Philipp Tingler

 2.9 Sterne bei 70 Bewertungen
Autor von Schöne Seelen, Fischtal und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Philipp Tingler

Philipp Tingler wurde 1970 in West-Berlin geboren und ist ein bekannter deutsch-schweizerischer Autor, Philosoph, Wirtschaftswissenschaftler und Essayist. In St. Gallen, London und Zürich hat er Ökonomie und Philosophie studiert und letztlich über das literarische Werk Thomas Manns promoviert. Im Jahr 2000 publizierte er mit "Hübsche Versuche" seinen ersten Roman und las ein Jahr später um den Ingeborg-Bachmann Preis. Im selben Jahr erhielt er die Ehrengabe des Kanton Zürich für Literatur. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller ist er als Journalist und Kolumnist verschiedener Zeitschriften tätig, arbeitet als Literaturkritiker für den schweizer "Literaturclub" und verfasst Beiträge für Hörfunk und Fernsehen. Mit seinem Partner lebt Tingler derzeit in Zürich.

Neue Bücher

Rate, wer zum Essen bleibt

 (3)
Neu erschienen am 08.10.2019 als Hardcover bei Kein & Aber.

Alle Bücher von Philipp Tingler

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Cover des Buches Schöne Seelen (ISBN:9783036959597)

Schöne Seelen

 (54)
Erschienen am 26.04.2017
Cover des Buches Fischtal (ISBN:9783036959054)

Fischtal

 (4)
Erschienen am 26.06.2013
Cover des Buches Rate, wer zum Essen bleibt (ISBN:9783036958149)

Rate, wer zum Essen bleibt

 (3)
Erschienen am 08.10.2019
Cover des Buches Stil zeigen! (ISBN:9783036991634)

Stil zeigen!

 (3)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Doktor Phil (ISBN:9783036991078)

Doktor Phil

 (2)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Leichter Reisen (ISBN:9783036955926)

Leichter Reisen

 (2)
Erschienen am 30.03.2011
Cover des Buches Hübsche Versuche (ISBN:9783905509267)

Hübsche Versuche

 (1)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Leute von Welt (ISBN:9783036991627)

Leute von Welt

 (0)
Erschienen am 01.01.2012

Neue Rezensionen zu Philipp Tingler

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Rezension zu "Rate, wer zum Essen bleibt" von Philipp Tingler

Rate, wer zum Essen bleibt
BirPetvor 3 Tagen

Felix und Franziska leben ein angenehmes, strukturiertes und geordnetes Leben.
Er ist Autor und Literaturkritiker mit eigener Büchersendung und sie ist Soziologin und für ihre Begriffe schon viel zu lange nur Assistenzprofessorin, weswegen sie den Dekan samt Gattin zum Abendessen eingeladen hat um ihrer Karriere etwas auf die Sprünge zu helfen. Der Plan steht und der Abend ist perfekt geplant, durchstrukturiert und wichtige Fragen, ob Amarena-Kirschen oder Maraschino-Kirschen das Dessert und den Abend somit vollkommen machen, sind geklärt.
Wie so oft im Leben kommt es oft anders, als man denkt und so auch hier, in der perfekten Welt von Felix und Franzika.


Als es klingelt und beide natürlich mit Dekan Kühn samt Gattin rechnen, steht eine ganz andere Dame vor der Türe und zwar Cornelia Gold, eine ehemalige Studienfreundin von Felix. Conni ist gerade auf der Durchreise und hat sich gedacht, dass ein spontaner, überfallartiger Besuch nach ca 20 Jahren des Nichtsehens bestimmt von großer Freude ist, im Gepäck hat sie massig Zündstoff für gewaltige Detonationen.
Conni steht nicht nur einfach vor der Türe, sondern sitzt kurz darauf auch mit den eigentlichen Gästen am Tisch und Drama, Chaos und Verwüstung nehmen ihren Lauf.
Conni ist alles, aber nicht gerade das, was man sich an solch einem Abend oder an jedem anderen Abend am eigenen Tisch wünscht, ich vermute manch einer würde lieber Feldfieber erleiden und dessen Symptome ertragen, als auch nur eine Stunde mit Conni im gleichen Raum verbringen müssen.
Conni ist schonungslos, gnadenlos, taktlos, bissig, süffisant, nazistisch, haut ungefiltert ihre Gedanken und Meinungen zu allem raus und redet ausnahmslos jeden gegen die Wand oder fährt einem einfach über den Mund. Was sie da von sich gibt ist jedoch nicht dumm und den Nagel trifft sie das ein oder andere Mal auch millimetergenau auf den Kopf und hält manchen Spiegel vor die Gesichter. Fremd- und Selbstbild laufen manchmal halt nur kurz winkend aneinander vorbei.
Aus diesem Abend werden aus diversen Gründen 5 Tage mit Conni und was Conni in der Zeit schafft, vielmehr anrichtet, gleicht einer Naturkatastrophe.


