Philippa Gregory Das Erbe der Königin

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Inhaltsangabe zu „Das Erbe der Königin“ von Philippa Gregory

Jeder bei Hofe weiß, dass die Frauen Heinrichs VIII. gefährlich leben. Hat er einmal das Augenmerk auf eine andere gerichtet, so schwebt die Königin an seiner Seite in Lebensgefahr. Die deutsche Anna von Kleve kommt als vierte Gemahlin des
Herrschers nach England. Die schüchterne junge Frau ist fasziniert vom höfischen Leben, doch schon bald begreift sie, welche Abgründe hinter der schillernden Fassade lauern. Nach Katharina von Aragon und den Boleyn-Schwestern versucht neben
Anna nun auch ihre Hofdame, die bildhübsche Katherine Howard, sich bei Heinrich durchzusetzen. Ihnen allen ist bewusst, dass sie in eine Löwengrube geraten sind, aus der sie sich nur schwer wieder befreien können. Nur eine von ihnen kann
die Gunst Heinrichs, die Krone Englands und den Kampf um Leben und Tod gewinnen -

Auch das sehr gut geschrieben!

— Schneeflocke2013

Philippa Gregory schreibt in meinen Augen einfach nur perfekt! Grandios.

— libreevet

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  • Das Erbe der Königin

    Das Erbe der Königin

    Tigerbaer

    02. March 2014 um 16:29

    "Das Erbe der Königin" erzählt eine spannende Geschichte aus der Zeit Heinrich, des VIII. von England. Anna von Kleve kommt als neue Ehefrau für Heinrich nach England. Eine schicksalhafte erste Begegnung bringt eine ganze Lawine ins Rollen. Katherine Howard erregt als Ehrenjungfrau im Hofstaat von Anna von Kleve des Königs Interesse. Lady Rochford, Jane Boleyn kämpft mit den Geistern ihrer Vergangenheit und verstrickt sich bei dem Versuch, sich von diesen zu befreien, endgültig im Netz ihrer Sünden. Im Wechsel erzählen Anna von Kleve (4. Ehefrau), Katherine Howard (5. Ehefrau) und Jane Boleyn die Geschichte. Am Anfang haben mich die wechselnden Erzählperspektiven etwas verwirrt, aber das legt sich relativ schnell. Die Geschichte lebt aus meiner Sicht gerade von diesen verschiedenen Blickwinkeln. Jede Frau hat ihre ganz eigenen Wünsche, Ängste und Leidenschaften. Jede sieht die Welt aus anderen Augen, zieht andere Schlüsse und schreitet so auf ihrem persönlichen Weg voran, was sehr spannend beschrieben wird. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht =)

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  • Rezension zu "Das Erbe der Königin" von Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

