Philippe Besson

 4.2 Sterne bei 78 Bewertungen
Autor von Hör auf zu lügen, Zeit der Abwesenheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Philippe Besson

Phillippe Besson wurde 1967 in Barbezieux, einem Dorf in der Charente, geboren. Er besuchte das Gymnasium in Bordeaux. Nach der Oberstufe in Rouen ging er 1989 nach Paris wo er zunächst als Jurist und dann als Dozent für Sozialrecht arbeitete 1999 begann er an seinem ersten Roman ›Zeit der Abwesenheit‹ zu schreiben, der Anfang 2001 in Frankreich erschien. Seitdem veröffentlicht er fast jährlich einen Roman. Die Bücher des Autors sind in Frankrich sichere Bestseller und werden vielfach ausgezeichnet. Bisher wurden die Bücher in circa 14 Sprachen übersetzt. Sein Roman ›Sein Bruder‹ wurde von Patrice Chéreau verfilmt.

Alle Bücher von Philippe Besson

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Buchformat:
Cover des Buches Hör auf zu lügen (ISBN: 9783570103418)

Hör auf zu lügen

 (22)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Zeit der Abwesenheit (ISBN: 9783423136297)

Zeit der Abwesenheit

 (9)
Erschienen am 01.01.2008
Cover des Buches Nachsaison (ISBN: 9783423245975)

Nachsaison

 (10)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Ein Abschied (ISBN: 9783423247504)

Ein Abschied

 (7)
Erschienen am 01.03.2010
Cover des Buches Einen Augenblick allein (ISBN: 9783423246637)

Einen Augenblick allein

 (8)
Erschienen am 01.08.2008
Cover des Buches Sein Bruder (ISBN: 9783423244558)

Sein Bruder

 (6)
Erschienen am 01.08.2005
Cover des Buches Der Verrat des Thomas Spencer (ISBN: 9783423249508)

Der Verrat des Thomas Spencer

 (5)
Erschienen am 01.04.2013
Cover des Buches Venice Beach (ISBN: 9783423249027)

Venice Beach

 (4)
Erschienen am 01.04.2012

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Neue Rezensionen zu Philippe Besson

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Rezension zu "Hör auf zu lügen" von Philippe Besson

Das Gefühl der Liebe erfüllt mich, beglückt mich...
Ri_cavor einem Monat

Hör auf zu lügen - Philippe Besson


"Das Gefühl der Liebe erfüllt mich, beglückt mich. Doch es verbrennt mich auch, tut so weh wie jede unmögliche Liebe mit all ihren Schmerzen." -S.25


Knapp 160 Seiten hat der Autor hier nur geschrieben und in diesen wenigen Seiten so viel an Emotionen, Gedankengängen und intimen Einblicken reingepackt, dass mir dabei das Herz schwer wurde. 

"Hör auf zu Lügen" ist ein autobiografischer Roman von Philippe Besson. In diesem Buch, welches er seinem verstorbenen Jugendfreund widmet, erzählt er uns seine  Geschichte. Eine Geschichte die vom Leben, einer verbotenen Liebe,  unterdrücktem Verlangen, Angst und verleugneten Identitäten, handelt.  


Mich hat es besonders traurig gemacht zu lesen, dass die Liebe zwischen Philippe und Thomas´ so echt sie  war,  ganz anders hätte enden können. Ein halbes Jahr lang leben die beiden ihren heimliche Liebe aus ehe das Leben sie auseinander bringt und beide in völlig andere Richtungen treibt. 

Philippe wird Autor, lebt seine Homosexualität offen aus, hat nach Thomas´noch andere Männer, ist erfolgreich. 

Thomas´dagegen führt sein Leben selbst Jahre später noch, so wie schon damals, der wahren Identität verleundend, einsam, traurig und unglücklich. Ein Leben nach den konservativen Richtlinen anderer. Eines, dass ihm später zum Verhängnis wird. 


