Ziemlich beste Freunde

von Philippe Pozzo di Borgo 
3,7 Sterne bei312 Bewertungen
Ziemlich beste Freunde
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (186):
Tamii1992s avatar

Das Buch steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Man lacht, weint und staunt beim Lesen. Einfach unglaublich geschrieben.

Kritisch (44):
Lanies avatar

Hat mich nicht überzeugt, kenne den Film dazu nicht. Für mich ist das Buch zu negativ und auch nicht lustig.

Alle 312 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Ziemlich beste Freunde"

Die wahre Geschichte hinter dem Film 'Ziemlich beste Freunde', den allein in Deutschland zehn Millionenen Zuschauer sahen!

Mit ihrer tiefen Menschlichkeit und ihrem lebendigen Humor bewegte die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft Millionen von Kinozuschauern. In seinem autobiographischen Bericht erzählt Philippe Pozzo di Borgo, wie ein tragisches Unglück seinem gewohnten Leben ein plötzliches Ende setzte – und wie es ihm gelang, querschnittsgelähmt ein zweites Leben zu beginnen. Ein großartiges Mutmachbuch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596196036
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.09.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.08.2013 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne93
  • 4 Sterne93
  • 3 Sterne82
  • 2 Sterne29
  • 1 Stern15
  • Sortieren:
    Aoibheanns avatar
    Aoibheannvor 7 Monaten
    Eher Biografie der Hauptfigur, wenig zur Hintergrundgeschichte

    Den Film "Ziemlich beste Freunde" habe ich bereits so oft gesehen, dass ich froh über die Erfindung der DVD bin. Eine Videokassette hätte wohl schon längst den Geist aufgegeben. Und wie viele Menschen bin ich ergriffen von der Geschichte. Als mir also dieses Buch über den Weg lief, war ich sehr daran interessiert mehr über die doch sehr einzigartige Geschichte von Philippe und seinem Pfleger zu erfahren.
    Auf dem Klappentext wird das Buch als "großartiges Mutmachbuch" beschrieben. Diesem Eindruck kann ich mich nur bedingt anschließen. Das Buch wird von einem persönlichen Vorwort Philippes eingeleitet, in dem er kurz auf die Rolle des Filmes, seine Beziehung zu Abdel und die bis dato veröffentlichten Bücher eingeht. Das Buch ist überwiegend in kurze Abschnitte unterteilt, die einen tagebuchähnlichen Charakter haben. Dabei wechselt Pozzo immer mal wieder in den Zeiten. Mal erzählt er über seine Kindheit, die Zeit seines Studiums, über seine Frau Beatrice; dann wechselt er schlagartig wieder in die Gegenwart. Diese Zeitsprünge habe ich teilweise als etwas anstrengend empfunden. Geschichten werden begonnen, aber nicht zu Ende geführt. Ich habe mehrmals gedacht "Ja, und was passierte dann?"

    Philippe Pozzo di Borgo stammt aus einem sehr alten französischen Adelsgeschlecht und wurde mit dem sprichwörtlichen silbernem Löffel im Mund geboren. Er schreibt dies auch genauso deutlich, ebenso wie den Umstand, dass er sich in einer sozialen Schicht (oder fast schon in einer anderen Welt) bewegte, die ein mittelständischer Mensch kaum nachvollziehen kann. Am eindrucksvollsten waren für mich die Kapitel um seine Frau Beatrice. Da steckt sehr viele Liebe in den Zeilen, die man fast greifen kann. Umso erschrockener war ich, dass sich Philippe doch recht viel aus der Verantwortung für seine bereits an Krebs erkrankte Frau "gestohlen" hat. Nun hat ja jeder Mensch eine vollkommen andere Art mit der Krankheit der am meisten geliebten Person umzugehen und Auszeiten von dieser physischen Belastung sollen und müssen sich Angehörige meiner Meinung nach unbedingt nehmen. Aber so, wie er es in diesem Buch beschreibt, erscheint er mir wie ein gelangweilter Adeliger, der leichtsinnig mit seinem eigenen Leben umgeht um einen "Kick" zu bekommen. Ich möchte nicht richten, aber die beschriebene Art und Weise fand ich sehr befremdlich.

