Philippe Ariès

 4.2 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Geschichte der Kindheit, Geschichte des Todes und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Geschichte der Kindheit" von Philippe Ariès

Rezension zu "Geschichte der Kindheit" von Philippe Aries
Sokratesvor 6 Jahren

In den 1980er Jahren begann sich die "Alltagsgeschichte" als historische Disziplin zu formieren; um Akzeptanz ringt sie noch heute. Philippe Ariès als Vertreter der französischen Annales-Schule war einer der ersten "Alltagshistoriker", die geforscht und publiziert haben. Entstanden ist - neben der "Geschichte des privaten Lebens" - der Klassiker "Geschichte der Kindheit". Geschrieben in lebendiger Sprache, detaillastig, faktenreich und eine Unmenge an Einzelfällen, Fundstücken und historischen Bruchstücken verarbeitend. Kernthese u.a., dass sich die "Kindheit" als Lebensphase erst im 18./19. Jh. herauszubilden begann. Vorher galten Kinder aus gesellschaftlichen und metalitätsgeschichtlichen Gründen als "unfertige" Menschen - eben nicht als Individuen. Wer anspruchsvolle und faktenreiche, aber dennoch lebendig geschriebene Kulturgeschichte lesen möchte, der kommt um diesen Klassiker nicht herum!

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Rezension zu "Geschichte des Todes" von Philippe Ariès

Rezension zu "Geschichte des Todes" von Philippe Aries
Monsignorevor 9 Jahren

Philippe Ariès ist der führende Historiker des Todes. Für sein Hauptwerk forschte er 20 Jahre lang in historischer, soziologischer, literarischer und archäologischer Hinsicht. Er studierte Bestattungsbräuche und Sterberiten, suchte die berühmten Friedhofsanlagen der Welt auf, er verglich die Einstellung der Menschen zu Sterben und Tod quer durch die Jahrtausende. Wie entwickelten sich die Bilder vom Jenseits im Laufe der Zeit? Wie sah in den Kulturen der Welt die Stunde des Todes aus? Welche Bedeutung wurde der Seele in diesem Zusammenhang zugemessen? Und wie wurde mit dem toten Körper umgegangen? -Sehr interessant in diesem Zusammenhang: Ariès beschreibt anschaulich einen gewaltigen Wandel: Während fast zwei Jahrtausende lang im Abendland der Tod ein vertrauter Begleiter war, ein akzeptierter Bestandteil des Lebens, ist er in der gegenwärtigen modernen Gesellschaft ein angsteinflößendes Tabu, das an den Rand gedrängt wird.

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