Der Autor geht hier nicht sonderlich tief in die Gefühlswelt von Thomas´ein, dennoch wird hier deutlich wie schwierig es auch heute noch für viele Jugendliche ist, zu sich und ihrer sexuellen Orientierung zu stehen. 

Es ist traurig, dass Thomas´nie den Mut gefunden hat um sein Leben so zu führen wie er es verdient hätte, wie jeder Mensch es verdient. Ein Leben in Freiheit, ohne Ketten, die die Gesellschaft einem um den Hals legt, die sich früher oder später fester zuziehen, zur Verzweiflung, Auswegslosigkeit führen können.    


Die Geschichte von Philippe Besson ist bewegend, fesselnd und regt zum Nachdenken an. 

Sie übermittelt uns eine klare Botschaft -> sei du selbst, verleugne dich nicht!


Ein Buch, dass gelesen werden muss!


"Und das Schreiben kann ein gutes Mittel zum Überleben sein. Um die verschwundenen nicht zu vergessen. Um weiter mit ihnen zu sprechen. Aber das Gefühl des Fehlens entspringt wahrscheinlich dieser ersten Abwesenheit, diesem närrischen Verbrennen an der Liebe." -S.46 

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Rezension zu "Hör auf zu lügen" von Philippe Besson

bis S. 39/106
Sillivvor 3 Monaten

Keine wörtliche Rede, nur erzählt, auch immer wieder abgedriftet zu...später werde ich Autor, das und das werde ich schreiben...viele Freunde sind an AIDS gestorben....vielleicht ist das Buch ganz o.k., aber es war jetzt im Augenblick nicht mein Fall.

Kommentare: 1
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Rezension zu "Hör auf zu lügen" von Philippe Besson

Toll
Peanut91vor 7 Monaten

Mir wurde freundlicherweise das Buch als Rezensionsexemplar von Randomhouse zur Verfügung gestellt.

Das Buch handelt vor allem wie es war als Homosexueller in den 70ern/80ern in Frankreich aufzuwachsen. Auch das Thema Aids bzw. HIV wird thematisiert und was für eine kleine Rolle mit großen Auswirkungen es für die Betroffenen es im Grunde in den Jahren bedeutet hatte. Auch das permanente Versteckspiel der homosexuellen aufgrund der Homophobie wird aufgegriffen. Die Texte sind fast schon lyrisch, was zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig ist. An manchen Stellen sind die Vergleiche und Metaphern wunderschön formuliert.
Die Liebe geht unter die Haut und wird richtig gefühlvoll beschrieben, was eine Achterbahnfahrt der Gefühle auslöst. Es ist eine Liebe, die in den Jahren einfach nicht sein durfte.
Die Texte spiegeln die Schmerzen, die Unsicherheit und auch die Auswirkungen des permanenten Versteckens für beide war wieder.
Mich haben vor allem die Erklärungen in den Klammern gestört, diese hätte man besser in den Text einbauen können.
Wenn man französisch kann, weiß man warum manche Sätze in der deutschen Übersetzung komisch klingen.

Fazit:
Zusammenfassend ist das Buch einfach nur herzzerreißend. Hierbei handelt es sich zudem um eine Autobiographie. Das erklärt auch den relativ hohen Preis. Trotzdem lohnt sich das lesen, auch wenn der Preis einen mitunter davor abschreckt.
Es fühlt sich nicht wie nur 160 Seiten an und es hat mich danach noch lange Zeit beschäftigt. Es macht einen unheimlich wütend auf homophobe Menschen, die die homosexuellen erst dazu bringen permanent über ihr eigenes Leben lügen zu müssen. Das Buch ruft zu Verständnis auf und zeigt, dass die Homophobie sehr schreckliche Seiten mit sich bringt. Es ist eigentlich von vorne herein klar wie das Ende aussieht.
Man hat das Buch schnell durch gelesen und für meinen Geschmack war es etwas zu kurz. Es könnte mitunter Menschen triggern, wegen der Themen Homosexualität und Homophobie. Beides taucht in allen Facetten auf und unter anderem gibt es Liebesakte.

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

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