    Über seinen Pfleger Abdel verliert Philippe nicht so sehr viele Worte. Keine Geschichte dazu, wie sie sich kennengelernt haben. Wie es dazu kam, dass ein doch recht prolliger und konfliktbelasteter junger Mann zum Pfleger eines Querschnittsgelähmten wird. Plötzlich ist Abdel da. Dabei wird der Unterschied zwischen den beiden Männern in vielen der geschilderten Szenen deutlich und Abdel scheint so gar nicht zu dem distinguierten Adligen zu passen. Abdel ist oft ungehobelt und aufbrausend, besitzt so gut wie kein Unrechtsbewusstsein und Regeln sind für ihn auch eher Auslegungssache. Er verkörpert damit nicht unbedingt eine Person, die dafür prädestiniert ist in der häuslichen Pflege zu arbeiten. Leider bleibt vieles davon in diesem Buch im Dunkeln.
    Aber mich überkam immer wieder der Verdacht, dass beide von dieser Partnerschaft sehr profitiert haben, so unterschiedlich sie auch sind.

    Philippes Schicksal ist berührend und ich vermag mir kaum auszumalen, sich nicht wie gewohnt bewegen zu können. Bereits bei kleinsten Alltäglichkeiten auf die Hilfe von anderen angewiesen sein zu müssen. Dieser Aspekt hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Aber das Buch selbst empfinde ich - leider - nicht unbedingt als Bereicherung meines Bücherregals.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    N
    Natchenbienchenvor 8 Monaten
    Ziemlich beste Freunde- Die wahre Geschichte

    Inhalt

    In seinem autobiografischen Bericht erzählt Philippe Pozzo di Borgo, wie er seine Frau Béatrice kennengelernt hat, wie sein Leben sich durch die Krankheit von ihr und schließlich auch durch seinen Gleitschirmunfall und der daraus folgenden Querschnittslähmung verändert hat. Auch die Freundschaft zu Abdel, welchen er erst durch diesen Schicksalsschlag kennen lernt, wird thematisiert.

    Meine Meinung

    Angeregt durch den Film - welcher zu meinen Lieblingsfilmen gehört - hat es mich sehr interessiert, die wahre Geschichte hinter der Freundschaft von Phlippe Pozzo di Borgo und Abdel zu lesen.Ich habe noch kaum, um nicht zu sagen nahezu keine Erfahrungen mit Biographien und vielleicht ist auch das der Grund, warum ich bei diesem Buch leider keinen guten Lesefluss hatte.Zu Beginn erfährt man einiges darüber, wie Philiipe Pozzo di Borgo aufgewachsen ist, was durchaus auch spannend ist, da er aus einer wohlhabenden französischem Familie stamm. Die Beziehung zwischen ihm und seiner Frau Béatrice hat mich am gesamten Buch am meisten gerührt, es ist einfach wunderschön, wie sehr sich zwei Menschen lieben und unterstützen trotz (oder gerade wegen) der harten Schicksalsschläge, welche sie hinnehmen mussten. Am wenigsten zurecht kam ich leider mit dem letzten Kapitel: Den Zeitsprüngen, Ortwechseln und hinzukommenden Personen konnte ich leider nicht ganz folgen und am Ende wollte ich das Buch einfach nur beenden. Insgesamt erfährt man in diesem Werk mehr über das Leben des Phillipe Pozzo di Borgo, die Zusammenhänge seines Unfalls und die Beziehung zu seiner ersten Frau Béatrice. Dennoch war ich etwas enttäuscht, welches vielleicht auch daran liegt , dass ich etwas anderes, etwas mehr Nähe zum Film erwartet habe. Nur bei wenigen Passagen hatte ich eine dazugehörige Filmstelle im Kopf und die Beziehung zu Abdel wird nicht so intensiv behandelt wie im Film.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    GothicQueens avatar
    GothicQueenvor einem Jahr
    Ziemlich beste Freunde

