Philippe Djian Die Frühreifen

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Inhaltsangabe zu „Die Frühreifen“ von Philippe Djian

Es kracht gewaltig zwischen den Generationen. Selbst oben am Hügel, wo die Villen im Herbstlicht erstrahlen und die Swimmingpools glitzern. ›Sex and drugs and rock 'n' roll‹? Das waren die Ideale der Eltern. Heute ist alles anders. Ein starkes und sensibles Porträt der ›happy few‹ – die es immer zahlreicher gibt und die immer unglücklicher werden.

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  • Porträt jugendlicher Dekadenz

    Die Frühreifen

    Duffy

    21. July 2015 um 17:10

    Richard schaffte es als Schriftsteller, seine Frau Laure als erfolgreiche Schauspielerin. Es reichte für die Villa oben am Hügel, was nur die Großen schaffen, die dann zur separierten Gesellschaft werden. Doch Drogen und Alkohol sorgten für Entfremdung und als dann auch noch die Tochter Lisa im See ertrinkt, ist es vorbei mit aller Herrlichkeit. Davon am meisten betroffen ist der vierzehnjährige Sohn Evy, dem viele eine Mitschuld am Tod seiner Schwester geben. Der wächst zusammen mit Teenagern auf, die in teilweise neurotischen Verbindungen zueinander stehen. Ebenfalls schon drogenerfahren geht er seinen Weg und schlängelt sich durch Generationskämpfe, die auch zwischen seinem Vater und dem Großvater stattfinden. Djians Porträt eines richtungslosen Jugendlichen ist durch die Wahl der Gesellschaftsgruppierung ein wenig übertrieben. Die dieser Gruppe anfhaftende Dekadenz ist nicht repräsentativ für die sonst üblicherweise auftretenden Generationskonflikte. Dennoch - diese Koflikte werden am Beispiel des Verhältnisses Vater - Großvater sehr gut dargestellt. An Glaubwürdigkeit fehlt es beim exzessiven Drogenmissbrauch und Alkoholgenuss bei den Jugendlichen. Auch die schon erwähnte Dekadenz bei sexuellen Begegnungen scheint übertrieben, wenn es sich um 14jährige handelt. Dass sich Evy um die Reinheit der Liebe und um Schamgefühl als erstrebenswerte Lebenseinstellung bemüht, ist zwar ein interessanter Aspekt, dürfte aber beim "Normalo" keinesfalls so ausgeprägt sein. Wenn also Djian einen unterhaltsamen Roman schreiben wollte, dann ist ihm das gelungen. Auch die Generationsproblematik konnte stellenweise eindrucksvoll herausgearbeitet werden. Trotzdem enthält das Buch Ungereimtheiten, die ihm im Ganzen die Glaubwürdigkeit nicht ganz nimmt, aber immerhin einschränkt. Dadurch hinterlässt es auch keinen nachhaltigen Eindruck.

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  • Rezension zu "Die Frühreifen" von Philippe Djian

    Die Frühreifen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. June 2008 um 21:31

    Ein in meinen Augen etwas untypisches Buch. Ich muss gestehen, dass ich mich mehr als durch gequält habe und nur weil´s nun mal ein Djian war, hehe. Für mich liest sich das Buch wie ein Drehbuch und als Tiefgangfilm hätte ich sicher mehr Freude an dem Thema gehabt. Es ist nicht nur die Geschichte einer abgeklärten Familie, die ihre Tochter und Schwester verloren hat, sondern auch die Geschichte ihres Umfeldes im dekadenten Villenidyll. Das Leben geht weiter egal was passiert und Lebensschmerz wird mit Drogen, Sex und Party betäubt. Der junge Evy und seine Freunde suchen nach Lebenssinn und Orientierung, die ihnen die Erwachsenen nicht bieten können weil sie so sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Die jungen Leute beobachten genau die Fehler der Alten und die Alten werden aus der Jugend nicht mehr schlau, weil sie sich selbst für viel cooler halten. Aus den Fehlern und Oberflächlichkeiten aller Beteiligter ist erkennbar, dass jede Generation ihre Art von Unreife hat und die Unterschiede somit verschwimmen.

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  • Rezension zu "Die Frühreifen" von Philippe Djian

    Die Frühreifen

    dr_wort

    03. September 2007 um 02:46

    Djian hat in seinem zuletzt auf Deutsch erschienenen Roman (2006) wieder zu seiner alten Form zurückgefunden. Wunderbar erzählt er hier aus der Perspektive eines unsichtbaren Beobachters das Leben in einer reichen Enklave, die Probleme der Heranwachsenden, die reifer sind, als ihre noch in der eigenen Hippievergangenheit feststeckenden Eltern. Für Spannung sorgt auch der Krimi-ähnliche Plot, der aus diesem Buch mehr macht, als ein stilsicheres und unterhaltsames Gesellschaftsbild.

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