Die Hofnärrin

von Philippa Gregory 
3,6 Sterne bei18 Bewertungen
Die Hofnärrin
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TamiraSs avatar

Nicht so gut wie "Die Schwester der Königin", aber ein spannender historischer Roman voller Intrigen

L

Nicht schlecht

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Inhaltsangabe zu "Die Hofnärrin"

Winter 1553: Verfolgt von der Inquisition, flieht die junge Jüdin Hannah an der Seite ihres Vaters von Spanien nach England. Dort lernt sie Robert Dunley kennen, der sie als Junge verkleidet in den Hof
der Tudors einführt. Ihre Aufgabe: Als Narr soll sie Prinzessin Mary ausspionieren, die in einen unerbittlichen Machtkampf mit ihrer Halbschwester Elizabeth verstrickt ist. Obwohl sie bereits in die Ehe
versprochen ist, wird Hannah die Mätresse von Robert, der sie weiterhin für seine Zwecke benutzt. Gefangen in einem Strudel aus Intrigen, Verrat und Ketzerei, muss sich Hannah zwischen einem sicheren Bürgerleben
und ihren eigenen Wünschen und Sehnsüchten entscheiden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404922666
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:718 Seiten
Verlag:Lübbe
Erscheinungsdatum:11.09.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    TamiraSs avatar
    TamiraSvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht so gut wie "Die Schwester der Königin", aber ein spannender historischer Roman voller Intrigen
    Vom Glück, mit dem richtigen Roman eines Autors zu beginnen

    Die junge Jüdin Hannah – geflüchtet aus Spanien vor der Inquisition, der auch ihre Mutter zum Opfer fiel – lebt, verkleidet als Junge, zusammen mit ihrem Vater im London des 16. Jahrhunderts. Während die Herrschaft Eduards, Heinrich VIII. einzigen Sohns, sich bereits früh dem Ende neigt, entdecken Robert Dudley und John Dee in der Buchhandlung ihres Vaters, dass Hannah das „zweite Gesicht“ besitzt und „Engel“ sehen kann. Sie sind davon überzeugt, dass Hannah in die Zukunft blickt und nehmen sie in ihre Dienste – sie soll als heilige Närrin dem jungen König als Hofnärrin dienen. Doch auch ohne eine göttliche Gabe erkennt Hannah, dass Eduards Regentschaft bald enden wird, denn der junge König ist körperlich schwach und wird immer wieder von Krankheiten heim gesucht.

    Und während er in seinen Privatgemächern dem Tod entgegen siecht, warten seine Schwestern bereits darauf, nach ihm den Thron zu besteigen: Die katholische Mary und die protestantische Elisabeth.

     

    Die Geschichte wird aus der Ichperspektive aus Hannahs Sicht erzählt. Wie erleben an ihrer Seite die Intrigen zu Hofe und die tragische Regentschaft Queen Marys, die zeitlebens wenig Glück hatte – sei es in ihrer Ehe, im Kindbett oder mit ihren königlichen Beratern. Während Mary sich mit vielen Schicksalsschlägen herumschlagen muss, sinnt ihre intrigante Schwester Elisabeth auf nichts mehr, als den Thron von England.

    Seit ich „Die Schwester der Königin“ gelesen habe, bin ich in einem regelrechten Tudor-Fiber gefangen. Ich habe das Buch damals verschlungen, anschließend die Serie „Tudor“ innerhalb kürzester Zeit beendet und war begeistert davon, wie viele Parallelen sich von der Geschichte der Tudors (Anne Boleyn gehört zu einer meiner liebsten historischen Persönlichkeiten) im „Lied von Eis und Feuer“ wieder findet. Gerade die vielen Intrigen und bösen Machtspiele haben es mir angetan.

    Leider, leider muss ich sagen, dass „Die Hofnärrin“ hier nicht ansatzweise meine Erwartungen erfüllt hat.

    Hannah Green, unsere Protagonistin, ist zu Anfang noch sehr jung, daher zeigte ich lange Verständnis für ihr äußerst wackeliges Gemüt. Denn Hannah dient so vielen Herren, dass man meinen möchte, sie würde es mit weiser Voraussicht tun, doch in Wirklichkeit hegt sie für Robert Dudley eine kindliche Schwärmerei, Queen Mary ist für sie wie eine Mutter und Elisabeth wie eine große Schwester. Und immer, wenn sie ihren Aufenthaltsort wechselt, wechselt auch ihre Loyalität. Und das hat sie für mich extrem unsympathisch gemacht. Hannah reagiert oft wie ein kleines Kind – bockig und nervig. Natürlich ist mir bewusst, dass sie sehr jung ist – ich glaube, zu Beginn der Geschichte ist sie 14 Jahre alt – doch auch als junge Erwachsene ist sie vollkommen eigensinnig und egoistisch – sie möchte nicht heiraten, sie möchte keine Hausarbeit machen, sie tut immer nur das, was sie will – alles andere lässt sie ihre Familie machen.

