Philipp Möller

 3.8 Sterne bei 336 Bewertungen
Autor von Isch geh Schulhof, Bin isch Freak, oda was?! und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Philipp Möller

Philipp Möller, geboren 1980 in Berlin, ist Diplom-Pädagoge und lebt als freier Autor weiterhin in seiner Heimatstadt. Nach dem Studium der Erwachsenenbildung gelang ihm der Quereinstieg als Grundschullehrer und er unterrichtete zwei Jahre. Als Pressereferent der Giordano Bruno Stiftung engagiert er sich für Humanismus und Aufklärung. Seit einigen Jahren stellt er seine pädagogischen Fähigkeiten auch als Vater unter Beweis.

Alle Bücher von Philipp Möller

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Isch geh Schulhof

Isch geh Schulhof

 (244)
Erschienen am 21.09.2012
Bin isch Freak, oda was?!

Bin isch Freak, oda was?!

 (36)
Erschienen am 17.01.2014
Isch hab Geisterblitz

Isch hab Geisterblitz

 (30)
Erschienen am 12.03.2015
Gottlos glücklich

Gottlos glücklich

 (9)
Erschienen am 21.09.2017
Isch geh Bundestag

Isch geh Bundestag

 (0)
Erscheint am 25.09.2019
Isch geh Schulhof, Audio-CD

Isch geh Schulhof, Audio-CD

 (9)
Erschienen am 14.12.2012
Bin isch Freak, oda was?!

Bin isch Freak, oda was?!

 (7)
Erschienen am 17.01.2014

Neue Rezensionen zu Philipp Möller

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Rezension zu "Gottlos glücklich" von Philipp Möller

Paukenschlag
Thomas_Lawallvor 5 Monaten

Ein Buch wie ein Paukenschlag. Wer bis heute gedacht hat, dass die Kirche ihre gigantischen Einnahmen größtenteils für einen guten Zweck verwendet und einsetzt, wird nun endgültig eines Besseren belehrt. Dank des vorlaut-bodenständigen Schreibstils des Autors dürfte dieser Skandal nun auch einem Publikum zugänglich sein, welches zur Materie bisher vielleicht nur wenig oder gar keinen Zugang gefunden hat.

Die Zahlen, allein was die Höhe der Kirchensteuer betrifft, sind erst einmal mehr als ernüchternd. Etwa zehn Milliarden Euro kassieren evangelische und katholische Kirche, doch dazu kommt noch einmal fast die doppelte Summe an "direkten und indirekten Subventionen", die fast ausschließlich in kirchlicher Hand bleiben. 

Denn wer glaubte, dass mit diesen Geldern die Kirche beispielsweise ihre Krankenhäuser und Pflegeheime finanziert, wird schlicht einen Irrtum zugeben müssen. Jene werden fast ausschließlich durch öffentliche Gelder finanziert, wobei die Kirche einen Anteil von knapp zwei Prozent spendiert. In etwa die gleichen Zahlen gelten auch für Diakonie und Caritas.

In diesem Zusammenhang deckt Philipp Möller auch den damit verbundenen Widerspruch auf, dass die öffentliche Hand zwar finanzieren darf, für die fast 1,5 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jener Betriebe aber die Mitgliedschaft in der jeweiligen Kirche "zwingende Voraussetzung ist". Dementsprechend sitzen ungetaufte Kinder in entsprechenden Kindergärten auf der Warteliste ganz unten.

Auf diese Ungereimtheiten macht der Autor unzweideutig aufmerksam. Man ist schon erstaunt, was sich in der "Kirchenrepublik Deutschland" abspielt und welche Verflechtungen hier existieren. Natürlich provoziert Philipp Möller hier und da kräftig, egal ob er nun die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit mit dem vergleicht, was die Werbepsychologie unter "früher Markenbindung" versteht, oder vom "selbsternannten Bodenpersonal eines angeblich allmächtigen Schöpfergottes" schreibt.

Herrlich schräg wird es, wenn der Autor das Ritual der Taufe einen "kleinen Exorzismus" nennt, über eine "katholische Weltuntergangssekte" berichtet, oder uns "eine Art deutsche Katholiban" vorstellt.

Nur im weitesten Sinne zum Thema passen private Erinnerungen an Schule und Studium oder die Spendenaktion im Rahmen der Vorbereitungen für seine "gottlose" Busaktion sowie die (zweifellos lustige) "Übungssituation" als Vorbereitung für eine Talkshow. Doch dies ist im unterhaltsamen Sachbuchbereich durchaus üblich. Das Buch muss ja gefüllt werden. Die Hauptthematik wäre in zu wenigen Seiten abgehandelt.

Dass Gott eine "Erfindung des Menschen" ist, spricht sich jedenfalls immer mehr herum, doch die "Verwirrungstaktik" jener, die uns seit Jahrhunderten ihre "Wahrheit" von Kindesbeinen an eingetrichtert haben, wird in ihrer Nachhaltigkeit wohl noch etwas Bestand haben. Ob Bücher wie "Gottlos glücklich" diesen Prozess etwas abkürzen können und ob die "Jesus-Konzerne" Alarmstufe Rot ausrufen werden, bleibt abzuwarten. 

Der Weg des Atheisten wird auf absehbare Zeit also weiterhin der schwierigere sein. Als "Lohn des gottlosen Glücks" bleibt diesem aber eine "plausible Weltanschauung". Na immerhin!

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Rezension zu "Isch geh Schulhof" von Philipp Möller

berührend
melli.die.zahnfeevor 7 Monaten

Heute ist Klassenausflug. Bowlen - damit die Kinder sich endlich mal so richtig austoben können. Als ich den Klassenraum betrete, stürmen die ersten schon auf mich zu.
"Herr Mülla, iebergeil!", ruft Ümit. "Isch mache Strike, ja? Schwöre, schmache eine Strike!" Mit wilden Bowling-Trockenübungen steht er vor mir. Wenn er nachher tatsächlich so bowlt, nehme ich mir besser einen Helm mit.

Aushilfslehrer? Ein lockerer Job, denkt Philipp Möller - bis zur ersten Stunde in seiner neuen Klasse: Musikstunden erinnern an DSDS, hyperaktive Kids flippen ohne ihre Tabletten aus und zum Frühstück gibt es Fastfood vom Vortag. Möllers Geschichten aus dem deutschen Bildungschaos sind brisant und berührend, und dabei immer wieder urkomisch.

Dieses Buch sollte gerne Pflichtlektüre werden, es ist sehr berührend weil es einen Zustand dieses Landes wiederspiegelt, den wir alle mehr oder weniger kennen die Politik sich aber niemals dazu äußern würde.
Ich finde den Schreibstil unheimlich faszinierend, da Herr Möller durchaus kritische Töne anschlägt, diese aber duch den locker, flockigen Tonfall niemanden beleidigen können.
In dem ostfriesischen Dorf in dem ich lebe gibt es diese Problematik nicht, allerdings weiß ich von Bekannten , die in großen Städten leben, dass sich in diesem Buch durchaus eine gefährliche Realität wiederspiegelt.

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P

Rezension zu "Isch hab Geisterblitz" von Philipp Möller

Interessanter Werdegang
Peanutcookiedoughvor 9 Monaten

Ich habe das Buch gebraucht aus einem Bücherschrank genommen. Irgendwie brauchte ich was zum lesen. Das es so gut wird, habe ich nicht gedacht! Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, wollte wissen, wie es mit Khalim weitergeht. Der Schreibstil ist sehr modern und einfach, was das lesen sehr angenehm macht. Die Geschichte ist aus meiner Sicht total spannend und da sie auf wahrer Begebenheit beruht umso interessanter!

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