Philippe Georget Wetterleuchten im Roussillon

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Inhaltsangabe zu „Wetterleuchten im Roussillon“ von Philippe Georget

Inspecteur Gilles Sebag ist gerade aus den Sommerferien zurück, als die Leiche eines Rentners gefunden wird. Offenbar wurde er vom Mitglied einer aus dem Algerienkrieg bekannten Geheimarmee ermordet. Es stellt sich schnell heraus, dass eine 50 Jahre alte Rechnung beglichen wurde. Dann gibt es einen weiteren Toten, der auch in den Algerienkrieg involviert war, und die Sache wird so politisch, dass Gilles aufpassen muss, mit wem er spricht. Als schließlich seine Tochter in den Fall verwickelt wird, muss Gilles sich entscheiden: Karriere oder der heißgeliebte Familienfrieden?

Ein wenig Spannung, ein wenig Geschichtsunterricht.

— djojo

Ausgezeichneter Krimi, der ein dunkles Kapitel Kolonialgeschichte beleuchtet.

— Bibliomarie

Spannungsgeladene Geschichte eines Rachefeldzugs, der seinen Ursprung in der französischen Geschichte hat

— Matzbach

Durchaus spannend, aber mit einigen unnötigen Längen

— MartinaM

Inspecteur Gilles Spürnase auf der richtigen Fährte. Toller spannender Krimi.

— thora01

Mysteriöse Morde im Schatten der französischen Vergangenheit ...

— Alais

Ein gelungener Krimi, der mit den Geistern aus der Vergangenheit kämpft.

— Bellis-Perennis

Eher gemächlicher Krimi mit historischem Hintergrund, einigen Längen und etwas zu viel Privatleben für meinen Geschmack.

— Antonella

Mehr als ein Thriller. Für alle anspruchsvollen Leser, die neben einem guten Krimi auch an Geschichte, Land und Leuten interessiert sind.

— JulesBarrois

Spannende Geschichte mit historischen Bezug um den sympathischen Inspecteur Sebaq an einem Ort, der Urlaubsgefühle weckt.

— Edelstella

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  • Kolonialherrschaftliche Grüße aus Algerien

    Wetterleuchten im Roussillon

    djojo

    22. April 2017 um 15:35

    Gerade noch begleitete Gilles Sebag seine Tochter zur Beisetzung eines Klassenkameraden der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Da wird er zu einem Mordfall gerufen: ein älterer Rentner wurde erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Spuren vor Ort lassen auf einen Zusammenhang schließen, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. Der Rentner hatte offenbar mit einer geheimen Armee zu Zeiten des Krieges am Ende der Kolonialherrschaft Frankreichs in Algerien zu tun. War er etwa Mitglied dieser Armee? Hat er etwa in diesem Krieg viele Menschenleben auf dem Gewissen? Doch wer wird sich jetzt nach über 50 Jahren an einem alten Mann rächen?Fragen über Fragen beschäftigen Gilles Sebag und seine Kollegen. Als dann ein zweiter Mord passiert, gewinnt die gesamte Ermittlung an Brisanz. Denn nach wie vor tappen die Ermittler im Dunkeln bei der Suche nach einem Motiv. Parallel dazu nagen an Gilles Sebag die Zweifel an der Treue seiner Frau. Doch er traut sich weder in Ihren Sachen zu stöbern und im privaten Umfeld „zu ermitteln“ noch eine offene Aussprache herbeizuführen. Doch er spürt, dass irgendetwas nicht stimmt. Und er spürt auch, dass er irgendwann Klarheit schaffen muss.„»Woran denkst du?« – Langsam drehte er sich um und deutete ein Lächeln an. »Ich denke nicht, ich träume.«“ (S. 309)Schon im ersten Roman um Inspecteur Sebag („Dreimal schwarzer Kater“, erschienen 2014 im Ullstein Verlag) kann der Leser bestaunen wie menschlich, und doch geschickt und manchmal sogar listig die Ermittlungen im französischen Roussillon laufen können. Mit Mitgefühl, Verständnis und vielen Gedanken an die Hintergründe erforscht Sebag geradezu die Ursachen und Motive einzelner Personen. Es gelingt ihm sich in fremde Sichtweisen hineinzuversetzen und gleichzeitig auch noch den Leser auf diese Reisen mitzunehmen. Dabei scheinen dem Autor keine Grenzen gesetzt zu sein, ob es sich um Verbrecher, ja sogar Kriegsverbrecher, die Familie des Inspecteurs oder schlicht geschichtliche Hintergründe handelt spielt keine Rolle. Diese Besonderheit hat auch ihren Preis. Zu mühsam wird die Spannung aufgebaut und zu lange dauert es bis der nach Spannung suchende Leser richtig mitfiebern kann. Am Ende muss deshalb auch in die klassische Trickkiste der Verheimlichung von Details vor dem Leser gegriffen werden, was mir leider ein wenig den Spaß an diesem Roman geraubt hat. Aber nur ein klein wenig. Der zweite Fall von Gilles Sebag bleibt ein gelungener und unterhaltsamer Krimi, der den Leser in den Süden Frankreichs, ja fast schon bis über die spanische Grenze entführt.

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  • Spannend bis zum Schluss

    Wetterleuchten im Roussillon

    Babyv

    26. December 2016 um 15:02

    "Wetterleuchten im Roussillion" klingt als Titel schon geheimnisvoll und ist auch definitiv Programm! Da es nun mal leider ein Krimi ist und ich Euch nicht zu viel verraten will, nur das Wichtigste: Inspecteur Gilles Sebag hat wieder einen sehr spannenden und toll beschriebenen sowie durchdachten Fall vor sich! Seine Person war mir äußerst sympatisch und in mir schrie es am Ende förmlich nach dem dritten Fall ;)Da ich besonders die Historie liebe fand ich diese Kombination eines Krimis mit diesem Thema sehr interessant und wurde definitiv nicht enttäuscht! Ohne schlechtes Gewissen kann ich Euch also diese Fortsetzung empfehlen. Sie ist genial geschrieben und daher gibt es von mir 5 Sterne.PS: Auch wenn es sich um einen vollkommen eigenständigen Fall handelt, sollte man sich auch unbedingt noch den ersten Fall im Hinterkopf behalten!

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  • Kurzweilig

    Wetterleuchten im Roussillon

    pandora84

    03. March 2016 um 16:35

    Ich habe das Buch "Wetterleuchten im Roussillon" von Philippe Georget erschienen als Taschenbuch im Ullstein Verlag als Rezensions-Exemplar gewonnen. Es umfasst 474 Seiten und kostet 9,99€. Die Geschichte beginnt mit zwei alten Männern, die sich, scheinbar nach vielen Jahren, wieder gegenüber stehen. Für einen der beiden endet dieses Wiedersehen tödlich. In der nächsten Szene kommen wir zu Inspecteur Gilles Sebag, der seine Tochter zur Beerdigung eines Mitschülers begleitet, der bei einem Unfall tödlich verletzt wurde. An seinem ersten Arbeitstag nach seinem Urlaub wird er zu einem Mord gerufen und ahnt noch nicht, dass er sich bald mit einem blutigen Teil der französischen Vergangenheit näher befassen muss. Bei dem Toten handelt es sich um einen alten Mann, der, wie sich später herausstellt, der OAS, der Organisation der geheimen Armee, angehörte. Diese war für viele Morde im damals noch französischen Algerien verantwortlich. Gilles muss sich mit den Algerien-Franzosen und auch deren Gegnern befassen um herauszufinden wer möglicherweise der Mörder ist und warum er tötet. Es kommt zu einem weiteren Mord und nach und nach kommt ihm die Erkenntnis, dass es vielleicht kein Gegner der OAS ist, der für die Morde verantwortlich ist und auch der Tod des Mitschülers seiner Tochter steht möglicherweise mit den Morden in Verbindung. Gilles Sebag ist ein sympathischer Inspecteur, der sich nicht nur in den Fall hineinkniet, sondern auch privat mit sich zu kämpfen hat. In diesem Krimi lernt man ein wenig über die Vergangenheit, als Algerien noch französische Kolonie war, was recht interessant ist. Die Geschichte bringt immer wieder Rückblenden in die Zeit als die OAS ihre Anschläge in Algier verübte. Die Geschichte und Ihre Figuren sind schlüssig und man kann sich in sie hineinversetzen. Dennoch hat sie meiner Meinung nach einige Längen, besonders in den Beschreibungen der Vergangenheit. Und auch das Ende zeichnet sich schon bald ab. Das Buch war flüssig zu lesen und der Inspecteur gefällt mir, aber es hat mich nicht so vom Hocker gerissen, dass ich es unbedingt in einem Rutsch zu Ende lesen musste. Das Cover finde ich sehr schön. Es bietet Kurzweil, weiter empfehlen würde ich es nicht unbedingt.

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  • Alte Wunden, altes Land

    Wetterleuchten im Roussillon

    Jazebel

    06. February 2016 um 16:42

    Das Buch ist der zweite Roman des Autors Phillippe Georget, der sich um Inspecteur Gilles Sebag dreht. Sebag, im besten Alter, verheiratet und Vater von zwei Kindern im Teenageralter, muss zu Beginn des Buches einen schweren Gang antreten. Ein Freund seiner Tochter ist bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. Seine Tochter zweifelt daran ob die Polizei- Version seines Kollegen Cardona, ein betrunkener Lieferwagenfahrer sei allein schuld, wirklich stimmt und bittet ihren Vater nachzuforschen, was dieser nur hinter dem Rücken seines Kollegen tun kann. Noch dazu hat Gilles Sebag auch in seiner Ehe ein ungutes Bauchgefühl, er vermutet seine Frau könnte eine Affäre haben. Und als wenn das alles nicht reichen würde, wird in Perpignan die erschossene Leiche eines Rentners gefunden. Der Tatort ist mit "OAS" signiert, was auf eine Untergrundorganisation von Algerienfranzosen Anfang der Sechziger hinweist. Dieser Mord soll nicht das einzige Verbrechen im Buch bleiben... Man ist sofort in der Geschichte drin. Der Spannungsbogen baut sich direkt auf und man muss einfach weiterlesen. Am Anfang hat mich der Handlungsstrang um Matthieus Tod (der verunglückte Teenager) mehr fasziniert als der Mordfall. Jedoch beginnen im Buch bald Rückblenden, in das französisch besetzte Algerien der Sechziger Jahre, die einen in ihren Bann ziehen und so das Verhalten und die Ansichten der pied- noirs, der Algerienfranzosen, in der modernen Zeit besser erklären. Es ist ein fesselnder Krimi im frühherbstlichen Südfrankreich, der einen mitnimmt in einen Teil der Geschichte der mir noch nicht so bekannt war. Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen, sowohl für Freunde gut und fesselnd geschriebener Krimis als auch für alle die sich für Zeitgeschichte interessieren. Von mir gibt es fünf Sterne.

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  • Bürgerkrieg

    Wetterleuchten im Roussillon

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. December 2015 um 17:40

    Inspekteur Gilles Segab hat seinen ersten Fall nach seinem Sommerurlaub. Es wird eine Person in seiner Wohnung hingerichtet gefunden. Es stellt sich heraus das es sich dabei um ein ehemaliges Mitglied einer Geheimarmee - der OAS - handelt. Diese hat während des Algerienkrieges viel Angst und Schrecken für die Araber und Algerienfranzosen verbreitet. Und plötzlich gibt es einen zweiten Toten. Sebag führt währenddessen eine weitere Ermittlung. Denn ein Freund seiner Tochter Severine ist bei einem Verkehrsunfall verstorben. Schnell ist klar das es sich bei allen Fällen um Mord handelt. Zudem steigen die Sorgen der Bewohner der Algerienfranzosen im Roussillion. Und der Kommissar erkennt das die Fälle was mit dem Bürgerkrieg in Algerien zu tun haben. Sie stehen im Zusammenhang. Das Cover passt super zu der Atmosphäre des Buches. Ich fand das Buch ließ sich grundlegend flüssig lesen, nur die ersten 100 Seiten fand ich etwas schwierig und langatmig. Es fehle einfach die Spannung. Was hat mir während des Buches gefallen hat sind die vielen Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Bewohnern. Aber alles in allem fand ich das Buch gelungen und lesenswert.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    kubine

