In ihrem sehr persönlichen Bericht Wofür es keinen Namen gibt , erzählt uns Piedad Bonnett das schlimmste, was einer Mutter passieren kann. Der Freitod ihres Sohnes Daniel. Er litt an Schizophrenie und wollte nicht mehr leiden. Es gibt die Bezeichnung Witwe, aber wie nennt man eine Mutter die ihren Sohn verloren hat? Es ist ein bewegendes Buch.
Piedad Bonnett
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Piedad Bonnett
Wofür es keinen Namen gibt
Neue Rezensionen zu Piedad Bonnett
Ich finde es sehr schwierig dieses Buch zu rezensieren. Wie kann man sich überhaupt anmaßen ein Buch zu besprechen, welches das reine Herzblut des Autors inne hat? So ein schwieriges Thema- eine Mutter die ihren Sohn verloren hat. Hierbei handelt es sich um keine Fiktion, sondern um Tatsachen. So wirkt das Buch natürlich ungemein schockierender, denn Daniel hat sich selbst umgebracht.
Seine Mutter und die Familienangehörigen bleiben fassungslos zurück. Ich bin selbst Mutter und somit konnte ich mich gut in die Mutter hinein versetzen, es ist wohl das schrecklichste was man erleben kann: das sich das eigene Kind aus Trauer selbst umbringt.
Die Autorin versucht in dieser Aufarbeitung der Geschehnisse (beginnend beim Tag des Selbstmordes) und in Rückblende von circa 8 Jahren den Tod ihres Sohnes zu verarbeiten. Dabei lässt sie viele Textpassagen anderer Bücher und Gedichte mit in die Erzählungen fließen. Mitunter wirkt das Buch auf den Leser sehr nüchtern und weniger emotional. Dann gibt es wieder Sätze die mich umgehauen haben und eine Gänsehaut bescherten. Mein ganzer Körper kribbelte bei einigen Aussagen.
Die Autorin stellt in diesem Buch viele Fragen. Geht mit ihren Sohn ins Zwiegespräch. Antworten findet sie nicht- kann sie auch nicht, denn Daniel kann ihr nicht mehr antworten. Gut fand ich, das sie kein geschöntes Licht auf den Selbstmord wirft. Ich denke gerade diese "Nüchternheit" braucht man nach so einer Tragödie.
Es war ein sehr schmales Buch- nur 150 Seiten..dennoch vermochten mich diese absolut zu fesseln und ich hoffe das ich so etwas nie, nie selbst erleben muss. Ob mir das Buch selbst helfen würde, wenn mir so etwas passiert weiß ich nicht. Aber ich denke darum geht es wohl nicht. In erster Linie ging es um das Seelenheil der Autorin- ich hoffe sie konnte etwas nach dem Schreiben dieses Werkes zurück erlangen. Die Zeit ist gnädig...ich wünsche ihr das Beste.
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
in 4 Bibliotheken
auf 1 Merkzettel
von 1 Leser*innen gefolgt



