Sex Story

von Philippe Brenot 
4,5 Sterne bei36 Bewertungen
Sex Story
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Als Sachbuch ein Fehlgriff.

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Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und sich durch die unterschiedlichen Epochen der Zeit leiten zu lassen.

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Inhaltsangabe zu "Sex Story"

Unser Verhältnis zur Sexualität ist ständig im Fluss, doch seit Beginn der menschlichen Zivilisation bestimmt sie unser Leben und in unserem Alltag ist sie omnipräsent. Aber was wissen wir wirklich? SEX STORY wirft einen höchst vergnüglichen und informativen Blick auf die Geschichte der Sexualität: von den Anfängen der Menschheit bis zum digitalen Zeitalter, von Kleopatras exzentrischen Neigungen zum ersten Genitalpiercing im 19. Jahrhundert, von Michelangelos Homosexualität zur sexuellen Revolution der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dieses erste Comic zur Geschichte der Sexualität, eine Zusammenarbeit der jungen Illustratorin Laetitia Coryn und des Sexualwissenschaftlers und erfolgreichen Buchautors Philippe Brenot, bietet eine völlig neue Sichtweise auf das Thema: frech, faktenreich, witzig.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442757442
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:25.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Flaventusvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und sich durch die unterschiedlichen Epochen der Zeit leiten zu lassen.
    Schluss mit dem Unfug!

    Ein Comic über die Geschichte des Sex – kann das funktionieren? Ja, es kann. Und es wenig verwunderlich, dass dieser Comic aus Frankreich stammt, wo Comics bekanntlich als Kulturgut deutlich wertgeschätzter werden als hierzulande. Wie schon bei vielen Werken, die aus unserem Nachbarland ins Deutsche übersetzt werden, so bezeugt auch dieses Buch: zu Recht!


    Kein Aufklärungsbuch

    Viele Leser mögen glauben, dass da wo Sex draufsteht, sexuelle Aufklärung drinnen ist. Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Untertitel „Kulturgeschichte“ darf nicht überlesen werden, und damit die zwingende Voraussetzung, nicht nur aufgeklärt, sondern auch mit diversen Begrifflichkeiten aus der Themenwelt der Sexualität vertraut zu sein.

    In diesem Buch wird weder eine Aufklärung noch ein begriffliches Fachlexikon geboten. Somit ist dieser Comic eindeutig auch nichts für Kinderhände, sondern richtet sich an aufgeklärte (junge) Erwachsene.

     

    Kritische Inhalte

    Aufklärung bedarf es allerdings nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern auch in kultureller. Wer weder die genannten Persönlichkeiten, noch die Geschichte der Institutionen wie die der Kirchen oder Gesellschaften wie das römische Reich kennt, wird viele Anspielungen nicht verstehen. Und damit auch den Witz verpassen, der sich dahinter verbirgt.

    Die Anspielungen sind natürlich zuweilen sehr kritisch und überspitzt. Was wenig überraschend sein dürfte, da Sexualität in vielen Gesellschaften eben alles andere als das Normalste der Welt galt. Dafür dürften viele Inhalte und dargebotenen Fakten so manchen Leser überraschen. Das Buch ist durchweg gut recherchiert und viele Inhalte räumen mit diversen Vorurteilen und Unwissen auf.

     

    Viel Bild, viel Text

    Die Illustrationen sind bewusst „comic-haft“ gestaltet und bietet nicht die künstlerische Tiefe einer Graphic Novel. Im Gegenzug ist, dafür, dass es sich um einen Comic handelt, sehr viel Text enthalten. Die 200 Seiten sind nicht nur deshalb aufwändiger zu lesen, sondern auch wegen des teilweise gehobenen und verschachtelten Sprachstils.

    Wer also ein einfach gestricktes Sex-Comic erwartet, wird mit dieser Lektüre bitter enttäuscht werden. Ebenso wie Porno-Freunde. Denn auch wenn viele Darstellungen explizit sind, so ist es an keiner Stelle pornografisch.

     

    Fazit

    Dieses Comic räumt mit vielen Vorurteilen und fehlerhaften Fakten auf, die sich in unserer Kultur fest verankert haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und sich durch die unterschiedlichen Epochen der Zeit leiten zu lassen, um zu erfahren, wie unterschiedlich die jeweiligen Gesellschaften dem Sex gegenüber standen.

    Ich kann dieses Buch allen aufgeklärten und an der Kulturgeschichte des Sex interessierten Leser empfehlen. Wer Aufklärung oder pornografische Inhalte sucht, sollte sich jedoch anderen Werken widmen.


    Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

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    Sidnyvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Als Sachbuch ein Fehlgriff.
    Sachbuch in Comic-Variation

    "Eine Kulturgeschichte in Bildern" verspricht das Cover von Sex Story seinen potenziellen Lesern, und soll eine Übersicht über die Entwicklung der menschlichen Sexualität von den ersten Frühmenschen bis in die Gegenwart und sogar einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sexueller Gepflogenheiten liefern.

    Zusammengetan haben sich hier der Anthropologe und Psychiater Philippe Brenot und die Illustratorin Laetitia Coryn - Brenot liefert die Story, Coryn steuert die Zeichnungen bei.
    Ich habe mir im Vorfeld mittels einer Leseprobe einen kleinen Eindruck über das Buch gemacht, und war sehr gespannt, wie dieser Spagat zwischen einem "trockenen Sachbuch" über ein eigentlich völlig "untrockenes" Thema und einem kurzweiligen, unterhaltsamen Comic wohl gelingen mag. Nachdem ich nun das ganze Buch kenne, muss ich sagen, dass ich extrem hin- und hergerissen bin und mich wirklich schwertue, eine angemessene Sternewertung zu finden.

    Absolut überzeugt hat mich der Comic-Anteil: Die Zeichnungen sind wirklich gelungen, niedlich anzusehen, treffen inhaltlich auf den Punkt und bringen die richtige Dosis Humor ins Buch. Ebenfalls gut gefallen hat mir die Strukturierung, die zuerst chronologisch und dann auch regional unterteilt, wenn es für eine Epoche (zum Beispiel die Antike) auf verschiedene Kulturen (Ägypter, Griechen...) einzugehen gilt.

    Auf der Sachbuchebene fand ich das Buch dagegen im Gesamten enttäuschend. Zum einen bleiben viele Dinge extrem an der Oberfläche, was natürlich an der gewählten Präsentationsform als Comic liegt und aus diesem Grund auch zu erwarten war - daher wäre eine Abwertung wegen dieses Punkts nicht gerechtfertigt. Aber es gab auch ein paar Details, die mir wirklich sauer aufgestoßen sind:
    Zum Beispiel werden berühmte Syphilis-Erkrankte aufgezählt (Seite 132), unter denen sich auch Heinrich VIII. befindet, obwohl sich die These seiner Syphiliserkrankung noch nie nachweisen ließ und eigentlich auch schon vor einigen Jahren stichhaltig widerlegt wurde. Ob die Behauptung für die anderen Genannten (Franz I., Ludwig XIV und Napoleon) zutreffend ist oder nicht, weiß ich nicht - ich habe es auch nicht überprüft, denn eigentlich sollte mir ein Sachbuch keine überholten Thesen als Fakten verkaufen, sondern verlässliche Informationen liefern. Das tut es aber auch an anderer Stelle nicht, nämlich auf Seite 176, wo "Rudolph Valentino [angeblich] die Frauen der 1930er-Jahre um den Verstand" bringt, obwohl der Arme bedauerlicherweise bereits 1926 verstorben ist. Mir sind nur diese beiden Details aufgefallen, aber bei zwei doch recht groben Schnitzern ist es durchaus wahrscheinlich, dass noch weitere enthalten sind.
    Ebenfalls ärgerlich fand ich, wie auf Seite 45 das Thema "Beschneidung" angegangen wurde. Dort finden sich auf kleinem Raum einige fragwürdige Informationen mit einem kleinen Schwenk auf die Gegenwart: "Während die Zirkumzision ohne großen Schaden für die Männer weiterhin praktiziert wird, ist die Exzision insofern völlig inakzeptabel, als sie einer sexuellen Verstümmelung der Frau gleichkommt, die enorme Konsequenzen für ihre Genitalien und ihr Sexualleben hat." Eine solch unreflektierte Aussage ist im 21. Jahrhundert einfach unangebracht - jeder Mensch (ja, auch wenn er männlich ist) hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit, ebenso wie auf religiöse Selbstbestimmung. Wer sich als Erwachsener die Vorhaut aus traditionellen, religiösen oder kosmetischen Gründen amputieren lassen möchte, kann das ja tun, aber die Tatsache, dass Eltern ihren kleinen Jungs eine überflüssige, mit zahlreichen Risiken belastete Operation zumuten dürfen, an deren Ende ebenfalls ein verstümmeltes Geschlechtsteil steht, sollte in einem Sachbuch nicht schöngeredet oder bagatellisiert werden. Hätte der Autor sein Buch vor einem halben Jahrhundert geschrieben, hätte er wohl auch noch im Brustton der Überzeugung behauptet, dass Selbstbefriedigung zu Erblindung führt, oder wie?
    Bei dem Ausblick um die mutmaßliche zukünftige Entwicklung der menschlichen Sexualität handelt es sich eigentlich nur noch um Glaskugelei mit deutlichen Anleihen aus "Demolition Man" - das hätte sich der Autor besser ganz gespart.

