Philip Wilkinson

 4.7 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Titanic, Mythologie und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Philip Wilkinson

Philip Wilkinson hat Bücher über Kunst, Architektur und Design veröffentlicht. Auf seinem preisgekrönten Blog ›English Buildings‹ erläutert er historische Gebäude Großbritanniens. Er lebt in den Cotswolds und in Südböhmen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Philip Wilkinson

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Titanic (ISBN:9783570153956)

Titanic

 (4)
Erschienen am 21.11.2011
Cover des Buches Mythologie (ISBN:9783831013043)

Mythologie

 (3)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches Mythen und Sagen aus allen Kulturkreisen (ISBN:9783831015030)

Mythen und Sagen aus allen Kulturkreisen

 (2)
Erschienen am 01.10.2009
Cover des Buches Kompakt & Visuell Mythologie (ISBN:9783831031382)

Kompakt & Visuell Mythologie

 (1)
Erschienen am 29.08.2017
Cover des Buches Kompakt & Visuell Religionen der Welt (ISBN:9783831031412)

Kompakt & Visuell Religionen der Welt

 (0)
Erschienen am 29.08.2017
Cover des Buches 50 Schlüsselideen Architektur (ISBN:9783827430656)

50 Schlüsselideen Architektur

 (0)
Erschienen am 15.02.2013
Cover des Buches Islam (ISBN:9783831020508)

Islam

 (0)
Erschienen am 01.01.2012

Neue Rezensionen zu Philip Wilkinson

Neu

Rezension zu "Atlas der nie gebauten Bauwerke" von Philip Wilkinson

wunderlich, fantastische und absurde Ideen - man blättert gern in diesem Buch
Gwhynwhyfarvor 7 Monaten

»Manche dieser Phantomgebäude sind Höhepunkte persönlichen Schaffens, andere sind entscheidende Schritte in der Entwicklung eines Architekten oder der Architekturgeschichte ... Manche hatten großen Einfluss auf andere Architekten, manche sind nur charmante Kuriositäten«

Mit der Architektur hält es sich wie mit allen Künsten: Man mag das Werk oder man mag es nicht. Um ein Bild zu malen, ein Buch zu schreiben, braucht wenig materiellen Aufwand, um seine Ideen zu verwirklichen. Um ein Gebäude zu bauen, vielleicht sogar ein gigantisches, reicht die Idee nicht aus. Irgendjemand muss den Bau auch bezahlen. Dabei geht es ja nicht um Centbeträge. Ideen gibt es viele, vieles bleibt auch nur auf dem Papier bestehen. Philip Wilkinson hat in diesem Buch nie gebaute Bauwerke zusammengetragen: interessant, exzentrisch, gigantisch, kurios, fantastisch, durchgeknallt. Schade, sagt man bei dem ein der anderen Projekt – glücklicherweise bei der nächsten Idee.

Schade, sage ich gleich beim ersten Projekt, es stammt aus dem Jahr 820 und zeigt den St. Gallener Klosterplan, entstanden auf der Insel Reichenau auf dem Bodensee, heute zu finden im Klosterbibliothek St. Gallen. Man geht aber heutzutage davon aus, dass dies ein »Grundplan für ein ideales Benediktinerkloster« sein sollte, denn auf dem Grundstück des St. Gallener Klosters wäre kein Platz für dieses Bauwerk gewesen. Wohlüberlegt umfasst das Kloster über 50 Gebäude in Reihen angegliedert, Platz für Handwerker und Landwirte eingeschlossen, sogar eine Fußbodenheizung ist vorgesehen. Eine riesige Anlage, die Brüder und Laienbrüder zusammenleben lässt, als geschlossene Einheit, in der nichts fehlt. Das hat natürlich seinen Preis. Und Klöster waren immer klamm bei Kasse.

