In der Handlung eines anderen Buchs (es ist „Hooligirl“, Band zwei, von Emma Hartmann) wird Pia Kristins „Einfach kann doch jeder“ in einer Szene von der weiblichen Hauptfigur gelesen. Aus Neugier habe ich mir das pinkfarbene Buch als E-Book vor Kurzem gekauft.
Zum Inhalt:
Seit kurzem lebt die verwaiste Nina gut zwei Stunden Autofahrt entfernt von ihrem Zuhause, um eine Schule für Modedesign zu besuchen. Mithilfe ihres Bruders, mit dem sie ein inniges Verhältnis pflegt, hat eine hübsche Wohnung gefunden und sucht nun eine Mitbewohnerin. Auch mit der im selben Haus wohnenden Vermieterin, einer netten, älteren Dame, steht sie sehr gut und führt deren Hundchen ab und an aus.
Anlässlich eines Hundespaziergangs im Park ertappt sie einen jungen Mann, der scheinbar die entblößten Sonnenanbeterinnen auf der Wiese knipst. Die digitalen Fotos entpuppen sich allerdings als Naturaufnahmen ganz anderer Art und zeigen auf dem Display der Kamera lediglich ein niedliches Vogelküken im Nest.
Nachdem Ninas erster Ärger verflogen ist, funkt es gewaltig zwischen ihr und dem attraktiven Fotografen. Sie verabreden sich für den Folgetag, jedoch ohne Namen oder Telefonnummern zu tauschen.
Doch nicht nur Nina hat einen Bruder, sondern auch der Unbekannte. Und damit nimmt eine Kette von Irrtümern und Missverständnissen ihren Lauf, die umso verwickelter wird, da Nina in ihrer Kindheit ein furchtbares Trauma erlebt hat, von dessen Folgen sie noch lange nicht genesen ist ...
Fazit:
Es ist wirklich eine süße und turbulente Lovestory, die ich schnell ausgelesen hatte. Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sind glaubhaft und ich hatte beim Lesen eine Menge Spaß.
Warum also „nur“ vier Sterne? Zumindest in der E-Book-Version, die ich gekauft habe, fand ich den Buchsatz manchmal sehr verwirrend, insbesondere bei der wörtlichen Rede der Figuren. In anderen Büchern stehen die Textpassagen beisammen, die zur sprechenden Person gehören. Hier kam es mir fast wie das Gegenteil vor, was meinen Lesefluss ein bisschen gestört hat.
Wem solche Feinheiten egal sind - der Inhalt macht Spaß und bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen, das auch tiefere Themen berührt.