    lunaire

    13. September 2012 um 12:46

    Nach dem Tod seiner dritten Frau muss Heinrich VIII sich bald eine neue Gemahlin suchen, denn nur ein männlicher Thronfolger garantiert noch nicht das Weiterbestehen der Tudors. Aus politischen Gründen ehelicht er die deutsche Adelige Anna von Kleve, die er nie zuvor gesehen hat. Als sie ihm schließlich persönlich vorgestellt wird, begeht sie versehentlich einen großen Fauxpas, welchen ihr Heinrich VIII nie mehr ganz verzeihen sollte. Zudem entspricht sie ganz und gar nicht seinen Vorstellung. Da der Ehevertrag jedoch schon unterzeichnet ist, muss er sie zu seiner Frau nehmen. Jedoch ist dieser sehr unglücklich in der keuschen Ehe, weswegen er sich auch Katherine Howard als Mätresse nimmt. Dieses junge Mädchen fasziniert ihn so sehr, dass er einen Plan schmiedet, die Ehe mit Anna zu annullieren und Katherine als Königin an seiner Seite zu haben. Doch der englische Hof, an dem Misstrauen, Verrat und der Tod auf der Tagesordnung stehen, ist ein gefährlicher Ort, an dem man schnell in Ungnade fällt, sobald man einen Fehler begeht. Wer mit Heinrich VIII liiert ist, lebt gefährlich – dies ist den Engländern schon bald klar. Doch nicht nur jene, die mit ihm vermählt sind tun dies, sondern auch die, denen er schöne Augen macht. Denn in dem Moment, wo er sich für eine Andere als seine Gemahlin interessiert, muss seine Frau damit rechnen, dass sie abgeschoben oder getötet wird und die neue Begierde des Königs, dass ihr irgendwann dasselbe Schicksal zuteil wird. Als vierte Gemahlin des Königs gelangt die junge und schüchterne Anna von Kleve nach England und ist zutiefst fasziniert vom Leben am Hofe. Doch sie ist intelligent genug um schnell zu erkennen, dass hinter dem farbenfrohen Leben der höfischen Gesellschaft eine Vielzahl an Abgründen lauern, die nur darauf warten auch sie mit hinab zu ziehen. Obwohl ihr dieses Risiko bewusst ist, willigt Anna von Kleve ein, die Frau an der Seite eines der mächtigsten Männer der bekannten Welt zu sein. Als Tochter eines deutschen Herzogs und protestantisch erzogen, ist sie offensichtlich eine gute Wahl für Heinrich. Da sie aber nur Deutsch spricht und sich nur mit ihrem gebrochenen Englisch verständlich machen kann, findet sie sich nur langsam in dieser neuen Welt zurecht. Man merkt im Buch ganz deutlich, dass sie von der Zurückweisung des Königs sehr gekränkt ist, und so probiert sie alles, um dem König zu gefallen. Doch leider gelingt es ihr nicht. Es ist nicht verwunderlich, dass sie nach nur ein paar Monaten Ehe der Annullierung zustimmt, um ein glücklicheres Leben zu führen. Mit dem Status als Schwester des Königs hat sie gewisse Privilegien und kann so in England bleiben, ist aber dennoch bis zum Ende den Launen des Königs ausgesetzt und somit in steter Lebensgefahr. Philippa Gregory schreibt die Geschichte aus der Ich-Perspektive dreier Frauen, derren Schicksale alle irgendwie miteinander verknüft sind. So werden Stück für Stück aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschehnisse in drei aufregenden Jahren am prachtvollen englischen Hof erzählt. Man erfährt einerseits die Gedanken von Anna von Kleve, der vierten Frau von Heinrich VIII, andererseits von Jane Boleyn, die Schwägerin der geköpften Anne Boleyn, und schließlich von Katherine Howard, der jungen Adeligen, die zur fünften Frau werden sollte. Diese drei Frauen könnten gar nicht unterschiedlicher sein, doch alle leben gemeinsam am Hof und erleben ihre Abenteuer. Der Schreibstil passt sich jeweils der erzählenden Person an: kühl und sachlich einerseits, naiv und schwärmerisch andererseits und letztlich ängstlich und besorgt – so wie die Charaktere der Frauen ihr Leben mit Heinrich erleben und fühlen. Dadurch fällt es dem Leser trotz der häufig wechselnden Blickwinkel besonders leicht, sich in die Protagonisten hinein zu versetzen, man erlebt die Geschichte quasi selbst in drei verschiedenen Versionen mit. "Das Erbe der Königin" ist neben "Die ewige Prinzessin" und "Die Schwester der Königin" das dritte Buch, welches Gregory Heinrich und seinen Ehefrauen widmit und hat mir persönlich bis jetzt am Besten gefallen. Das Leben am englischen Hofe, die permanente Spannung und Gefahr die über alles und jedem zu schweben scheint wurde meiner Meinung nach wunderbar rüber gebracht, ohne das Buch zu dominieren. Ich konnte verstehen, wie die naive Katherine Howard dem Schwindel von Glamour und Prunk erlegen ist, wie Jane Boleyn langsam verrückt wurde und wie Anna ständig darum bemüht schien sich still und ruhig zu verhalten um sich nur nicht der königlichen Willkür aussetzen zu müssen. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, selbst ohne geschichtliches Interesse oder Vorwissen dürfte es Spaß machen, den drei Frauen auf ihrem Weg durch den englischen Hof beizuwohnen.