Der »Whitehallpalace« von London ist ein gigantischer Protzpalast im italienischen Stil, den Jakob I gern gebaut hätte, ein Gebäude, das sich von der Themse bis zum Jams`Park erstrecken sollte. Der einzige Teil, der hiervon erbaut wurde, ein Körnchen vom Ganzen, steht heute noch: das »Banqueting House«.
Sehr interessant zu lesen das Projekt »Thames Embankment«, das neben einem kolossalen Bau das Abwasserproblem lösen wollte. 1832 war die Themse eine riesige Kloake, was zu großen Gesundheitsproblemen führte.
»... dass man schneller von Brighton nach Waterloo käme, als von dort aus weiter nach Paddigton«. Genauso interessant ist der gläserne »Great Victoria Way«, der zur Lösung des Verkehrsproblems in London erdacht wurde.


»So erstaunlich er von außen war, so verblüffend war auch sein Inneres. Er beherbergte zwei Stockwerke. Im oberen befand sich ein Speisesaal, der so ausgestattet war, dass er einem Wald mit unregelmäßig gepflanzten Bäumen glich. Ein kleiner Bach, der durch den Raum floss, sollte die Atmosphäre verbessern.«

Über Geschmack lässt sich streiten, ich bin froh, dass dieser Elefant nicht mitten in Paris steht, aber staunenswert ist er allemal. Zumindest verziert er fein das Cover von diesem Buch. Der französische Architekt Charles François Ribart de Chamoust wolle 1785 die Siege König Ludwigs XV. nicht durch einen Triumphbogen in Szene setzen. Er entschied sich für einen gigantischen Elefanten, der am oberen Ende der Champs-Elysées stehen sollte. Der »Grand Kiosque à la Gloire du Roi« sollte durch einen Aussichtsturm begehbar sein, im Bauch waren ein Speisesaal und einen Ballsaal vorgesehen und aus dem Rüssel des Elefanten sollte eine Fontäne sprühen.

Eine Kuppel über ganz Manhattan zu spannen, so lautete die Idee von Richard Buckminster Fuller. Man reduziert damit den Energieverbrauch, schützt die Stadt vor Hitze, Kälte, Staub, nie mehr Schnee schippen, er wolle Manhattan »in ein Paradies verwandeln«. Das mit dem Schneeschippen kann ich nachvollziehen.

1829 gab es mehr Leichen als Lebendige in England. Wohin mit den Toten? Der Architekt Thomas Willson hatte eine Lösung parat: Eine kolossale Pyramide, die Platz für bis zu fünf Millionen Leichen bot, 500 Meter hoch, auf der Spitze sollte sich ein Obelisk und eine Sternwarte befinden, platziert auf dem Primerose Hill, mitten in London. Der Mietpreis pro Grabkammer: 50 Pfund.

Auch etwas verrückt mutet die »Walking City« an, ein Haus mit Beinen, das sich bewegen kann, weglaufen, vor dem atomaren Krieg. Ron Herron, 1964 entwarf dieses »vielstöckige, eiförmige Gebäude mit spinnen- und insektenartigen Beinen«.
Ein Haus für den Physiker Isaac Newton! Etienne-Louis Boullee entwarf 1784 ein Denkmal für den Physiker:
Eine Kugel die 150 Meter in der Höhe maß! Höher als die Kathedrale von Straßburg.

Es gibt noch viele interessante Pläne in diesem Buch zu finden, das sich schmökernd lesen lässt. Historische und soziale Eindrücke in die Geschichte fallen dabei ab. Manches ist schlicht Protz, aber andere Gebäude geben Sinn und sind vom Zeitgeist geprägt, andere sind schlicht amüsant. Unterhaltsam, humorvoll, mit viel Hintergrundwissen führt uns Philip Wilkinson durch seine Sammlung. Das ist ein Fachbuch, das nicht nur architekturbegeisterte Leser anspricht – eins für den Wohnzimmertisch. Jeder der kommt, blättert drin herum, aber legt es nicht mehr weg.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Titanic" von Philip Wilkinson

Rezension zu "Titanic" von Philip Wilkinson
dreamervor 8 Jahren

Zum 100-Jährigen Jubiläum des Untergangs…
.