    Während Mary Boleyn in „Die Schwester der Königin“ eine liebenswerte junge Frau ist, die ihre Kinder beschützen und eigentlich nur ein ruhiges Leben führen will, obwohl ihre Familie häufig andere Pläne mit ihr hat, ist Hannah eine richtige Zicke, die zudem mit ihrer Schwärmerei für Robert Dudley oftmals meine Augen zum Rollen gebracht hat.

     

    Des Weiteren schleppt sich die Handlung teilweise ein wenig langsam dahin. Ich kann nicht sagen, dass ich mich gelangweilt hätte – das liegt wahrscheinlich auch an meiner Affinität für das Königshaus Tudor -, doch befinden wir uns mit Hannah sehr häufig im Zustand des „Wartens“, egal ob auf ihren Verlobten und später Ehemann, Nachrichten von Robert Dudley oder Reaktionen des ein oder anderen königlichen Sprosses.

     

    Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich um kein schlechtes Buch handelt, doch hätte ich dieses Buch vor „Der Schwester der Königin“ gelesen, würde ich vermutlich zu keinem weiteren Buch von Philippa Gregory greifen. Ein Glück also, dass es so nicht gewesen ist.

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    tragalibross avatar
    tragalibrosvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein guter Roman mit der richtigen Mischung auch Fakten und Fiktion, aber leider nicht das, was man von der Autorin sonst kennt.
    Rezension zu "Die Hofnärrin" von Philippa Gregory

    Im Winter 1553 flieht die junge Jüdin Hannah mit ihrem Vater vor der spanischen Inquisition nach England. Hier trifft die auf Lord Robert Dudley, der sie in seine Dienste nimmt. Als Hofnarr verkleidet, soll sie ihm Bericht über die Königsfamilie erstatten. Doch zwischen Machtspielen und Intrigen ist die junge Frau schon bald hin und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und Liebe. Als schließlich auch noch ihr Leben auf dem Spiel steht, muss Hannah sich entscheiden, für die Liebe oder für die Treue zur Königin...

    Wie immer ist dieser Roman eine wunderbare Mischung aus Fakten und Fiktion, verwoben mit einer ergreifenden Liebesgeschichte.
    Philippa Gregory hat auch in dem vorangegangenen Buch "Die Schwester der Königin" gezeigt, dass historische Romane ihr Metier sind.
    Auch im zweiten Buch verknüpft sie gekonnt geschichtliche, belegte Ereignisse und Personen mit einer tollen Handlung. In diesem Fall muss die junge Hannah im Dienste Robert Dudleys die Thronerbin Maria ausspionieren, die später als die "blutige Königin" oder "bloody Mary" in die Geschichte eingehen wird. Die Protagonistin wird teils unwissentlich, teils aus Liebe in Intrigen und Geheimnisse verwickelt, die ihr das Leben kosten könnten.
    Wie auch in all ihren anderen Romanen,  hat die Autorin die Charaktere sehr liebevoll herausgearbeitet, sie haben ihre guten und schlechten Seiten und rufen beim Leser einige Sympathien oder Antipathien hervor.
    Auch der Schreibstil ist wie immer sehr angenehm zu lesen und zeichnet sich durch die blumige Sprache der damaligen Zeit aus.
    Leider musste ich beim Lesen feststellen, dass sich diesmal einige Längen in die Geschichte eingeschlichen haben. Zwar verliert die Handlung an sich nichts an ihrer Faszination, aber es lässt den Lesefluss ab und an doch leicht stocken. Hier ziehe ich Punkte ab.

    Aber alles in allem ist das Buch nicht schlecht. Im direkten Vergleich ist dieses Exemplar jedoch nicht annährend so gut wie die anderen Bücher der Autorin. Deswegen vergebe ich in diesem Fall nur drei Sterne.
    Da "Die Hofnärrin" aber der zweite Teil einer Reihe ist, finde ich, sollte man den Roman gelesen haben.

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    Mika2003s avatar
    Mika2003vor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Hofnärrin" von Philippa Gregory

    Wenn der Roman der Autorin mein erster von ihr gewesen wäre – ich hätte keinen weiteren von ihr gelesen. Dabei beginnt der Roman vom Grundsatz her vielversprechend – kleines Mädchen flieht vor der Inquisition und landet als Hofnärrin über Umwegen im englischen Königshaus. Eine besondere Gabe – ihre Hellseherei – wird mit ein- aber nicht ausgebaut. Der ganze Roman ist verworren, Hannah liebt jeden, außer natürlich die böse Schwiegermutter, und so geht es die ganze Geschichte über. Ich hab vorher „Die ewige Prinzessin“ gelesen und war von der Atmospähre, den Farben und der Dichte des Romanes begeistert. Diese Begeisterung will sich hier absolut nicht einstellen – die Charaktere bleiben farblich total blass und können nicht wirklich beeindrucken.

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    Loewevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht schlecht
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    Emilis avatar
    Emilivor 3 Monaten
    Schnaggs avatar
    Schnaggvor 4 Monaten
    S
    Sayurichanvor einem Jahr
    D
    DePovor 2 Jahren
    grit0707s avatar
    grit0707vor 2 Jahren
    G
    Gute_Mienevor 3 Jahren

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