Rezension zu "Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen" von Philippa Perry
pinkdinoprincessInhalt: Psychotherapeutin Philippa Perry nimmt uns an die Hand: Was kann ich tun, um mein Kind besser zu verstehen? Wie sorge ich dafür, unschöne Erinnerung aus meiner Kindheit nicht zu reproduzieren? Und was mache ich, wenn etwas total schiefgegangen ist?
Fazit: Ich fürchte, ich bin mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen. Erwartet habe ich die Möglichkeit, als erwachsene Leserin die Beziehung zu meinen Eltern besser einordnen zu können. Bekommen habe ich einen Erziehungsratgeber, mit dem Fokus, mein Kind im Baby- bis Kleinkindalter besser zu verstehen. Ich dachte, es läge an mir, allerdings habe ich während des Lesens mir zwei unterschiedlichen Bekannten darüber geredet, die auch meinten, sie hätten das Buch lesen wollen und dann überrascht waren, als ich davon erzählte. Sicherlich sind einige der Hinweise im Buch auch auf erwachsene Beziehungen übertragbar, im Großen und Ganzen hat sich meine Anspruch aber nicht erfüllt. Für einen Erziehungsratgeber denke ich jedoch, dass das Buch einige spannende Ansätze liefert. Ich habe keine Kinder, kann davon also nichts ausprobieren. Was ich problematisch fand, war, dass Perry in ihren Konzepten stets davon ausging, dass alle Menschen gute Absichten haben. Das ist mir vor allem in dem Kapitel aufgefallen, in dem es um abwesende andere Elternteile ging. Ich bin überzeugt, dass es da draußen viele drastische gute Gründe gibt, ein abwesendes Elternteil nicht dennoch als gute Person zu kommunizieren.
Empfehlung: Für Eltern mit Kleinkindern? Ja. Für junge Erwachsene, die ihre eigenen Eltern besser verstehen wollen? Nein.





















