Philippe Bourseiller

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von EIS, Das gefährdete Paradies und weiteren Büchern.

Neue Bücher

EIS

 (1)
Neu erschienen am 20.09.2018 als Hardcover bei Knesebeck.

Alle Bücher von Philippe Bourseiller

EIS

EIS

 (1)
Erschienen am 20.09.2018
Das gefährdete Paradies

Das gefährdete Paradies

 (1)
Erschienen am 28.02.2008
Vulkane - für Kinder erzählt

Vulkane - für Kinder erzählt

 (1)
Erschienen am 15.04.2003
Die Sahara - für Kinder erzählt

Die Sahara - für Kinder erzählt

 (0)
Erschienen am 20.01.2006
365 Ways to Save the Earth

365 Ways to Save the Earth

 (0)
Erschienen am 01.10.2008

Neue Rezensionen zu Philippe Bourseiller

Neu
R_Mantheys avatar

Rezension zu "EIS" von Philippe Bourseiller

"Man betritt eine vollkommen reine Welt"
R_Mantheyvor einem Monat

Das meint Janot Lamberton in einem der Interviews in diesem Bildband als er über die Welt des Eises spricht. Er wird als "Gletscheronaut" bezeichnet. Nimmt man nur die Fotografien dieses Bandes als Bewertungsmaßstab, dann muss man fünf Sterne verteilen. Ich tue dies, möchte aber anmerken, dass sich in den wenigen Interviews immer wieder die Behauptung findet, dass der Klimawandel menschengemacht sei. Wenn man sich mit dieser Behauptung beschäftigt, betritt man religiöses Gebiet, denn bereits zweifelnde Nachfragen gelten als Sakrileg. Zweifel ist jedoch der Grundantrieb der Wissenschaft. Das Erdklima wandelt sich ständig. Alles andere wäre auch merkwürdig, schließlich befinden wir uns in einem dynamischen System, das von den sich ändernden Bedingungen auf der Sonne gesteuert wird. Man muss nur in das mehrere hundert Meter dicke Eis auf Grönland bohren, um dann an den Bohrkernen die Dauerhaftigkeit dieses Wandels deutlich feststellen zu können.

Dass manche sich oft in den Polarregionen aufhaltende Menschen besonders vom gegenwärtigen Wandel dort verstört sind, kann man verstehen. Unser oben genannter Gletscheronaut wird am Ende seines Interviews völlig hysterisch: "Wir sind auf dem besten Weg die Erde auszulöschen." Vermutlich kann man ihn auch nicht mit einem Hinweis auf die Vergangenheit beruhigen.

Grönland bekam seinen Namen im Mittelalter, als es über weite Flächen eben grün war. Diese Wärmeperiode – man streitet ob sie nun 500 oder 1000 Jahre anhielt – nennt man heute "mittelalterliche Klimaanomalie". Der frühere Begriff "mittelalterliche Warmzeit" ist obsolet, weil es nicht sein kann, dass es damals wärmer als heute war, obwohl man Genaueres gar nicht weiß. Sollte es nämlich tatsächlich dauerhaft so warm gewesen sein wie jetzt oder etwas wärmer, wofür manches spricht, dann fragt man sich natürlich sofort, warum man dann nichts über die vielen Katastrophen findet, die damals stattgefunden haben müssten, glaubt man den heutigen Zukunftskennern. Ganz abgesehen davon, dass man nur schwer einen Zusammenhang dieser Erwärmung mit menschlichem Handeln nachweisen können wird. Übrigens findet man in einem der Interviews im Buch auch die Feststellung, dass gegenwärtig keineswegs die Gletscher überall abnehmen. Es gibt auch Gebiete, wo das Gegenteil der Fall ist. Auch das ist selbstverständlich eine "Anomalie".

Kurz gesagt: Dieser Band enthält sehr viel geradezu hervorragende Fotografien, die einen gigantischen optischen Eindruck vom Eis in all seinen Variationen in den Polargebieten unserer Erde hinterlassen. Das kann man nur mit fünf Sternen bewerten. Die Interviews stellen Meinungen von Leuten dar, die sich oft in diesen Gebieten aufhalten und den Wandel dort beobachten. Man kann ihre Befürchtungen sehr wohl verstehen. Ob sie jedoch tatsächlich die Ursachen dieses Wandels wiedergeben, sei einmal dahingestellt, denn die Menschheit als Ganzes versteht die Dynamik des Klimas nur ansatzweise. Alle bislang benutzten Klimamodelle haben sich als unzulänglich erwiesen. Das kann man übrigens auch in diesem Buch nachlesen.

Kommentieren0
2
Teilen
sabatayn76s avatar

Rezension zu "Das gefährdete Paradies" von Philippe Bourseiller

Bildband der Superlative
sabatayn76vor 5 Jahren

Philippe Bourseiller präsentiert in seinem großformatigen Bildband 'Das gefährdete Paradies' exzellent fotografierte und hervorragend gedruckte Abbildungen aus aller Welt. Eine Vielzahl der Bilder wurde in den USA (v.a. in Nationalparks und auf Hawaii), in der Antarktis, in Äthiopien, in Neuseeland, auf der Kamtschatka-Halbinsel, in Namibia und in Algerien aufgenommen.

Ich fotografiere selbst, reise sehr gern, interessiere mich für Geologie und Geografie und habe mich intensiv mit Umweltschutz auseinander gesetzt. Somit ist 'Das gefährdete Paradies' der perfekte Bildband für mich.

So großartig ich die Bilder finde, die große Lust machen, auf eine Reise zu gehen und Fotos zu machen, so enttäuschend fand ich bisweilen die Texte. Der Fokus des Buches liegt klar auf den Bildern, doch die Texte waren mir dennoch oft zu kurz, zu repetitiv und zu wenig auf die Motive an sich bezogen. Auch finden sich immer wieder Fehler oder Ungenauigkeiten (z.B. Eisbären in der Antarktis, Radfahren als weniger umweltbelastend als Laufen).


Mein Resümee:

Großartige Fotografien bekannter und unbekannter Motive aus aller Welt, allerdings weniger gute Texte. Ich gebe dennoch 5 Sterne, weil die Fotografien wirklich toll und handwerklich hervorragend gemacht sind.

Kommentieren0
6
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 4 Bibliotheken

Worüber schreibt Philippe Bourseiller?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks