Philipp Möller

 3,8 Sterne bei 358 Bewertungen
Autor von Isch geh Schulhof, Bin isch Freak, oda was?! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Philipp Möller

Philipp Möller, geboren 1980 in Berlin, ist Diplom-Pädagoge und lebt als freier Autor weiterhin in seiner Heimatstadt. Nach dem Studium der Erwachsenenbildung gelang ihm der Quereinstieg als Grundschullehrer und er unterrichtete zwei Jahre. Als Pressereferent der Giordano Bruno Stiftung engagiert er sich für Humanismus und Aufklärung. Seit einigen Jahren stellt er seine pädagogischen Fähigkeiten auch als Vater unter Beweis.

Alle Bücher von Philipp Möller

Cover des Buches Isch geh Schulhof (ISBN: 9783404606962)

Isch geh Schulhof

 (249)
Erschienen am 21.09.2012
Cover des Buches Isch hab Geisterblitz (ISBN: 9783404607822)

Isch hab Geisterblitz

 (36)
Erschienen am 12.03.2015
Cover des Buches Bin isch Freak, oda was?! (ISBN: 9783404607587)

Bin isch Freak, oda was?!

 (39)
Erschienen am 17.01.2014
Cover des Buches Gottlos glücklich (ISBN: 9783596298808)

Gottlos glücklich

 (11)
Erschienen am 21.09.2017
Cover des Buches Isch geh Bundestag (ISBN: 9783596298822)

Isch geh Bundestag

 (3)
Erschienen am 25.09.2019
Cover des Buches Isch geh Schulhof, Audio-CD (ISBN: 9783954710669)

Isch geh Schulhof, Audio-CD

 (9)
Erschienen am 14.12.2012
Cover des Buches Bin isch Freak, oda was?! (ISBN: 9783838773520)

Bin isch Freak, oda was?!

 (7)
Erschienen am 17.01.2014

Neue Rezensionen zu Philipp Möller

Cover des Buches Gottlos glücklich (ISBN: 9783596298808)Flamingos avatar

Rezension zu "Gottlos glücklich" von Philipp Möller

ok
Flamingovor 2 Jahren

Teilweise ein bisschen konfus und langatmig. Als Autor hat der Autor noch Luft nach oben. Als Atheist ist er genau richtig ;)

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Cover des Buches Isch geh Bundestag (ISBN: 9783596298822)seschats avatar

Rezension zu "Isch geh Bundestag" von Philipp Möller

Nur mal kurz die Welt retten
seschatvor 2 Jahren

Der freie Autor und ehemaliger Lehrer Philipp Möller (39) nimmt seine achtjährige Tochter Klara beim Wort und begibt sich als "Weltrettungspraktikant" in den Deutschen Bundestag. Dort soll er den Machthabern mal ordentlich die Meinung geigen und auf Missstände, wie Klimawandel, soziale Ungleichheit, Mietexplosion und verkommene Schulen, aufmerksam machen. 

Wird er anfangs noch für sein Vorhaben belächelt, so darf er doch Woche für Woche bei einer anderen Partei (SPD, FDP, AfD, Grüne) hospitieren. Hierbei versucht er weitestgehend neutral zu bleiben, scheitert aber oftmals an eigenen Werten und Überzeugungen. Als Leser erlebt man hautnah mit, wie sich der Bestsellerautor von "Isch geh' Schulhof" in das ganz spezielle Milieu des Bundestags einfindet und nicht davor zurückschreckt, seine Meinung unverblümt vorzubringen. An Debatten und Sitzungen nimmt er wie selbstverständlich teil und stolpert ein ums andere Mal über politische Programme und erkennt, so einfach ist das Politikerdasein dann doch nicht. Mit Neugier und Langmut verfolgt er Debatten über Bundeshaushalt, Glyphosat oder Kernenergie und lässt sich kurzzeitig von Greta Thunbergs Klimahysterie anstecken. Allerdings gelangt er zur Einsicht, dass nicht alles so schlecht ist, wie es die Fridays-for-Future-Bewegung oder die Grünen uns suggerieren. 

Neben viel Politik spielen auch Möllers private Sorgen eine Rollen. So findet er wegen der hohen Mietpreise in Berlin über 3 Jahre keine neue Wohnung und bedauert, dass seine Tochter genau jene Brennpunktschule besuchen muss, an der er einst unterrichtet hat. 

An Möllers Buch fand ich vor allem die kritischen wie ehrlichen Töne sehr spannend. Er ist in seiner politischen Überzeugung nicht festgefahren. Das zeigt sich auch daran, dass er im Anschluss an sein "Weltrettungsprojekt" als überzeugter Grüner eine Stelle beim klimapolitischen Sprecher der FDP annimmt. Die Einblicke in die einzelnen Parteien waren allesamt aufschlussreich, weil Abläufe und Abgeordnete fassbarer wurden. 

FAZIT

Ein wirklich spannendes Buchprojekt, das dem Leser den Mikrokosmos Bundestag näherbringt und zeigt, wie Politik heute geht. Als Erkenntnis bleibt, auch wenn man nicht die gesamte Welt retten kann, man kann sie, jeder für sich, ein kleines bisschen besser machen.

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Cover des Buches Gottlos glücklich (ISBN: 9783596298808)Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Gottlos glücklich" von Philipp Möller

Paukenschlag
Thomas_Lawallvor 3 Jahren

Ein Buch wie ein Paukenschlag. Wer bis heute gedacht hat, dass die Kirche ihre gigantischen Einnahmen größtenteils für einen guten Zweck verwendet und einsetzt, wird nun endgültig eines Besseren belehrt. Dank des vorlaut-bodenständigen Schreibstils des Autors dürfte dieser Skandal nun auch einem Publikum zugänglich sein, welches zur Materie bisher vielleicht nur wenig oder gar keinen Zugang gefunden hat.

Die Zahlen, allein was die Höhe der Kirchensteuer betrifft, sind erst einmal mehr als ernüchternd. Etwa zehn Milliarden Euro kassieren evangelische und katholische Kirche, doch dazu kommt noch einmal fast die doppelte Summe an "direkten und indirekten Subventionen", die fast ausschließlich in kirchlicher Hand bleiben. 

Denn wer glaubte, dass mit diesen Geldern die Kirche beispielsweise ihre Krankenhäuser und Pflegeheime finanziert, wird schlicht einen Irrtum zugeben müssen. Jene werden fast ausschließlich durch öffentliche Gelder finanziert, wobei die Kirche einen Anteil von knapp zwei Prozent spendiert. In etwa die gleichen Zahlen gelten auch für Diakonie und Caritas.

In diesem Zusammenhang deckt Philipp Möller auch den damit verbundenen Widerspruch auf, dass die öffentliche Hand zwar finanzieren darf, für die fast 1,5 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jener Betriebe aber die Mitgliedschaft in der jeweiligen Kirche "zwingende Voraussetzung ist". Dementsprechend sitzen ungetaufte Kinder in entsprechenden Kindergärten auf der Warteliste ganz unten.

Auf diese Ungereimtheiten macht der Autor unzweideutig aufmerksam. Man ist schon erstaunt, was sich in der "Kirchenrepublik Deutschland" abspielt und welche Verflechtungen hier existieren. Natürlich provoziert Philipp Möller hier und da kräftig, egal ob er nun die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit mit dem vergleicht, was die Werbepsychologie unter "früher Markenbindung" versteht, oder vom "selbsternannten Bodenpersonal eines angeblich allmächtigen Schöpfergottes" schreibt.

Herrlich schräg wird es, wenn der Autor das Ritual der Taufe einen "kleinen Exorzismus" nennt, über eine "katholische Weltuntergangssekte" berichtet, oder uns "eine Art deutsche Katholiban" vorstellt.

Nur im weitesten Sinne zum Thema passen private Erinnerungen an Schule und Studium oder die Spendenaktion im Rahmen der Vorbereitungen für seine "gottlose" Busaktion sowie die (zweifellos lustige) "Übungssituation" als Vorbereitung für eine Talkshow. Doch dies ist im unterhaltsamen Sachbuchbereich durchaus üblich. Das Buch muss ja gefüllt werden. Die Hauptthematik wäre in zu wenigen Seiten abgehandelt.

Dass Gott eine "Erfindung des Menschen" ist, spricht sich jedenfalls immer mehr herum, doch die "Verwirrungstaktik" jener, die uns seit Jahrhunderten ihre "Wahrheit" von Kindesbeinen an eingetrichtert haben, wird in ihrer Nachhaltigkeit wohl noch etwas Bestand haben. Ob Bücher wie "Gottlos glücklich" diesen Prozess etwas abkürzen können und ob die "Jesus-Konzerne" Alarmstufe Rot ausrufen werden, bleibt abzuwarten. 

Der Weg des Atheisten wird auf absehbare Zeit also weiterhin der schwierigere sein. Als "Lohn des gottlosen Glücks" bleibt diesem aber eine "plausible Weltanschauung". Na immerhin!

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