    "Ziemlich beste Freunde" von Philippe Pozzo di Borgo habe ich, um ehrlich zu sein, nur gelesen, weil ich durch Zufall an den Film kam und diesen gesehen habe. Ich fand ihn sehr gut und echt witzig. Da ich das gleichnamige Buch eh schon im Bücherregal stehen hatte und ich eh vier Tage überbrücken musste, bis endlich der neue Dan Brown rauskam, ich aber vorher schon mit einem anderen Buch fertig geworden bin, dieses auch noch passenderweise nur knapp 250 Seiten hat, habe ich es halt gelesen. Das waren jetzt viele Kommata... Ich hoffe, man versteht den Satz noch :) Leider muss ich sagen: (und das ist bekanntlich sehr selten der Fall): dass der Film besser war als das Buch. Meiner Meinung nach jedenfalls. Das Buch war witzig und die Leidensgeschichte des Protagonisten kam dennoch rüber. Das Buch hat wenig mit dem Film zu tun. Philippe erzählt seine Geschichte. Wie es zu seinem Unfall kam, wie sein Leben davor war. Wie sehr er seine Frau liebte und seine Kinder. Das Ganze ist etwas verwirrend. Es zieht sich schon ein roter Faden durch die Geschichte, dieser ist aber behängt mit "Sprüchen", "Redeweisen", "Zitaten", die den Faden etwas baumeln lassen. Ich konnte auch nur eine Parallele zum Film erkennen: Nämlich die Stelle, an der Abdel zu schnell fährt, von den Polizisten angehalten wird und gemeinsam mit Philippe so tut, als müsse dieser schnell ins Krankenhaus. Ansonsten ist das Buch eher eine eigenständige Geschichte. Sie ist gut, keine Frage. Wenn man das so sagen kann. Denn eigentlich ist es ja eine furchtbare Geschichte und man kann Philippe nur bewundern, dass er den Lebensmut noch nicht ganz verloren hat. Allein für dieses Buch ziehe ich den Hut. Ich bin nach dem Film nur leider mit etwas mehr Erwartungen an das Buch gegangen. Das ist wohl mein Fehler. Hätte ich das Buch unabhängig vom Film her gelesen, hätte ich es vielleicht besser gefunden. Ich kann das Buch Biografie-Liebhabern empfehlen, aber nicht denen, die den Film vorher gesehen und für gut befunden haben. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Tamii1992s avatar
    Tamii1992vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Man lacht, weint und staunt beim Lesen. Einfach unglaublich geschrieben.
    Ziemlich beste Freunde - Die wahre Geschichte

    Beschreibung:

    Es ist unglaublich welches Schicksal auf manchen Menschen wartet. Philippe Pozzo di Borgo sitzt seit einem Gleitschirmflugunfall im Rollstuhl. Als Tetraplegiker. Aber schon vor dem Unfall war das Leben von Philippe nicht einfach. Besonders schlimm hat es seine Frau Béatrice, die nach einigen Fehl- und Todgeburten auch noch an Krebs erkrankt und fast ihr restliches Leben im Krankenhaus lebt. Philippe erzählt von einer großen Liebe zwischen Béatrice und ihm. Wie sie sich gegenseitig unterstützten und das Leben um einiges erträglicher macht. Ein weiterer Teil des Buches erzählt wie Abdel, sein Pfleger, zu ihn kam und sich eine große Freundschaft entwickelte. Das Buch steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Man lacht, weint und staunt beim Lesen. Eine einfach unglaublich gut beschriebene Biografie von einem Mann, von der die ganze Welt nur lernen kann.

    Meine Meinung:

    Es ist unglaublich was ein Mensch alles aushalten muss. Die Leben von Philippe Pozzo di Borgo ist vor dem Unfall nicht einfach und danach droht er zu zerbrechen und macht trotzdem weiter und schafft es glücklich zu werden. Dieser Mensch hat meinen vollsten Respekt.

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    eskimo81s avatar
    eskimo81vor 3 Jahren
    Kaulquappe

    Philippe Pozzo di Borgo und eine aussergewöhnliche Freundschaft - ein Buch, dass über ein Schicksal und eine wundervolle Freundschaft berichtet...

    weil Kaulquappen genau wie Tetraplegiker weder Arme noch Beine haben, nur einen zuckenden Schwanz (Seite 30)

    Ein spezielles aber sehr fesselndes und berührendes Buch. Manchmal verwirrend, aber das sind seine Gedanken, sein Leben. Seine Halluzinationen. Einfach sehr real; brutal; gefühlvoll

    Französische Übersetzung ergibt immer spezielle Bücher :-)

    Fazit: Ein realer Einblick in ein schweres Leben als Tetraplegiker. Wie man damit lernt umzugehen und was eine wundervolle Freundschaft erreichen kann...

     

    Kommentare: 6
    20
    Teilen
    Seelenbrechers avatar
    Seelenbrechervor 3 Jahren
    Gefühle pur

    Wow, was für eine ergreifende Geschichte! 
    Zwei Menschen, die wohl unterschiedlicher nicht sein können, treffen aufeinander. Ob das was werden kann? Ja! 
    Das man trotz Krankheit einen heiden Spaß haben kann, lehrt und dieses Buch.
    Und ich bin so froh, dass auch der Film diese verschiedenen Gefühle, wie z.B. Mitgefühl uns Freude, so schön zum Ausdruck bringt.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Yuyuns avatar
    Yuyunvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Oft berührend, aber zum Teil auch schwierig zu lesen.
    Die Tetras, die Könige der Klinik...

    Ich hatte zuerst, als der Film in die Kinos kam, das Buch von Abdel gelesen "Einfach Freunde" und fand seine Geschichte und sein Leben äußerst interessant. Sein Werdegang, und dass er trotz allem immer ein bisschen der Rebell blieb, machen ihn zu einer authentischen Person und zu einer sehr faszinierenden noch dazu. Also bekam ich an den folgenden Weihnachten dieses Buch. Endlich bin ich zum Lesen gekommen. 

    Ich muss sagen, mir hat dieses nicht ganz so gut gefallen, wie "Einfach Freunde". 
    Natürlich finde ich es sehr spannend und berührend, wie sich ein Tetraplegiker durch einen Ex-Gefangenen zurück ins Leben rollt. Dennoch muss ich sagen, dass der Film wirklich die besten Nuancen eingefangen hat. Vielleicht lässt sich seine Geschichte auch nur besser in Bildern wiedergeben.

    Das Buch ist an manchen Stellen aber einfach etwas schwierig zu lesen. Bisweilen scheint die Zeitlinie zu springen, dann sind da Briefe an ein Mädchen, über das nur in einem halben Absatz berichtet wurde und die man auch nicht wirklich nachvollziehen kann. 

    Besonders gut gelungen finde ich jedoch, dass er wirklich nichts ausgelassen hat. Von den Fieberträumen bis hin zu den epileptischen Anfällen bis zur Sehnsucht nach menschlicher Nähe. Dem Leser bleibt nichts verborgen. 

    Insgesamt würde ich es empfehlen, dieses Buch einmal zu lesen. Einen Platz bei meinen Favoriten bekommt es jedoch nicht.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Lachen trotz größten Schmerzes, keiner hat das Leid besser beschrieben als di Borgo
    Lachen trotz größten Schmerzes, keiner hat das Leid besser beschrieben als di Borgo

    Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Wie viel Lebensmut und Optimismus muss er in sich tragen, um so humorvoll über das Leid seines Lebens schreiben und berichten zu können?

    Ohne Dramaturgie schildert der Autor autobiografisch aus seinem Leben, angefangen von der Kindheit bis hin zur Gegenwart in dieser überarbeiteten Auflage nach den Dreharbeiten zur Verfilmung des Buches. Über dieses Buch zu sprechen führt automatisch hin zu einem Gespräch über diesen Menschen Pozzo di Borgo. Einen Menschen, den all sein Lebensmut auch nach schweren Tiefschlägen nicht verlassen hat, dessen Geschichte zwei Filmemacher aufgegriffen haben, weil sie unbedingt verfilmt werden musste.

    Der Autor ist hineingeboren und aufgewachsen in eine reiche Familie, der Champagner-Familie Moët. Er verlebte die Kindheit eines reichen Schnösels mit seinen Geschwistern. Doch beim Studium lernte er wie auch andere 68er die Lehren von Marx und Engels kennen, die ihn an seinem schönen Leben zweifeln ließen. Zu dieser Zeit lernte er Beatrice kennen, mit der er jede Minute seines Lebens verbringen wollte. Er bekam hochdotierte Posten in den Konzernen seiner Familie, zu welcher auch die Marke "Louis Vuitton" gehört. Er arbeitete sehr viel und heiratete irgendwann Beatrice. Es schien alles perfekt. Doch Beatrice bekam eine Fehlgeburt nach der anderen. Der Kinderwunsch beider wurde trotz des Geldes nicht gestillt. Bis sie schließlich Kinder adoptierten. Dann wurde bei Beatrice Krebs diagnostiziert. Auch hier halfen kein Geld der Welt und nicht die besten Kliniken. Philippe war stets an ihrer Seite. Seinen Job stellte er hintenan bzw. absolvierte er in weniger Zeit wesentlich intensiver. Als Ausgleich diente ihm Gleitschirmfliegen. Doch dann passierte 1993 der Unfall. Bis auf seinen Kopf und "etwas Leblosem zwischen seinen Lenden" bewegte sich gar nichts mehr. Da trat Abdel in sein Leben. Abdel kannte bis zu diesem Zeitpunkt nur das Leben auf der Straße und lebte von Drogenhandel, Diebstahl und anderen Delikten. Pozzo di Borgo lernte nach Beatrice zum zweiten Mal einen Menschen kennen, dem er sich auf Gedeih und Verderb auslieferte, obwohl dieser aus einer ganz anderen Gesellschaftsschicht stammte.

    Humorvoll und mit einer gehörigen Prise Sarkasmus und Ironie hat der Autor sein Leben niedergeschrieben. Der Leser spürt jede Depression, die der Autor bei einem Tiefschlag wie dem Tod seiner Frau, erleidet. Aber er will den Lesern nichts vorheulen und über das verpasste Leben klagen. Er will ihnen zeigen, dass es immer weiter geht, egal, was passiert. Dabei vergisst er sein Leid nicht, wie sollte er auch, wo er seinen Rollstuhl doch mit dem Mund bedienen muss. Das ist so geschickt in die humorvollen Szenen eingearbeitet, dass auch der Leser bei lauter Lachen immer wieder in die Realität des Autors zurückgeholt wird. Wenn das Buch auch nicht wie ein fiktiver Roman mit Dramaturgie aufgebaut ist, so ist es doch so interessant geschrieben, dass man unbedingt wissen möchte, wie das Leben dieses optimistischen Menschen weitergeht. Darin liegt ein besonderes Moment der Spannung. Und wer den Film vor dem Buch gesehen hat, darf sich auf ein ebenso schönes, aber anderes Ende freuen.

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2014

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    dominonas avatar
    dominonavor 4 Jahren
    Das Buch ist nicht wie der Film, aber das kann man auch positiv sehen

    Auf dieses Buch gestoßen bin ich, natürlich, durch den grandiosen Film, aber das Buch zeigt einem nochmal Dinge ganz bewusst auf, die der Film auf diese Art nicht vermittelt. Es ist auf seine eigene, leicht zynische, manchmal aber auch schmerzlich wahre Art witzig. Zumindest, wenn man selbst versucht, mit Humor und zugleich mit Wahrheit einer Krankheit bzw. einem Leiden zu begegnen. Als Leser muss man erstmal eine gewisse Mitleidsschwelle überwinden, aber ist das geschafft, kann man dem Buch auch für sich selbst wichtiges entnehmen.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Meine Erwartungen hat es weit untertroffen, was mich sehr enttäuscht hat. Kein einziges Schmunzeln ging mir über die Lippen.
    Lacher? Fehlanzeige.

    Meine Meinung   Angestachelt von der nicht enden wollenden Schwärmerei fast aller Menschen um mich herum bezüglich des Filmes, dachte ich mir: kauf dir das Buch, wenn du den Film schon nicht gesehen hast!  Meist ist mir das ja sowieso viel lieber. Jetzt im Nachhinein weiß ich nicht genau, ob genau das vielleicht der Fehler war, oder ob der Film einfach zu unrecht so gehypt wird. Zusammenfassend ist das Buch definitiv meine 1,50 € bei eBay wert gewesen, aber irgendwie auch nicht mehr. Ich kann nicht sagen, ob es an mir oder am Buch liegt, aber ich fand es einfach stinklangweilig. Es kam mir stellenweisen sehr sehr langatmig vor und ich hatte das Gefühl, ständig dasselbe zu lesen. Vermeiden lässt sich soetwas natürlich nicht, da es autobiografisch erzählt ist und durch die teilweise sehr gleich ablaufenden Tage, strukturiert durch Schmerzen und Krankenhausaufenthalte, selbstverständlich kein Gefühl der Heiterkeit aufkommt. Das erwartet man mit großer Sicherheit auch nicht von einem Mann, der am Querschnittssyndrom leidet.  Durch den Film war meine Erwartungshaltung an das Buch aber natürlich sehr hoch. Mir wurde ständig erzählt wie unglaublich lustig der Film war und ich habe daraufhin wohl eine Komödie erwartet. Aber nicht, dass das Buch anscheinend so sehr vom Film abweicht. Ich wage es einfach mal, mich aus dem fenster zu lehnen und zu sagen, dass sich die komödiantische Seite dieses Buchs, wo auch immer sie gewesen sein soll, besser in den Kinos verkaufen lässt, als einen Mann zu zeigen, der im Bett liegt und vor Schmerzen schreit. Positive Punkte waren allerdings, dass viele Fachwörter, die der Autor nutzt, mit Sternchen am unteren Seitenende erklärt werden, was für Laien natürlich sehr von Vorteil ist. Aber auch für Personen vom Fach war mal gut dargestell, wie die Betroffenen sich überhaupt fühlen, es ist sicher nicht schlecht gewese, auch soetwas mal zu lesen. Leider kam ich kein einziges Mal beim Lesen des Buches auch nurin die Nähe eines Schmunzelns.  Ob das jetzt am Autor, dem Schreibstil oder an meiner Erwartung gelegen hat, lasse ich mal offen.     Fazit   Von mir dieses Mal keine Leseempfehlung. Ich glaube, dass ich mir den Film vielleicht noch ansehen werde, einfach um mal zu sehen, wie viel aus dem Buch tatsächlich darin vorkommt und wie viel dazugedichtet wurde. Eine Sache habe ich aber noch: Auf der letzten Seite steht eine E-mail Adresse, falls man dem Autor etwas sagen möchte und die würde ich natürlich gern mit euch teilen: pozzo51@hotmail.com

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Daniliesings avatar
    Viele von euch haben in den letzten Tagen und Wochen bestimmt den Film "Ziemlich beste Freunde" im Kino gesehen und sich von der allgemeinen Begeisterung mitreißen lassen. Auch ich bin ein großer Fan des Films, habe ihn sogar 2 mal im Kino gesehen, und freue mich ganz besonders, dass wir heute mit einer Leserunde zum gleichnamigen Buch starten können. In den Filmtrailer könnt ihr hier reinschauen: https://www.youtube.com/watch?v=K3arxphL_Js "Ziemlich beste Freunde" erscheint am 16.03.2012 bei Hanser Berlin und ist sowohl etwas für Fans des Films, als auch Leser, die gern bewegende und wahre Geschichten lesen. Hier könnt ihr aus Sicht von Philippe Pozzo di Borgo selbst erfahren, wie ein Leben als Querschnittsgelähmter ist und welchen Wandel es mit sich brachte, als er sich Abdel als seinen persönlichen Pfleger aussuchte. Hier etwas mehr zum Inhalt und eine Leseprobe: Der bewegende autobiographische Bericht Philippe Pozzo di Borgos, der den Stoff für einen sensationellen Kinoerfolg lieferte. Der Autor ist Geschäftsführer der Firma Champagnes Pommery, als er mit dem Gleitschirm abstürzt und querschnittsgelähmt bleibt. Er ist 42 Jahre alt und braucht einen Intensivpfleger. Der arbeitslose Ex-Sträfling Abdel kriegt den Job. Mit seiner lebensfrohen und authentischen Art wird Abdel zu Philippes »Schutzteufel«. Zehn Jahre lang pflegt er ihn und gibt ihm die Lebensfreude zurück. http://media.lovelybooks.de.s3.amazonaws.com/Leseprobe_Ziemlich-beste-Freunde.pdf "Ziemlich beste Freunde" ist ein wunderbares Buch über Freundschaft, das Leben und Toleranz. Es ist voller Hoffnung und Wärme zugleich, zeigt aber auch ernsthafte und nachdenkliche Seiten. *** Bewerbung zur Leserunde *** Bis zum 14. März könnt ihr euch nun als einer von 25 Testlesern bewerben, wenn ihr euch mit anderen Lesern in einer emotionalen Leserunde über das Buch austauschen und abschließend eine Rezension schreiben möchtet. Beantwortet für die Chance auf eines der Testleseexemplare mindestens eine der folgenden Fragen im Unterthema "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner": In welchen Situationen im Leben, waren Freunde für euch besonders wichtig? Habt ihr den Film gesehen und wie gefiel er euch - worauf seid ihr nun beim Buch gespannt?
    Lesemomentes avatar
    Letzter Beitrag von  Lesemomentevor 6 Jahren
    Von dem Film hat sicherlich jeder gehört. Er gehört für viele Leute jetzt schon zu ihrem Kino-Highlight 2012. Ich habe ihn selber nicht gesehen, aber nur gutes gehört. Sehr berührend sollte er sein und vor allem schön. Da war es für mich natürlich klar, dass ich, als eine Leserunde zu dem entsprechenden Buch angeboten wurde, mich direkt bewerben musste. Und juhu: Ich wurde sogar als eine der Gewinnerin ausgelost. Leider war mir eines nicht klar: Der Part, der verfilmt wurde, macht im Buch nur einen gerinen Teil aus; einen Teil, zu dem ich leider nie gekommen bin. Ich habe das Buch mit der Erwartungshaltung begonnen, eine schöne, manchmal traurige Geschichte über die Freundschaft zweier so verschiedener Männer zu lesen. Doch das Buch bot etwas ganz anderes: In kurzer, sprunghaften Gedankenabschnitten erzählt der Autor von seinem Leben mit einer Querschnittslähmung. Ich gebe zu, dass ich nur die ersten fünfzig Seiten gelesen habe, dann konnte ich diesen abgehackten und doch sehr eigenwilligen Schreibstil nicht mehr lesen. Vielleicht wird das Buch später besser? Vielleicht wird es schöner? Vermutlich bin ich auch einfach nur mit der falschen Erwartungshaltung an die Geschichte herangegangen. Auf jeden Fall wurden eben diese Erwartungen an eine nette, berührende Geschichte über eine besondere Freundschaft zunächst nicht erfüllt, so dass ich persönlich das Buch zumindest an all jene, die genau so etwas erwarten, nicht weiterempfehlen kann.
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks