiner Meinung nach überhaupt nicht passt. Ein klarer Kritikpunkt ist, dass im Buch offensichtlich ein Nachwort existiert, das im Hörbuch fehlt. Ich habe durch Internet-Recherchen herausgefunden, dass darin zum Beispiel der Arzt erwähnt wird, der Kirsch das lukrative Angebot macht. Den Herrn gab es wirklich und er hat entscheidend an den Gentheorien der Nazis mitgearbeitet. Solche Informationen hätte man auch im Hörbuch unterbringen können.

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