Pia Ziefle Länger als sonst ist nicht für immer

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Inhaltsangabe zu „Länger als sonst ist nicht für immer“ von Pia Ziefle

Drei Menschen, geboren in den siebziger Jahren und aufgewachsen in den Achtzigern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und deren Wege sich doch immer wieder kreuzen: Ira, deren Mutter sie im Kinderwagen als Schutzschild mit auf Anti-Atom-Demos nahm und deren Vater auf Distanz gehen musste aus Gründen, die sie lange nicht verstehen konnte. Fido, der 1976 als 4-Jähriger mit seinem Großvater aus Jugoslawien floh, und Lew, dessen Eltern im selben Jahr Ostberlin Richtung Westen verließen – ohne ihn. Ein Roman über Entscheidungen und ihre Folgen, über Wendepunkte, Begegnungen und Trennungen, die ein Leben aus der Bahn werfen können oder ein Ankommen erst möglich machen.

Tiefgründig und in einer flüssigen Schreibweise geschrieben

— Jonas1704
Jonas1704

Sehr schönes Buch

— karin66
karin66

Das zweite Buch von Pia Ziefle hat andere Themen, die aber genauso liebevoll in Szene gesetzt wurden. Ein Liebesroman, zum Nachdenken.

— ManonGarcia
ManonGarcia

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Der Brief

Die Leseprobe war vielversprechend, der Rest hat mich leider etwas enttäuscht.

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Ein Buch über die Liebe eines Vaters zu seinem Kind. Und dabei erzählt es mehr über Ersteren als über den Sohn.

sofalxx

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    Länger als sonst ist nicht für immer
    Jonas1704

    Jonas1704

    06. July 2016 um 21:47

    Wie schwer hat man es wenn einem die Mutter oder gar auch der Vater als Kind verlässt? Immens schwer würde man sagen. Den drei Menschen, bei denen es in dieses Buch geht, ist dieses wiederfahren. Erstmal lernen wir Lew Bergmann kennen, der in Dehli über den Tod seiner Mutter erfährt. Aufgrund dessen, und da er von nun an bloß noch ihn hat, macht er sich auf die Suche nach seinem Vater, den er 29 Jahre lang nicht gesehen hat. Er hat das Gefühl von Verlassensein nie vergessen und möchte endlich von seinem Vater erfahren, was damals passiert ist und warum sie ihn beide verlassen haben. Was er erfährt überschreitet seine Vorstellungen. Danach kommt Ira, die als Bäckerin arbeitet und auch kein leichtes Leben hat, nebenbei sich noch liebevoll um den kranken Vater kümmert und um ihren Sohn John. Auch Ira sucht nach Antworten den auch sie wurde von Ihrer Mutter irgendwann verlassen. Die Jahre die sie präsend war, hat sie sich nicht um sie gekümmert und Ira kann dies weder vergessen noch verstehen. Der einzig große Halt in ihrer Kindheit war Fido. Fido, ein Junge aus Jugoslawien der mit seinem Großvater nach Heidelberg kam auch um nach seiner Mutter zu suchen. Er verlässt jedoch schon bald Heidelberg und sucht selbst eine Antworten. Ein einfühlsamer Roman über die innere Ruhe die jeder mit sich mehr oder weniger trägt, je nachdem wie seine Kindheit verlief. Den unser Charakter und Erwachsensein hat im größtenteil mit unserer Kindheit zu tun. Tiefgründig und in einer flüssigen Schreibweise geschrieben.