    01. December 2015 um 16:48
  • Schuld verjährt nie

    Wetterleuchten im Roussillon

    Bibliomarie

    17. November 2015 um 15:17

    Gilles Sebag kehrt aus dem Urlaub zurück und schon hat er seinen ersten Fall. Ein alter Herr wird in seiner kargen Wohnung ermordet aufgefunden. Routine – wenn es nicht ein Art Bekennerschreiben gäbe: die Buchstaben OAS sind auf die Türe geschrieben. Dann bittet ihn seine Tochter noch um Hilfe: ein Mitschüler wurde auf seinem Roller überfahren, für die Polizei ein klarer Unfall ohne weiteren Ermittlungsbedarf, damit wollen sich aber die Eltern und Mitschüler nicht abfinden. Auch da ermittelt Sebag sozusagen nebenbei, obwohl ein zweiter Mord mit den gleichen Kennzeichen seine ganze Aufmerksamkeit fordert. Allein durch die drei Buchstaben ist schon das Thema vorgegeben, die OAS war eine Guerillaorganisation, die gegen Ende des Algerienkriegs für ein französisches Algerien kämpfte und sich dabei aller terroristischen Mittel bediente. Heckenschützen, Massenmorde, Überfälle auf arabische Familien und Banküberfälle zur Finanzierung des Kampfes. Im heutigen Frankreich will sich niemand so recht dieser Zeit erinnern, die Pied-Noirs – so werden die in Algerien geborenen Franzosen gern abschätzig genannt – pflegen die Erinnerungskultur und wollen die untergegangene Zeit für ihre Kinder und Enkel lebendig halten. In Rückblenden führt uns der Autor ins Algerien der 50iger – 60iger Jahre. Das Land wird von  Unabhängigkeitsunruhen erschüttert. Frankreich, das Mutterland, ist bereit die Kolonie aufzugeben. Das empfinden die Kolonisten als Verrat, schließlich haben sie über Generationen das Land aufgebaut und zu Wohlstand gebracht. Frankreich selbst haben die wenigsten von ihnen kennengelernt. Hier wird der Grundstein zu den Morden Jahrzehnte später gelegt. Es ist ein interessanter Exkurs in die französische Geschichte, die hier den Hintergrund zu diesem kenntnisreichen Krimi bilden. Wer bereit ist, sich auf solche Hintergründe einzulassen, wird sich ausgesprochen gut unterhalten fühlen. Sebag ist ein Ermittler der neuen Schule, er fühlt sich ein, lässt niemandem seine Überlegenheit spüren und hat immer auch Empathie für Opfer und Täter gleichermaßen. Grade so eben schrammt er am Softie vorbei,  hat er doch den Verdacht, seine Frau Claire wäre untreu, aber da schiebt er eine Aussprache ständig vor sich her. Diese kleine Sorge zieht sich wie ein Runing Gag durch den ganzen Krimi und ist eigentlich ziemlich überflüssig. Mein Fazit: Wer sich gern mit Anspruch im Krimi unterhalten lassen möchte und nicht nur die schnelle atemberaubende Spannung sucht, ist hier genau richtig.        

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  • Wetterleuchten im Roussillon

    Wetterleuchten im Roussillon

    Themistokeles

    17. November 2015 um 13:32

    Der zweite Band um Kommissar Gilles Sebag, der sich in diesem Teil einem Fall gegenüber sieht, der allein schon aufgrund seiner politischen Hintergründe, geraten doch ehemalige Algerienfranzosen in den Fokus der Ermittlungen, durchaus auch sehr verwirrend für die Ermittler ist. Für mich als Leser jedoch war das Thema in jedem Fall interessant, auch wenn ich mich zuvor weder mit den Algerienfranzosen, noch dem Algerienkrieg ausgekannt habe. Es war eher so, dass dies eine historische Begebenheit ist, von der ich eher noch gar nichts mitbekommen hatte. Man erfährt während der Ermittlungen extrem viel über den Algerienkrieg, die Algerienfranzosen, ihre Einstellung zu dem Leben damals und wie sie ihr Leben heute, wo sie in Frankreich leben, wahrnehmen. Vieles davon finde ich sehr spannend, auch wenn durchaus nicht alles davon für den Krimi relevant ist, aber es ist doch auch immer wieder interessant die größeren Zusammenhänge zu erfahren. Vor allen Dingen auch, da es in diesem Roman bei vielen Aspekten, vor allem den historischen, so gelöst wurde, dass man dies in Rückblicken in diese Zeit, von den Charakteren damals erzählt bekommt. Dadurch werden die Schrecken dieser Zeit einfach so viel deutlicher. Vor allen Dingen, was die OAS alles für Verbrechen begangen hat. Man kann daher auch ein wenig mit dem Täter mitfühlen, auch wenn es seine Taten nicht wirklich rechtfertigt. Jedoch fällt es mir als Außenstehendem sehr schwer die Algerienfranzosen, vor allen Dingen in der Idealisierung Algerien wirklich zu verstehen. Neben diesem Fall ermittelt Gilles Sebag noch wegen des Unfalltodes eines Freundes seiner Tochter, wobei diese die Vermutung hegt, dass es kein reiner Unfall, sondern Fahrerflucht war. Dieser kleine Nebenfall ist durchaus auch sehr interessant und gut integriert, was ich zum Ende hin sagen muss, ist, dass er vielleicht sogar ein bisschen zu sehr in die restliche Geschichte integriert wurde, um nicht ein wenig zu konstruiert zu wirken. Wen ich aber sehr sympathisch finde, sind Gilles Sebag und sein Team selbst, auch wenn sie manchmal ein kleines bisschen wunderlich wirken. Mag aber auch einfach an dem Schlag Mensch liegen, wie ihn diese Region hervorbringt, in welcher die Geschichte spielt. Der Titel des Buches, bis auf den Hinweis nach dem Roussillon, welcher ja der Handlungsort ist, blieb mir jedoch ein wenig schleierhaft. Allgemein ein durchaus guter Krimi, wenn man sich damit abfinden kann, dass er sehr viele historische Informationen enthält, die manchem Leser vielleicht ein bisschen zu viel werden könnten, ich aber durchaus interessant finde.

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  • Lehrreicher Kriminalroman

    Wetterleuchten im Roussillon

    Matzbach

    Ein alter Mann wird regelrecht hingerichtet, am Tatort findet sich die Aufschrift O.A.S. Inspecteur Gilles Sebag und sein Chef befürchten sofort die politischen Implikationen dieses Falls. Rächt sich ein Opfer dieser Terrororganisation aus der Zeit des Algerienkriegs an den damaligen Tätern? Läuft eine Aktion Linksextremer gegen alle "pieds Noirs", wie die Repatriierten aus dem ehemaligen Französisch-Algerien genannt werden, woraufhin auch ein Anschlag auf eines ihrer Denkmäler hindeutet? Doch bald wird durch einen weiteren Mord klar, dass es sich um einen Rachefeldzug gegen ein ganz bestimmtes OAS-Team handelt, dessen Leiter als nächster auf der Liste steht. Zur Lösung des Falls muss das Team der Polizei Perpignan tief in die Geschichte des Algerienkriegs eintauchen, dessen Wunden bis heute nicht geheilt sind. Gerade darin liegt die Stärke des Romans, er zeigt die chaotischen Wirren kurz vor der algerischen Unabhängigkeit auf, wobei sich der Terror der OAS zunehmend auch gegen Franzosen richtete und immer irrationaler wurde, nicht, dass er anfangs rational gewesen wäre, aber er hatte im Sinne der OAS noch eine gewisse Logik. Auch das Schicksal der Repatriierten, ihr Leiden am Verlust der Heimat, aber auch ihre fragwürdige Gesinnung wird deutlich. Das Denkmal für die OAS ist im Übrigen keine Erfindung des Autoren, es gibt es. Schlimm, dass so etwas überhaupt Befürworter findet, das ist in etwa so, als wolle man heute in Deutschland ein Denkmal für die SS errichten.

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  • Algerienkrieg und ein guter Krimi

    Wetterleuchten im Roussillon

    Lese-Bienchen

    25. August 2015 um 20:45

    Die Wetterleuchten im Roussillon, ein für mich schwierig einzuschätzendes Buch. Der Titel erschließt sich mir überhaupt nicht. Hauptsächlich geht es um „Rache“ die ziemlich packend Erzählt wird. Dieser Rache-Feldzug beruht auf Geschehnisse die vor längerer Zeit passiert sind in Algerien und zwei Morde nach sich zieht. Die Rache scheint mit der Verfolgung von Algerienfranzosen aus Algerien zusammen zu hängen. Bisher kannte ich diesen Teil der Algerischen und Französischen Geschichte nicht und leider muss ich sagen, so ausführlich hätte ich es diese Geschichts-Lücke nicht gefüllt haben müssen. Wir erfahren sehr viel und mir war es zu viel. Einige Informationen haben nur geschichtlichen Hintergrund und wenig mit dem eigentlichen fall zu tun, der von Inspecteur Gilles Sebag bearbeitet wird. Sebag und sein ganzes Team ist mir ziemlich symphatisch. Was leider etwas verwirrend ist, sind die vielen ähnlich klingende Namen. Auch das wird durch die ganzen Kriegserzählungen nicht vereinfacht. Zu dem spielt noch ein „privater Fall“ eine kleine Rolle in diesem Buch. Ein Freund seiner Tochter kommt bei einem Motorradunfall ums Leben. Auch hier ermittelt Gilles. Jedoch finde ich den Teil schon fast zu konstruiert, als ob das Privatleben noch mehr miteingebunden werden müsste. Was meines Erachtens nicht erforderlich gewesen wäre. Ein packender Krimi bei dem, im Gegensatz zu anderen Französischen Krimis die Landschaft total nebensächlich ist. Hier kommt keine Lust zum Reisen auf, sondern eher der Gedanke endlich diesen Krieg hinter sich zu lassen und zu erfahren was es mit dem Fall auf sich hat. Nach gut ¾ des Buches bekommt der Leser auch langsam schon eine Gewisse Vorahnung wer der Mörder sein könnte. Jedoch bleibt die Spannung erhalten. Das Ende ist gut gemacht und es kommt zu einem kleinen Show-Down der zwar auch leicht überzogen wirkt aber das Buch trotzdem nicht verschlechtert. Der Autor hat es aufjdenfall geschafft mich so sehr zu begeistern, dass ich auch weitere Bücher dieser Reihe lesen würde.

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  • Durchaus spannender Krimi mit politischem Hintergrund, der sich aber leider etwas in die Länge zieht

    Wetterleuchten im Roussillon

    MartinaM

    16. August 2015 um 21:12

    Ich habe zum ersten Mal einen Krimi dieses französischen Autors gelesen. Zum einen geht es darum, dass ein Freund der Tochter des Ermittlers Sebag bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. Seine Tochter glaubt nicht an einfachen Verkehrsunfall und bittet ihren Vater, in dieser Angelegenheit zu ermitteln. Zum anderen muss Sebag den Mord an einem Rentner ermitteln. Schon bald stellt sich heraus, dass beide Fälle im Zusammenhang stehen. Schon da begann für mich ein wenig die Unglaubwürdigkeit dieses Krimls, aber dazu später mehr. Vordergründig geht es um den Algerienkrieg um 1960. In Rückblenden erfährt man viel über die politischen und geschichtlichen Hintergründe. Das ist zwar durchaus interessant, da ich mich mit dieser Thematik bisher noch nicht beschäftigt hatte. Dies und die gleichzeitige Einführung der Protagonisten macht das Ganze aber etwas zäh. Der Mord an dem Rentner erscheint politisch motiviert und so nach und nach stellt sich heraus, dass es mehrere Freunde gab, die der Organisation OAS angehört haben. Diese sind nun schon etwas betagt und man erfährt gleich zu Anfang, dass der Täter aus der Gruppe dieser Freunde stammen muss und somit auch ein persönliches Motiv hat. Das nimmt gleich etwas die Spannung und der Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall des Freundes von Sebags Tochter erscheint mir auch etwas zu weit hergeholt. Auch dass es Sebag zum Schluss gelingt, den Täter einfach zum Aufhören zu bewegen, obwohl er eine Bedrohung für ihn und seine Tochter darstellt, erschien mir etwas unglaubwürdig und die Auflösung zu glatt. Wenn man sich aber für Zeitgeschichte interessiert, ist dieser Krimi ein durchaus passabler Sommerlesestoff. Er kann durch seine geschichtliche Aufklärun punkten und der Leidenschaft der französischstämmigen Algierer für ihre alte Heimat.

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  • Inspecteur Gilles auf heißer Fährte

    Wetterleuchten im Roussillon

    thora01

    16. August 2015 um 13:43

    Inhalt/Klappentext: Inspecteur Gilles Sebag ist gerade aus den Sommerferien zurück, als die Leiche eines Rentners gefunden wird. Offenbar wurde er vom Mitglied einer aus dem Algerienkrieg bekannten Geheimarmee ermordet. Es stellt sich schnell heraus, dass eine 50 Jahre alte Rechnung beglichen wurde. Dann gibt es einen weiteren Toten, der auch in den Algerienkrieg involviert war, und die Sache wird so politisch, dass Gilles aufpassen muss, mit wem er spricht. Als schließlich seine Tochter in den Fall verwickelt wird, muss Gilles sich entscheiden: Karriere oder der heißgeliebte Familienfrieden? Toller 2. Fall von Inspecteur Gilles. Das Buch hat mich sofort wieder gefesselt. Ich war mit meinen Gedanken sofort wieder in Südfrankreich. Es ist sehr spannend geschrieben und mit Überraschungen gespickt. Die Protagonisten sind sehr eigen und passen perfekt in die Story. Die beiden Handlungsstränge sind sehr schön miteinander verbunden. Dies ist jedoch nicht sofort erkennbar. Sehr schön wurde in diesem Band die Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen des Komissariats beschrieben. Sehr gut hat mir gefallen wie geschichtliche Begebenheiten in diese Geschichte eingebaut wurden. Der Schluss ist sehr spannend und hat mich zum Teil sehr überrascht. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall rund um Inspecteur Gilles Sebag.

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  • Mysteriöse Morde im Schatten der französischen Vergangenheit

    Wetterleuchten im Roussillon

    Alais

    25. July 2015 um 14:34

    Ein neuer Fall für den liebenswerten Inspecteur und überzeugten Familienmenschen Gilles Sebag aus dem katalanisch geprägten Teil Südfrankreichs: Drei Buchstaben am Tatort eines wie eine Hinrichtung wirkenden Mordes an einem älteren Mann weisen tief in eine eher finstere Vergangenheit Frankreichs - in jene Zeit, da die Algerier nach der Unabhängigkeit von Frankreich strebten und die rassistisch agierende Geheimarmee OAS diese Unabhängigkeit um jeden Preis verhindert wollte ... 10 000 Anschläge, 1600 Tote nennt der Autor als düstere Bilanz der OAS. Doch viele Jahrzehnte liegen zwischen den Verbrechen der OAS und dem Mord an dem älteren Mann, so dass der Hinweis des Mörders auf diese Geheimarmee mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Und leider bleibt es nicht bei einem Mord ... Gilles Sebag und seinen Kollegen sind dieses Mal mit einem besonders brisanten, viel Fingerspitzengefühl erfordernden Fall konfrontiert und treffen auf Menschen, für die die Vergangenheit auch nach 50 Jahren keineswegs begraben ist - auf der einen Seite die in Algerien geborenen und von dort vertriebenen Franzosen, die in Frankreich nie richtig angekommen zu sein scheinen, und auf der anderen Seite jene Franzosen, die sich gegen den beschönigenden Blick auf die französische Vergangenheit und die neuen Denkmäler der Algerienfranzosen wehren. Dieser Kriminalroman war für mich in vielerlei Hinsicht besonders spannend: Er behandelt sehr einfühlsam die großen Fragen von dem Umgang eines Volkes mit seiner Vergangenheit, von Schuld und Verjährung von Schuld, von Heimatvertreibung, Gewalt und Gegengewalt. Ein bisschen fühlte ich mich an die Vergangenheit meiner Großeltern erinnert, deren Vertreibung vor vielen Jahrzehnten aus dem Sudetenland ich zwar für völlig gerechtfertigt halte, aber ich erinnere mich auch noch an das Leid, das dieser nie überwundene Heimatverlust über sie gebracht hat. Außerdem freue ich mich immer über Bücher, die mich wieder an das Gute im Menschen erinnern. Von einem Krimi würde man dies eigentlich nicht erwarten, aber der Autor ist ganz offensichtlich ein großer Menschenfreund. Zwischen den Zeilen musste ich immer wieder an Camus denken, der in einem Brief schrieb: "In jedem Schuldigen gibt es so etwas wie Unschuld. Das macht jede vollständige Verurteilung abstoßend." - eine Weisheit, die viel zu oft vergessen wird ... Sehr berührt mich auch, dass Georgets Roman in einem Ort spielt, in dem ich einmal zwei Jahre gelebt habe. Und ich war sehr glücklich, mein sonnenverwöhntes Perpignan mit seinem berühmt-berüchtigten Wind wiederzufinden und auch den weichen, melodischen Klang der katalanischen Sprache - wie schön, dass auch in der deutschen Ausgabe die katalanischen Zitate (natürlich mit Übersetzung) beibehalten wurden! Und schließlich machte es mir großen Spaß, die deutsche Fassung mit der französischen Originalfassung zu vergleichen. Ich bewundere Corinna Rodewald sehr für ihre mutige und doch treffende und sehr gelungene Übersetzung. Nur auf Seite 23 hätte ich mir statt "Ich bin doch nicht ..." eher "Ich bin doch kein ..." gewünscht, aber vielleicht denke ich hierbei auch an das falsche Wort mit O als vorletztem Buchstaben ... Davon abgesehen sehr elegante Übersetzungslösungen, sehr angenehm zu lesen. Für mich ein wunderbarer Roman, der viel mehr als ein gewöhnlicher Krimi zu bieten hat und ich hoffe, von diesem Autor noch viele weitere Bücher lesen zu dürfen!

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  • Was haben der tote Junge und der tote Pensionist gemeinsam?

    Wetterleuchten im Roussillon

    Bellis-Perennis

    23. July 2015 um 18:22

    Philippe Georget entführt seine Leser nun zum zweiten Mal in die französisch-spanische Grenzregion Roussillon, nach Perpignan. Inspecteur Gilles Sebag bekommt es mit einem Mord zu tun, dessen Ursprung, allem Anschein nach, im mehr als sechzig Jahre zurückliegenden Algerienkrieg liegt. Hat doch der Mörder die drei Buchstaben „OAS“ (=Organisation de l’armée secrète) hinterlassen. Das Opfer ist ein einfacher algerisch stämmiger Franzose im Rentenalter, ein sogenannter „pied noir“. Während sich Sebag auf Mördersuche begibt, wird der Schulfreund seiner Tochter beerdigt. Der junge Mann ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Niemand will dem Unfalllenker, einem geeichten Trinker glauben, dass er von einem anderen Auto geschnitten wurde. Wie hängen die beiden Vorfälle zusammen? Hängen sie überhaupt zusammen? Als dann ein zweiter Mord passiert, das Denkmal das den Opfern der OAS gewidmet ist, geschändet wird, geraten Sebags private Probleme in den Hintergrund. Gilles zweifelt nämlich an der Treue seiner Gemahlin. Inspecteur Gilles Sebag ermittelt und geht jeder noch so kleinen und abstrus scheinenden Spur nach. Diese Hartnäcktigkeit macht sich letztlich bezahlt. Interessant fand ich, dass die Ränge der Polizisten amerikanisiert wurden. Da hat wohl das Innenministerium in Paris zu viele Folgen von CSI gesehen. Sebag ärgert die Maßnahme. Mit hat der Krimi sehr gut gefallen, wobei ich zugeben muss, dass ich den ersten Teil nicht kenne, und daher ein paar Details vermisse. (wird aber nachgeholt) Aufschlussreich fand ich den Exkurs in den Algerienkrieg. Sehr lobenswert ist, dass der Autor die geschichtlichen Passagen den Lesern nicht oberlehrerhaft überstülpt. Zu meiner Schande gestehe ich, dass ich bislang so gut wie gar nichts darüber wusste. Die Kämpfe der Résistance im Zweiten Weltkrieg sind mir geläufig, aber Algerien? Da habe ich noch großen Aufholbedarf! Das liebe ich an Büchern, dass sie dem Leser den Horizont erweitern helfen, wenn er dies zulässt. Die Sprache des Krimis ist einfach. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Ich hatte daher Zeit, mich auf den historischen Hintergrund zu konzentrieren. Zugegeben, es gibt rasanter aufgebaute Krimis, aber eine höhere Spannung ginge zu Lasten der Geschichtsschreibung. Sehr gelungen fand ich den mehrmaligen Wechsel der Perspektiven. Ein rundum kompakter Krimi - empfehlenswert.

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  • Durchschnittliche Krimikost mit geschichtsträchtiger Hintergrund

    Wetterleuchten im Roussillon

    Simi159

    18. July 2015 um 18:40

    Der zweite Fall in dem Inspector Gilles Sebac ermittelt hat seinen Ursprung im über 60 Jahre zurückliegenden Algerienkrieg. Jemand nimmt nach über 50 Jahren Rache an einem Algerierfranzosen. Doch bevor er sich ganz diesem Fall widmen kann, muss er erst einmal seiner Familie bestehen. Ein guter Freund seiner Tochter ist bei einem Motorradunfall tödlich verunglück und der Schock über diesen Unfall ist noch nicht recht verdaut. Dennoch muss sich Sebac um die Aufklärung des Todes an dem Algerierfranzosen kümmern, doch er hat mehr Fragen als Antworten. Was hat die Untergrundorganisation OAS (Organisation del´armee secréte) damit zu tun? Und warum hat, falls Rache das Motiv ist, der Mörder so lange damit gewartet? Fazit: Das " Wetterleuchten in Roussillon" ist ein unspektakulärer und langsamer Kriminalfall. In Rückblenden erfährt de rLeser vieles über die Schandtaten der OAS, die Algereirfranzosen und die Kolonialherrschaft der Franzosen. Ansonsten verfolgt man Sebac bei der schleppenden Aufklärung des Falls, den er ist viel mehr mit sich und seinen familiären Problemen beschäftigt. Dabei schafft der Autor durch seinen Erzählstil eine angenehmen Stimmung, die Handlung blättchert so vor sich hin und auch Spannung ist kaum bis gar nicht vorhanden. Dafür bekommt man einen detaillierten Einblick in die Empfindungen und Stimmungen der Einzelnen Personen. Man hat als Leser das Gefühl hautnah dabei zu sein, manchmal fast in die Haut der Charaktere zu stecken. die Charakter sind sehr gut beschrieben, lebensnah und authentisch. Auch das typisch französische, sprich Land, Leute und Essen kommt nicht zu kurz. Alles in Allem ein solider Krimi, mit wenig Spannung, dafür um so geschichtsträchtiger. Von mir gibt es dafür 4 STERNE.

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