Philippe Besson Ein Abschied

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Inhaltsangabe zu „Ein Abschied“ von Philippe Besson

Ein poetischer Abschiedsbrief an die verlorene große Liebe

Als Clément sie verlässt, flieht Louise aus Paris, reist nach Havanna, New York, Venedig – und schreibt ihm unablässig Briefe. Ihre Gedanken kreisen ganz um die verlorene Liebe, Clément aber antwortet nicht. Der eigentliche Adressat dieser Briefe ist vor allem Louise selbst. Die Erinnerung an das gemeinsame Leben, ihre Leidenschaft, ihr Glück und an all ihren Schmerz: Das sind die Etappen der inneren, bewegenden Reise. Louise erzählt sich ihre Liebe – und mit jedem Brief nimmt sie ein wenig Abstand davon.

Vielleicht das Beste unter all den tollen Büchern von Philippe Besson.

— Valentine

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  • Rezension zu "Ein Abschied" von Philippe Besson

    Ein Abschied

    Ailis

    10. April 2010 um 22:03

    Mit "Ein Abschied" legt Philippe Besson einen Roman vor, der in kurzen 155 Seiten so viel zu geben vermag. Den Abschied in diesem Roman nimmt Louise, die von Clément verlassen wurde. Um den zahlreichen Schauplätzen ihrer alten Liebe aus dem Weg zu gehen, begibt sie sich auf eine lange Reise, in ein freiwilliges, aber ihr notwendig erscheinendes Exil. Doch sie kann nicht loslassen, daher schreibt sie lange Briefe an Clément, von denen sie weiß, dass er sie nie beantworten wird. Doch sie hofft darauf, sich zu irren. In diesen Briefen entfaltet sich dem Leser die Beziehung dieser beiden Menschen, wenngleich natürlich recht einseitig, denn Clément kommt naturgemäß nicht zu Wort. Schnell wird deutlich, dass Clément und Louise keine Chance hatten. Sie ist chaotisch, sprunghaft, oft unkontrolliert und genießt den Augenblick, er ist ein Planer, blickt immer in die Zukunft, will nicht innehalten. Für ihn wird diese Beziehung zu einem Paradox: eigentlich will er planen, vorwärtskommen, doch da Louise nur die zweite Frau in seinem Leben ist, braucht er in der Beziehung mit ihr Unverbindlichkeit, einen offenen Rückweg. Schließlich ist er ja auch zu seiner Claire zurückgekehrt, doch sein genaues Motiv bleibt undeutlich. Man kann es nur zwischen Louises Zeilen an ihn erahnen. Letztlich bleibt die Liebe nicht greifbar, ihr Ende jedoch auch nicht. Was aber bleibt ist die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, den Abschied endgültig werden zu lassen und sein Leben weiterzuführen. Ein ganz besonderer Roman über das Ende einer Liebe, von einem Autor, der nie darum verlegen scheint, die richtigen Worte zu finden, um zu beschreiben, was er in der Seele seiner Heldin gefunden hat.

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