Philippa Perry Couch fiction

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Inhaltsangabe zu „Couch fiction“ von Philippa Perry

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung sucht mindestens einmal im Leben die Hilfe eines Psychotherapeuten. Doch trotz Woody Allen und Psychoboom – im privaten Bereich wird darüber noch immer kaum gesprochen, und die wenigsten Leute haben eine Vorstellung davon, was sie bei einer Therapie eigentlich konkret erwartet. Dieses ungewöhnliche Buch erlaubt einen Blick durchs Schlüsselloch in eine therapeutische Praxis – und direkt in die Köpfe von Therapeutin und Patienten. In eingängigen, comicartigen Illustrationen erzählt es von den Ängsten und Frustrationen, den Gedankenschleifen und Durchbrüchen, den Risiken und den Erfolgen während eines Jahres psychotherapeutischer Sitzungen. Ergänzt wird diese mit Witz und Empathie erzählte Bildergeschichte durch kurze, prägnante Texte, die die nötigen theoretischen Grundlagen zum Verständnis liefern. Kürzer und unterhaltsamer kann man nicht erfahren, was Psychotherapie ist, auf welchen Grundlagen sie aufbaut, wie sie funktioniert.
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  • Rezension zu "Couch fiction" von Philippa Perry

    Couch fiction

    Mina - Das Irrlicht

    22. December 2011 um 09:23

    Couchfiction hat mich echt überrascht. Es gibt dem Leser, neben sehr guter Unterhaltung, unglaublich viele Infos über die Arbeit eines Analytikers. Sogar mit Hintergrundwissen. Echt beeindruckend. Und lesenswert!

  • Rezension zu "Couch fiction" von Philippa Perry

    Couch fiction

    WinfriedStanzick

    03. November 2011 um 12:05

    Der Kunstmann Verlag hat schon 2009 mit dem Buch von Matthew Johnstone „Mit dem schwarzen Hund leben“ den Versuch gewagt, ein Thema aus dem Bereich der Psychotherapie mit sehr wenig Text und dafür vielen Bildern zu bearbeiten. Matthew Johnstone hat selbst viele Jahre unter schwersten Depressionen gelitten und seine Frau hat es geschafft, ihn liebevoll durch diese Jahre zu begleiten und damit nicht unwesentlich zu seiner Genesung beigetragen. Sie haben, jeder aus einer anderen Perspektive, mit "dem schwarzen Hund" gelebt und sich danach entschlossen, einen ganz besonderen Ratgeber zu verfassen "wie Angehörige und Freunde depressiven Menschen helfen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren". Es ist ein Buch mit wenig Text, der aber sehr sensibel und eindrücklich die verschiedenen Stadien und Erscheinungsformen der Krankheit treffend beschreibt. Besonders beeindruckend sind die Zeichnungen und Bilder, die die beiden für das Leben in der Depression gefunden haben. Insgesamt trifft das für alle Betroffenen absolut empfehlenswerte Buch einen Ton, der gut geeignet ist, die Verzweiflung, die Hilflosigkeit und die gesellschaftliche Vereinsamung zu durchbrechen, unter der depressive Menschen und ihre Angehörigen und Freunde leiden. Mit „Couch Fiction“ von Philippa Perry legen die Leute von Kunstmann nun eine Art Einführung in die Psychotherapie vor, die gemacht ist wie ein Comic Strip. Es wird die Geschichte einer Psychotherapie erzählt mit einem erfundenen Klienten, in dessen Geschichte aber viele tatsächliche Fallgeschichten aus Perrys Praxis eingeflossen sind. Der Klient heißt James und ist ein erfolgreicher Anwalt. Aber er hat ein Problem: aus irgendeinem Grund kann er es nicht lassen Dinge zu stehlen. Vom ersten Anruf, über den Beginn der Therapie und die bald sich einstellenden Widerstände wird all das beschrieben, was in einer Therapie geschieht. Unten auf den Seiten wird das Geschehen auf den Comics fachgerecht erklärt, sodass man am Ende eines interessanten und lebendigen Buches etwas Wesentliches gelernt hat. Etwas, was Perry in ihrem Vorwort so beschreibt: Es geht darum, „wie wir echten Kontakt mit anderen, mit uns selbst und mit unserer Umwelt vermeiden, um den Gefühlen, die echter Kontakt hervorrufen könnte, aus dem Weg zu gehen. Sind wir uns dieser Störungen im Kontakt mit der Welt nicht bewusst, kann daraus eine Neurose entstehen und wachsen. Manchmal glauben wir, eine Beziehung zu jemandem oder etwas zu haben, während diese Beziehung in Wirklichkeit nur in unserer Vorstellung besteht, da wir den Kontakt mit der betreffenden Person oder Sache weitgehend vermieden haben. Wenn wir ein solches Verhaltensmuster beibehalten, werden wir neurotisch und berauben uns wertvoller Erfahrungen im Leben.“ Das Vermeiden von Kontakt und Gefühlen ist eine kreative Anpassung an die Lebensbedingungen in der Kindheit, durch die es dem einzelnen Menschen gelungen ist, zu überleben. Wenn sich später, im Erwachsenenleben das Umfeld geändert hat, bleiben die Individuen den in der Kindheit erworbenen, damals durchaus sinnvollen Angewohnheiten so verhaftet, dass es nicht gut für sie ist und sie krank werden, an fehlendem Kontakt zu sich, zu anderen und zur Welt. Dieses Thema liegt dem hier anzuzeigenden Buch zugrunde. Es eignet sich ganz hervorragend als aufgelockerte Einführung in die Thematik, als angstlösende Lektüre für all jene , die vielleicht schon lange spüren, dass irgendetwas ihr Leben und ihr Glück behindert, die sich aber nicht trauen, dem in einer Therapie auf die Spur zu kommen und heil zu werden.

