Philippe Hayat Wie ein Licht im Wind

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Inhaltsangabe zu „Wie ein Licht im Wind“ von Philippe Hayat

An einem Morgen im Jahr 1941 finden sich der vierzehnjährige Maurice Moscowitz und seine kleine Schwester Marie unversehens in einer Abstellkammer in der Nähe der Pariser Markthallen wieder. Paris ist von den Nazis besetzt, die Eltern verhaftet und abtransportiert. Die verstörten Kinder müssen sich verstecken und dürfen vor allem eines niemals sagen: dass sie Juden sind. Eine junge Prostituierte, die in der Dachkammer nebenan wohnt, nimmt die beiden unter ihre Fittiche und verspricht ihnen bei der Suche nach den verschwundenen Eltern zu helfen. Als Maurice sich eines Nachts in die Hallen schleicht, um etwas zu Essen aufzutreiben, gerät er an die einfachen Marktleute, die ihm Arbeit verschaffen, obwohl sie seine jüdische Herkunft erahnen. Bald schon wird aus Maurice 'Momo aus den Hallen', der sich mit Beherztheit und einer gehörigen Portion Pfiffigkeit durchschlägt, um sich und seine Schwester am Leben zu erhalten, bis der Krieg vorüber ist. Als ein Brief des inhaftierten Vaters aus Drancy eintrifft, schöpfen die beiden Kinder neue Hoffnung. Doch dann werden sie denunziert.

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  • Ein wunderbares literarisches Debüt

    Wie ein Licht im Wind
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    28. November 2016 um 12:59

    Ausgezeichnet mit dem begehrten französischen „Prix du Premier Roman“ ist das Debüt des Franzosen Philippe Hayat, im Hauptberuf, Ingenieur und Unternehmer, tatsächlich ein beeindruckendes Stück Literatur. Auf einer wahren Geschichte basierend, lässt er seinen vierzehnjährigen jüdischen Ich-Erzähler Maurice Moscowitz ein lebendiges Zeugnis geben von seinem Mut und Überlebenswillen.Den muss er nämlich haben, als er sich zusammen mit seiner Schwester Marie an einem Morgen im Jahr 1941 plötzlich in einer Abstellkammer in der Nähe der Pariser Markthallen wiederfindet.Ihre Eltern sind verhaftet und deportiert worden und nur durch die schnelle Reaktion ihres Nachbarn Monsieur Surreau, bekommen die beiden jüdischen Kinder eine Chance, der Verfolgung der Nazis zu entgehen . Er setzt sie in der besagten Abstellkammer ab.In der Dachkammer nebenan wohnt die Prostituierte Belle. Sie nimmt sich liebevoll der beiden Kinder an und tröstet sie. Maurice fällt es zu, für sich und seine Schwester täglich etwas zu Essen zu besorgen. Dafür schleicht er nachts durch die Markthallen, wo er bald darauf schon die Bekanntschaft einfacher Marktleute macht, die ihn ins Herz schließen und ihm Jobs vermitteln. Bald schon trägt der Junge wegen seinem Mut und seiner Pfiffigkeit den Namen „Momo des halles“, was auch der Titel des französischen Originals ist. Er zeigt sich sehr geschäftstüchtig und schafft es, sich und seine Schwester durchzubringen, auch als sie eines Tages denunziert werden.Philippe Hayet beschreibt auf eine bewegende Weise das Schicksal zweier jüdischer Kinder im nazibesetzten Frankreich. Ihm ist mit seinem Buch ein wunderbares literarisches Debüt gelungen. Obwohl das Buch schon März erschienen ist, habe ich trotz intensiver Suche keine Erwähnung in der Kritik gefunden. Das finde ich schade, und das hat das Buch nicht verdient. Ich möchte ihm mit meiner Besprechung zu etwas mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Christiane Landgrebe hat den schönen Roman aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. 

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