Die letzte Farbe des Todes

von Philipp Reinartz 
4,2 Sterne bei19 Bewertungen
Die letzte Farbe des Todes
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Positiv (14):
Seehase1977s avatar

Kurze, spannende Kapitel, toller Schreibstil mit viel Wortwitz und eine Mörderjagd quer durch Berlin, toller Auftakt einer neuen Krimireihe!

Kritisch (2):
Leseratz_8s avatar

Stil teilweise grenzwertig, zur Verschleierung des Täters braucht es Taschenspielertricks - hat mich nicht überzeugt!

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Inhaltsangabe zu "Die letzte Farbe des Todes"

Aus dem Berliner Westhafen wird die Leiche eines Hotelchefs geborgen. Der Tote ist merkwürdig kostümiert, sein Nacken wurde mit einem lilafarbenen Punkt markiert. Ein Fall für die neu gegründete Neunte Berliner Mordkommission, eine Sondereinheit für außergewöhnliche Fälle. Ihr Leiter: Jerusalem „Jay“ Schmitt, Polizei-Elite, international ausgebildet. Doch bald wird die nächste Leiche gefunden, wieder mit einem farbigen Punkt im Nacken. Und schon lange Vergangenes wird plötzlich aktuell. Jay vermutet einen Masterplan, sucht nach der Gemeinsamkeit hinter den in Szene gesetzten Morden. Langsam kommt er seinem Gegenspieler immer näher. Oder ist es am Ende umgekehrt?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442486274
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:20.03.2017

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor einem Jahr
    Wo war der Lektor?

    Der erste Satz: „Ziemlich alt für einen Matrosen, dachte Jay. Er verstand nicht viel von Seefahrt, aber der vor ihm war sicher über sechzig.“

    In Berlin existiert eine SOKO, für besondere Fälle (Aber die wird doch erst im besonderen Fall gebildet, mit passenden Spezialkräften?) Gut, Berlin hat so eine besondere Mordkommission (auch das noch). Als Leiter wird Jerusalem (genannt Jay) Schmitt eingesetzt, Polizeielite, international ausgebildet (so der Klappentext).

    Ein Toter wird gefunden, das Mordopfer trägt einen Matrosenanzug, hat einen Farbfleck im Nacken. Im Verlauf kommen weitere Mordopfer hinzu, inszenierte Darstellung der Toten, bunter Punkt im Nacken. Das Team ermittelt, findet aber keinen Zusammenhang zwischen den Personen. Welche Verbindung gibt es zwischen den Toten? Der Mörder geht gezielt vor, doch was treibt ihn an? Jay steht unter Erfolgsdruck, Presse und Ministerium erwarten Ergebnisse.

    Der Autor hat mir auf der Messe sein Buch als hochspannenden Thriller beschrieben, mich gebeten, es zu lesen und dann ziehe ich es auch durch bis zur letzten Seite. Ohne dieses Versprechen, ich gebe es zu, wäre nach der ersten Seite Schluss gewesen. Der Verlag schreibt als Untertitel: „Jerusalem Schmitt ermittelt“, was auf einen Krimi schließen lässt. Es ist ein ganz typischer Krimi. Auf die Spannung habe ich bis zur letzten Seite gewartet, leider. Der Plot zieht sich zäh dahin, ermüdet beim Lesen. Das liegt mit Sicherheit an der Schreibweise. Es wird viel im Partizip geschrieben, „war“, „hatte“, und achtzig Prozent der wörtlichen Rede ist im Konjunktiv formuliert. Dialoge sollten Dynamik besitzen. Aber Philipp Reinartz schafft das leider nicht. Die Zusammenfassung eines Verhörs, „er sei“, „er hätte“, macht jede sprachliche Finesse platt.

    „Geht das hier mit der Lautstärke?“

    Allgemein ist die Ausdrucksweise recht einfach gestaltet. Dreimal lesen, Lautstärke mit Beinen? Ah, ist es hier zu laut?, war gemeint.
    Die Metaphern klingen gewollt, herausgequetscht, geben oft keinen Sinn. Der Leser liest fünf Mal, versteht irgendwann, hier gibt es nichts zu verstehen.

    „Überall schwirrten Flugzeuge durch die Luft, preschten Schnellzüge durch das Land, und wenn man seine Liebe dann von sich warf, konnte sie wenige Meter neben einem niederfallen, konnte aber ebenso die Maschine nach Peking treffen oder über eine Glasfaserleitung nach Amerika gezogen werden.“

    Bisweilen nimmt es sogar komische Züge an.

    „Sie winselte, sah ihn wieder hineinstürmen, hörte das Fenster. Dann rannten die Beine zurück in den Flur. Schreien wollte sie, sie war zu schwach. … Dann standen die Beine plötzlich sehr nahe neben ihr.“

    Die grammatische Stellung des Verbs besitzt beim Autor einen eigenen Stil, an den ich mich nicht gewöhnen wolle: „Schreien wollte sie …“
    , Gehäufte Füllwörter wie „dann“ und insbesondere „da“ nerven. Beim ständig falschen Gebrauch von „da“, konnte ich fast eine Allergie entwickeln (Drei Sätze hinter-einander mit Füll-da sind keine Seltenheit.).

    „Es war keine wirklich ergiebige Zeit da drinnen gewesen.“

    Neben aufgeblasenen Sätzen durch Füllwörter und den erzählerisch lähmenden Zeit-formen gibt es aber auch Stakkato-Strecken. Minimalisierte Sätze, allerdings ohne Elixier, ohne Feinschliff, Sätze im Aufzählungsmodus, die wie eine Maschinengewehr-salve klingen.

    Die Figuren haben mich nicht packen können. Sie bleiben flach und ohne Inhalt. Jay, der Hauptprotagonist passt in seinen Handlungen nicht zu seiner Figurbeschreibung: Top ausgebildet als internationaler Elitepolizist ist er nicht in der Lage im Team zu arbeiten? Angeblich ist er sehr intelligent, arbeitet logisch und strukturiert, absolut profesionell. Er kann nicht mit anderen im Zimmer arbeiten, zieht gleich aus dem Zweierbüro in einen anderen Raum um, bestellt sich einen Schreibtisch aus Walnussholz, chromumrandet (völlig abstrus). Er hasst die Ermittlungstafel der Kollegen, das Brainstorming, das nichts bringt, die Klebezettel darauf nerven, gemeinsame Besprechungen sind blah.. Sein Stil ist richtig. Er nennt alleine herum, techtemechtelt mit Zeuginnen, verrennt sich. Die Figur klingt konstruiert, aber nicht schlüssig in sich. Jay lässt niemanden nahekommen, schon gar nicht den Leser. Alle anderen Protagonisten sind kleine Lichter, womit auch sie keinen Raum haben, sich zu entwickeln.

    „Normalerweise konnte man schon anhand der Optik einer Frau sehr gut einschätzen, mit welchen Absichten sie einem gegenübersaß. Zumindest wenn es einen nennenswerten Vergleichswert gab. Kannte man – durch vorherige Treffen, Erzählungen oder Fotos – ihr Erscheinungsbild im Alltag, sozusagen ihren Normwert, ließ sich die aktu-elle Abweichung betrachten.“

    Das heißt, wie im weiteren Verlauf beschrieben wird, je aufgebrezelter neben dem Alltagsoutfit, desto williger. Das ist unterste Schublade der Schubladen. Das Frauen-bild des Protagonisten lässt insgesamt zu wünschen übrig. Jay trifft sich völlig unprofessionell privat mit einer Zeugin, die zum Verdächtigenkreis gehört, nicht nur ein-mal, sogar noch, nachdem die Kollegin ihn erwischt und ermahnt. Er ruft sie nachts um halb drei Uhr an, sie geht nicht ans Telefon, ruft morgens zurück. Jay hat gerade keine Lust auf Gespräche, drückt weg. Die Frau, beunruhigt, fährt zum Polizeipräsidium. Als Jay ankommt, ist sie ihm das peinlich, die Kollegen wissen Bescheid. Drum muss erst mal die Zeugin vor der Mannschaft zusammengestampft werden, warum sie komme, bloß weil er angerufen habe. Und hinter der Tür gibt es einen obendrauf, denn sie hatte ihn Jay genannt, nicht Herr Schmitt. Und den Kollegen erklärt er, na klar, wenn ihm nachts Zeugenfragen einfallen, ruft er gleich an. Er ist nämlich fleißig. Was sonst?

    Jeder der Morde ist optisch inszeniert. Wir Leser werden nicht erfahren, warum der Mörder so handelte. Es gibt auch keinen logischen Rückschluss zum Grund seines Tötens auf die Verkleidung der Opfer. Hier hat der Autor etwas plakativ konstruiert, das am Ende vergessen wird aufzulösen. Mir fiele auch nichts Sinnvolles ein.

    Alles in allem konnte der Roman mich nicht überzeugen, weder sprachlich noch von der Ausarbeitung der Geschichte. Eins dieser Bücher, bei dem man sich fragt, ob das Lektorat in Verlagen abgeschafft wurde! Nach der Lektüre des Romans wollte ich wissen, wer ist dieser Autor, wo kommt er her? Und das fand ich bei dem Einunddreißig-jährigen auf der Webpage über sich selbst: „Und in der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Autoren mal im linken Mittelfeld und mal im Sturm. Es ging schon beim Studium los: Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik, Geschichte, Journalismus und Design Thinking.“ Nationalmannschaft, Sturm? Wenn Sie meinen.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor einem Jahr
    Die letzte Farbe des Todes

    Im Berliner Westhafen wird ein Leiche im Matrosenanzug gefunden, die mit einem farbigen Punkt im Nacken markiert ist. Der Mann war Hotelchef. Er hatte einen Spaziergang gemacht - in normaler Kleidung. Ein Fall für die gerade erst gegründete 9. Berliner Mordkommission, die für außergewöhnliche Fälle zuständig ist. Ihr Leiter ist Jerusalem „Jay“ Schmitt. Doch es bleibt nicht bei diesem Toten. Weitere Leichen tauchen auf, alle mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet.

    An den Schreibstil habe ich mich die ganze Zeit nicht richtig gewöhnen können. Über Gespräche wurde oft nur berichtet. Mir wäre ein direkter Dialog lieber gewesen. Daher ich mich recht schwer getan mit dem Einstieg ins Buch.

    Jay hat eine internationale Ausbildung hinter sich und da er messerscharf kombiniert, eilt ihm ein besonderer Ruf voraus. Bei seinen Ermittlungen hält er sich nicht unbedingt an Regeln. Aber in diesem Fall hat er zu knacken und die Presse macht zusätzlich Druck. Zudem scheint der Mörder immer einen Schritt voraus zu sein.

    Es dauerte eine Weile bis wirklich Spannung aufkam, aber die zog dann auch bis zum Ende hin an. Die Auflösung war schlüssig und ich hatte sie auch nicht so erwartet. Trotzdem konnte mich dieser Krimi nicht wirklich packen.

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    Leseratz_8s avatar
    Leseratz_8vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Stil teilweise grenzwertig, zur Verschleierung des Täters braucht es Taschenspielertricks - hat mich nicht überzeugt!
    Die letzte Farbe des Todes

    Frisch gegründet- die 9. Berliner Mordkommission, hier soll in "außergewöhnlichen" Fällen ermittelt werden und so beginnt der Krimi denn auch mit einem etwas skurrilen Leichenfund. Ein Hoteldirektor im Matrosenanzug und mit einem farbigen Punkt im Nacken... und wie es sich für einen richtigen Krimi gehört, werden an inszenierten Tatorten weitere markierte Leichen gefunden.

    Die im Klappentext versprochenen "außergewöhnlichen Fälle" haben mich dieses Buch lesen lassen wollen. Leider ist zumindest dieser erste Fall nicht sonderlich außergewöhnlich.

    Der Chef des Ganzen - Jerusalem "Jay" Schmitt - schon im Klappentext als "Polizei-Elite, international ausgebildet" beschrieben, tut Dinge, für die jeder Andere zumindest suspendiert worden wäre.  Außerdem ist seine Ermittlungsarbeit nicht umfassend und deshalb diese Lobeshymne nicht angebracht. Ich ärgere mich, dass ich das hier nicht näher ausführen kann, ohne zu spoilern und die Auflösung zu verraten.

    Leider wird auch die Inszenierung der Tatorte nicht aufgeklärt - warum der Hoteldirektor in den Matrosenanzug musste - keine Ahnung. Aber wenigstens gibt es eine Erklärung zu den farbigen Markierungen.

    Der Stil war gar nicht meins. Gespräche werden oft als Erinnerungen eines Teilnehmers wiedergegeben und besonders schlimm fand ich die Wiedergabe eines einseitigen Telefongesprächs. Hätte ich das Buch nicht für eine Leserunde gelesen, wäre hier Schluss gewesen.

    Fazit: Keine Ahnung, wem ich das Buch empfehlen soll... vielleicht jemandem der außergewöhnliche Stile sucht.

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    Katzenauges avatar
    Katzenaugevor einem Jahr
    Packende Mörderjagd quer durch Berlin

    Mit „Die letzte Farbe des Todes“ ist Philipp Reinartz ein originelles und spannendes Krimidebüt gelungen.

    Der Hauptprotagonist in Form von Ermittler Jerusalem „Jay“ Schmitt stellt einen interessanten Charakter dar, der durch seine menschliche Art -mit Stärken und Schwächen- Sympathie ausstrahlt.

    Die Handlung wechselt im Verlauf des Buches immer zwischen aktuellen Ereignissen in Bezug auf den Ermittlungsfall, und Rückblenden in die Vergangenheit verschiedener Personen, die in den Fall verwickelt sind bzw. waren. Der Leser erhält so nach und nach wichtige Informationen, und fühlt sich als imaginärer Ermittler hautnah in den Fall mit eingebunden. So fügt sich Puzzleteil für Puzzleteil schlussendlich zu einem Gesamtbild.

    Der Autor lässt den Leser durch seinen flüssigen Schreibstil gut in die Buchatmosphäre eintauchen. Philipp Reinartz ist es hervorragend gelungen kurze, prägnante Kapitel zu verfassen, ohne dabei auf eine ansprechende Schreibweise zu verzichten. Er erzeugt gekonnt Spannung und weckt Neugier beim Leser.

    Ein kleines Kapitelverzeichnis findet sich zusätzlich am Ende des Buches, welches dem Leser einen Überblick verschafft, und die Suche nach einzelnen Kapiteln erleichtert.

    Der Schluss bietet in ein nervenkitzelndes und überraschendes Finale, welches den Puls des Lesers noch einmal nach oben treibt.

    Fazit: Ein temporeicher, intelligent inszenierter Krimi, der den Leser mit auf eine packende Mörderjagd quer durch Berlin nimmt. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, mich durch seinen kurzweiligen und originellen Schreibstil zu begeistern. Ich bin gespannt auf den nächsten Fall von Jay Schmitt.

    Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen, dies nimmt keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung.

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    nellsches avatar
    nellschevor einem Jahr
    Die letzte Farbe des Todes

    Die neunte Mordkommission von Berlin bekommt einen neuen Fall: Ein Hotelchef wird tot aufgefunden, in einem Matrosenanzug und mit einem lilafarbenen Punkt im Nacken markiert. Was hat das zu bedeuten? Dann taucht die nächste Leiche auf, die ebenfalls mit einem Farbklecks markiert ist. Der Leiter der Sondereinheit für außergewöhnliche Fälle, Jerusalem "Jay" Schmitt, nimmt die Ermittlungen auf und sucht nach Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden Mordfällen. Welche Bedeutung haben die Farbkleckse und die Inszenierungen​ der Leichen? Doch der Mörder scheint Jay immer einen Schritt voraus zu sein.

    Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn das Cover und die Beschreibung haben mich sofort angesprochen.
    Als sehr positiv möchte ich die vielen kurzen Kapitel erwähnen. Dadurch wurde ich angeregt, immer weiter zu lesen.
    Mit dem Einstieg in die Geschichte hatte ich erhebliche Schwierigkeiten, was sich dann leider durch das gesamte Buch zog. Der Schreibstil war sehr ungewöhnlich, auf keinen Fall durchschnittlich. Damit kam ich allerdings nicht so richtig klar. Es gab z.B. viele Szenen, in denen Gespräche nur erzählt wurden, statt dass ich sie in richtigen Dialogen lesen konnte. Das empfand ich als anstrengend, denn gerade die Dialoge sind es, die ein Buch für mich real, lebendig und fesselnd machen.
    Der Kommissar Jay Schmitt war für mich nicht so richtig greifbar. Er machte auf mich nicht den Eindruck eines erfahrenen Kommissars. Das wurde dadurch verstärkt, dass er sich privat mit einer Angehörigen eines der Mordopfer einließ. Dieses Verhalten empfand ich als unprofessionell von ihm.
    Die Spannung baute sich bei mir erst ab der Mitte des Buches auf und stieg dann zum Ende hin auch nochmals an. Insgesamt war es mir jedoch zu wenig Spannung.
    Der Plot gefiel mir gut, er war gut durchdacht und auch nicht sofort durchschaubar. Die Darstellung der Opfer, insbesondere mit den farbigen Markierungen, fand ich interessant und gelungen und machte mich neugierig.

    Dieses Buch traf leider nicht so ganz meinen Geschmack, so dass ich nur drei Sterne vergebe. Ich möchte jedoch niemanden davon abbringen, dieses Buch zu lesen!

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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurze, spannende Kapitel, toller Schreibstil mit viel Wortwitz und eine Mörderjagd quer durch Berlin, toller Auftakt einer neuen Krimireihe!
    Die letzte Farbe des Todes

    Zum Inhalt:
    Aus dem Berliner Westhafen wird eine als Matrose kostümierte Leiche geborgen, mit einem seltsamen lilafarbenen Punkt im Nacken. Ein Fall für den Leiter der neu gegründeten Sondereinheit der Berliner Mordkommission. Jerusalem „Jay“ Schmitt findet schnell heraus, dass es sich bei dem Toten um den Chef eines renommierten Berliner Hotels handelt. Nachdem in verschiedene Richtungen ermittelt wird, taucht bald eine zweite Leiche auf, ebenfalls mit einem farbigen Punkt im Nacken markiert. Jerusalem Schmitt sucht nach Berührungspunkten, nach den Gemeinsamkeiten, die die Toten miteinander in Verbindung bringen, ihn dadurch schneller zum Täter führen. Bei seinen Ermittlungen wird Vergangenes plötzlich aktuell und Jay kommt dem Mörder näher und näher…

    „Die letzte Farbe des Todes“ ist der erste Kriminalroman von Philipp Reinartz und somit der erste Fall für den Ermittler Jerusalem „Jay“ Schmitt. Der Start einer neuen Krimireihe macht mich immer neugierig, der ansprechende Klappentext ließ mich auf einen spannenden Fall hoffen. Ich würde nicht enttäuscht. In wirklich kurzen und spannenden Kapiteln jagt der Leser zusammen mit dem jungen und unkonventionellen Schmitt einen Mörder, der seine Leichen ungewöhnlich in Szene setzt und sie dabei auch noch mit farbigen Punkten markiert. Die Ermittlungen führen auf der Suche nach dem Täter scheinbar einmal quer durch Berlin und zeigen eine facettenreiche und bunte Hauptstadt. Rasant und mit vielen abwechslungsreichen Handlungssträngen führt der Autor durch seinen Kriminalroman, mehr als einmal setzt er falsche Spuren bis zum schließlich überraschenden Ende. Reinartz hat einen ungewöhnlichen Schreibstil, fast schon poetisch jongliert er mit den Worten, der Sprache und versetzt den einen oder anderen Satz mit seinem ganz besonderen Humor. Mit Jerusalem Schmitt hat der Autor einen sehr individuellen Ermittler erschaffen, sympathisch aber alles andere als langweilig, ein Mann mit Ecken und Kanten und seinen ganz eigenen Vorstellungen. Ich bin sehr gespannt, wie sich dieser Charakter im Laufe der Reihe weiterentwickeln wird.

    „Die letzte Farbe des Todes“ von Philipp Reinartz ist ein wirklich gelungener Auftakt zu einer neuen Kriminalroman-Reihe. Ein interessantes Verwirrspiel und eine Mörderjagd durch Berlin, kurze, knackige Kapitel die den Spannungsbogen halten und ein toller Schreibstil mit viel Wortwitz versprechen Lesevergnügen pur. Voller Vorfreude auf den zweiten Teil der Reihe gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung!

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    Krimines avatar
    Kriminevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Krimi, der genauso eigenwillig ist, wie sein Ermittler und ein Verwirrspiel, das durchgängig spannend unterhält.
    Ein Krimi, der genauso eigenwillig ist, wie sein Ermittler.

    Im Berliner Westhafen wird ein toter Mann in einem Matrosenanzug gefunden, der sich bei näherer Betrachtung als der erfolgreiche Hotelier Hans Pohl entpuppt. Pohl, der gemeinsam mit einer Jugendfreundin eine gut gehende Hotelkette führt, ist weder bekannt dafür, dass er Feinde hat, noch gibt es Hinweise darauf, dass in der Firma etwas nicht läuft. Auch ein seltsamer lilafarbener Punkt in seinem Nacken liefert keinen Anhaltspunkt, warum er ermordet wurde. Erst eine zweite Tote mit einem orangefarbenen Punkt im Nacken bringt Bewegung in die Ermittlungen, allerdings auf eine Art, die sehr merkwürdig ist.

    „Die letzte Farbe des Todes“ ist der erste Einsatz der neunten Berliner Mordkommission. Einer neu gegründeten Polizeieinheit für besondere Fälle, an deren Spitze der international ausgebildete und hochintelligente Jerusalem Schmitt steht. Schmitt, der von Bekannten und Kollegen nur Jay genannt wird, ist in seinen Ermittlungsmethoden eigenwillig und unkonventionell, eckt dadurch aber auch öfter einmal an. Allerdings geben ihm seine Erfolge recht. Etwas, das im privaten Bereich anders aussieht. Hier hat sich seine Freundin von ihm getrennt, um mit einer Frau zusammen zu sein. Ein unerwarteter Einschnitt, der ordentlich am Ego kratzt und den der professionelle Ermittler nur schwer verwinden kann..

    Kurze Kapitel, abwechslungsreiche Handlungsstränge, gut gezeichnete Figuren und ein kniffliger Kriminalfall sorgen dafür, dass der Leser das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Lediglich der nüchterne Schreibstil, der mit einer schnörkellos knappen Sprache und eine Anhäufung von Fakten daherkommt, bedarf anfänglich der Gewöhnung, wird aber nach einigen Kapiteln kaum noch bemerkt. Denn dann schreitet die Handlung stetig voran und der Leser ist genau wie Jay und sein Team damit beschäftigt, den mysteriösen Mordfällen auf den Grund zu kommen und einen lange Zeit im Dunkeln agierenden Täter zu stellen.

    Fazit:
    Ein Krimi, der genauso eigenwillig ist, wie sein Ermittler und ein Verwirrspiel, das durchgängig spannend unterhält. Ein Debüt, bei dem sich das Lesen lohnt.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend und rasant bis zum Schluss. Einfach lesenswert!!
    Spannender und interessanter Krimi

    Zum Inhalt:


    Aus dem Berliner Westhafen wird die Leiche eines Hotelchefs geborgen. Der Tote ist merkwürdig kostümiert, sein Nacken wurde mit einem lilafarbenen Punkt markiert. Ein Fall für die neu gegründete Neunte Berliner Mordkommission, eine Sondereinheit für außergewöhnliche Fälle. Ihr Leiter: Jerusalem „Jay“ Schmitt, Polizei-Elite, international ausgebildet. Der beginnt sofort mit den Ermittlungen. Doch bevor er einen Verdächtigen hat, wird bereits die nächste Leiche gefunden – wieder mit einem farbigen Punkt im Nacken. 

    Jay vermutet einen Masterplan, sucht nach der Gemeinsamkeit hinter den in Szene gesetzten Morden. Und auch sein Liebesleben macht Jay zu schaffen. Denn er fühlt sich zunehmend von der Tochter des ersten Opfers angezogen. Nachdem die Boulevard-Presse die ungewöhnlichen Morde ausschlachtet, gerät Jay langsam unter Druck. Doch endlich entdeckt er eine Verbindung zwischen den Opfern – und kommt seinem Gegenspieler immer näher. Oder ist es am Ende umgekehrt?



    Das Buch hat mich von Anfang an in den Bann gezogen.Die Seiten fliegen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen möchte man gar nicht mehr aufhören.
    Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich.Aber man gewöhnt sich ganz schnell daran und somit später keine Probleme mehr.
    Die Protoganisten werden sehr gut beschrieben und so konnte ich sie mir bildlich gut vorstellen.Jay Schmitt fand ich sympatisch obwohl er seinen eigenen induviduellen Charakter hat..Viele Szenen werden sehr detailliert dargestellt.Einzigartig ist die Erzählweise die so spannend und interessant ,das man förmlich in die Geschichte hinein gezogen wird.Es gibt immer unvorhersehbare Wendungen und man weiß bis zum Schluss nicht,wer denn nun der Täter ist.Auch die kurzen Kaptel tragen dazu bei,das dlese Lektüre bis zum Ende sehr interessant bleibt.So wird es nie langweilig.Der Autor versteht es auch gekonnt uns viele interessante Schauplätze von Berlin nahe zu bringen.Dies hat mir sehr gut gefallen.


    Das Cover finde ich auch sehr gut gewählt und passend zum Buchtitel und der Geschichte.


    Mir hat das Lesen dieses Buches viele spannende Lesemomente beschert.Für Leseliebhaber von Krimis und Thrillern ist diese Lektüre sehr zu empfehlen.

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Farbiges Verwirrspiel par exellence - was für ein Krimidebüt!
    Farbiges Verwirrspiel par exellence - was für ein Krimidebüt!

    Zum Inhalt (übernommen):
    Aus dem Berliner Westhafen wird die Leiche eines Hotelchefs geborgen. Der Tote ist merkwürdig kostümiert, sein Nacken wurde mit einem lilafarbenen Punkt markiert. Ein Fall für die neu gegründete Neunte Berliner Mordkommission, eine Sondereinheit für außergewöhnliche Fälle. Ihr Leiter: Jerusalem „Jay“ Schmitt, Polizei-Elite, international ausgebildet. Doch bald wird die nächste Leiche gefunden, wieder mit einem farbigen Punkt im Nacken. Und schon lange Vergangenes wird plötzlich aktuell. Jay vermutet einen Masterplan, sucht nach der Gemeinsamkeit hinter den in Szene gesetzten Morden. Langsam kommt er seinem Gegenspieler immer näher. Oder ist es am Ende umgekehrt?

    Zum Autor:
    Philipp Reinartz, 1985 in Freiburg geboren, ist ein in Berlin lebender Autor und Kreativer. Er studierte in Köln, Saragossa und Potsdam, und veröffentlichte 2013 seinen Debütroman »Katerstimmung«. Als Mitgründer einer Berliner Ideenschmiede entwickelt er digitale und analoge Spiele. Daneben schreibt er feuilletonistische Texte, u.a. für ZEIT online und das Süddeutsche Magazin. »Die letzte Farbe des Todes« ist der erste Kriminalroman des Autors und der Beginn einer Serie um den Berliner Kommissar Jerusalem »Jay« Schmitt.

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE an Philipp Reinartz bzw. den Goldmann-Verlag für Eure Zusage & schnelle Belieferung im handlichen Taschenbuchformat mit nicht überfrachteten Seiten, sehr kurzknappen Kapiteln & einer angenehmen Schriftgrösse - definitiv, ich freute mich über dieses aussergewöhnliche Krimi-Debüt, denn...was für ein "Wurf"!

    Die 315 Seiten bei 73 Kapiteln wurden in einem flüssigen Schreibstil verfasst & ließen sich wunderbar schnell lesen.

    Welch' witzigpointiertinformativer Schreibstil auf hohem Niveau, der mich durch die Seiten trieb, ich rätselte doch fleissig mit und war mächtig gespannt auf den höchst-spannenden Showdown & wurde keinesfalls enttäuscht.

    Bin wirklich froh, einen neuen Autor für mich kennengelernt zu haben, der es in sich hat & auch versteht, den Leser von Anfang bis Ende in seinen Bann zu ziehen und auf aussergewöhnlichfaszinierende Art & Weise mit einem einmaligherausgearbeiteten jungen Chefermittler im immer wieder schönen Berlin mit all seinen Schauplätzen & Sehenswürdigkeiten zu fesseln, Chapeau.
    So schreibt man Krimi heute...



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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor einem Jahr
    Ein tödliches Spiel


    Eine sehr rätselhafte Mordserie hält die Stadt Berlin in Atem. Personen, welche scheinbar keinen Bezug zueinander haben, werden ermordet aufgefunden. Ihre einzige Verbindung ist ein farblger Punkt im Nacken. Die Morde erscheinen mühevoll inszeniert, helfen dem Ermittlerteam bei den Recherchen aber nicht weiter. Der Täter scheint den Kommissaren immer einen Schritt voraus zu sein. Das neue Team unter der Leitung von Jerusalem (Jay) Schmitt intensiviert die Ermittlungen und finden in der Vergangenheit der Opfer eine erste Spur. Kann Jay die Mordserie rechtzeitig stoppen?


    Philipp Reinartz hat mit "Die letzte Farbe des Todes" ein aus meiner Sicht bemerkenswertes Krimidebut geschrieben. Das Buch unterscheidet sich vor allem in der Schreibweise von vielen anderen dieses Genres. Der Autor schreibt in einer sehr bildhaften und trotz der Kürze der Sätze ausschmückende Schreibweise. Das Lesen erfordert aufgrund der Andersartigkeit mehr Aufmerksamkeit, aber ich hatte mich schnell eingelesen, so dass der Schreibstil für mich bereichernd war. Der Hauptprotagonist Jay Schmitt ist interessant charakterisiert. Es handelt sich um einen Typen, der nicht immer sympathisch erscheint und durchaus Ecken und Kanten hat. Die Spannung wird nach und nach aufgebaut und durch die sehr clever konzipierte Geschichte immer weiter gesteigert, um dann in einem für mich überraschenden und fulminanten Finale zu enden. Der Kriminalroman spielt in der Landeshauptstadt und der Autor erzählt die Geschichte mit viel Lokalkolorit. "Die letzte Farbe des Todes" ist der erste Fall für Jerusalem (Jay) Schmitt, und nach seinem gelungenen Einstand bleibt es zu hoffen, dass noch einige Fälle folgen werden.


    Insgesamt hat mich das Buch gefesselt und einige spannende Stunden beschert, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte.

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    Goldmann_Verlags avatar
    Liebe Lovelybooker_innen,

    ein Mörder, der seine Opfer nach der Tat markiert, ein Verbrechen aus der Vergangenheit, das fast in Vergessenheit geraten wäre und ein junger Ermittler, der in unserer Hauptstadt auf Tätersuche geht…

    Habt ihr Lust auf einen hochspannenden Krimi aus Berlin? Dann macht bei unserer Leserunde zu „Die letzte Farbe des Todes“ mit! Unter allen Bewerbern verlosen wir bis Montag, den 20. März 2017, 20 Exemplare. Um an der Leserunde teilzunehmen, schreibt uns, warum Berlin das ideale Setting für einen Krimi ist und weshalb ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet. Unser Autor Philipp Reinartz freut sich, mit euch über seinen Roman zu plaudern.

    Aus dem Berliner Westhafen wird die Leiche eines Hotelchefs geborgen. Der Tote ist merkwürdig kostümiert, sein Nacken wurde mit einem lilafarbenen Punkt markiert. Ein Fall für die neu gegründete Neunte Berliner Mordkommission, eine Sondereinheit für außergewöhnliche Fälle. Ihr Leiter: Jerusalem „Jay“ Schmitt, Polizei-Elite, international ausgebildet. Der beginnt sofort mit den Ermittlungen. Doch bevor er einen Verdächtigen hat, wird bereits die nächste Leiche gefunden – wieder mit einem farbigen Punkt im Nacken.

    Jay vermutet einen Masterplan, sucht nach der Gemeinsamkeit hinter den in Szene gesetzten Morden. Und auch sein Liebesleben macht Jay zu schaffen. Denn er fühlt sich zunehmend von der Tochter des ersten Opfers angezogen. Nachdem die Boulevard-Presse die ungewöhnlichen Morde ausschlachtet, gerät Jay langsam unter Druck. Doch endlich entdeckt er eine Verbindung zwischen den Opfern – und kommt seinem Gegenspieler immer näher. Oder ist es am Ende umgekehrt?

    Mit seiner Gesellschaftssatire „Katerstimmung“ begeisterte der Berliner Autor Philipp Reinartz bereits 2013 Kritiker und Leser. Nun liefert der 31-Jährige mit „Die letzte Farbe des Todes“ frische Krimikost aus der Hauptstadt – abseits des herkömmlichen Regionalkrimi-Getümmels. Das Buch ist der Beginn einer Serie um den Berliner Kommissar Jerusalem „Jay“ Schmitt.
    buecherwurm1310s avatar
    Letzter Beitrag von  buecherwurm1310vor einem Jahr
    https://www.lovelybooks.de/autor/Philipp-Reinartz/Die-letzte-Farbe-des-Todes-1429719654-w/rezension/1454243637/ Das Buch hat mich nicht gepackt. Trotzdem danke, dass ich es lesen durfte.
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