Pia Ziefle Suna

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Inhaltsangabe zu „Suna“ von Pia Ziefle

Sie schläft nicht. Nicht im Arm, nicht im Kinderwagen, nicht in der Wiege. Also trägt die junge Mutter Luisa Nacht für Nacht ihr waches Kind durchs schlafstille Haus und erzählt: von ihrer serbischen Mutter, ihrem türkischen Vater und ihren deutschen Adoptiveltern. Von Liebe, die gefunden wurde und wieder verlorenging. Von der Zeit, als sie erfuhr, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Und davon, weshalb sie Suna genannt wird und ihre türkische Familie es für ein Wunder hält, dass es sie gibt.

Ein wunderschöner Familienroman über die Suche nach den eigenen Wurzeln! -restlos begeistert!

— miro76

Leider sehr langatmig

— LaMensch

Eine interessante und spannende Geschichte, die ich kaum noch weglegen konnte. Die Sprache der Autorinnen hat mich von Anfang an verzaubert.

— ManonGarcia

Sehr berührend! Großartiger Roman! Auf der letzten Seite seht ein Stammbaum für die Orientierung, das war richtig gut!

— Pagina86

Sehr emotionales, tiefgehendes Buch, leider manchmal etwas viel Charaktere & dadurch ab und zu Verwirrung beim Lesen. Insgesamt 3.5 Sterne

— Lenneth88

"Ohne Wurzeln kann das Herz nicht wachsen."

— FritzTheCat

Ein Buch, das dich nicht mehr loslässt, eine Geschichte, die erzählt werden muss, einfach nur wunderschön.

— AnikaFischer

Eine außergewöhnliche Geschichte in einem wunderbar bewegenden Roman, der einem ins Innere führt und zum Nachdenken anregt.

— Donauland

Eine wunderbar verstrickte Familiengeschichte, die einen Raum und Zeit vergessen lässt!

— Marie83

Ein ganz tolles Buch!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2415

    schokoloko29

    24. January 2017 um 19:52
  • AuF der Suche nach den Wurzeln

    Suna

    Katjuschka

    15. January 2017 um 23:35

    Luisa und Tom ziehen aus Berlin in ein Haus in einem Dorf, denn Kinder sollen auf dem Land aufwachsen. Doch nach der Geburt der Tochter beginnt eine Zeit der schlaflosen Nächte. Das Kind, dessen Namen man nie erfährt, schreit jede Nacht und schläft nur am Tag. Da aber muss sich Luisa um ihren Sohn kümmern. Der Kinderarzt spricht von Minderwuchs und Hormonstörung. Die Frage nach der Familie kann Lisa nicht vollständig beantworten. Da erinnert sie sich an die Worte des Arztes aus dem Dorf bei der Geburt und wendet sich noch einmal an ihn. Dieser gibt ihr einen eigenartigen Rat. Er sagt, das Kind könne keine Wurzeln schlagen und Luisa müsse zuerst ihre Wurzeln suchen. Sie macht sich also, gedanklich und später auch real, auf den Weg. Sieben Nächte lang erzählt Luisa ihrem schlaflosen Kind die Geschichte über vier Generation ihrer Vorfahren. Eine Geschichte, die in der Nachkriegszeit Europas spielt, als die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Die Hauptpersonen sind gut charakterisiert und wurden so für mich beim lesen lebendig. Von Familienangehörigen, die keine Hauptrolle spielen, erfährt man nur das Notwendigste. Die Beschreibung des Familienlebens ist sehr genau. Das Buch ist emotional tief berührend, es geht um Liebe und Toleranz - und warnt vor Vorurteilen. Es ist ein ernstes, und an vielen Stellen trauriges Buch. Doch der Schluss macht Hoffnung auf einen Neuanfang, denn Luisas Suche führt zuletzt sogar Menschen zusammen, die sich verloren hatten. Und sie hat ihre Wurzeln gefunden und damit eine neue innere Freiheit. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es war ansprechend, flüssig und leicht zu lesen.

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    • 4
  • Eine berührende Geschichte über Wurzeln und Wahlfamilien

    Suna

    Corsicana

    23. November 2015 um 14:31

    Anfang des Jahres hatte ich "Etwas länger als sonst ist nicht für immer" von Pia Ziefle gelesen. Und dieses Buch hatte mich sehr berührt. Nun habe ich den Debütroman von Pia Ziefle gelesen "Suna" - und wieder war ich von der ersten Seite an verzaubert vom Schreibstil dieser Autorin. Und nicht nur der Schreibstil verzaubert - sondern auch die Geschichte. Diese ist traurig, berührend und doch hoffnungsvoll.  Es geht um eine junge Mutter, deren Baby nicht schläft und viel schreit. Und die Mutter erzählt dem Baby in den schlaflosen Nächten die Geschichte seiner Vorfahren. Es gibt Verwandte in Serbien, in Anatolien und im Schwäbischen. Blutsverwandte und Adoptierte Verwandte. Und alles verwoben mit der Geschichte der Anwerbung von Gastarbeitern, dem Krieg auf dem Balkon und der Situation von Frauen, die Mutter werden und deren Lebenssituation dafür eigentlich zu schwierig ist  und von Frauen, die so gerne Mutter sein würden und dann nur das das Beste für ihr Kind geben würden. Es gibt daher sehr traurige Momente, sehr schwierige Momente und sehr schöne Momente in der Geschichte. Und vor allem ist es eine Geschichte, die angenommen werden muss. Vom Baby - und von seiner Mutter, denn sonst kann ein Kind keine Wurzeln bilden - "und ohne Wurzeln kann das Herz nicht wachsen".  Diese und andere schöne Sprachbilder findet Pia Ziefle in ihrem Roman, der sehr warmherzig von Menschen erzählt. die im Geflecht von Auswanderung, schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, unerbittlichen  Erwartungen der Familie und schwierigen Liebesbeziehungen ihren Weg finden müssen - und sich nicht selten verlaufen.  Und trotzdem ist es ein hoffnungsvolles Buch, das man am besten in einem durch liest - denn zur Seite legen will man es zwischendurch nicht.

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  • Schönes Cover, schwierige Story

    Suna

    LaMensch

    24. September 2015 um 16:12

    Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht. In diesem Buch geht es um eine Mutter, die mehrere Kinder nach der Geburt nicht behalten will/kann/möchte. Das 1. bringt sie in ein Nonnenheim. Das 2. Kind gibt sie zur Adoption frei, denn sie ist als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen und kann sich eine längere Babypause nicht leisten, denn sonst würde sie abgeschoben werden. Da sie nur wenige Bruchstücke der deutschen Sprache verstehen kann/beherrscht macht das Jugendamt ziemlich unfaire Dinge mit ihr. Über ihren Kopf hinweg werden Dinge bestimmt, denn es wird darauf gebaut, dass sie nicht verstehen wird, welche Folgen diese Unterschrift mit sich bringen wird. Aufgrund eines Missverständnisses glaubt der Kindsvater des 2. Kindes, es sei gestorben. Doch dann kommt es zu einem Wunder.   Die Geschichte in diesem Buch ist sehr emotional, an der story liegt es auf jeden Fall nicht, dass mir das Buch nicht so ganz zusagen konnte. Doch die Schreibweise ist sehr schwierig und nimmt viel dieser Emotionalität weg. Auch die vielen, unkonventionellen Namen unterstützen das Verständnis in diesem Buch leider nicht. Aufgrund dessen konnte ich das Buch auch leider nicht fesseln, es wirkte eher langatmig. Doch das schöne Bild auf dem cover ist wirklich bemerkenswert. Und zur Geschichte passt es auf jeden Fall.   Ich vergebe 2 von 5 Sternen

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  • Die Wurzeln unseres Lebens

    Suna

    Literatur

    Die vergangenen Geschichten "sind in unserem Leben und entfalten ihre Wirkung, ob man sie nun betrachten will oder nicht." (S. 55) In Luisas Familienidylle auf dem Land wird ein kleines Mädchen geboren, das nie zur Ruhe findet - "Sie kann keine Wurzeln schlagen", so lautet eine spirituell angehauchte Diagnose, die in den Ratschlag mündet: "Finden Sie Ihre" (S. 23). So begibt sich Luisa auf Spurensuche in ihre eigene Vergangenheit. Hineingeboren in eine unbeständige Beziehung einer slawischen Mutter und eines türkischen Vaters, beide als Gastarbeiter in Deutschland, zunächst untergebracht bei liebevollen, aber armen Pflegeeltern und schließlich aufgewachsen in einer deutschen Adoptivfamilie geprägt von Ordnung, Kriegstraumata und hohem Erwartungsdruck ahnt sie stets ihre Andersartigkeit, fühlt sie sich entwurzelt und heimatlos. In sieben Nächten erzählt die Ich-Erzählerin Luisa ihrer schlaflosen Tochter ihre gemeinsame Familiengeschichte, "die verschlungen und geheimnisvoll ist wie ein uralter, üppiger Garten" (S. 31) und lässt den Leser als heimlichen Beobachter dieses intimen Mutter-Tochter-Monologs teilhaben. Pia Ziefle entwirft eine komplexe Familienkonstellation, wobei sie jedem bedeutenden Menschen in Luisas Stammbaum eine eigene Geschichte zugesteht. Gefärbt von Luisas Blick wird ersichtlich, wie Ereignisse Menschen und deren Lebenseinstellung verändern können, wie Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Charaktereigenschaften und Lebenserfahrungen Beziehungen und ganze Familien prägen und wie bestimmende Themen von Generation zu Generation weitergegeben werden. Mit einer erzählerischen Leichtigkeit erzählt sie nicht nur von schönen Augenblicken der Protagonisten, sondern thematisiert auch die Schrecken des zweiten Weltkrieges und deren seelischen Spuren, die Lebensumstände von Gastarbeitern und die Prüderie während ihrer Kindheit in des Sechzigern/Siebzigern. Auch wenn die Autorin auf hervorragende Weise durch die einzelnen Leben, Familien und Jahrzehnte führt, wäre ein Familienstammbaum wie in der Taschenbuchausgabe inzwischen ergänzt bei der Lektüre sehr hilfreich gewesen. "Ich habe nach meinen Wurzeln gesucht, nach meinen und nach deinen, mein Kind, denn ohne Wurzeln kann das Herz nicht wachsen." (S. 300) So lernen wir als Leser nicht nur eine spannende Familiengeschichte kennen, sondern werden auch eingeladen, durch den Roman unseren eigenen Familiengeschichten nachzusinnen, die sich spürbar in unser Leben eingeflochten haben und dieses prägen. "Suna" von Pia Ziefle ist ein vielschichtiger Roman über Herkunft, Familie und Liebe, der mich durch seine Tiefsinnigkeit, seinen Facettenreichtum und seinen existentiellen Charakter mit Fragen nach dem Wer, Warum, Woher und Wohin überzeugen konnte. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten aus der Feder der Debütautorin Pia Ziefle.

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    • 2
  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Rezension zu "Suna" von Pia Ziefle

    Suna

    Patrycja_Spychalski

    Nicht ohne Angst stellt sich Luisa ihrer Vergangenheit. Nicht ohne Angst, weil es kompliziert ist. Da sind Johannes und Magdalena, ihre Adoptiveltern. Julka, ihre leibliche, serbische Mutter, die das Schicksal zwang ihre Tochter weg zu geben und der türkische Vater, der eigentlich schon eine Familie hatte, bevor Luisa zur Welt kam. Krieg, Krankheit, Verlust, finanzielle Not und der Aufbruch in eine andere Welt- davon erzählt Luisa nachts ihrer Tochter, mit der sie durchs das Haus schleicht, weil diese nicht schlafen kann. Gemeinsam bereiten sich Mutter und Tochter auf eine Reise vor, in die Türkei, zu Luisas Wurzeln und letztendlich auch den ihrer Tochter, damit die überhaupt welche schlagen kann... Pia Ziefle wirft mich mit ihrem Debütroman in eine Welt voller unterschiedlicher Charaktere, die ihr Leben auf so eine tapfere Weise meistern, dass es mir den Atem verschlägt. Zwischen Trauer, Hunger, Lungenentzündung und der verzweifelten Suche nach Arbeit ist so viel Liebe und Geborgenheit, dass ich selber anfing an meine Großeltern zu denken und schon bereute, dass ich sie niemals zu ihrer Kindheit befragt habe. Aufrichtig und wertfrei schreibt Ziefle von Entscheidungen, die auf den ersten Blick die falschen waren, sich schlussendlich aber doch richtig fügten. Mit viel Wertschätzung für jeden einzelnen Charakter ist man eingeladen in jedem Identifikationspunkte zu finden und sein eigenes Wertesystem vielleicht noch einmal zu überdenken. Vielleicht wird man nach der Lektüre innehalten und sich schließlich aufmachen zu seinen eigenen Wurzeln, auf der Suche nach der Antwort, warum man so geworden ist... Ein großartiges Buch! Ein unglaublich weises Buch! Ein Debüt, dass mich so sehr mitgerissen hat, dass ich es allen Menschen, die mir wichtig sind, ans Herz legen werde. Versprochen! Danke an die Autorin, dass sie ihre Geschichte mit mir geteilt hat.

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    • 3

    Floh

    28. August 2014 um 07:52
  • Buch-Assoziationen - Bücher passend zu Substantiven, Adjektiven und Verben lesen!

    Die Verratenen

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben, gerade hatte ich spontan eine Idee und vielleicht haben ja ein paar Lust dabei mitzumachen! In diesem Thema soll in jeder Woche ein anderes Wort im Mittelpunkt stehen. Dieses Wort kann eigentlich jeder Art sein, egal ob Substantiv, Adjektiv, Verb, Farbe etc. - dabei ist nur wichtig, dass man dazu gut etwas assoziieren kann. Für die erste Woche, die am 3. Mai startet, gebe ich als Wort "Muster" vor. Wenn ihr Lust und Zeit habt, dann könnt ihr in dieser Woche ein Buch beginnen, das hierzu passt. Wie ihr das Wort "Muster" für euch interpretiert, bleibt euch dabei natürlich überlassen. Hat das Cover vielleicht ein bestimmtes Muster oder handelt eine Figur im Buch nach einem bestimmten Muster? Das vorgegebene Thema soll einfach als Anregung dienen, sich vielleicht mal ein passendes Buch vom Stapel ungelesener Bücher (= SuB) zu schnappen! Natürlich soll es viele verschiedene Wörter für Buch-Assoziationen geben - genauer gesagt für jede Woche eins! Wer hier gern mitmachen möchte, kann also direkt auch ein Wort vorschlagen. Die vorgeschlagenen Wörter würde ich einfach in der Reihenfolge eurer Anmeldungen oben für die einzelnen Wochen eintragen. Wer mitmachen möchte, muss das selbstverständlich nicht in jeder Woche tun, sondern ganz so, wie man Spaß daran hat. Wenn ihr euch über die Bücher, die ihr gerade zu einem bestimmten Assoziations-Wort lest, austauschen möchtet, dann tut das bitte immer im zugehörigen Unterthema oben. Einfach auf das Thema klicken und dort eure Beiträge schreiben :-) Falls ihr Fragen und Ideen habt, richte ich dafür auch ein extra Thema ein. Nun wünsche ich uns ganz viel Spaß!

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    • 368
  • Familie und vieles mehr

    Suna

    robbylesegern

    08. February 2014 um 11:19

    Das Buch der Autorin Pia Ziefle verdient Aufmerksamkeit und man braucht sie auch bei den vielen Namen und Verstrickungen innerhalb der Familien. Es ist auch kein Buch, das man mal eben so zwischendurch liest, weil es einem schon ans Herz geht. Die Suche nach seinen eigenen Wurzeln steht schon im Vordergrund dieses Buches, doch auch, welche Erfahrungen Gastarbeiter in den 70iger und 80iger Jahren hier in Deutschland machten. Suna hat als zweites Kind ein kleines Mädchen bekommen das die Nächte durchschreit. Um sie zu beruhigen, erzählt Suna ihr ihre Geschichte. Von ihren leiblichen Eltern, den Erfahrungen und Gefühlen die sie hat, als sie erfährt, dass sie adoptiert wurde und der Suche nach ihrer Ursprungsfamilie. Von Liebe, die Grenzen überwindet und der Traurigkeit, wenn Kinder nicht bei der Mutter sind. Sehr emotional schreibt die Autorin ihre Geschichte und dies häufig in einer sehr blumigen Sprache, die mich annehmen lässt, dass schon autobiographische Anteile in diesem Buch sind, denn diese blumige Sprache findet man häufig in arabischen Ländern. Allerdings muss man sehr konzentriert lesen, denn die Anzahl an Namen und ihre Verbindungen untereinander, sind sehr umfangreich und ich musste des Öfteren zurückblättern, um mich zu vergewissern, wer jetzt zu wem gehört. Da wäre ein Stammbaum oder Ähnliches sicherlich hilfreich gewesen. Sehr berührt haben mich die Schilderungen von Sunas Mutter und ihre Erfahrungen hier in Deutschland, einem Land, dem die Bürokratie vielfach über menschliche Regungen geht. Ein Buch, dass mir sicherlich noch lange im Gedächtnis bleibt und dem ich viele Leser wünsche.

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  • Traumhaft schönes Buch!

    Suna

    Chimiko

    15. January 2014 um 12:02

    Auch wenn ich die ersten Seiten leichte Probleme hatte, in den Schreibstil hineinzukommen, vergaß ich das alles nach einer Weile und versank vollkommen in die Geschichte Luisas, bzw. in die Geschichte ihrer Herkunft. Pia Ziefle erzählt hier eine leise Geschichte, präsentiert Luisas Lebensgeschichte und auch die ihrer Vorfahren sehr einfühlsam und ohne große Schnörkel. Wenn sich die Sprache mir gegenüber anfangs zwar ein bisschen gesperrt hat, fand ich sie, je mehr ich davon las, umso poetischer und passender. Bereits der erste Satz hat sich eingeprägt. Und ich liebe es wirklich, wenn Bücher mit so prägnanten Sätzen beginnen. Drei Worte, sehr kurz, aber ein wundervoller Einstieg. Das Buch behandelt nicht nur Luisas Identitätssuche, sondern eben dadurch liefert es auch einen Querschnitt der Kulturen, aber auch verschiedenen Zeiten. Dies in Kombination mit den feinfühlig gezeichneten Figuren, mit ihren detaillierten Wesenszügen, ergibt ein Buch, das schlicht und einfach gelungen ist. Ich habe auch die unterschiedlichen Geschichten, die vielen Strängen und die verbundenen Lebensfäden der unterschiedlichen Vorfahren Luisas wirklich gerne gelesen. Wobei ich zumindest bei Julka und Tanja nicht ganz zufrieden war. Es ist natürlich Luisas Geschichte, aber mich hätte dennoch interessiert, was mit dem dritten Kind passiert ist und wie Julka und Tanja wieder zueinander fanden. Nachdem alles so detailliert erzählt wurde, fand ich es schade, dass das gar nicht mehr thematisiert wurde. Das Thema an sich ist sicher eines, was viele Menschen anspricht: Identitätssuche ist sicherlich oft ein wunder Punkt. Pia Ziefle hat dies sehr feinfühlig bearbeitet, ohne Anklagen. Es ist einfach die Geschichte einer Familie, die hier erzählt wird. Und gerade das gefiel mir sehr gut. Aber auch ansonsten konnte sie mich in jeder Hinsicht berühren, ich musste lächeln, ich musste gegen Ende weinen, ich habe einfach mitgefühlt. Fazit Suna ist ein wirklich wundervoller Roman über Familie, Identität und vieles mehr. Bewegend, emotional, berührend, schlicht und schön.

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  • Dreierlei

    Suna

    walli007

    16. December 2013 um 20:33

    Luisa und Tom wohnen in einem kleinen bergischen Dorf. Ein eher schon in die Jahre gekommenes Haus haben sie gemietet und mit ihrem kleinen Sohn haben sie sich wohl eingerichtet. Als ihr zweites Kind geboren wird - eine kleine Tochter - ändert sich ihr Leben. Neugierig und wach blickt das Kind um sich und es schläft nicht, was Luisa an den Rand der Erschöpfung bringt. Nachts ist das Mädchen wach und tagsüber muss der Junge versorgt werden. Der alte Familienarzt fragt, ob etwas ähnliches in der Verwandtschaft schon einmal vorgekommen sein und bringt Luisa damit zu dem Schluss, nach ihren Wurzeln zu suchen. In sieben Nächten erzählt sie ihrer Tochter von dem, was sie herausgefunden hat.  Wie schwer muss es für eine Mutter sein, ihr Kind nicht in den Schlaf wiegen zu können. Doch vielleicht sind es gerade die ruhigen Nachtstunden, die die Muße bringen, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Von der Generation der Großeltern bis zu Luisas Geschichte kann der Leser einem Kaleidoskop von Erlebnissen folgen, das ausgesprochen ungewöhnlich und faszinierend ist. Wer denkt schon heute noch daran, welche Gründe Menschen dazu bewogen haben als Gastarbeiter nach Deutschland zu kommen. Zu welch Kontakten unterschiedlichster Menschen das führte. Wie das Schicksal sie zusammenbrachte und auch wieder auseinander. Und wie sich die ganze Herkunftsgeschichte dieser Menschen in einer Tochter ausdrückt, die ihrem Kind davon erzählt.  Eine wunderbare Geschichte in klare und bewegende Worte gefasst, über eine Familie, deren Schicksal den Leser bannt und für ein paar entrückte Stunden der Wirklichkeit entzieht.

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  • Weihnachtsservice deluxe!

    Suna

    PiaZiefle

    29. November 2013 um 09:58

    Dieses Jahr haben 15 Leser*innen die Chance auf meinen Weihnachtsservice: ich signiere mein Buch, schreibe eine Wunschwidmung hinein, verpacke es in Geschenkpapier UND verschicke es direkt an die Empfänger*innen. Einfacher geht's nicht :))
    Mehr dazu im Blog, dort gibt es auch ein Bild mit Geschenkverpackung: http://www.piaziefle.de/weihnachten-limitiertes-angebot/

    Herzliche Grüße,
    Eure Pia

  • Hach!

    Suna

    Phina

    01. September 2013 um 14:21

    Die Lebens- und Familiengeschichte eines adoptierten Mädchens, für die sich am Ende der Kreis schließt. Das Buch ist in einer ganz besonderen Erzählweise geschrieben: eine junge Mutter erklärt ihrem schreienden Baby in den wachen Nächten ihre Herkunft. Eine sehr schöne Idee. Führt aber dazu, dass gerade am Anfang viele Namen in unterschiedlichen Erzählsträngen ins Spiel kommen. Ein wenig anstrengend, lässt sich aber einfach beheben, in dem man irgendwo im Buch einen kleinen Stammbaum einzeichnet. Leider habe ich recht lange gebraucht, in die Geschichte einzutauchen. Aber es lohnt sich. Man versinkt dann tatsächlich ganz in dem Buch. Und kann spüren, wie sich vieles angefühlt haben muss - für das adoptierte Mädchen, für seine Mütter und für viele andere. Es zeigt, wie wichtig es ist, seine Wurzeln zu kennen.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Der Weg zu dein eigenen Wurzeln

    Suna

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. July 2013 um 14:27

    Hach, mein Schwesterherz weiß, was gute Literatur ist. Sie hat mir "Suna" geschenkt und auch wenn das Buch eine Weile warten musste, um gelesen zu werden, so hat es sich doch gelohnt und es ist schade, dass die Lektüre schon wieder vorbei ist. Suna, Marina und Luisa sind ein und dieselbe Person. Ihre drei Namen verdankt sie ihrer recht komplizierten Herkunft. Tochter eines Türken, einer Serbin (oder doch Kroatin?), doch zur Adoption freigegeben versucht sich nach langen Jahren der Verdrängung ihrer Vergangenheit zu stellen. Anlass ist die Geburt ihres zweiten Kindes, der Tochter, die nicht schlafen will, die Tag und Nacht rumgetragen werden muss. Bis der Mutter eines Tages ein alter Arzt empfiehlt, ihre Wurzeln zu suchen. Das Kind könne nicht ankommen in dieser Welt, wenn es nicht weiß, woher es stammt. Und so fängt Luise an, ihrer Tochter während der nächtlichen Rumtragerei die Geschichte ihrer Familie zu erzählen. Dies alles ist so herzlich, voller Selbstzweifel und Angst beschrieben, dass man die innere Zerrissenheit der Heldin mitfühlen kann.  Erst spät erfährt Luise von der Adoption, vor allem, weil ihre Eltern immer so komische Andeutungen machen. Und weil sie inzwischen eine Schwester hat - die leibliche Tochter ihrer Adoptiveltern. Dann zerbricht das Elternhaus, sie fühlt sich entwurzelt und doch schafft sie es lange nicht, nach ihrer Mutter und ihrem Vater zu suchen. Und auf der Spur zu ihren echten Eltern erfährt sie dann soviel Liebe. Plötzlich ist sie nochmal Schwester, Tante, Enkelin - alles auf einmal und selbst der völlig verschollene Vater taucht irgendwann wieder auf. Irgendwie kommt alles zusammen, die Fäden der Familie sind ineinander verwoben und verflochten und Luisas Kind kann sich in dieses Netz aus Emotionen legen, um selbst Wurzeln zu schlagen. Eine wundervolle Geschichte mit wundervollen Charakteren und einer sanften Sprache, die einem ganz nach ans Herz geht.

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