Philipp Multhaupt Herrn Murmelsams Fieberträume

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Inhaltsangabe zu „Herrn Murmelsams Fieberträume“ von Philipp Multhaupt

Einmal war Herr Murmelsam sehr krank. Im Fieberwahn ersann er die Kunst des knisternden Flüsterns, schwelgte in der Heimlichkeit der ersten Liebe und in der eisernen Schönheit der Einsamkeit. Er schenkte den Menschen die Knautschvögel und eines Nachts erfand er sogar den Mond. §Philipp Multhaupt erzählt Geschichten für Erwachsene, die im Herzen Kinder geblieben sind und sich heute noch trauen, an die Macht der Fantasie zu glauben. §Seine Helden sind vergessene Träumer in einer kalten, erstarrten Gesellschaft. Zwischen Luftschlössern und Irrlichtern suchen sie die Liebe, das Glück und ihren Weg. Sie entdecken das Besondere im Verborgenen. Und manchmal finden sie dabei auch sich selbst.

Wow, eine beeindruckende Kurzgeschichtensammlung, die zum Schmunzeln, Weinen & Nachdenken anregt. Märchenhaft & traurig & wunderschön. <3

— Tini_S
Tini_S

Sehr schöne, vielschichte Kurzgeschichtensammlung!

— SilentChris
SilentChris

Ein wunderbar phantasievolles Buch, mit dem man zwischendurch mal abschalten kann. Farbenfrohe Sprache und liebevoll gezeichnete Charaktere.

— PiaJ
PiaJ

Eine wundervolle Geschichtensammlung, die zum Traümen verführt.

— Alexfischer
Alexfischer

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  • Eine Reise über den Horizont der Starrsinnigkeit

    Herrn Murmelsams Fieberträume
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

     Vorab sei gesagt, dass Periplaneta ein Verlag ist, bei dem ein zweiter und auch ein dritter Blick lohnt. Durch einen glücklichen Zufall (oder war es Schicksal?) sind wir vor einiger Zeit über ihn gestolpert und ich bin einfach mal im Buchsortiment liegen geblieben. Wer Bücher sucht, die man nicht in der breiten Masse findet und die alles andere als Mainstream sind, ist hier genau richtig! Jetzt aber zum Buch. :-D „Der Nachteil dabei, ein Genie zu sein, ist leider, dass man sich nicht aussuchen kann, um wie viel Uhr man eins ist.“ (© Philipp Multhaupt, Periplaneta)   „Herrn Murmelsams Fieberträume“ - ich gebe zu, ich hatte keine Ahnung was da auf mich zukommt. Keinerlei Erwartungen, keine Idee, keine noch so kleine Vorstellung, was mit dem Titel gemeint sein könnte. Dass ich dann auf Geschichten treffe, die so lieblich, wohlklingend, träumerisch mit einem Mondscheinlächeln daher kommen, während man über eine gepflanzte Stadt von der Arbeit nach Hause fliegt und der an den Himmel gemalte Mond alles bescheint -  DAMIT hätte ich nicht gerechnet! „Und eine Vergangenheit, an die man sich nicht erinnert, die ist tot. Das Schönste an meiner waren die Träume und nichts ist schlimmer, als sich an Träume zu erinnern, die man längst weggeworfen hat.“ (© Philipp Multhaupt, Periplaneta) Die Geschichten sind allesamt anders, und ich werde diesmal nicht auf jede einzelne eingehen. Selbst wenn ich es wollte, es ginge gar nicht. Wie beschreibt man Geschichten, die so fantastisch zart sind, wie Eisblumen an einem Fenster? Die mit Mondschein gesponnen wurden, aus Saatkörner wuchsen oder einfach traumhaft poetisch sind? Es geht nicht, ich kann es nicht und ich schäme mich nicht, dass hier zuzugeben! „Zwischen Hören und Zuhören ist ein himmelweiter Unterschied. Das ist wie Schmecken und Genießen. An Musik, der man zugehört hat, erinnert man sich und sie hat in der Erinnerung einen Ort, an den sie sich zurückziehen kann. Wenn aber niemand da ist, der zuhört, kann sie natürlich nirgendwo hin. Tja, und dann bleibt sie in ihrer Hilflosigkeit so lange in der Luft hängen, bis jemand ihr lauscht und ihr damit den Weg in die Erinnerung öffnet.“ (© Philipp Multhaupt, Periplaneta) Es könnte sein, dass beim ersten Blick auf die Geschichte, beim ersten Lesen etwas befremden entsteht, ein leichtes verwirrtes Kopfschütteln. Hat der Autor nach alle Blumenblätter beisammen? Hier sollte nicht vorschnell geurteilt werden, denn die Geschichten offenbaren ihre eigentliche Substanz erst am Ende. Es steckt viel mehr hinter ihnen, als es beim „einfachen“ lesen erscheint. Der Autor wandelt auf einer schmalen Linie des Unbegreiflichen, Unwahrscheinlichen und Unglaublichen. Der Sinn hinter den Worten, hinter der grauen Fabrik, dem Löwenbändiger oder dem Geheimniserzähler ist viel tiefer, viel „normaler“, als die fiebertraumartigen Geschichten erahnen lassen. Es geht im Grunde um ganz normale Menschen wie Du und ich einer sind, nur mit dem Unterschied, dass sie in ihrer eigenen bunten Welt leben. Unterdrückung, Auslachen, Unverständnis werden in klaren, verschlungenen und perfekt gewählten Worten ausgedrückt und übermittelt. Nur eben auf eine andere Art und Weise. „Aber ich bin kein Phantastologe geworden und werde nie ein Wissenschaftler sein, weil jeder Wissenschaftler glauben muss, bevor er wissen kann. Wer sich nicht die Blöße gibt, an etwas zu glauben, wird nie herausfinden, ob er damit richtig oder falsch liegt, und weder, ob sich die Erde um die Sonne dreht, noch, wonach Wolken schmecken, kann er dann jemals wissen.“ (© Philipp Multhaupt, Periplaneta) Philipp Multhaupt erinnert den Leser daran, die Welt mit anderen Augen sehen. Seine Fantasie einfach mal auf eine Reise zu schicken und nicht das Bunt im Grau zu übersehen. Mit dem Mond fliegen, den Löwen lächeln sehen und die Geschichte hinter der Geschichte sehen. Es gibt so viel mehr, dass sich neben uns abspielt, man muss es nur sehen. Fazit Philipp Multhaupt ist ein Autor, denn ich auf jeden Fall im Auge behalten werde! Wer so gekonnt mit Mondscheinstrahlen Geschichten im Webstuhl der Fantasie weben kann, denn darf man nicht aus den Augen lassen! Für alle Junggebliebene, für alle Fantasiereisende, für alle, die des Lesens mächtig sind, für alle, die zuhören können. Für ALLE die die gelben Blumen neben dem grauen Stein sehen und sich fragen, wie wohl eine Kirche aus Kornblumen aussieht! Bewertung Ich muss mich an dieser Stelle beim Autor direkt bedanken. Danke für eine Reise zu mir selbst, für eine Reise über den Horizont der Starrsinnigkeit, zurück in die Welt der Träume, die mit Fantasie gefüttert werden. Volle 5 von 5 Marken von mir, dazu einen unserer Sterne, diesmal mit Mondscheinfarbe gemalt. Tilly

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    • 3
    Floh

    Floh

    24. February 2015 um 07:13
    parden schreibt Wow, was für eine Rezension mal wieder... Das Buch merke ich mir mal - und den Verlag wohl besser auch! :)

    oooooh, ja!

  • Phillip Multhaupt präsentiert eine charmante „Kompanie von Unsinnigkeiten“

    Herrn Murmelsams Fieberträume
    PiaJ

    PiaJ

    11. July 2014 um 12:34

    Herr Jonathan pflanzt sich eine Stadt, Fräulein Ofterdingen wird verhaftet, weil sieverbotenerweise von der Arbeit nachhause fliegt, im Bus trifft man auf den Mann,der eines Nachts den Mond an den Himmel malte... In 29 kurzen Geschichten berichtet Phillip Multhaupt von „Herrn Murmelsams Fieberträumen“. Wer er genauist, dieser Herr Murmelsam, wird nicht erzählt, nur dass er krank im Bett liegt undim Delirium die verrücktesten Dinge erträumt. Die Wahnvorstellungen eines Kranken also? Liest man längere Passagen, kann es tatsächlich vorkommen, dass man den immer neuen Absurditäten, die Herrn Murmelsams fieberndem Hirn entspringen, irgendwann kopfschüttelnd entgegensteht. Doch wird der schmale Grat zwischen unglaublich und unglaubwürdig nicht überschritten, denn eigentlich unterscheiden sich die Welten, die der Kranke ersinnt, von unserer eigenen nur inden Details. Tut es am Ende etwas zur Sache, ob in der Fabrik am Ende der Straße Kleiderbügel oder graue Montagsstimmung produziert wird? Ob der Nachbar Büroangestellter oder Löwenbändiger ist? Auch Phillip Multhaupts Helden sind immer ein bisschen anders als alle anderen. Manche von ihnen wirken wie Gefangene –  ihres Alltags, der Gesellschaft oder ihrer selbst – die gerade zum Befreiungsschlag ansetzen. Einige schaffen es, andere scheitern auf tragische bis komische Weise. Es sind Träumer und Pragmaten, Schwärmer und Verklemmte, auf die wir treffen. Die Verbindung zur Poetry-Slammer-Szene ist in Multhaupts Stil klar zu erkennen. In farbenfroher Sprache und nie um eine Wortschöpfung verlegen schafft er auf wenigen Seiten ganze Welten, liebevoll ausgeschmückt mit kleinen Kuriositäten. Wer es wagt, sich mit ins Delirium zu stürzen, dem bietet „Herr Murmelsams Fieberträume“ eine phantasievolle Alltagsflucht für zwischendurch.

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  • „Eine Handvoll kleiner Gedankenknospen“

    Herrn Murmelsams Fieberträume
    Alexfischer

    Alexfischer

    07. May 2014 um 16:48

    „Träumen“, darum geht es in der Kurzgeschichtensammlung von Philipp Multhaupt. Sanft ziehen die Geschichten des Herrn Murmelsams den Leser in Form von Fieberträumen in eine fantastische Welt, in der geliebt, geschwärmt und gehofft wird und lassen ihn so schnell nicht mehr los. Die Protagonisten dieser Träume scheinen verloren in einer Welt der Wirklichkeit, auf der Suche nach dem Glück und nehmen den Leser mit auf ihre Reise auf den geheimen Wegen der Fantasie. Die 30 Kurzgeschichten berichten von Flüsterkünstlern, Geheimniskrämern und der Kunst des Geheimniserzählens, von einem pflichtbewussten Nachtwächter, der das Unperfekte schätzen lernt, einem Helden, der aus Einsamkeit heraus eine Stadt anpflanzt, Meister die vom Himmel fallen und vielleicht doch nicht so meisterhaft sind, einem Heilmittel gegen die Liebe, welches noch blinder macht als es die Liebe je tun könnte, vom Handel mit selbst gebastelten Wörtern, die die Fähigkeit der Imagination ankurbeln, von einem Opernsänger, der das Zuhören verlernt oder Menschen die sich selbst und ihre Namen verlieren. Doch wer glaubt, das sei ihm doch alles ein wenig zu realitätsfern, der wird erkennen wie viel Wahrhaftigkeit jede einzelne Traumgeschichte besitzt. Nicht nur, dass der Mond vor 59 Jahren von einem leidenschaftlich Verliebten in den Himmel gemalt wurde, über dem Haus eines traurigen Schreiners ein kleiner, nicht aufgezeichneter Planet schwebt und dass fast alle Geschichten am Meer enden. Jede Geschichte scheint mit ihren charakterstarken Helden, Erlebnisse und Erinnerungen anzusprechen, die uns sehr vertraut vorkommen. Herrn Murmelsams Fieberträume erinnern uns daran, was es bedeutet, sich in seiner Innenwelt zu verlieren und sich der Imagination hinzugeben. „Herrn Murmelsams Fieberträume“ lehren uns das unschuldige Träumen in einer schnelllebigen Wirklichkeit.

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