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  • Rezension zu "Couch fiction" von Philippa Perry

    Couch fiction

    Clari

    22. August 2011 um 18:29

    Psychotherapie als Comic; geht denn das? Es geht! Hervorragend in der Aufmachung, gekonnt in der Darstellung und witzig in der Ausführung hat sich die englische Psychotherapeutin Philippa Perry daran begeben, zu beschreiben, wie und was sich in einer Psychotherapie ereignet. Herausgekommen ist ein Werk, das umfassendes Grundlagenwissen und praktische Erfahrung mit der Behandlungsform „Psychotherapie“ vermittelt. Die Aufmachung als Comic bietet die Möglichkeit, zwischen dem gesprochenen Wort auch von Gedanken und Gefühlen, die zwischen den Worten mitschwingen, zu berichten. Philippa Perry erzählt uns eine Geschichte der Therapie mit einem fiktiven Klienten. Er heißt James, ist erfolgreicher Anwalt und hat ein gravierendes Problem: er klaut ohne besonderen Grund und kann es nicht lassen. Sowohl der Laie als auch der kenntnisreiche Psychotherapeut wird in den Sitzungen bei Philippa Perry mit James vieles wieder erkennen, was es in anderen Zusammenhängen in Psychotherapiesitzungen zu erleben gibt. Da geht es natürlich um das Bewusste ebenso wie um das Unbewusste. Die unausgesprochenen Gedanken seines Klienten kann ein guter Therapeut erahnen und in Form von Deutungen aussprechen. Fühlt sich der Klient auf diese Weise besser verstanden? Oder wird er misstrauisch, dass der Therapeut ihn durchschaut, wo er das eigentlich nicht will? Psychotherapie beruht auf Kenntnis, auf Erfahrung, auf Vertrauen, auf guter Kommunikation und der Persönlichkeit des Therapeuten. Therapeuten aber sind auch nur Menschen, die sich unentwegt auf mögliche Fehler zu überprüfen haben,--und diese unterlaufen ihnen natürlich auch. Voller Selbstironie lässt Philippa Perry ihre Eigenbeobachtungen mit ihren Selbstzweifeln zwischen den Zeilen durchscheinen. Sie versäumt in ihren Ausführungen nichts und lässt uns teilhaben an dem, was sie in ihren Therapiestunden mit James erlebt. Zu den Comics und den Gesprächen zwischen ihr und ihm gibt es Untertitel, in dem therapeutische Fachfragen erklärt werden. Mit dem Mittel der Übertragung und Gegenübertragung erlebt man das Aufspüren unbewusster Inhalte und ihrer Deutung. Sie machen den Therapieprozess im Wesentlichen aus. Damit können störende Gefühle und widrige Reaktionen in ihren Ursprüngen sichtbar gemacht werden und zu einer Veränderung in den Verhaltensweisen führen. Darüber hinaus bedarf es aber der Empathie, um sich überhaupt in ein Arbeitsbündnis mit einem Klienten einzulassen. Das alles und noch vieles mehr kommt in den Texten von Philippa Perry zum Tragen. Andrew Samuels, Professor für analytische Psychologie an der Universität von Essex, beschreibt in seinem Nachwort Psychotherapieformen und deren Möglichkeiten. Er preist das Buch zu recht als informativ für Klienten und Fachleute. Doch handelt es sich nicht um ein Handbuch für Psychotherapie sondern ist ein Wegweiser durch die Irrungen und Wirrungen der menschlichen Seele, wenn sie denn aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Das Buch ist kompetent, klar, eindeutig, kritisch und in jeder Hinsicht ein Gewinn für alle jene, die sich um Einsichten und Aufklärung innerseelischer Vorgänge bemühen. Ich kann diesen Comic als äußerst gelungen, witzig und zugleich ernsthaft empfehlen.

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