..gibt es schon jetzt ein Sachbuch über die Titanic.
.

Die Titanic war das größte, prachtvollste Schiff ihrer Zeit und galt als unsinkbar.
Doch am 14. April 1912 kollidierte der Luxusliner mit einem Eisberg und versank wenige Stunden später, am 15. April um 2.20 Uhr, in den eisigen Fluten des Nordatlantiks. Trotz ausreichender Zeit für die Evakuierung konnten von den über 2200 Menschen nur wenige gerettet werden.
.
Auch heute, 100 Jahre später, bewegt uns die Geschichte der Titanic in besonderer Weise. Informative Texte, historische Dokumente und beeindruckende Bilder erzählen vom Bau des Schiffs, den Menschen an Bord und davon, wie es zu dem großen Unglück kommen konnte.
.
Mit beeindruckenden Panoramabildern, historischen Fotos, Querschnitten und einer postergroßen Darstellung der Titanic zum Ausklappen!
.

[Quelle: www.randomhouse.de]
.

Meine Meinung
Wer nach dem Film Titanic von Cameron nicht von diesem Thema geschockt und fasziniert ist, ist selbst schuld. Das Sachbuch "Titanic: Untergang eines Traums" (eng. "Titanic: Disaster at Sea") liefert einige Infos die wir Normalsterblichen unter normalen Umständen nicht so einfach geliefert bekommen und man versteht danach vielleicht sogar warum die Titanic untergegangen ist.
.

Sehr anschaulich macht dieses Sachbuch die etlichen Illustrationen. Auf jeder Seite entdeckt man ein neues Thema: den Bau, das Ablegen, das Unglück und viele mehr, auch die Nachbeben die dieser Untergang verursacht hat werden hier aufgeführt, wie etliche Denkmäler.
.

Zwar sind die Illustrationen größtenteils nachgestellt, das heißt sie wurden „nachgemalt“, aber zur Veranschaulichung sind diese Darstellungen auf jeden Fall hilfreich. Noch nie habe ich so viel über Knoten, Seestunden oder die Seefahrerbegriffe gelesen. Mit kleinen Skizzen werden beispielsweise die Decks, der Bug und Steuerbord erklärt, die sich nun in mein Hirn gebrannt haben, wo ich doch vorher keine Ahnung gehabt habe.
.

Auch die Gesichter der Vergangenheit, die uns immer wieder auf den Seiten erwarten sind sehr interessant. Hier handelt es sich um mehr oder weniger berühmte Persönlichkeiten, darunter die reichgewordene, wohltätige Margaret "Molly" Brown, die man schon aus dem James Cameron kennt. Auch den mutigen Männern in den Kesselräumen wird einiges an Aufmerksamkeit zuteil.
.

Das kleine Manko an dem Sachbuch war eigentlich nur, dass man zwar einige sehr nützliche Infos bekommt, aber neben sehr ausschweifenden Illustrationen kaum Lesestoff hat.
Das könnte natürlich auch daran liegen das die Altersempfehlung zwischen 9 und 12 liegt, aber ich finde trotzdem das jeder Erwachsene der an dem Thema interessiert ist mit diesem Sachbuch etwas anfangen kann um sich über den Untergang zu informieren. Ich selbst habe viel dabei gelernt, vor allem das bei diesem tragischen Erlebnis einige Dinge zusammenspielten die schließlich den Tod so vieler Menschen zur Folge hattn.
.

Fazit
Eine schön illustriertes Sachbuch, welches meiner Meinung nach etwas mehr Lesestoff gebrauchen könnte. Für Jugendliche und Kinder die interessiert sind sicher sehr lehrreich, aber auch für die älteren Eisen ;D Von mir gibt es 4 von 5 Wölkchen.
.

Mein Dank an den cbt Verlag für die großzügige Unterstützung.

Kommentieren0
32
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 31 Bibliotheken

auf 6 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks