Phillip Pullman Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus

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Inhaltsangabe zu „Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus“ von Phillip Pullman

Auf seine unnachahmlich geschickte und magische Weise erzählt Pullman die Geschichte aller Geschichten: Die Zwillinge Jesus und Christus sind so unterschiedlich, wie nur Geschwister sein können. Jesus ist ein verträumter Visionär und Christus ein gerissenes Organisationstalent, der die Ideen seines Bruders umsetzt und so den Grundstein für das korrupte System Kirche legt. Es entsteht eine provokante Auslegung des Evangeliums. Pullman ist, da sind Gläubige und Atheisten sich einig, ein meisterhafter Erzähler, der im knappen und bildreichen Stil des Evangeliums polemisch und nachdenklich neue Sichtweisen formuliert.

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    Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus
    dominona

    dominona

    19. August 2016 um 10:34

    Ich dachte, als Atheistin hätte man vielleicht Verständnisschwierigkeiten, aber nein. Was der Autor hier versucht ist ein Erklärungsansatz für die Entstehung der Bibel und der Kirche und wenn man die Bibel dem Fantasy-Genre zuordnet, passt dieses Buch auch dazu. Ich habe mich unterhalten gefühlt und es würde vielleicht auch so manchen Christen nachdenklich machen.

  • Kritisiert und unterhaltet gleichermaßen!

    Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus
    bigbooklove

    bigbooklove

    13. August 2014 um 21:35

    Meinung Mich hat die Gestaltung des Buches sofort angesprochen und ich musste es unbedingt haben. Natürlich hat mich auch der Inhalt sehr neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen um was sich tatsächlich handelt. Dabei hatte ich meine Bedenken, weil ich mich mit dem Evangelium und auch mit dem Christentum nicht so gut auskenne. Meine Befürchtung, dass ich gar nicht verstehen würde um was es geht, hat sich als unnötig herausgestellt. Philip Pullman benutzt die altbekannten Elemente der Geschichte und doch schreibt er seine eigene Fassung davon. Er beginnt seine Erzählung mit der Geburt der Zwillinge und berichtet aus dem Leben der Beiden. Der Leser begleitet mal Jesus und mal Christus auf seiner Reise und stößt immer wieder auf ernste Themen. Pullman wertet in seinem Geschriebenen nicht und trotzdem nimmt man den Spott und die Vorwürfe gegenüber der Leichtgläubigkeit wahr. Im Allgemeinen ist dieses Buch ganz nüchtern und trocken geschrieben, also ganz anders als Pullmans andere Bücher. Doch das ist absolut nichts schlechtes, im Gegenteil: so kann man mehr zwischen den Zeilen lesen und sich überlegen, was der Autor beabsichtigt. Genau das hat mir so gut gefallen und ich musste zwischendurch oft schmunzeln. Fazit Es ist ein sehr amüsantes und doch ernst zu nehmendes Buch, das zeigt, dass nicht immer Gut und Böse, Richtig und Falsch leicht voneinander zu unterscheiden sind und dass man öfters danebenliegt als es uns bewusst ist.

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  • Rezension zu "Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus" von Phillip Pullman

    Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    20. July 2011 um 18:47

    Inhalt: Es waren einmal zwei Brüder, der eine hieß Jesus, der andere Christus. Deren Charaktere waren so unterschiedlich, dass sie sich als erwachsene Männer immer mehr entzweiten und unterschiedliche Wege gingen. Aber die Erinnerung an beide hat die Jahrhunderte überdauert und zu fragen bleibt nur: Was ist die Wahrheit? Meinung: Eine Adaption des Evangeliums mag vielleicht auf den ersten Blick langweilig erscheinen, ist aber umso interessanter, wenn man die Inhaltsangabe zu Philip Pullmans Roman Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus liest. Es geht hier um zwei Brüder, der Erstgeborene heißt Jesus, sein Zwillingsbruder Christus. Wer in diesem Spiel Schurke ist und wer nicht, ist nicht von Anfang an klar, auch wenn das der Titel impliziert, und möglicherweise bis zum Ende zweideutig. Jesus kümmert sich als Junge meist um sich selbst und tut das, was ihm richtig erscheint, ohne an die Konsequenzen zu denken. Sein Bruder verteidigt ihn hingegen, hilft ihm aus jedem Schlamassel, ist gewitzt und redegewandt. Christus sieht zu seinem Bruder auf, hält ihn für etwas Besonderes, vor allem dann, als Johannes Jesus tauft und eine Stimme zu ihm spricht. Er ist der von Gott Auserwählte, der das Himmelreich bringen wird. Von diesem Zeitpunkt entzweien sich die Brüder immer mehr. Christus ist fest davon überzeugt, dass die Menschen eine Kirche benötigen, eine Gruppe, die ihren Glauben festigt, Jesus hingegen will davon nichts hören. Während dieser zu predigen beginnt und sich immer mehr von seiner Familie entfernt, regelrecht nichts mit ihr zu tun haben will, agiert Christus im Geheimen. Er schreibt nieder, was Jesus erzählt und eines Tages trifft er auf einen Fremden der ihn ermutig mit seiner Arbeit weiterzumachen. Ein Informant aus dem engsten Kreis Jesu erstattet Christus Bericht dann, wenn er selbst nicht vor Ort sein kann und so schreibt dieser eine Schriftrolle nach der anderen voll und händigt sie dem Fremden aus, den er als von Gott gesandt erkennt. Der Fremde taucht immer wieder bei Christus auf und eröffnet ihm nach und nach seine Ziele: Christus soll alle Ereignisse, die sich ereignet hat niederschreiben doch darauf achten, dass die Wahrheit in Anbetracht der Zukunft, das ist, was geschehen hätte sollen und nicht das ist, was tatsächlich geschehen ist. Geschichte und Wahrheit sind Zweierlei. «Als Christus das hörte, war ihm klar, dass diese Anweisung ebenfalls zu den Sentenzen Jesu gehören würde, die als Wahrheit besser klingen sollten als in der Wirklichkeit.» (S.124) In dieser Aussage liegt für mich die Kritik des Buches. Die Wahrheit, welche von Christus, der Kirche, geformt wurde, um der Zukunft einen Messias, einen Sohn Gottes, zu präsentieren, der niemals vergessen wird und nicht einer unter vielen Propheten bleibt. In knappen Kapiteln präsentiert Pullman das Evangelium auf seine ganz eigene Art und Weise. Er schreibt bildreich und bringt mit den wenigen Worten, die er benutzt, die Sache – die Geschichten der Bibel – auf den Punkt, redet nicht viel drum herum, lässt aber in jedem einzelnen Kapitel so viel Freiraum, dass der Leser eigene Interpretationen anstellen und sich überlegen kann, was der Autor damit weitergeben will. Aber immer schwingt ein kritischer, ein anklagender Unterton mit, der sich beim Lesen nicht überlesen lässt. Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus ist ein polemisches Buch, das diskussionsreichen Zündstoff bietet. Fazit: Mit seinem Roman Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus präsentiert Philip Pullman eine Streitschrift, welche die Institution der Kirche unter das Auge einer kritischen Lupe nimmt. In bildhafter Sprache erschafft der Autor ein Werk, das nicht Wort für Wort gelesen werden kann, sondern unterschwellige Anklagen und eigenständiges Nachdenken beziehungswiese Weiterdenken fordert. Er spaltet den wahren Glauben von einem korrupten Kirchensystem ab – hier sind Diskussionen geradezu vorprogrammiert!

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  • Rezension zu "Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus" von Phillip Pullman

    Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. July 2011 um 14:14

    Der britische Schriftsteller Philip Pullman wagt in seinem neuen Buch etwas eigentlich Unerhörtes. Er verändert, ohne die entsprechenden Stellen genau zu markieren, die biblische Überlieferung vom Leben und vom Sterben des Jesus von Nazareth. Er tut das in der durchaus guten Absicht, etwas auf die Spur zu kommen, was Christen und Nichtchristen seit langem beschäftigt und über das Theologen und deren Kritiker seit Jahrhunderten viele dicke Bücher geschrieben haben. Wie ist es dazu gekommen, so lautet die seit undenklichen Zeiten gestellte Frage, dass aus dem Liebesevangelium des Jesus von Nazareth eine verfasste Kirche mit Ordnungen und Hierarchien wurde, eine ausgefeilte theologische Dogmatik, die den einfachen Menschen, an die sich Jesus doch ursprünglich gerichtet hat, so fern ist wie der Mond und so unverständlich wie eine Sprache vom Mars. Der greise Schweizer Pfarrer und Schriftsteller Kurt Marti hat eben in seinen „Spätsätzen“ gesagt: „Ihm, Jesus, glaube ich Gott.“ Und, seien Sie versichert, so wie ihm geht es vielen Frauen und Männern, die jeden Sonntag in den immer leerer werdenden Kirchen unseres Landes (außer natürlich am Heiligabend) die Botschaft von der Liebe Gottes verkündigen und die oft mehrmals in der Woche in den Trauerhallen der Städte und Dörfer versuchen, den Menschen nahezubringen, dass Gott mit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten dem Tod ein für alle mal die Macht genommen hat. Deshalb sollten gläubige Christen dieses zugegebenermaßen gewagte Buch nicht vorschnell aus der Hand legen, sondern dem nachspüren, was Pullman ausdrücken will, obwohl er dazu an keiner Stelle des Buches selbst etwas sagt, sondern seinen Leser auch damit alleine lässt, herauszufinden, was denn nun von seinen Texten den biblischen Überlieferungen entnommen ist, was er erfunden hat, und wen oder welche geschichtliche Kraft er hinter dem für ihn schon noch zu Lebzeiten von Jesus feststehenden Verkirchlichung seiner Botschaft steht. Sein Ansatz ist einfach. Maria hat nicht nur einen Sohn geboren im Stall von Bethlehem, sondern männliche Zwillinge. Jesus wird zum Prediger, der wie im Neuen Testament überliefert immer mehr Menschen um sich schart und tief von der baldigen Heraufkunft des Königsreich Gottes, der basilea tou theou, wie der griechische Urtext sagt, überzeugt ist. Sein Bruder Christus findet das durchaus gut, doch er ist skeptisch und fürchtet, dass Jesus bald Probleme mit der Obrigkeit bekommt. Ein Unbekannter und Namenloser, der „Fremde“, schleicht sich bei Christus ein, und macht ihm deutlich, dass schon jetzt eingegriffen werden muss. Christus lässt sich von einem Jünger Jesu alles, was er nicht selbst miterlebt, berichten und schreibt es auf, verändert auch die eine oder andere Überlieferung schon so, dass für eine kirchliche Nachwelt plausibel wird. Christus hält den Fremden für einen Engel. Der kundige Theologe hört und liest aus seinen Worten die Theologie der Gnosis und des Johannesevangeliums heraus. Nach der Darstellung Pullmans ist es Christus, der Jesus verrät für die höhere Sache. Jesus selbst wendet sich in einer langen Rede im Garten Gethsemane kurz vor seinem Tod enttäuscht von Gott ab und Christus verändert die Erzählung vom Kreuzestod. Er streicht nämlich den Bericht, dass auch Jesus, so wie allen Gekreuzigten die Beine gebrochen wurden, um den Tod herbeizuführen, sondern führt die Wundmale ein. Christus ist es auch, der den Frauen am Grab als Engel, den sie für den Gärtner halten, erscheint, und er begegnet den Emmausjüngern. Als evangelischer Theologe begrüße ich einen solchen literarischen Versuch, dem Geschehen nach dem Tod Jesu auf die Spur zu kommen, doch ich bemängele, dass Pullman keine Quellenangaben macht, seine historisch und in der heutigen Zeit meist auch biblisch nicht kundigen Leser zu einer steilen These verführt, die einfach gut kommt. So hat er bei seiner These vollkommen die Theologie des Paulus vergessen, der lange vor der gnostischen Tradition und lange vor der johanneischen Schule die wahrhaft prägende Interpretation des christlichen Glaubens gefunden hat, etwa im Römerbrief , in den beiden Korintherbriefen und in den Briefen nach Thessalonich. Es ist unbestritten, dass es in der Zeit zwischen der mündlichen Überlieferung bis zur den ersten schriftlichen Zeugnisses der neuen christlichen Bewegung Veränderungen gab. Aber es grenzt schon an eine schlechte Verschwörungstheorie, dies schon zu Lebzeiten Jesu anzusetzen. Ein Literat darf das, aber Pullmans Buch ist von keiner einzigen echten Forschung zur Frühgeschichte des Christentums gedeckt. Ich wünsche ihm dennoch viele Leser, weil es sich immer lohnt, sich mit der jesuanischen Tradition und mit dem, was aus ihr geworden ist, auseinanderzusetzen. Noch einmal Kurt Marti: „Wir sollen nicht wollen, was wir nicht können, nämlich uns ein Bild von Gott machen. Und doch können wir uns Gott nicht ohne bildhafte Vorstellung denken. Halten wir es also wie die Bibel: Sie redet von Gott in vielen verschiedenen Bildern und lässt diese ins neutestamentliche Bekenntnis münden, Jesus Christus sei das menschliche ’Ebenbild des unsichtbaren Gottes’(Kolosserbrief 1,15)“.

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  • Rezension zu "Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus" von Phillip Pullman

    Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus
    Sophia!

    Sophia!

    06. March 2011 um 19:10

    "Gott wird sein Reich auf seine Art bringen, und zwar dann, wenn es ihm gefällt." _ Philip Pullman, Autor des bereits verfilmten Romans "Der goldene Kompass", erzählt eine radikal provozierende Geschichte, die keinesfalls als frohe Botschaft bezeichnet werden kann. Jesus und Christus sind nicht ein und dieselbe Person, sondern Zwillinge! Am Anfang des Buches scheint es so, als sei Christus der gute Herr und Jesus der Schurke. Denn Jesus ist der aktivere der beiden Brüder, der aufmüpfige, der gegen die vorgegebene Ordnung Widerstand leistet und dadurch auch seinen Eltern Kummer nicht erspart. Christus hingegen ist ruhig und traditionsbewusst. Die heilige Schrift kennt er nur allzu gut. Relativ schnell stellt sich heraus, was Christus von seinem Bruder möchte. In der Wüste übernimmt er die Rolle des Bösen, indem er seinen Bruder zu bewegen versucht, feste Glaubensregeln aufzustellen und somit ein System für die einfachen Leute zu schaffen. Jesus lehnt entschieden ab. Aufgrund zunehmender gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten trifft er dann doch den Entschluss zu predigen und das Wort Gottes zu verkünden. Dabei provoziert er ganz bewusst. Jesus vergibt Sünden und macht keinen Unterschied zwischen seiner Familie und Außenstehenden, vielmehr sieht er in jedem einen Bruder oder eine Schwester. Während Jesus aktiv Menschen begegnet und ihnen hilft, hält sich Christus unauffällig im Hintergrund. Angestiftet von einem mysteriösen Fremden schreibt er Jesu Worte, ohne dessen Wissen, auf. Dabei verzichtet er nicht auf zahlreiche Veränderungen und Verbesserungen. Schließlich geht es um die Wahrheit, die festgehalten werden soll und nicht um historische Fakten. Am Schluss ist es Christus, der Jesus auf Befehl eines Engels verraten soll. Die Auferstehung ist eine Inszenierung, die Menschen dazu bewegen soll, Gutes zu tun. _ Dieser Band regt zum Nachdenken an über den historischen Jesus und den Christus des Glaubens. Pullman greift dabei sowohl Politik und Gesellschaft als auch Religion und insbesondere die Institution Kirche an, deren Machtstrukturen und Regeln oftmals Negatives bewirken. Das Buch ist eine kritische Auseinandersetzung mit eben diesem Negativen. Der Text ist in einzelne Kapitel unterteilt und gut lesbar. Es handelt sich um eine Mischung aus biblischem Wissen und Fiktion. Besonders interessant ist das Kapitel Jesus im Garten Gethsemane. An dieser Stelle zweifelt er an seinem Glauben und beklagt sich darüber, dass er von Gott niemals eine Antwort erhält. Hier lehnt er eine organisierte Form der Kirche erneut entschieden ab. Falls es dennoch zu einer Institution kommen sollte, wünscht er sich folgendes: _"Dass eine Kirche, die in deinem Namen aufgebaut wird, arm bleibt, arm und machtlos und bescheiden. Dass sie über keine andere Autorität verfügt als über die Autorität der Liebe. Dass sie niemanden ausschließen darf." _ _ Fazit: Ein außergewöhnlicher Text, der auch unangenehme Aspekte anspricht und zur Reflektion der Akte Jesu anleitet.

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  • Rezension zu "Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus" von Phillip Pullman

    Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus
    robbinett

    robbinett

    02. March 2011 um 16:38

    Ich habe bei der Hälfte aufgehört. Der Ansatz hat ´mir sehr gut gefallen - allerdings baut sich im Buch nicht der Hauch von Spannung auf. Die Sprache ist mehr oder weniger konsequent im Bibelstil gehalten. Dafür wird dann genau diese "biblische Atmosphäre" von Wörtern wie "Diskussion" oder "Information" gestört.

  • Rezension zu "Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus" von Phillip Pullman

    Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus
    Lupus

    Lupus

    14. February 2011 um 22:48

    In der Zeit zwischen mündlicher Überlieferung und Verschriftlichung der Evangelien wurden einschneidende Veränderungen an den biblischen Schriften vorgenommen, wie die historisch-kritische Methode beweist. Solche Manipulationen geschahen aber mit der besten Motivation, den Glauben zu festigen und die Kirche zu stärken. Horst Fuhrmann erklärt ähnliche Eingriffe sehr anschaulich in seinem Buch "Einladung ins Mittelalter". Philip Pullman hält es mit den Fälschern des Mittelalters. In "guter Absicht" verändert er das neue Testament, ohne die betroffenen Stellen zu kennzeichnen. Es entsteht ein märchenhafter Roman mit historischem Hintergrund. Provokant und nachdenklich zugleich.

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