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  • Ira, Fido und Lew

    Länger als sonst ist nicht für immer
    Tamaru

    Tamaru

    23. November 2015 um 16:24

    Der Roman handelt von Ira, Fido und Lew, deren Wege sich auf unterschiedliche Weise kreuzen und ihren Geschichten. Die Eltern von Lew begehen Republikflucht aus der ehemaligen DDR, und er und sein Bruder wachsen bei Pflegeeltern auf. Als diese sterben und Lew erfährt dass seine Eltern in Indien wohnen macht er sich auf die Suche, denn die Ungewissheit, warum seine Eltern ohne ihre Kinder weg sind, lässt ihn nicht los. Ira wächst bei Eltern auf die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine böse, gewalttätige Mutter und ein Vater der sie mehr liebt als er darf. Als er im Sterben liegt versucht sie ihn zu verstehen und loszulassen. Fido wächst bei seinem Großvater auf, der sich mit ihm nach Deutschland begibt und letztlich in der Bäckerei von Ira's Tante landet. Denn Fido's Mutter hat eine neue Familie und kein Interesse mehr an ihrem Sohn. Das wird Fido sein Leben lang begleitenund es fällt ihm schwer an einem Ort zu bleiben und eine Heimat zu finden. Die Geschichten werden abwechselnd erzählt und man erfährt nach und nach das Leben der Protagonisten und wie das Schicksal sie zusammengeführt hat. Sehr einfühlsam und bildhaft beschreibt die Autorin die einzelnen Lebensgeschichten mit wenigen Momenten des Glücks. Das Buch hat mir gut gefallen, ein leises Buch mit traurigen Momenten aber doch voller Hoffnung.

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  • Der Weg in die Zukunft führt über das Verstehen der Vergangenheit

    Länger als sonst ist nicht für immer
    leselea

    leselea

    15. September 2015 um 16:13

    „Du suchst nach der Wahrheit? Und suchst sie ausgerechnet in der Vergangenheit?“ (S. 70) Deutschland in den 1970ern: Ira lernt früh, still zu sein und sich unsichtbar zu machen. Ihre Mutter ist kalt und neigt zu Zornausbrüchen, ihr Vater bemüht sich, ihr Liebe zu schenken, hält aber gleichzeitig Abstand zu ihr. Lew und sein Bruder kommen nach der Republikflucht ihrer Eltern in eine neue, parteitreue Familie. Er träumt vom Turmspringen, aber noch mehr davon, seine Mutter wiedersehen zu können. Fido begibt sich mit seinem Großvater Tadija auf die Reise von Jugoslawien nach Deutschland. Es beginnt eine Reise, die nicht zu ihrem Ziel, aber auch nicht wieder nach Hause führen wird. Deutschland im Jahr 2005: Iras Vater liebt im Sterben, sie teilt sich zwischen der Pflege, ihrer Arbeit in der Bäckerei und der Erziehung ihres Sohnes auf. Lew erhält eine Nachricht über seine Eltern und macht sich auf den Weg nach Indien. Fido ist rastlos, bleibt nie lange an einem Ort und macht die ganze Welt zu seinem Zuhause. "Woher kommst du?“, haben sie ihn vorhin gefragt, und er hat keine Antwort geben können, die der Wahrheit nahegekommen wäre. (S. 65) Pia Ziefle erzählt in Länger als sonst ist nicht für immer von drei unterschiedlichen Menschen, die doch eins gemeinsam haben: Sie können keine Wurzeln schlagen, weil diese in ihrer Kindheit nie die Möglichkeit hatten zu wachen. Sie sind Heimatlose, Verlassene, Menschen, die auf eine Reihe geplatzter Träume und Hoffnungen zurückschauen können. Sie können – wie es im Klappentext heißt – „nicht bleiben, weil sie den Ort nicht kennen, der ihre Heimat ist“; sie können für sich keine Zukunft ausmalen, weil ihre Vergangenheit im Dunkel liegt. Länger als sonst ist nicht für immer thematisiert das Stolpern durch das eigene Leben, die Suche nach Halt und einer Familie (wie auch immer diese aussehen mag) und die Einsicht, dass man sich seiner Vergangenheit stellen muss, um im Jetzt ankommen zu können. Da sind sie wieder, die alten Geschichten. Die Dinge rücken näher mit jedem Tag, den Cornelius braucht für seinen letzten Weg. (S. 78) Diese großen, emotionalen, traurigen Themen bringt Pia Ziefle dabei in einem ganz wunderbaren Erzählstil an den Leser: Melancholisch, fast nebulös erzählt sie von Damals und Heute, von Iras, Lews und Fidos Schicksalsschlägen, von dem, was sie zu dem machte, was sie heute sind. Ruhig und bedacht sind ihre Sätze, die sich zu kleinen leicht lesbaren Absätzen ansammeln, sodass man das Buch leicht und flüssig lesen kann. Allein am Ende reihen sich viele Traumsequenzen von Iras Vater Cornelius aneinander, in denen sich der zauberhafte Erzählton meiner Meinung nach etwas verliert: Hier erzählt die Autorin für meinen Geschmack zu surrealistisch und bedeutungsschwanger. In ihren Kapiteln springt Pia Ziefle gerne zwischen den Zeiten und zwischen den Perspektiven. Das ist vor allem am Anfang gewöhnungsbedürftig, sodass man zu Beginn etwas Konzentration von Nöten ist. Grob gesprochen, wechseln sich Kapitel aus Iras und Lews Sicht ab, was der Geschichte einerseits (vor allem zum Ende) Dynamik und Spannung verleiht, andererseits den Leser immer wieder aus dem Leben des einen rausreißt, sodass ich nicht die Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Immer wenn ich glaubte, Ira verstanden zu haben, musste ich mich wieder mit Lews Geschichten auseinandersetzen – und umgekehrt. Obwohl mich Thematik und Sprache des Buches wirklich begeistert haben, hat der letzte Funke für mich doch gefehlt. Nach Zuklappen des Buches hatte ich das Gefühl, dass sich nicht alles ganz zusammengefügt, auch wenn das Ende – dem ich etwas hilflos gegenüberstand – dies suggeriert. Mir persönlich sind zu viele Fragen offen geblieben, zu viele Dinge wurden nur angerissen, die Rolle der Figur von Fido habe ich beispielsweise bis zum Schluss nicht ganz durchdrungen. Nichtsdestotrotz gibt es aufgrund dieses – im wahrsten Sinne des Wortes – traumhaften Erzählstils eine Leseempfehlung, mit dem Ratschlag, sich für das Buch Zeit zu nehmen und bereit zu sein, sich auf diese doch manchmal sperrige Geschichte einzulassen.

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  • Länger als sonst ist nicht für immer

    Länger als sonst ist nicht für immer
    karin66

    karin66

    29. July 2015 um 17:26

    Ein wirklich sehr schönes Buch, ich wollts gar nicht mehr weglegen. Schon das Cover des Buches ist so liebevoll und detaliert gestaltet, dass es eine Freude ist, das Buch in die Hand zu nehmen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Geschichte handelt von Ira, Fido und Lew. Lew wächst ohne Eltern auf, denn diese haben Republikflucht ergriffen. Er wächst dann zusammen mit seinem Bruder Manuel bei einem Ehepaar auf. Er kommt in die Mannschaft der Turmspringer, ist sehr erfolgreich, wird aber dann bei der Teilnahme an einem großen Wettkampf aufgrund der Vorgeschichte seiner Eltern nicht zugelassen. Später bekommt er einen Brief und macht sich auf die Suche nach seinem Vater. Ira wächst bei einer Mutter auf, die sie nicht liebt.Als sie schwanger wird, zieht sie zu ihrer Tante und hilft dort in der Bäckerei mit aus. Ihr Vater liegt im Sterben und sie versucht die Geschehnisse zu verstehen. Fido wächst in der Bäckerei bei seinem Großvater auf, seine Mutter kümmert sich nicht um ihn. Als sein Großvater mit ihm zusammen zu seiner Mutter reisen möchte, stellt dieser fest, dass sie eine komplett neue Familie hat, in die ihr Vater und Sohn nicht hineinpassen. Das Schicksal führ Ira, Fido und Lew immer wieder zusammen. Insgesamt ein sehr schönes Buch, das ich gerne gelesen habe.

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  • Der LovelyBooks Lesesommer 2015

