Philippe Hayat

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Wie ein Licht im Wind

Wie ein Licht im Wind

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Erschienen am 10.03.2016

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Rezension zu "Wie ein Licht im Wind" von Philippe Hayat

Ein wunderbares literarisches Debüt
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Ausgezeichnet mit dem begehrten französischen „Prix du Premier Roman“ ist das Debüt des Franzosen Philippe Hayat, im Hauptberuf, Ingenieur und Unternehmer, tatsächlich ein beeindruckendes Stück Literatur. Auf einer wahren Geschichte basierend, lässt er seinen vierzehnjährigen jüdischen Ich-Erzähler Maurice Moscowitz ein lebendiges Zeugnis geben von seinem Mut und Überlebenswillen.

Den muss er nämlich haben, als er sich zusammen mit seiner Schwester Marie an einem Morgen im Jahr 1941 plötzlich in einer Abstellkammer in der Nähe der Pariser Markthallen wiederfindet.

Ihre Eltern sind verhaftet und deportiert worden und nur durch die schnelle Reaktion ihres Nachbarn Monsieur Surreau, bekommen die beiden jüdischen Kinder eine Chance, der Verfolgung der Nazis zu entgehen . Er setzt sie in der besagten Abstellkammer ab.

In der Dachkammer nebenan wohnt die Prostituierte Belle. Sie nimmt sich liebevoll der beiden Kinder an und tröstet sie. Maurice fällt es zu, für sich und seine Schwester täglich etwas zu Essen zu besorgen. Dafür schleicht er nachts durch die Markthallen, wo er bald darauf schon die Bekanntschaft einfacher Marktleute macht, die ihn ins Herz schließen und ihm Jobs vermitteln. Bald schon trägt der Junge wegen seinem Mut und seiner Pfiffigkeit den Namen „Momo des halles“, was auch der Titel des französischen Originals ist. Er zeigt sich sehr geschäftstüchtig und schafft es, sich und seine Schwester durchzubringen, auch als sie eines Tages denunziert werden.
Philippe Hayet beschreibt auf eine bewegende Weise das Schicksal zweier jüdischer Kinder im nazibesetzten Frankreich. Ihm ist mit seinem Buch ein wunderbares literarisches Debüt gelungen. Obwohl das Buch schon März erschienen ist, habe ich trotz intensiver Suche keine Erwähnung in der Kritik gefunden. Das finde ich schade, und das hat das Buch nicht verdient. Ich möchte ihm mit meiner Besprechung zu etwas mehr Aufmerksamkeit verhelfen.
Christiane Landgrebe hat den schönen Roman aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt.

 

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