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  • Rezension zu "Das Erbe der Königin" von Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

    SitataTirulala

    08. September 2011 um 14:57

    "Ich ergebe mich diesen schlimmen Zeiten, ich werde wie ein Stück Treibholz auf den Wellen der königlichen Launen tanzen. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Ich kann meinen Kopf nur hochhalten, indem ich jemand anderen unter Wasser drücke. Wenn man Schiffbruch erleidet, ist jeder Ertrinkende sich selbst der Nächste." ---------- Inhalt: Als König Heinrich VIII. von England Anna von Kleve auswählt, damit sie seine vierte Ehefrau wird, kann sie es kaum erwarten der Tyrannei ihres Bruders zu entkommen und Königin Englands zu werden. Doch sie lernt schnell: Es ist nicht alles Gold was glänzt, man kann niemandem trauen, denn jeder Höfling dreht seine Flagge geschickt im Wind, um dem König zu gefallen. Und als dieser entscheidet, dass ihm die klevische Herzogin nicht zusagt, gerät Anna nach nur wenigen Monaten Ehe in höchste Gefahr - zumal ihr wankelmütiger Gemahl sich für ihre Ehrenjungfer Katherine Howard erwärmt. ---------- Meine Meinung: Nachdem ich mich lange und breit mit dem französischen Königshaus beschäftigt habe, war es mal wieder an der Zeit auch den Engländern ein bisschen Lesezeit zu widmen. Und wer würde da gelegener kommen als der viel beschriebene Heinrich VIII.? Es war zuerst das wirklich sehr hübsche Cover der Taschenbuchausgabe, das mich in der Bücherei auf das Buch aufmerksam machte, der Klappentext tat dann ein Übriges, um mein Interesse endgültig zu wecken. Ausgeliehen, eingepackt, mitgenommen. Philippa Gregory, die bereits "Die Schwester der Königin" geschrieben und sich darin vornehmlich mit Heinrichs zweiter Frau Anne Boleyn und deren Schwester Mary auseinander gesetzt hat, hat in "Das Erbe der Königin" ihr Augenmerk auf spätere Frauen des Königs von England gelegt: Nummer vier, Anna von Kleve, und Nummer fünf, Katherine Howard. Sie lässt die Begebenheiten am englischen Königshof von drei weiblichen Figuren erzählen. Zum einen wäre da Jane Boleyn, die Schwägerin der zweiten Königin Anne, die nicht nur diese, sondern auch ihren Mann George, Annes Bruder, an Heinrichs Willkür und damit an den Henker verlor und die nun zur Krönung der vierten Frau Heinrichs nach langem Exil wieder an den Hof zurückkehren darf. Dann ist da noch die naive, ziemlich materialistische, vielleicht ein bisschen einfältige vierzehnjährige Katherine Howard, die bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist und als Ehrenjungfer in den Hofstaat von Königin Anna aufgenommen wird. Und zu guter letzt erzählt auch Anna von Kleve selbst mit den Worten einer jungen, freiheitsliebenden, aber doch pflichtbewussten Frau, die den seinerzeit vielleicht mächtigsten und wankelmütigsten Mann Europas heiraten soll. Die einzelnen Kapitel umfassen immer nur wenige Seiten, es gibt also einen regelrecht fliegenden Wechsel zwischen den Erzählperspektiven, was ich als sehr interessant empfand. Was mich dagegen irritierte war die Tatsache, dass alle drei Frauen nicht nur aus der Ich-Perpesktive erzählen, sondern auch in der Gegenwart. Normalerweise ist das für mich eine tödliche Kombination bei einem Buch, Ich-Perspektive und Gegenwart. Aber Philippa Gregory hat es geschafft so damit umzugehen, dass ich mich ziemlich schnell daran gewöhnt und es letzthin gar nicht mehr bewusst negativ wahrgenommen habe. Von der ersten bis zur letzten Seite macht jede der drei Frauen, die man als Leser begleitet, eine deutliche Entwicklung durch, die meiner Ansicht nach gelungen rüberkommt. Im Nachwort gibt die Autorin zwar an, dass besonders über Anna von Kleve als Frau Heinrichs VIII. nicht viele historische Fakten bekannt sind, aber auch, wenn sich vieles in diesem Roman vor allem auf die Fantasie Philippa Gregorys stützt, konnte ich mir lebhaft vorstellen, dass es auch genauso gut tatsächlich so gewesen sein könnte. Allein die unter den Höflingen vorherrschende Angst vor der Wankelmütigkeit, vor den willkürlichen Launen des Königs wird sehr stimmungsvoll rüber gebracht. Ich nehme übrigens an, dass es sich bei "Das Erbe der Königin" um eine Art Fortsetzung zu "Die Schwester der Königin" handelt, allerdings kann ich allen, die letzteres Buch nicht gelesen haben, aber dieses hier in der Hand halten versichern: Ich habe es auch nicht vorher gelesen und hatte trotzdem nicht die geringsten Probleme, die Geschichte zu erfassen oder zu verstehen. ---------- Fazit: Guten Gewissens vergebe ich vier Sterne für einen Roman, der nach meinem Geschmack mit denkbar schlechten Voraussetzungen (Erzählstil usw.) startete, der mich aber mit jeder Seite mehr für sich eingenommen hat.

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  • Rezension zu "Das Erbe der Königin" von Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

    Satariel

    19. May 2011 um 23:27

    Der beste historische Roman, den ich seit langem gelesen habe!
    Fesselnd erzählt mit tragischen Charakteren, die einem sofort ans Herz wachsen! man bangt und leidet mit ihnen und hofft auf ein gutes Ende.
    Ich habe dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen und werde es wahrscheinlich auch noch ein zweites und drittes Mal lesen!

  • Rezension zu "Das Erbe der Königin" von Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

    Henriette

    13. November 2010 um 22:26

    Das Buch habe ich abgebrochen, da mich im Moment das Thema nicht interessiert. Und der Schreibstil liegt mir auch nicht so. Das gesamte Buch ist aufgeteilt in Kapitel aus Sichtweisen verschiedener Damen am Hofe. Das ist mir zu unübersichtlich.

    Fazit: Fazit: Mehr als einen Stern von fünf kann ich leider für diesen missglückten Versuch nicht vergeben.

  • Rezension zu "Das Erbe der Königin" von Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

    JED

    07. November 2010 um 09:52

    Kurzinhalt: Das Buch setzt dort ein, wo andere längst aufgehört haben: Nach dem Tod der dritten Ehefrau Heinrich VIII., Jane Seymour. Anna von Kleve, zweite Schwester eines deutschen Herzogs, lässt sich malen und hofft dabei, dass ihr Portrait dem König gefällt und er sie zu seiner nächsten Frau nimmt. Doch das ist nicht die einzige „Ich-Perspektive“, die der Leser verfolgen kann. Gleichzeitig nimmt man teil an den Gedanken von Jane Boleyn, der Schwägerin Anne Boleyns sowie Katherine Howards, 13jährige Cousine von Anne Boleyn. Drei Frauen, drei Sichtweisen, die abwechselnd die Vorgänge am Hofe Heinrich VIII. bis ins Jahr 1542 betrachten und dabei ein erschreckendes Gesamtbild von einem Herrscher formen, der immer mehr zum Tyrannen wird. Sein Hof lebt mehr und mehr Angst und letztlich bleibt niemandem ein anderer Ausweg als Flucht, Tod oder Verrat. Oder wie Anna an einer Stelle sagt: „Es scheint, dass uns in allem, was den König angeht, nur der Part der schweigenden Zustimmung bleibt.“ Meine Meinung: Es ist als Verdienst Philippa Gregorys anzusehen, dass sie sich in diesem Buch mit den zwei (Ehe-)Frauen auseinandersetzt, über die bisher kaum etwas bekannt ist und nur wenig geschrieben wurde. Dieses Wenige hat die Autorin genutzt, um ein stimmiges und menschliches Portrait dieser Frauen und ihrer Beweggründe zu zeichnen, die sich nun an einem Hofe zu bewegen, an dem vorher schon drei Ehefrauen starben. Tatsächlich setzt das Buch aber auch das Wissen um die Vorgänge vor 1539 voraus, sonst bleibt es schwer verständlich. Ein Zeitstrahl im Anhang wäre insofern zum besseren Verständnis nicht verkehrt gewesen. Zum besseren Verständnis sei das Buch derselben Autorin, „Die Schwester der Königin“ empfohlen, das sich den drei vorhergehenden Frauen Heinrichs widmet: Katharina von Aragon, Anne Boleyn und Jane Seymour. Auch ein Stammbaum der Howards und Boleyns hätte dem Buch gut getan, um einige Zusammenhänge von Anfang an zu verstehen. Schon das Auftauchen mehrerer „Katherines“ wirkt zunächst verwirrend. Der Hinweis von Philippa Gregory auf der letzten Seite, man könnte diesen auf ihrer Homepage runterladen, kam für mich zu spät. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir schon selbst einen ergoogelt. Im englischen Original heißt das Buch „The Boleyn Inherintance“ – und das macht mehr als der deutsche Titel klar, um welches Erbe es sich hier eigentlich handelt. Tatschlich symbolisieren die 3 Frauen, an deren Gedanken der Leser teilnehmen darf, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Königs. Während Anna von Kleve (Gegenwart) aus einer völlig anderen Welt in Deutschland kommt, sind Jane (Vergangenheit, da sie an den Vorgängen um Anne Boleyn bereits beteiligt war) und Katherine (Zukunft) dem Erbe Anne Boleyns verpflichtet und ihrer Familie, der Howards. Alles, was sie tun, tun sie letztlich, um ihre Familie und deren Ansehen voranzubringen. Der König scheint in diesem Kontext nur wie ein Spielball an einem Hof, an dem andere die Fäden ziehen. Aber je länger man das Buch liest, umso mehr stellt sich die Frage, ob diese Fäden tatsächlich nur Puppen gehörten. Denn nichts anderes scheinen die Menschen am Hofe für Heinrich zu sein: Figuren, die er immer wieder neu aufstellt, wenn es ihm beliebt. Letztlich bleiben diese drei unterschiedlichen Frauen mit allen ihren Wünschen und Träumen Figuren in einem größeren Machtgefüge, auf deren Vorgänge sie nur bedingt Einfluss haben – auch wenn sie lange etwas anderes glauben. Das macht das Buch so beklemmend. Der interessante Perspektivwechsel auf die verschiedenen Überlegungen und Motivationen von Anna, Jane und Katherine treiben das Buch voran auf einen nicht abwendbaren Höhepunkt zu, an dem einer buchstäblich das letzte Wort haben wird. Leider kommt es auch immer wieder zu einigen gedanklichen Wiederholungen, was sicher menschlich ist, aber beim Lesen eher störend wirkte. Fazit: Dieses Buch füllt eine Lücke in der Literatur um Heinrich VIII. Ein bewegendes Bild dreier unterschiedlicher Frauen aus dem England des 16. Jahrhunderts.

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  • Rezension zu "Das Erbe der Königin" von Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

    Bioschokolade

    09. October 2010 um 13:15

    Schönes Buch. Die meisten Figuren, insbesondere alle männlichen, werden nicht besonder vorteilhaft dargestellt. Was sie vielleicht auach nicht waren, abe hier doch sehr auffälllt. Historisch korrekt sind auch nicht alle Daten und Fakten. Wer "The Tudors" kennt und liebt wird hier vielleicht auch erstmal sich umgewöhnen müssen. Aber gut, wenn man das weiß hat man mit dem Buch auf alle Fälle viel Spaß.

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  • Rezension zu "Das Erbe der Königin" von Philippa Gregory

    Das Erbe der Königin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. June 2010 um 12:45

    Die Sicht von den Ehefrauen Nummer vier und fünf von Heinrich ist interessant geschrieben. Ein faszinierendes Buch über eine interessante Zeit und einen fragwürdigen König mit all seinen Launen und diversen ekligen Eigenheiten. Absolut lesenswert und nach "Der Schwester der Königin" von der Autorin ein weiteres Highlight. Ich freue mich auf mehr.

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