    Lesesommer
    Daniliesing

    Daniliesing

    Im letzten Jahr hat uns der Lesesommer mit euch so viel Spaß gemacht, dass wir auch 2015 passend zu den Sommerferien wieder durchstarten. Die sommerlichen Temperaturen sind schon da, deshalb wollen wir nun auch schnell mit unserem LovelyBooks Lesesommer beginnen. Ihr dürft euch dieses Mal wieder auf spannende Aufgaben & zusätzliche Specials freuen. Auf unserer Aktionsseite stellen wir euch außerdem tolle Lesetipps für den Sommer vor und ihr findet dort zusätzlich jede Woche eine Verlosung, bei der ihr weitere Punkte sammeln könnt. Selbstverständlich sind auch all jene herzlich willkommen, die im letzten Jahr noch nicht dabei waren. Erneut möchten wir mit euch 10 Wochen lang über fesselnde Sommerlektüre diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch im Laufe des Lesesommers verschiedene Aufgaben stellen, die ihr bis zum 13. September in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt. Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln - bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Zusätzlich zu diesen Aufgaben, gibt es jede Woche ein Verlosungsspecial, an dem ihr eine Woche lang teilnehmen und so weitere Punkte sammeln könnt. Schaut dazu am besten immer am Montag auf unserer Aktionsseite zum Lesesommer vorbei, wenn dort das neue Special vorgestellt wird. Bitte beachtet, dass ihr hier immer nur eine Woche lang - von Montag bis Sonntag - teilnehmen & so Punkte sammeln könnt! Wer bis zum Ende des Lesesommers am 13. September die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt eine literarische Wochenendreise nach Lissabon (Anreise und 2x Übernachtung inkl. Frühstück). Außerdem gibt es für die Plätze 2-5 je ein schönes Buchpaket mit neuem Lesestoff. Zusätzlich verlosen wir unter allen Teilnehmern 5 weitere Buchpakete, egal wie viele Punkte man sammeln konnte. Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema an und stellt euch gerne ein bisschen vor. Wer noch überlegt, ob er mitmachen möchte, der kann gern auch später noch einsteigen! Wenn ihr über Twitter, Instagram und/oder Facebook über den Lesesommer berichtet, darüber plaudert oder Fotos teilt, freuen wir uns, wenn ihr den Hashtag #LBlesesommer verwendet! Wir freuen uns auf viele sommerliche Buchtipps, sonnige Lesestunden - egal ob im Urlaub am Strand oder daheim auf dem Balkon - und natürlich aufs Lesen wundervoller Bücher! P.S.: Alle Blogger unter euch dürfen sehr gern die Grafik, die ihr hier oben im Thema findet, in ihrem Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

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    • 2823
  • Ein Buch wie ein langer ruhiger Fluss

    Länger als sonst ist nicht für immer
    Corsicana

    Corsicana

    31. January 2015 um 15:28

    Dies ist ein besonderes Buch. Eine ruhige, schöne, melancholische Sprache, das Buch fließt dahin wie ein langer ruhiger Fluss, mit Trauerweiden am Ufer und traurigen kleinen Geschichten - aber dann auch wieder sicheren, schönen verträumten Buchten, die die vielen kleinen glücklichen Momenten zeigen im Leben der Protagonisten. Erzählt wird die Geschichte von Lew und Manuel, von Ira und ihrem Vater Cornelius, von Fido und seinem Großvater Tadija und vom Dreh- und Angelpunkt des Geschehens, das ist Evi und ihre kleine Bäckerei in einer süddeutschen Kleinstadt.  Evi hat ein großes Herz und bietet den Menschen eine Heimat und Liebe, egal ob sie nun aus der Ferne kommen, wie Fido und sein Großvater, oder aus der Nachbarschaft, wie Ira, die unter einer gewalttätigen Mutter leidet und einen Vater hat, der sie vielleicht zu sehr liebt. Als Ira alleinerziehend wird, findet sie bei Evi ein neues Zuhause für sich und ihr Kind. Und auch Evi selbst findet durch ihre Selbstlosigkeit ihr Glück - und bietet und findet eine Ersatzfamilie für die Protagonisten, denen es aus den verschiedensten Gründen an Familie mangelt und die deshalb Mühe haben, selbst eine Heimat zu finden und eine Familie zu gründen.  Die Geschichten der Protagonisten werden auf verschiedenen Zeitebenen und abwechselnd erzählt. Dies macht das Lesen interessant und spannend. Und neben den vielen traurigen Geschichten gibt es auch die Geschichten über die Suche nach Erklärungen und über die Suche nach dem Glück. Bis nach Indien und zurück reichen die Geschichten und sie erzählen über viele verschiedene Schicksale - und darüber, dass es möglich ist, sich mit seiner Familiengeschichte zu versöhnen und einen neuen Weg im Leben zu finden.

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  • Flüchtlinge aus dem Osten

    Länger als sonst ist nicht für immer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. December 2014 um 14:11

    In diesem Roman wird die Geschichte dreier Menschen erzählt. Sommer 1976 lebt der 9jährige Lew mit seinem Bruder Manuel und seinen Eltern in Ostberlin. Die Eltern überlegen zu flüchten, doch verschieben es immer wieder. Als die beiden Jungen eines Abends nach Haus kommen, sind ihre Eltern nicht da und die Polizei wartet schon auf sie. Sie werden zu einer anderen Familie gebracht, weil ihre Eltern angeblich geflüchtet wären. Es folgt der Wechsel zu dem 4jährigen Fido, der mit seinem Großvater von Jugoslawien nach Heidelberg fährt, um dort bei seiner Mutter zu leben. Doch diese ist verschwunden und so bleiben sie in Evis Bäckerei. Das Nachbarskind Ira verliebt sich in Fido und bekommt ein Kind von ihm, während es ihn in die Welt hinauszieht. Iras Vater liegt im Sterben und sie besucht ihn jeden Tag. Das Buch ist zwar mit viel Gefühl geschrieben, aber zu Anfang fand ich es sehr anstrengend zu lesen. Man wurde gar nicht richtig warm damit, zumal es ständig in den Zeiten und Gegebenheiten wechselte. Erst nach etlichen Seiten wird dem Leser klar, wie die Geschichten der verschiedenen Personen zusammenhängen. Zwar habe ich das Buch zu Ende gelesen und es war ganz unterhaltsam, doch gekauft hätte ich es mir nicht.

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  • Vom Verlieren und sich Wiederfinden

    Länger als sonst ist nicht für immer
    Dreamworx

    Dreamworx

    Im Sommer 1976 wird Ira hineingeboren in eine Familie, wo die Mutter lieblos und kalt ist und der Vater die Tochter grenzenlos liebt, dessen Liebe aber umwölkt ist von dunklen Gedanken und innerer Zerrissenheit. Am gleichen Tag verlieren Lew und sein Bruder Manuel die Eltern, denn diese lassen ihre Kinder beim Verlassen der DDR hinter sich. In Serbien macht sich Fido mit seinem Großvater auf die Reise nach Deutschland, um zu seiner Mutter zu kommen, die dort arbeitet. 2005 ist Evis Bäckerei in einem kleinen schwäbischen Dorf der Dreh- und Angelpunkt, sie war eine Zuflucht für Fido und seinen Großvater. Aber auch Ira findet sowohl Aufnahme als auch Wärme und Geborgenheit bei Evi und arbeitet in der Bäckerei. Nebenher kümmert sie sich um ihren Sohn John und begleitet ihren Vater Cornelius durch seine letzten Stunden. Dabei wird die Vergangenheit wieder allgegenwärtig für sie. Selbst Lew findet irgendwann den Weg in die Bäckerei. Doch erst einmal begibt sich Lew auf Indienreise, denn er ist auf der Suche nach seinen leiblichen Eltern, die er dreißig Jahre nicht gesehen hat. Sein Bruder und er sind bei Adoptiveltern aufgewachsen, doch Lew hat so viele Fragen und bisher keine Antworten. Diese erhofft er sich durch das Wiedersehen mit seinem Vater. Pia Ziefles Roman „Länger als sonst ist nicht für immer“ ist ein wunderschöner Roman. Der Schreibstil ist wunderschön melancholisch, dabei leise und gefühlvoll. Es trifft den Leser mitten ins Herz. Das Leben der einzelnen Protagonisten macht einen betroffen, traurig, manchmal auch wütend, spürt man doch den Schmerz und die Sehnsüchte der einzelnen Charaktere durch die wunderbare und tiefgründige Erzählweise der Autorin am eigenen Leib. Das jeweilige Zusammentreffen der Hauptprotagonisten wirkt immer wie Schicksalsbegegnungen, wie leidende und suchende Seelen, die einander zufällig finden. Ihre Leben sind miteinander verflochten durch die Suche nach Liebe, nach Wahrheit, nach Wärme, nach ihrer eigenen Identität, wie haltende Hände oder eben der Zopf, der das schöne Cover ziert. Ira, Lew und Fido treffen zu verschiedenen Zeiten aufeinander, gehen ein Stück Weg miteinander, um dann wieder auseinander zu driften. Jeder von ihnen ist ein verlassenes Kind, ob von den Eltern um die Liebe betrogen, im Stich oder allein gelassen. Und jeder von ihnen ist auf der Suche nach dem Stückchen, das ihm/ihr fehlt, sei es die Wahrheit, sei es die Liebe, seien es die Wurzeln, sei es der Friede in ihrer Seelen. Ein zauberhafter, trauriger und sehr tief gehender Roman, der zeigt, wie das Verhalten der Eltern auf die Entwicklung der Kinder Einfluss nimmt, sogar ihr ganzes Leben und deren Entscheidungen bestimmt. Eine nachhaltige Geschichte, die den Leser nicht loslässt, auch wenn die letzte Seite schon lange gelesen ist. Einfach meisterhaft! Chapeau!  

