Pierce Brown Red Rising

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Inhaltsangabe zu „Red Rising“ von Pierce Brown

Der fulminante Auftakt zur New York Times-Bestsellertrilogie

Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen …

Ausbeutung à la Panem, ferne Planeten à la Enders Game, Olymp à la Percy Jackson, Burgen & Intrigen à la GoT, Kriegsgemetzel à la Sparta!

— weltentzueckt

Wirklich tolles Buch,dass dich in eine Welt voller Gefahren, Ungerechtigkeit und Machtspielenen entführt. So tolle Charaktere ;)

— Miss_Bookworld

Toller Auftakt, der Lust auf mehr macht

— Lotta22

abgebrochen. Kenne "Tribute von Panem" schon ;-)

— prueher

spannend und wendungsreich, bin auf die weitern Bände gespannt

— Even

So „drecksverdammt" genial! Selten habe ich in diesem Genre ein besseres Buch gelesen und es reiht sich ein in meine All-Time Favorites.

— Ro_Ke

Ergreifend, spannend, wendungsreich!

— Obsidiark

Am Anfang dachte ich: "Das wird eines meiner Lieblingsbücher!" Leider flaute dieses Gefühl immer mehr ab...

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  • Dystopie trifft Science Fiction trifft Olymp trifft High Fantasy!

    Red Rising

    weltentzueckt

    18. January 2018 um 14:34

    Klappentext: In einer Welt, die dich belügt, musst du selbst zum Lügner werden.Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen…Der New York Times-Bestseller – für alle Fans von Der Marsianer und Die Tribute von Panem. „Red Rising schlägt ein wie ein Meteorit – ein Ereignis!“ Entertainment Weekly Über den Autor: Pierce Brown hätte nach dem College-Abschluss eigentlich nichts dagegen gehabt, seine Studien in Hogwarts fortzusetzen (wie sympathisch ist das denn bitte??!). Da es ihm dafür leider an der nötigen magischen Gabe mangelte (ich fühle mit dir!!), versuchte er es mit verschiedenen Jobs in der Medienbranche. Sein Debütroman Red Rising wurde ein so sensationeller Erfolg, dass Pierce Brown sich jetzt ganz dem Schreiben widmen kann. Der Autor lebt in L.A.   Kurze Inhaltsangabe: Darrow lebt unter Tage, genau wie alle anderen roten Pioniere, die das künftige Leben auf dem Mars möglich machen sollen. Sie schuften wie Wahnsinnige, um den Lorbeer zu verdienen, der kleine Extrarationen Essen und kleine Luxusgüter verspricht. Doch schon seit Jahren gewinnt immer das selbe Team und alle anderen müssen hungern.Umso rasender macht es Darrow, als er nach dem Tod seiner geliebten Ehefrau Eo, erfährt, dass die ganze Situation um die Besiedlung des Mars eine Lüge der Goldenen ist. Die Oberfläche des Mars ist schon lange besiedelt und die hier lebenden Goldenen sind verschwenderisch und beuten seinesgleichen aus. Darrow beschließt zu einem von ihnen zu werden, um sie von innen heraus zu zerstören und der Versklavung und Einteilung in Kasten nach Farben endlich ein Ende zu setzen.Mithilfe eines kleinen Rebellenclans wird er ins Institut eingeschleust, die Schule der Goldenen, die ihre Anführer hervorbringt. Doch die Schule ist keinesfalls so wie erwartet: Die Schüler werden auf einem weitläufigen Gebiet auf 12 Häuser verteilt mit der Aufgabe, die anderen zu unterjochen und ihr eigenes Imperium auszubauen bis ein Haus sie alle verbindet. Ihr Leben wird animalisch, begleitet von Gewalt, Tod und Hunger, verkompliziert durch mordlustige und intrigante Mitschüler. Und zwischen all den machtgeilen Goldenen muss Darrow sich als der Beste hervortun, um seine Position in der Gesellschaft, die er verachtet, auszubauen. Doch während des Spiels erkennt er, dass nicht alle Goldenen Monster sind…   Meine Meinung: Dystopie trifft Science Fiction trifft Olymp trifft High Fantasy! Das Leben in einer dystopischen Gesellschaft, die ihre Bewohner ausbeutet, à la Panem. Die Eroberung von und das Leben auf fernen Planeten à la Enders Game. Göttervergleiche und der Olymp à la Percy Jackson. Das Leben in Burgen, samt Intrigen, à la Game of Thrones. Kriegsgemetzel à la SPARTA. Hier kommen so viele Genres, so viele Ansätze, zusammen. Manchmal fragt man sich, ob das nun nicht vielleicht doch etwas ZU viel ist? Aber Brown fügt alle Teilchen gekonnt zu einem großen Ganzen zusammen und überrascht mit einer Vielzahl an Charakteren, die eine Basis für die kommenden zwei Bände bilden.Die Charaktere insgesamt sind zahlreich, manche mehr, manche weniger ausgebaut und nie das, was man zunächst von ihnen erwartet. Die Unfreundlichen sind die Besten, die Treusten. Die Freundlichen die Intriganten, die einem im Schlaf das Messer in den Rücken rammen. Die Grausamkeit der Gesellschaft wird immer deutlicher, je länger man sich mit ihren Intrigen und Machenschaften beschäftigt. Ein endloser Kreis, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.Doch nun ist Darrow da, auf den die Welt gewartet hat. Er als Roter denkt und handelt anders als die Goldenen und beweist sich so auf dem Schlachtfeld. Manches Mal scheint ihm alles in den Schoß zu fallen, doch mit klugen Schachzügen und loyalen Freunden, meistert er eben doch aufkeimende Schwierigkeiten. Mit Freunden, die er als solche nicht bezeichnen kann, weil sie alles verkörpern, was er hasst. Freunden, die ihm nun zur Seite stehen, die sich aber abwenden werden, sollten sie jemals die Wahrheit über ihn erfahren. Brown schreibt flüssig und fesselnd, manchmal rasant und manchmal etwas langatmig, und kreiert tolle Kulissen, die sich unglaublich voneinander abheben: rote, tote Marslandschaft, in der Armut und Hunger herrschen. Faszinierende Städte voller Technologie, Prunk und Luxus. Wildnis und mittelaltertümliche Burgen und kriegerische Akte zu Pferd… Hier dürfte tatsächlich für jeden etwas dabei sein. Für Band 2 wünsche ich mir ein wenig mehr Tiefgang, weil ich das Gefühl habe, dass viele Charaktere und Problematiken trotz guter Beschreibung aus der Ich-Perspektive nur angeschnitten wurden. Ich fühle mich noch wie ein stiller Beobachter, statt mit Darrow zu leiden, zu hoffen und zu bangen. Auf der anderen Seite fand ich das Buch auf blutrünstige Art erfrischend. Mit einem 17-jährigen jungen Mann als Protagonist, ist die Geschichte wenig gefühlsduselig und irgendwie düster, was für mich eine kleine Abwechslung zu den sonstigen „17-jähriges-naives-Mädchen-wird-irgendwie-zum-Gesicht-einer-Rebellion-und-muss-sich-zwischen-zwei-Männern-entscheiden“-Geschichten darstellt.   4 von 5 Sternchen, weil ich denke, dass die Story noch weiter ausbaubar ist.

