Wir wollten Hitler töten

von Philipp von Boeselager 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Wir wollten Hitler töten
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Inhaltsangabe zu "Wir wollten Hitler töten"

Philipp Freiherr von Boeselager organisierte den Sprengstoff für das Attentat am 20. Juli 1944 und überlebte als einer der wenigen Verschwörer das Ende des Krieges. Er schildert anschaulich, wie er, hin- und hergerissen zwischen Gehorsamspflicht und Gewissensnöten, zum Widerstand kam und lässt den Leser an den spannenden Ereignissen um das Attentat teilhaben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423346344
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:dtv
Erscheinungsdatum:01.02.2011

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    Gospelsingers avatar
    Gospelsingervor 8 Jahren
    Rezension zu "Wir wollten Hitler töten" von Philipp von Boeselager

    Allmählich sterben die Zeitzeugen des Nationalsozialismus aus. So ist auch Philipp von Boeselager, der letzte Überlebende der Hitler-Attentäter, schon 2008 gestorben. Zum Glück hat er vorher noch seine Erinnerungen aufgeschrieben.
    Philipp von Boeselager war Sproß einer rheinisch-katholischen Adelsfamilie. Von klein auf gehörte die Jagd zu seinen Lieblingsbeschäftigungen, das war damals in diesen Kreisen so üblich. Ebenfalls üblich war es, die Offizierskarriere zu ergreifen.
    Die Familie war also durchaus militaristisch, dem Nationalsozialismus gegenüber aber zurückhaltend eingestellt. Standesdünkel mögen da eine Rolle gespielt haben, vor allem aber ein ehrlicher Humanismus und eine tiefe Gläubigkeit.
    Philipp von Boeselager wurde 1941 an die Ostfront eingesetzt und bekam dort erstmals einen Eindruck davon, welche Verbrechen gegenüber den Juden begangen wurden. Zusammen mit seinem älteren Bruder Georg, ebenfalls Offizier, schloss er sich dem Widerstand um Henning von Tresckow an.
    Die geplanten Attentatsversuche auf Hitler schlugen jedoch alle fehl. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 überlebte Philipp von Boeselager nur deshalb, weil er eher am Rande der Gruppe agierte und weil seine Kameraden ihn nicht verrieten.
    Boeselagers Erinnerungen lassen die Kriegseinsätze und die Hintergründe der Attentate lebendig werden und sind somit ein eindrucksvolles und persönliches Zeugnis der damaligen Zeit. Dabei ist das Buch auch sehr gut und spannend lesbar.

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