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    • 4
    Wortwelten

    Wortwelten

    01. December 2014 um 19:19
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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  • Länger als sonst ist nicht für immer

    Länger als sonst ist nicht für immer
    echidna

    echidna

    29. November 2014 um 18:30

    Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut. Schon die Leseprobe fand ich beeindruckend, obwohl nicht viel passiert ist und viele verschiedene Figuren auftauchten, mit denen ich mich am Anfang noch überhaupt nicht identifizieren konnte. Normalerweise ein Grund für mich ein Buch nicht weiter zu lesen, doch diese Geschichte hat eine ganz besondere Stimmung, die mich gefangen genommen hat. Eine melancholische, sehnsüchtige Grundstimmung liegt allen Charakteren zu Grunde und man möchte unbedingt wissen, was in den Leben der Figuren passiert ist, dass sie zu dem geworden sind, was sie sind. Und wie passt alles zusammen? Die Geschichte wird abwechselnd aus Iras und Lews Perspektive geschrieben, zwei Charaktere, deren Leben nichts Gemeinsames hat, so denkt man. Ira als alleinerziehende Mutter, die ihre Tage schon seit ihrer Kindheit in der Backstube an der Ecke verbringt und sich abends noch um ihren langsam sterbenden Vater kümmert. Und Lew, der mit seinem Bruder in Ostdeutschland bei Pflegeeltern aufwächst, nachdem seine Eltern in den Westen geflohen sind. Oder so sieht es zumindest zuerst aus. Nachdem Lew vom Tod seiner Mutter erfährt, versucht er das Rätsel, was wirklich mit seinen Eltern passiert ist, aufzulösen. Die Charaktere sind tiefgründig gezeichnet mit vielen Emotionen, die sie in ihrem Leben durchlaufen, wobei die Liebe und der Verlust in zahlreichen Facetten im Vordergrund stehen. Die Figuren sind der Grund, warum man das Buch nicht zur Seite legt, weil sie einem ans Herz wachsen und man unbedingt wissen möchte, wie es ihnen weiter ergangen ist und wie am Schluss alles zusammen hängt. Denn das tut es, auch wenn es zunächst nicht den Anschein danach hat. Den Wendepunkt gegen Schluss der Geschichte finde ich großartig. Das Buch ist eine Reise in die Vergangenheit der beiden Figuren, in der viel verborgen liegt. Es sind viele kleine Puzzleteile, die irgendwann ein Gesamtbild ergeben. Doch nicht alle Fragen werden am Ende auch beantwortet. Ein paar Puzzleteile fehlen, was sehr viel Spielraum für eigene Gedanken lässt. Ich finde das sehr gelungen, denn das regt zum Nachdenken an. Ich bin froh darüber, dass ich die Charaktere auf ihrem Weg begleiten durfte.

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  • Länger als sonst ist nicht für immer

    Länger als sonst ist nicht für immer
    Astrid_91

    Astrid_91

    23. November 2014 um 21:08

    In ihrem Roman „Länger als sonst ist nicht für immer“ erzählt Pia Ziefle die Geschichte dreier Menschen. Es handelt sich dabei um Ira, Fido und Lew, die sich in unterschiedlichen Lebenssituationen begegnen und dabei tiefe Spuren im Leben der anderen hinterlassen. Die Handlung beginnt in Indien, wo Lew sich auf die die Suche nach seinem Vater begibt. Dieser musste 1976 den damals neunjährigen Lew und seinen älteren Bruder zurücklassen, als er mit seiner Frau aus der DDR floh. Weil es ihm nicht gelang, seine Söhne nach zu holen, mussten diese in einer Pflegefamilie aufwachsen, in dem Glauben, von ihren Eltern verlassen worden zu sein. Zur gleichen Zeit wird Ira geboren in eine Familie mit einer Mutter, die sie nicht liebt, und einem Vater, der sie missbraucht. In ihrer Kindheit lernt sie den älteren Fido kennen, der mit seinem Großvater aus Jugoslawien nach zieht, auf der Suche nach einer Mutter, die ihn aufgrund ihrer neuen deutschen Familie verlassen hat. Fido und sein Großvater finden schließlich Unterschlupf in „Evis Backstube“, die sich für die beiden zu einem neuen zu Hause entwickelt. Diese Bäckerei entwickelt sich zu einem Rückzugsort für alle drei Charaktere, zu dem sie in ihrem Leben immer wieder zurückkehren. Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive von Lew und Ira erzählt. Dabei ist der Schreibstil von Pia Ziefle sehr poetisch, was sich insbesondere in der Zeichensetzung und der Gestaltung der Textabsätze widerspiegelt, auf welche die Autorin laut eigener Aussage großen Wert legt. Dies hat mir anfangs noch zugesagt, zwischenzeitlich hatte ich allerdings den Eindruck, der Schreibstil und nicht der Inhalt stehe im Vordergrund. Außerdem wird die Beziehung, in der die Hauptpersonen zueinander stehen, nur nach und nach deutlich. Einiges bleibt ungesagt und der Fantasie des Lesers überlassen. Mir persönlich hat dies nur bedingt gefallen, da für meinen Geschmack zu viel der Geschichte in der Schwebe bleibt. Einige Leser mögen dies vielleicht gerade faszinierend finden, mich persönlich hat dies in Verbindung mit dem melancholischen Erzählstil der Autorin eher deprimiert und stellenweise etwas gelangweilt. Dies ist sicher auch eine Geschmacksfrage, das heißt, man sollte sich selbst ein Bild von diesem Roman machen. Die Leseprobe liefert hier bereits einen guten Einblick in den Schreib- und Erzählstil der Autorin und sollte bei der Entscheidung, ob dieses Buch das richtige ist, unbedingt einbezogen werden.

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  • Danke an Euch alle!

    Länger als sonst ist nicht für immer
    PiaZiefle

    PiaZiefle

    20. November 2014 um 15:56

    Noch ganz frisch ist die Nominierung für "Länger als sonst ist nicht für immer" für den Lesepreis, ich reibe mir noch ein bisschen ungläubig die Augen und danke Euch allen für Eure Nominierungen. Nachher zerbeche ich mir noch den Kopf über Fragen, die ich gern mal gestellt bekommen würde http://www.lovelybooks.de/thema/Leserpreis-Autoren-%C3%BCber-die-Fragen-die-sie-gern-mal-gestellt-bekommen-w%C3%BCrden-1122380498/- einstweilen freue ich mich einfach nur über den tollen Platz auf der shortlist. Vielen Lieben Dank, Pia

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  • Leserunde zu "Länger als sonst ist nicht für immer" von Pia Ziefle

    Länger als sonst ist nicht für immer
    PiaZiefle

    PiaZiefle

    Herzlich willkommen zur Leserunde! Ich freue mich sehr darauf, auch Buch2 mit Euch allen hier zu lesen, die Leserunde zu Suna war sehr sehr schön! Also legen wir los... Wozu sind wir bereit, um unsere Vorstellung vom “richtigen Leben” zu verwirklichen? Welche Grenzen überschreiten wir dabei, welche verletzen wir? Und erreichen wir durch unser Handeln tatsächlich das, wovon wir geträumt haben? Diese Fragen haben mich vor allem beschäftigt, als ich begonnen haben, "Länger als sonst ist nicht für immer" zu schreiben. Zum Inhalt: Ira wird 1976 in Süddeutschland hineingeboren in eine Ehe, die rasch wegen ihr geschlossen wurde, obwohl ihre Mutter sie nicht lieben kann, und ihr Vater sich aus anderen Gründen von ihr fernhalten muss. Fido verlässt im selben Jahr als Vierjähriger sein serbisches Dorf und findet zusammen mit seinem Großvater in der Bäckerei gegenüber von Iras Elternhaus eine neue Heimat.  Und Lew bleibt zusammen mit seinem Bruder am ersten Ferientag in Ostberlin zurück, weil seine Eltern das Land verlassen haben, im Glauben, damit für alle das Richtige zu tun. Sie alle begegnen einander, verlieben und verlieren sich wieder, und erst als Lew eine Nachricht aus Indien erhält und Iras Vater im Sterben liegt, finden sie alle einen Weg, der ein Ankommen “für immer” vielleicht doch noch möglich macht. Der Arche Verlag verschenkt 20 Bücher - aber nicht nur das: ich werde sie alle signieren, und hoffe dafür auf schnelle Post... Bevor ich es vergesse: hier geht es natürlich zur Leseprobe, und wer gern mehr über mich wissen will, hier ist meine website. Noch kurz zur Kapiteleinteilung: ich bin nicht sicher, ob die Abschnitte vielleicht zu kurz sind, aber ich denke, das sehen wir dann während des Lesens, wie wir damit umgehen, wir haben ja keinen Zeitdruck damit. Apropos Zeit: die Bewerbung für die Leserunde läuft bis zum 31.August um Mitternacht, ich lose die Gewinner*innen direkt am nächsten Morgen aus, verschicke die Bücher und denke, wir können dann am 8.9. mit dem Lesen beginnen - ich bin jedenfalls ab da hier online. Ich freue mich auf Euch! Herzliche Grüße Pia (Ziefle)