Ich habe Tränen gelacht, ich hatte Bauchschmerzen vor Lachen, ich habe mich königlich amüsiert und sah alles vor Augen, so bildhaft ist dieser Roman.
Rasant fliegt es sich durch die Seiten und vieles ist danach nicht mehr wie es vorher war, nicht nur für die Protagonisten des Romans, sondern sicher auch für den ein oder anderen Leser.


Grandios fantastische Unterhaltung, wie ich sie in diesem Jahr noch nicht hatte und das auf hohem Niveau.

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Rezension zu "Schöne Seelen" von Philipp Tingler

Für Freunde des schönen Scheins
Hennievor 8 Monaten

Dieses Buch gewann ich vor längerer Zeit bei Vorablesen für das Buchzitat der Woche. Da ich mir stets Notizen beim Lesen mache, fielen mir diese beim Aufräumen erst jetzt in die Hände.

Die Geschichte beginnt mit Millvina van Runkle, die nach unzähligen Schönheitsoperationen im Sterben liegt. Das letzte Facelift war ein Eingriff zuviel. Ihre „Abdankungsfeier“ plante sie selbst bis ins Kleinste, programmiert von einem in der „Saison“ angesagten Designer. Sie will sich ja nicht auch noch im Tode schämen! Eine ihrer bezeichnenden Aussagen zum bevorstehenden Ende: „Wenigstens sterbe ich reich!“ Der Tod wird als gesellschaftliche Veranstaltung zelebriert werden. Wie es sich in diesen Kreisen gehört!

Viktor hat Eheprobleme mit seiner Frau Mildred (Tochter von Millvina), die ihm vorschlägt eine Therapie zu machen. Dafür hat er überhaupt keine Zeit und er bittet seinen Freund Oskar diese statt seiner zu machen. „Du gehst für mich in die Therapie!" So meint Viktor. Das hätte „komparative Vorteile“ und wäre so was wie eine Inspiration für Oskar. Nach kurzem Hin und Her beginnt der Freund schließlich die Therapie. Der weitere Verlauf der Story war für mich einfach nur abstrus. Die Situationen, die geschildert werden, waren meilenweit von der Realität, vom wirklichen Leben entfernt und das sicher nicht nur von meinem Leben. Immerhin muss ich es bis zur Seite 210 von 352 Seiten (Taschenbuch) geschafft haben. Das war mein letzter Eintrag zum Buch. Ich legte es weg und vergaß es.

Auszüge aus meinen Notizen:
Oberflächlichkeit der Beziehungen untereinander, wohin man schaut, auf Äußerlichkeiten begrenzt, Luftküsse, Gemeinplätze, Geringschätzung, tiefe Indifferenz...

„Gesichter voller Eitelkeit, mit Hyaluronsäure gefüllt“

„...Schein und Einbildung waren überaus real in dieser Gesellschaft;...“

„Der Schein war der Sinn jener Menschen, der Sinn ohne den die Wirklichkeit, ihre Wirklichkeit, ins Nichts der Wesenlosigkeit zerfallen würde.“

