Pia Walch-Liu

 3.5 Sterne bei 10 Bewertungen

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Der Prinz und sein Schimmel

Der Prinz und sein Schimmel

 (10)
Erschienen am 30.10.2015

Neue Rezensionen zu Pia Walch-Liu

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Rezension zu "Der Prinz und sein Schimmel" von Pia Walch-Liu

Eine ungewöhnliche Reise
Nessa_Davyvor 3 Jahren

Die Autorin Pia Walch-Liu beschreibt ihre Wanderung quer durch Deutschland mit ihren zwei tierischen Gefährten: dem weißen Schäferhund Prinz und dem Hengst Pengpeng. Dabei legt sie nicht nur einen Weg zurück, sondern versucht, Antworten zu finden.

 Inhalt und Schreibstil:
Über die Figuren lässt sich hier nichts sagen, da sie nicht fiktiv sind. 
Dafür geben Inhalt und Schreibstil viel her:
+ abwechslungsreiche Kapitel: die Kapitel sind unterschiedlich gestaltet und mal aus der Sicht von Pia, Prinz oder Peng geschrieben. Die Autorin schafft es, die drei Schreibstile einzigartig zu machen, sodass man als Leser wirklich glaubt, der Hund und das Pferd hätten mitgeschrieben
- der Schreibstil von Pia ist anfangs ein wenig "gewöhnungsbedürftig" und manchmal etwas schwierig

Von der Handlung kann man keine großen Spannungsmomente wie in einem Thriller erwarten, aber die Autorin bemüht sich, angefangene Ereignisse immer abzuschließen. Dadurch, dass der Leser immer neugierig ist, wie das Trio Problemsituationen bewältigt oder verschiedene Ereignisse wahrnimmt, kommt dennoch eine gewisse Spannung auf.

Fazit:
Es ist wirklich schwierig, dieses Buch zu bewerten, da es in keine mir bekannte Kategorie passt. Eigentlich muss sich jeder Leser selbst ein Bild machen; auch ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, weil das Buch ehrlich gewöhnungsbedürftig ist. Aber nach dem Lesen fühlt man sich, als würde man die Beteiligten kennen und wie soll man Erlebnisse und Bekannte bewerten? Das Buch bleibt auf jeden Fall aufgrund seiner Andersartigkeit im Gedächtnis!

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Rezension zu "Der Prinz und sein Schimmel" von Pia Walch-Liu

Wie drei Wanderer ein Team werden
_Hekate_vor 3 Jahren

Dieses Buch handelt von der Wanderung der Autorin mit einem Pony und einen Hund einmal quer durch ganz Deutschland - ist also eine wahre Geschichte, was es meiner Meinung nach besonders berührend macht.
Ja, dieses Buch geht einem wirklich zu Herzen - es ist auch, anders, als der Titel vielleicht vermuten lässt, kein Kinderbuch, sondern ein Buch für Erwachsene - und zwar nicht nur Tierfreunde, sondern auch für Menschen, die vielleicht noch nach etwas auf der Suche sind - so wie die Autorin im Buch.
Ob sie gefunden hat, was sie suchte? Nun, um das zu beantworten, müsst ihr eigentlich schon selbst reinschauen ins Buch ;)
Und "reinschauen" lohnt sich hier wirklich, denn der Text ist durch viele sehr schöne Bilder aufgelockert, und das Buch bietet durch Steckbriefe, Karten und Packlisten auch mehr als bloßen Text.
Dieser Text kann sich allerdings manchmal auch als etwas schwierig oder schwer lesbar gestalten - der Schreibstil ist sehr amüsant und wirklich authentisch geschrieben, kann jedoch auf Dauer etwas schwierig werden. Er ist sicherlich auch nicht jedermanns Sache - man muss reinlesen und schauen, ob man damit klarkommt. Deshalb würde ich das Buch auch nicht für jüngere Kinder empfehlen.
Wenn man allerdings damit klarkommt, ist dieses Buch wirklich eine wertvolle Bereicherung im Bücherregal. Denn es ist nicht irgendeine ausgedachte Geschichte, sondern etwas, das wirklich passiert ist, und gerade deshalb, weil es nicht von Heldengestalten und atemberaubenden Kämpfen wimmelt, sondern etwas beschreibt, was jeder von uns machen könnte, wenn er nur den Mut und den Willen dazu hätte, um so spannender. Und es ist auch lehrreich - genau so, wie die Autorin und ihre Begleiter bei der Wanderung viel gelernt haben.
Diese Beiden Begleiter - Hund Prinz und Pony Pengpeng - kommen übrigens im Buch auch immer wieder zu Wort. Was auf manche kindisch wirken mag, finde ich sehr interessant, und auch oft sehr amüsant. Alles in allem sind alle Teilnehmer der Wanderung oft wirklich sympathisch, auch die Autorin selbst, die nicht als  "entfernter Beobachter", sondern als ganz normaler Mensch von Leid und Freud der Wanderung berichtet, was sie dem Leser besonders nahe bringt!
Lustig sind auch die vielen wirklich tollen und raffinierten Wortspiele im Buch.
Das Buch ist aber nicht nur lustig, sondern zeigt oft auch den Ernst des Lebens - manchmal ist es traurig, und weil man weiß, dass das Traurige wirklich passiert ist, ist es um so berührender. Sicherlich ein Buch also, dass man nicht so leicht wieder vergisst!
Mein Fazit: Das ist ein Buch, das wirklich nicht für jeden ist - vor allem der eigenwillige Schreibstil macht es sicherlich für so manchen ungeeignet. Wer sich aber darauf einlässt, hat ein wirklich einmaliges Buch gefunden, und zwar ein Buch, von dem man fürs Leben lernen kann und das einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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S