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    • 509
  • Vom Festhalten und Loslassen

    Länger als sonst ist nicht für immer
    Literatur

    Literatur

    13. November 2014 um 23:36

    Pia Ziefle führt in ihrem zweiten Roman "Länger als sonst ist nicht für immer" die Lebensfäden ihrer drei Protagonisten Ira, Fido und Lew zusammen, um sie einfühlsam, zärtlich und doch durch ihre Suche nach sich selbst, den eigenen Wurzeln und dem Gefühl von Heimat stets lose unverbunden miteinander zu verflechten. Sie erzählt von Liebe und Verletzungen, von dem Wunsch nach Nähe und gelebter Distanz, Festhalten und Loslassen sowie von Themen, die in unseren Familien weitergegeben werden und uns mehr beeinflussen, als uns bewusst ist. Kindheitserinnerungen - in der schwäbischen BRD, in der DDR und in Jugoslawien - werden eng verknüpft mit der Gegenwart der drei Hauptfiguren, um durch diese Verbindung eine erfüllte Zukunft erst zu ermöglichen. Pia Ziefle ist es wieder ausgesprochen gut gelungen, die Charaktere, Lebens- und Innenwelten liebevoll und detailliert auszuarbeiten. Im Vergleich zu ihrem Debütroman "Suna" fand ich den Lesefluss durch die vielen Absätze und Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit etwas holprig und das Ende im Verhältnis zum restlichen Roman zu abrupt, was mir das Lesen und das Nachwirken des Romans etwas erschwert hat. Insgesamt hat mich der Roman nachhaltig berührt und erfüllt, sodass ich ihn gerne Lesern anspruchsvoller Gegenwartsliteratur weiterempfehlen möchte.

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  • länger als sonst ist nicht für immer - Pia Ziefle

    Länger als sonst ist nicht für immer
    Zaramee

    Zaramee

    12. November 2014 um 12:20

    „länger als sonst ist nicht für immer“ von Pia Ziefle ist eine Reise von Ira, Fido und Lew,den Haupt-protagonisten durch verschiedene Zeiten und Abschnitte ihres Lebens. Hin und hergerissen zwischen offenen Fragen, der Sehnsucht nach Liebe und der Schuld, deren stumme Schreie in den Herzen brennen. Sie begegnen einander zu verschiedenen Zeiten und doch sind sie von Anfang an miteinander verbunden. Die, durch verschiedene Zeiten und Ereignisse doch ungewöhnliche Schreibweise von Pia Ziefle, lässt einen auf ganz besondere Weise Anteil am Leben und den Geschichten der Akteure und Familien bekommen. Manchmal ist es, als würde es einen zerreißen. In dem einen Moment findet sich die Liebe, während der nächste Moment voll von Schuldgefühlen und Verlust ist. Mein Fazit: „länger als sonst ist nicht für immer“ von Pia Ziefle ist ein ganz besonderer Roman, der mich nach und nach in seinen Bann gezogen hat. Zuerst konnte ich die Verbindung zwischen den Akteuren nicht richtig herstellen, war anfangs doch etwas irritiert durch die Zeitsprünge und Zeitwechsel, doch je mehr ich gelesen hatte, umso mehr Sinn bekam das ganze und mehr und mehr haben mich die drei Reisenden der Geschichte berührt. Link zur Rezension: http://lisakatharinabechter.jimdo.com/rezensionen/l%C3%A4nger-als-sonst-ist-nicht-f%C3%BCr-immer/

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