    Andere Leser würden hier vielleicht ein Auge zudrücken, aber für mich ist es ein No-Go, wenn ein Laie sogar ohne weitere Recherche über mehrere Stellen stolpert, die bei wohlwohlender Betrachtung vielleicht ein wenig unsauber, bei kritischer eher schlampig, schlecht recherchiert oder völlig unkritisch wirken. Der Autor ist natürlich kein Historiker, aber gerade aus diesem Grund wäre es umso wichtiger gewesen, mehrere und aktuellere Quellen zu Rate zu ziehen. So ist "Sex Story" als Sachbuch für mich wertlos, da ich nicht weiß, welche Fakten denn nun auch wirklich welche sind.
    Müsste ich alleine die Qualität des Sachbuchs bewerten, hätte ich maximal zwei Sterne gegeben - würde ich nur die Qualtiät des Comics beurteilen, wären es auf jeden Fall fünf Sterne. Ich habe mich somit für die Mitte entschieden und gebe drei Sterne.
    Wem es weniger um fundierte Informationen sondern eher um ein paar unterhaltsame Lesestunden geht, der kann bedenkenlos zugreifen - bei wem es umgekehrt ist, der sollte vielleicht lieber noch ein bisschen weiterstöbern.

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    Ginger1986s avatar
    Ginger1986vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles informatives Buch
    Witzig und Informativ

    Erstmal wow! Ich hatte mit einem dünnen Büchlein gerechnet. Ich hatte nicht mit einem so riesigen Buch gerechnet. Das Buch ist komplett in rot gehalten und macht direkt klar um was es sich hier dreht. Das Buch enthält 12 Kapitel und eine Zusammenfassung wo kurz und knapp die wichtigsten Punkte zusammengefasst sind. Direkt erstmal:  Das Buch ist nicht für Kinder geeignet. Auch wenn es sich um eine Erzählung in Form eines Comics handelt, ist das Buch ausschließlich für Erwachsene oder Jugendliche ab ca. 15 Jahren geeignet. Die Geschichte rund um die schönste Nebensache der Welt wird hier in humorvoller Sprache dargestellt. Von der Steinzeit, über die Antike und das Mittelalter geht es in die Gegenwart. Das Buch umschreibt, was in den einzelnen Epochen in Punkto Sex angesagt war und was absolut verpönt oder sogar verboten war. Wie war der Umgang der Menschen miteinander? Wie sind Eheleute miteinander umgegangen? Zwischen den Zeilen lernen wir in diesem Buch nicht nur etwas über die Geschichte des Beischlafs sondern auch über die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Welche Rituale gab es im Laufe der Zeit ? Welche Begriffe lassen sich von damals noch ableiten ? Fazit: Ein tolles informatives Werk was Themen wie Homosexualität, Keuschheit und Prostitution auf humorvolle Weise erklärt ohne dabei zu überzogen zu wirken.         

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    Lealein1906vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Alle Sachen, die man über Sex schon einmal wissen wollte und auch die, die man nicht wissen wollte =D
    Geschichtsunterricht der etwas anderen Art

    Ich muss sagen, ich finde es etwas schwierig „Sex Story“ zu bewerten. In einer Comicform wird die Geschichte unserer Fortpflanzung erzählt, von den ersten Menschen (biblisch und geschichtlich) bis zur Zukunft dargestellt. Dabei durchqueren wir die großen geschichtlichen Zeiten und Epochen Babylon, Ägypten, Griechenland, Rom, Mittelalter, Renaissance, Aufklärung, 19., 20. und 21. Jahrhundert. Natürlich liegt der Fokus dabei auf dem Sex. Nicht nur rein geschichtliches Sachen werden erzählt, sondern auch Episoden aus der Mythologie oder andere Geschichten vom „Hörensagen“.

    Die Bilder vom Comic sind schön farbig und oft mit vielen Details (in diesem Buch ist es ja auch nicht verwunderlich, wenn wirklich ALLE Details gezeigt werden) gestaltet. An der Aufmachung des Comics kann ich also keine Kritikpunkte finden. Was mir allerdings nicht so gefallen hat, ist, dass manche geschichtliche oder auch biblische Erzählungen ins Lächerliche gezogen werden. Das Buch will hier lustig sein, ist es in meinen Augen nicht.

    Zum Inhalt: Ich finde es ganz nett gemacht, weil meistens die geschichtlichen Begebenheiten mit einer Geschichte verdeutlicht werden. Also meistens ein Paar und was es dann machen darf/kann/soll ins seiner Epoche. Es werden auch richtig interessante Fakten erzählt, das muss ich echt sagen. Sowas kann man nun mal in der Schule nicht lernen. Irgendwie ist das Buch schon interessant, aber „zu viel“. Zu viel nackte Menschen, zu viele anrüchige Szenen, zu viel… Manchmal braucht man eben doch nicht so viele Informationen.

    Also im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass es ein wirklich nett aufgemachtes Buch ist, mit einigen interessanten Fakten, aber auf Dauer wird es mir von dem Thema einfach zu viel. Es ist halt sehr sachbezogen. Für Leute die sich ausführlich über dieses Thema informieren wollen ist dieses Buch sicher klasse.

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    ferrucciovor einem Jahr
    Der Blick in tausend Schlafzimmer

    So groß und schwer das Buch an sich ist, so zahlreich und prägnant sind die berauschenden Informationen, die es in sich birgt. Das schlichte Cover gibt zudem vorab nichts über den Inhalt preis. Trotzdem kauft man damit nicht die Katze im Sack. Ganz dem Klappentext treu bleibend, werden alle Fragen zum Thema Sex, auch die gar nicht gestellten, beantwortet und das stilvoller und tiefgründiger, als man es erwartet. Viel ernsthafte und umfangreiche Recherchearbeit im Vorfeld war zu bewältigen. Herausgekommen ist ein seltenes Werk, das Mythen, religiöse Überzeugungen und wissenschaftliche Fakten unterhaltsam und informativ miteinander verquickt. Die Auswirkungen auf uns Menschen im Wandel der Zeit haben dabei eine Erlebensspanne, die von fatal bis phantastisch reicht. Die Lust der Götter war (und ist?) allzu oft eine Last für den Menschen. Sex, Liebe, Lust und Leidenschaft hat viele Gesichter und ist dennoch den verschiedensten äußeren Einflüssen unterworfen oder wird von selbigen beflügelt.

    Witzig zum einen, kritisch zum anderen. Alles hat eine Kehrseite, die nicht immer sehr schön anzusehen ist. Und auch beim Thema Sex wird hier das Verhältnis zwischen Mann und Frau an Bett UND Tisch nicht ausgeblendet. Auch wenn dabei die Frau erfahrungsgemäß eindeutig / zweideutig fast nie die Hosen anhat, ist Sex Story für uns alle textlich lesens- und bildhaft bewundernswert. In der Praxis steckt mehr Theorie, als man bisweilen wahrhaben will. Die Sexualität im Wandel der Epochen – ein Auf und Ab, ein Hin und Her, ein Vor und Zurück in puncto Freiheitlichkeit und Freizügigkeit. Von Prostitution zu Perversion, von wahrer Liebe zu purem Trieb. Wie viel Natur steckt in Kultur? Nach der Lektüre bleibt auf jeden Fall „mehr hängen“, als nach dem Lesen eines trockenen Sachbuchs. Alles läuft auf eins hinaus – Lustbefriedigung und Fortpflanzung. Schon viel wurde darüber geschrieben, aber noch nie so witzig und interessant in Szene gesetzt. Ein Buch, nicht unbedingt nur für Erwachsene. 

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    MelaKafers avatar
    MelaKafervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbar pikanter Comic über die Geschichte des Sex vom Ursprung der Sexualität bis zum Sex der Zukunft
    Ein wunderbar pikanter Comic

    Philippe Brenot und Laetitia Coryn haben sich mit ihrem Comic an ein Thema gewagt, das für viele immer noch Tabu und peinlich sein dürfte. Dabei ist die Kulturgeschichte der Sexualität ein Spiegel unserer Entwicklung hin zu einem liebenden Individuum. Als zum Sex als rein fortpflanzungsrelevanter, wenn auch angenehmer Tätigkeit, Gefühle und Liebe hinzu kamen, wurde aus dem Menschen das, was ihn ausmacht. Ein mitfühlendes, freizügiges und reflektierendes Geschöpf.
    In verschiedensten Comics werden vom "Ursprung der Sexualität" bis zum "Sex der Zukunft im 21. Jahrhundert" die wohlgehüteten Geheimnisse, etwa berühmter Persönlichkeiten, und missverstandenen Anekdoten beleuchtet und wunderbar anschaulich in Szene gesetzt. Dabei wird kein Tabu umschifft, sondern immer geradewegs drauf zu gesteuert. Zeichnerisch sehr gekonnt karikiert und wunderschön koloriert von Isabell Lebeau, ist dieses umfangreiche, hochwertig aufgemachte Kulturgeschichtscomic eine Bereicherung für jeden unbefangenen Leser, der die menschliche Intimität besser verstehen will.

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    anna-lee21vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unterhaltsam, lehrreich und witzig
    Unterhaltsamer Ausflug in die Kulturgeschichte des Sex

    Zugegeben, mein erster Gedanke war: ein Comic über die Geschichte des Sex? Das kann ja nichts Vernünftiges sein, wie albern… Dann aber halte ich das hochwertige Buch in den Händen und muss meinen Eindruck nach und nach revidieren. Der Ausflug durch die Kulturgeschichte des Sex bringt uns vom Ursprung in der Steinzeit nach Babylon, Ägypten, Griechenland und Rom über das Mittelalter, die Renaissance, das Zeitalter der Aufklärung und das 19. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert und sogar in die Zukunft. Es wird ein sehr interessanter, lehrreicher und unterhaltsamer Überblick gegeben. Wer tiefer ins Thema einsteigen will, muss sich aber woanders informieren. Doch das ist gar nicht der Sinn des Buches. Durch die Comics wird das Thema locker leicht und witzig, dennoch aber mit Anspruch angegangen und auch Themen wie Homosexualität und die Rolle der Frau kommen nicht zu kurz. Stellenweise etwas langatmig, aber durchaus unterhaltsam!

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    Z
    zyrimavor einem Jahr
    Der Sex durch alle Zeiten

    Inhalt ( Klappentext) : 

    Unser Verhältnis zur Sexualität ist ständig im Fluss, doch seit Beginn der menschlichen Zivilisation bestimmt sie unser Leben und in unserem Alltag ist sie omnipräsent. Aber was wissen wir wirklich? SEX STORY wirft einen höchst vergnüglichen und informativen Blick auf die Geschichte der Sexualität: von den Anfängen der Menschheit bis zum digitalen Zeitalter, von Kleopatras exzentrischen Neigungen zum ersten Genitalpiercing im 19. Jahrhundert, von Michelangelos Homosexualität zur sexuellen Revolution der 60er und 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dieses erste Comic zur Geschichte der Sexualität, eine Zusammenarbeit der jungen Illustratorin Laetitia Coryn und des Sexualwissenschaftlers und erfolgreichen Buchautors Philippe Brenot, bietet eine völlig neue Sichtweise auf das Thema: frech, faktenreich, witzig. 

    Meine Meinung: 

    Auf ca 200 Seiten wird die Geschichte des Sex vom Anbeginn der Menschheit bis zur Gegenwart erzählt, und das als Comic mit viel Erklärungstext. 
    Das Buch ist mit viel Humor geschrieben und gezeichnet und brachte mich oft zum schmunzeln. 
    Sehr anschaulich fand ich die Rolle der Frau, die sich über die Jahrtausende kaum verändert hat, Mann darf alles, Frau ist für Heim und Kinder da und zur bespassung ihres Mannes. 
    Nicht so toll fand ich den Teil über den Sex in der Zukunft, das Buch wäre sehr gut ohne diesen Abschnitt ausgekommen. 
    Ein Memo am Ende liefert noch einige Informationen zu Themen des Sex, wie zum Beispiel , Liebe, Die Ehe und Prostitution. 

    Fazit: 

    Ein Buch für Erwachsene das durchaus was hat und das ich gerne weiterempfehle.

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    kabigvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöne Comic-Bilder, lustige und unterhaltsame Anekdoten, kritische und witzige Bemerkungen rund um ein Tema, das jeden betrifft
    Aufklärung mal anders


    Die Geschichte der Sexualität ist so alt wie die der Menschheit und Sex Story versucht in sehr unterhaltsamer Weise diese Geschichte zu erzählen - dargeboten in Form eines Comic-Bandes. Dabei kann man nicht nur einiges an lehrreichen Fakten erfahren, sondern sich auch viel unnützes aber sehr beeindruckendes Wissen aneignen.
    Die Geschichte verläuft weitgehend chronologisch und ist in die Geschichtlichen Epochen unterteilt, wobei auch hier bei speziellen Themen ein kurzer Gesamtüberblick gegeben wird. Abgerundet wird das ganze Werk durch ein Memo zu acht zentralen Oberbegriffen, ein Namens- und ein Sachregister.

    Das gesamte Buch ist wunderschön gestaltet und unterhält den Leser mit lustigen Comicbildern und vielen spitzen Kommentaren. Die Geschichten werden mit einer gehörigen Portion Humor erzählt und an vielen Stellen auch ein wenig kritisch betrachtet. Dabei sind alle Zeichnungen geschmackvoll gehalten und in keinster Weise pornographisch. Insgesamt ein Buch, dass das wichtige Thema Sex auf neue Weise und auch für Jugendliche sehr ansprechend präsentiert. Kein Muss, aber ein sehr unterhaltsames Lesevergnügen zum Schmunzeln.

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    SofieWaldenvor einem Jahr
    Rote Buchdeckel mit viel Originalität

    Sexstory, eine Kulturgeschichte in Bildern, ist der Titel dieses tollen sehr speziellen Buches und dieser Titel sagt eigentlich alles, was man bzgl. des Inhalt erwähnen muss. Daher direkt zu dem, was diesen Überraschungserfolg aus Frankreich ausmacht. Das Buch ist in Comicform geschrieben, mit ausreichend Text, um dem Thema mehr wie angemessen gerecht zu werden und zusätzlichen witzigen Sprechblasen, die dem Ganzen eine sicher gewünschte zusätzliche Lockerheit geben. Ob das funktioniert. Ja, tut es und wie. Flott, salopp, aber nie ohne ambitionierte Ernsthaftigkeit, erfahren wir hier eine Menge und das fachlich immer auf soliden wissenschaftlichen Beinen. Beginnend mit der Zeit unserer 'Cousins', der Affen, führt dieses Buch schließlich hinein in eine Zukunft, die zurückfindet zu dem, was wir alle uns wohl wünschen. Ummantelt mit passendem Anhang und Definitionen der wichtigsten Begriffe, ist das Werk ist mit viel Liebe, auch im übertragenden Sinne, gemacht und man lernt eine Menge relevanter sehr interessanter Dinge, die bisher noch nicht so wirklich öffentlich gemacht wurden. Ein sehr erfrischendes lehrreiches Erlebnis mit dem passenden Maß an Humor und Lockerheit.

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