Rezension zu "Der Prinz und sein Schimmel" von Pia Walch-Liu

Weitwanderbericht von einer vor allem tierischen Reise durch Deutschland
Starbucksvor 3 Jahren

Ich bin Fan des Weitwanderns, bin schon durch die gesamte Schweiz und Frankreich und Teilen Deutschlands unterwegs auf dem Jakobsweg, werde mich nun auf Teile des amerikanischen berühmten Pacific Crest Trails begeben und verschlinge daher Literatur über Weitwanderer wie z.B. Andreas Kieling, aber auch das berühmteste Jakobsweg-Buch von Hape Kerkeling hat mir sehr gut gefallen. So war ich auch bei Pia Walch-Lius „Der Prinz und sein Schimmel“ gleich in der Leserunde mit dabei.

Zum Cover: Das Cover hätte mich selbst (außer durch den Untertitel) so nicht angesprochen. Das Foto finde ich hier eher unglücklich gewählt mit Hund und Pferd, von denen man lediglich den Rücken sieht. Man muss schon sehr genau hinschauen, wenn man nicht gerade nach genau diesem Buch gesucht hatte.

Zum Inhalt: Eine Frau mit Hund und Pony begibt sich auf die Wanderung über Fernwanderwege in ganz Deutschland. Dabei entsteht ein Tagebuch aus Sicht von Hund, Pony und Wanderin. Kleine Bilder zeigen immer an, wer hier gerade spricht oder denkt.

Meine Meinung: Wie ich bereits gesagt habe, fasziniert mich das Fernwandern sehr. Man kann auch auf vermeintlich unspektakulären Wegen so viel entdecken, denn eigentlich ist es doch überall (in der Natur) schön. So fand ich es ausgesprochen interessant, mich mit der Autorin auf Reisen zu begeben. Besonders gefallen hat mir aber die Ponysichtweise, denn wenn das Pferdchen so auf einer Brücke steht und lange hinabblickt, überlege ich schon auch, was es dort wohl gedacht haben mag – wenn man dies so ausdrücken mag. Würde es z.B. auch irgendein Verständnis für 'Schönheit' haben?

Was mir gar nicht gefallen hat, waren die Wortneuschöpfungen der Autorin, die ihr sicher viel Freude bereitet haben, aber für den Leser oft eher mühsam als amüsant sind. Auch der Schreibstil war nicht immer so leichtgängig, wie ich mir dies gewünscht hätte.

So bleibt dies ein Buch mit einer schönen Idee mit den tierischen Perspektivwechseln. Es bleiben in mir auch viele Wanderideen, die ich unbedingt noch umsetzen möchte. Es bleibt auch ein Nachdenken darüber, was in den tierischen Begleitern denn nun wirklich vorging. Es bleibt aber auch die Frage, ob jeder Reisende ein Buch schreiben muss. Wir machen dies auf unseren Fernwanderwegwanderungen nicht, aber viele sind abends immer am Schreiben. Dabei sollte man nicht vergessen, dass eine Fernwanderung in den meisten Fällen ein sehr persönliches Erlebnis bleibt, von dem nur wenige Teile für die Öffentlichkeit so spannend sind, dass man sie veröffentlichen sollte. Ein Tagebuch kann auch das persönliche Geschenk des Schreibenden an sich selbst bleiben.

Für eine schöne Idee, die mich zum Nachdenken anregte, vergebe ich 3,5 und damit gerade noch vier Sterne.

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Gespräche aus der Community

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Y
Hallo

Ich möchte gerne eine Leserunde für mein erstes Buch eröffnen. Es handelt sich um eine eigenwillige Erzählung aus drei andersartigen Blickwinkeln. Hier beschreiben Hund, Pony und Frau ihre äußeren und inneren Erlebnisse während einer vier Monate langen Wanderung.  Es wurde auf Fernwanderwegen quer durch Deutschland gewandert von Potsdam in den Schwarzwald. Das Buch hat 296 Seiten.

Unter den Mitlesern verlose ich fünf Taschenbücher und zehn eBooks. Bitte bei der Bewerbung angeben, ob ihr auch ein eBook akzeptiert.
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