Philipp Ruch Wenn nicht wir, wer dann? - Ein politisches Manifest

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Inhaltsangabe zu „Wenn nicht wir, wer dann? - Ein politisches Manifest“ von Philipp Ruch

Humanisiert euch!

Flüchtlinge, die an Europas Grenzen sterben; eine Sicherheitspolitik, die auf massenhafter Datenausspähung beruht; deutsche Waffenlieferungen an autoritäre Regime – es gäbe reichlich Anlass, sich zu empören. Doch die Mehrheit unserer Gesellschaft versinkt in Lethargie und Zynismus. Wie lange schauen wir noch zu? Politik muss zurück in die Hände derer, die etwas ändern möchten. Philipp Ruch holt mit seinen öffentlichen Aktionen das politische Bewusstsein zurück ins tägliche Leben – gegen die Gleichgültigkeit, die unsere Gesellschaft um ihre lebenswerten Prinzipien bringt. Er zeigt, wie wir unser Leben wieder auf eine uneingeschränkte Menschlichkeit verpflichten können. Eine Streitschrift für alle, die jenseits von Parteipolitik oder Egozentrismus etwas bewirken wollen. Ein Aufruf zum Handeln!

Jeder kann handeln und jeder kann die Welt verändern. Wir brauchen uns nur dafür zu entscheiden.

— JulesBarrois

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    Wenn nicht wir, wer dann? - Ein politisches Manifest

    JulesBarrois

    27. December 2015 um 09:15

    Wenn nicht wir, wer dann?: Ein politisches Manifest – Philipp Ruch (Autor), 208 Seiten, Ludwig Buchverlag (23. November 2015), 12,99 €, ISBN-13: 978-3453280717 Politische Schönheit? Ein unmöglicher Zusammenhang? Philipp Ruch ist Regisseur und künstlerischer Leiter des Zentrums für Politische Schönheit. „Ruch schreckt mit hyperrealistischen Aktionen die Politik auf. [Es sind die Mittel des Theaters], mit denen Ruch das politische Berlin erst vorführt und dann zum Handeln zwingt. Für seine ,Handreichung‘ reicht ihm ein Theatersaal nicht aus: Ruchs Bühne ist ganz Berlin, und die Politik inszeniert er gleich dazu. Der gesellschaftliche Konflikt soll nicht nur detonieren, Ruch experimentiert auch mit dessen Lösung.“ (DIE WELT) Philipp Ruchs Haupttheorie ist, dass eine Gesellschaft die individuell denkt, nicht sozial handeln kann. Konzentration in Medien auf negative Ereignisse und auf schlechte Eigenschaften, lassen ein Menschenbild entstehen, das vom Verlust der Empathie geprägt ist. So entsteht eine Gesellschaft, in der nur das Individuum existiert, keine Gemeinschaft mehr vorhanden ist. Blinde Wissenschaftsgläubigkeit kritisiert er ebenso wie er auch manche angeblich objektiven Ansprüche als von Ideologien gesteuert entlarvt. Und er fragt, ob und warum Psychoanalyse als Nabelschau stehen bleibt, statt in Handeln zu münden. Sein Hauptanliegen dieses Buches ist es, eine grundlegende 'Schönheit' in der Gesellschaft zu verankern. Das heißt für Philipp Ruch unser Denken und Handeln auf positive Aspekte zu richten. Klingt ein bisschen nach einem esoterischen Konzept. Aber brauchen wir das nicht in unserer sogenannten modernen Welt, in der uns „längst nicht mehr nur Gleichgültigkeit und Vergesslichkeit […] umtreibt, sondern attestierbare, tatsächlich vorhandene Sinnlosigkeit. […] in der wir „ uns als wertlos empfinden, nicht weil wir wertlos sind, sondern weil unser Tun als Bewohner einer der mächtigsten Länder der Welt keinen Sinn ergibt. Es könnte anders sein.“ (Seite 112) Ich sehe hinter seinem Konzept einen radikalen Humanismus, bei dem es nicht um Optimierung geht. Humanismus ist kein fades Überbleibsel aus der Vergangenheit, sondern die Überlegung, dass die kühle Analyse des Modernismus eine Welt bar jeden Zaubers schafft. Er stellt so das kühle Ich, das gesellschaftlich akzeptiert werden will dem warmen Ich gegenüber, das auch mal wieder in den Arm genommen werden möchte. Eine kompromisslose Weltansicht? Mag sein. Aber lohnt es sich nicht, den erniedrigten Menschen endlich wieder in das Zentrum der Welt zurückzubringen? Kompromisslos ist das Buch auch, weil in sein Menschenbild auch und vor allem Selbstverantwortung mit beinhaltet. Und weil er sich gegen die Zweiteilung der Menschen in Macher und Opfer richtet. Das Buch liefert keine alltagstauglichen Rezepte zum Widerstand und auch keine aktuelle Analyse deutscher Politik. Es ist eher ein Essay, als ein politisches Manifest. Trotzdem ist es lesenswert, weil es uns klar macht, dass jeder selbst entscheidet, welches Menschen- und Weltbild und damit auch welches Selbstbild er haben will. "Wir müssen uns entscheiden. Jeder Einzelne muss sich bekennen." (Seite 197) Mich hat überzeugt, dass sich jeder der eigenen Rolle in unserer Gesellschaft bewusst werden muss. Menschen wie Sophie Scholl, Oskar Schindler oder Willi Brandt bei seinem Kniefall haben getan, was sie getan haben, weil sie wussten, dass es auf sie selbst ankommt. Wenn Sie daran zweifeln, dass es auf sie persönlich ankomme, dann lesen Sie dieses Buch. Jeder kann handeln und jeder kann die Welt verändern. Wir brauchen uns nur dafür zu entscheiden. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Ludwig Verlages http://www.randomhouse.de/Paperback/Wenn-nicht-wir,-wer-dann/Philipp-Ruch/Ludwig/e481916.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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