„Schöne Seelen“ ist eine sehr sarkastische Draufsicht auf das hohle, inhaltsleere Leben einiger Reichen und Schönen. Ich empfand es für mich nicht lesenswert. Deshalb brachte ich das Buch nicht zu Ende. Es ist mir so lebensfremd wie irgendwas und es langweilte mich. Ich möchte deshalb extra hier betonen, dass „Schöne Seelen“ für andere vielleicht die richtige Lektüre ist!
Die Wortwahl des Autoren Philipp Tingler ist außergewöhnlich, bildhaft, exzentrisch wie seine Charaktere. Er verwendet sehr viele Fremdworte in ungewöhnlichem Zusammenhang. Er geht mit der Sprache meisterlich um. Er bildet Wörter und Wortgruppen, die selten oder nicht alltäglich sind. Es kann sogar sein, dass er einige für die Darstellung der abgehobenen Gesellschaft erfand!? Tingler besitzt eine scharfe Beobachtungsgabe und verfügt über einen spitzzüngigen, sezierenden Schreibstil.

Dieses Buch ist nichts für Leser, die eine landläufig schöne Geschichte erwarten!

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Rezension zu "Schöne Seelen" von Philipp Tingler

Die Welt der Reichen und Schönen
Equidavor 3 Jahren

          Inhalt:
Der Schriftsteller Oscar Canow wird zum Sterbebett der schwerreichen Millvina van Runckle zitiert.
Besagte Millvina stirbt nicht Aufgrund ihres hochbetagten Alters.Weit gefehlt.Nach der Letzten von unzähligen Schönheitsoperationen,es sollte nun auch ihre allerletzte werden,erleidet sie eine Thrombose. Jedoch nicht etwa durch eine Komplikation während der OP. Nein ,eine Dame der High Society muß selbst post operativ top gestylt sein,weshalb das Tragen von Anti-Thrombosestrümpfen natürlich ein absolutes No Go darstellt.Was soll man dazu sagen. Nur sterben ist schöner.
Bevor sie endgültig die Erdenbühne mit der tröstenden Gewissheit sehr reich zu sterben verlässt vertraut Millvina Oscar ihr dunkelstes Geheimnis an.
Ihre Tochter Mildred,die mit Oscars engstem Freund Viktor verheiratet ist,ist nicht ihre leibliche Tochter,sondern die Tochter einer Domestikin,denn eine Schwangerschaft kam für Millvina wegen eventueller Striäe natürlich nicht in Frage.Schönheit und körperliche Makellosigkeit gehen natürlich vor Mutterfreuden.
Bei Millvinas Bestattung,die eher einem Event der High Society ähnelt und von ihr schon prä mortem bis ins allerkleinste Detail geplant wurde,treffen Oscar und Viktor aufeinander.
Bei etlichen Prince-Of Wales-Coktails in der Kronenhalle gesteht Viktor seinem Freund,daß er  Eheprobleme hat.Seine Angetraute Mildred verlangt von ihm ,eine Psychotherapie bei dem zur Zeit mega angesagten Doktor Hockstädder zu machen.
Viktor hat dazu natürlich keine Lust . Er möchte sich lieber als Laiendarsteller profilieren.Man muß halt Prioritäten setzen. Aus diesem kühlen Grunde bittet er Oscar an seiner statt die Therapie zu machen.
Nach anfänglichen Bedenken  und gegen den Rat seiner Ehefrau Lauren begibt sich Viktor in die psychoanalytischen Hände Hockstädders,der es mit der ärztlichen Schweigepflicht leider nicht so genau nimmt.Und damit nimmt das Drama,oder die Posse ,ihren Lauf....

Meine Meinung:

 Mit viel hintergründigem Humor ,gewürzt mit tragikomischen Akzenten beleuchtet Philipp Tingler die Welt der Reichen und Schönen und derer,die es zu sein glauben.
Die Protagonisten wirken auf mich  weltfremd und exotisch,als wären es Lebewesen von einem anderen Stern.Sie scheinen unfähig, emotionale Bindungen einzugehen.Alles wirkt arrangiert.Beim lesen fühlte ich mich oft wie jemand der heimlich durch ein Schlüsselloch eine fremde Welt beobachtet und belauscht.Lediglich der sympathische Oscar und Lauren scheinen wirklich Gefühle füeinander zu haben,was vielleicht daran liegt,daß Oskar ja nicht wirklich dazugehört.
Ist diese Welt,zu der Normalsterbliche wie ich keinen Zugang haben wirklich so absurd,oder stellt Tingler alles überspitzt dar? Gibt es diese "Bubble" , in der man sich ein Leben jenseits von Face Lifting, Botox und Hyaloronsäure gar nicht vorstellen kann wirklich? Ich habe mich beim Lesen ertappt,wie meine Gedanken plötzlich in diese Welt abschweiften. Ich stellte mir vor,wie ich als Tierheilpraktikerin anstatt wie üblich in Jeanshose und Turnschuhen, mit Prada und Versace bekleidet und auf Stilettos balancierend, Millvinas Hund behandele und als Schutz gegen Parasiten ein Halsband mit Bernstein und Diamanten von Glöööö... empfehle. Oder bei Mildreds 10000 € Euro Stute( sie besitzt bestimmt eine) einen Beschlag mit Swarovsky-Kristallen gegen Lahmheit anrate.

Fazit:

Diese Buch hat mich zum Lachen,aber auch zum Nachdenken über unsere Gesellschaft gebracht
Es gibt uns einen nicht ganz ernst zu nehmenden Einblick in die Welt der Upper Class und zeigt uns,daß Reichtum und erkaufte Schönheit kein Garant für Glück,Lebensfreude und Liebe sind und wie schnell man nicht mehr dazu gehört.
Sicherlich ist der Schreibstil des Autors nicht Jedermans Sache ,denn dieses Buch ist nicht leicht zu lesen. Ich musste mich in seinen Stil regelrecht hineinarbeiten.Aber die Mühe hat sich für mich definitiv gelohnt.Dieses Buch ist meiner Meinung nach ein brilliantes,virtuoses must have.



       

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Schöne Seelen (ISBN:undefined)

Schöne Seelen

Oskar Canow, Schriftsteller und Lebemann, macht eine Therapie. Völlig normal in Oskars elitären Kreisen. Doch dieses Mal konsultiert er den Psychiater nicht für sich, sondern stellvertretend für seinen Freund Viktor, als „Ersatz-Patient“. Viktor wird von seiner Frau dazu gedrängt, um die Beziehung zu retten, doch statt sich auf die Couch zu legen möchte er sich lieber in seiner Schauspieltruppe austoben. Oskar, zunächst noch skeptisch, lässt sich auf dieses Experiment bei Dr. Hockstädder ein. Hockstädder, angesagte Psychohilfe, bewegt sich in denselben Kreisen wie seine Patienten: Partygeschwätz ersetzt das Leben, Diamanten haben die Größe von Taubeneiern, der Psychotherapeut glättet kleine Gemütsaufwallungen wie der Schönheitschirurg die Stirn und die Gesichter sind mit Hyaluronsäure perfekt ausgestopft. Die Herzen aber sind leer. Oder doch nicht?
Mit jeder Sitzung findet Oskar mehr Gefallen an der wöchentlichen Seelenreinigung, zumal er skandalösen Stoff für ein neues Buch wittert. Doch nach und nach tauchen Probleme auf – denn unangenehme Geheimnisse kommen ans Licht.

Hier geht's zur Leseprobe.

Philipp Tingler, geboren in Berlin (West), ist mehrfach ausgezeichneter Schriftsteller und hat bei Kein & Aber u. a. die Romane Fischtal und Doktor Phil veröffentlicht. Er ist außerdem Kritiker im Literaturclub des Schweizer Fernsehens SRF und viel gelesener Kolumnist. Philipp Tingler lebt in Zürich.


Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbt euch doch gleich für unsere Leserunde! Der Kein & Aber Verlag verschenkt 30 Exemplare von Schöne Seelen für die lovelybooks-Leserunde. Beantwortet uns einfach folgende Frage: 

Wie weit geht Freundschaft – würdet ihr für einen Freund oder eine Freundin eine Therapie machen und warum bzw. warum nicht?

Die Gewinner werden am 27. August bekannt gegeben.
Wir sind gespannt auf eure Antworten und freuen uns auf die Leserunde!

Euer Kein & Aber Verlag

375 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  anushkavor 4 Jahren

Zusätzliche Informationen

Philipp Tingler im Netz:

Community-Statistik

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auf 13 Wunschlisten

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