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  • Toller Auftakt, der Lust auf mehr macht

    Red Rising

    Lotta22

    09. January 2018 um 14:05

    Darrow ist ein Höllentaucher. Zuständig dafür eine größtmögliche Menge Hellium-3 abzubauen, damit der Mars in ferner Zukunft belebt werden kann.  Doch dann muss er erfahren, dass dieser bereits seit hunderten von Jahren bewohnt ist und lässt sich auf Machtspiele ein... Eine Dystopie, die mich schon länger reizte und zu der ich nun endlich gekommen bin.  Verwunderlich an diesem Buch ist die verwendete Schriftart. Doch eine schnelle Gewöhnung ist möglich und so folgt man Darrow durch und über den Mars. Lernt eine Klasse ausgearbeitete Welt nach und nach kennen, versucht Handlungen nachzuvollziehen, was definitiv nicht immer gelingt. Dafür sind die Machtspiele und Fehden einfach zu verworren.  Der Schreibstil schafft es einen mitzureißen, in eine über 50 Millionen Kilometer entfernte und viel weiter entwickelte Welt. Toll ist hierbei, dass die Entwicklung keine sonderlich große Rolle spielt und technisch nicht so deutlich ausgeführt wird. Es ist einfach da und es folgen nur selten vergleiche zudem was früher mal war. Darrow als Hauptcharakter erzählt aus der Ich-Perspektive seine Geschichte ohne den Leser dabei in all seine Gedanken einzuweihen. So gelingt es Spannung aufzubauen.  Leider wird das Spiel, nur die besten werden Überleben, langsam wirklich langweilig, auch wenn es hier eine neue Umsetzung gibt. Insgesamt ein toller Auftakt, der Lust auf mehr macht. So bewerte ich mit 4,5 Sternen und freue mich bereits jetzt darauf, dass der 2. Teil nicht sonderlich weit entfernt von mir ist.

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  • Innen rot und aussen goldglänzend

    Red Rising

    Ro_Ke

    04. November 2017 um 17:21

    Klappentext (Lovelybooks): Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen. Meine Meinung:  „Der Wert eines Menschen misst sich daran, was er tut, wenn er über Macht verfügt.“  S. 437 Pierce Brown nimmt sich viel Zeit, den Lesern seine Zukunftsvision inklusive herrschende Gesellschaftsform vorzustellen. Diese Zeit wird aber auch benötigt, denn Browns Säulen der Gesellschaft sind absolut vielschichtig und in ihrer Grundidee total faszinierend. Browns vorwiegend kühler Schreibstil ist definitiv nichts für eher zartbesaitete Leser. Unverblümt derbe geht es zu und mit schonungsloser Darstellung von Gewalt.  Obwohl dieser Auftakt über eine sehr hohe Ereignungsdichte verfügt, steigert sich das Erzähltempo erst ab Beginn des zweiten Drittels und die Handlung nimmt dann eine, in vielerlei Hinsicht, spannende Richtung auf.  Die Geschichte erinnert zwar in ihrem Verlauf an eine Hardcore-Variante der „Hunger Games“, fühlt sich aber gleichzeitig völlig neu und unverbraucht an.  Zahlreiche Wendungen und überraschende Offenbarungen lassen an dieser Stelle keinen weiteren Einblick in die Handlung zu, um ihr nichts vorweg zu nehmen.  Die Charakterentwicklung vollzieht sich glaubhaft und nachvollziehbar und es fällt positiv auf, dass es keine schlichte Trennung zwischen Gut und Böse gibt - Freunde werden zu Feinden und aus Feinden entstehen neue Allianzen. Vorhersehbarkeit ist in diesem Auftakt nur als Fremdwort zu finden.  Auch wenn die Handlung des ersten Bandes nicht mit einem Cliffhanger endet und für mich sogar abgeschlossen wirkt, so werde ich natürlich auch die beiden Folgebände zeitnah lesen.  Fazit: So „drecksverdammt" genial! Selten habe ich in diesem Genre ein besseres Buch gelesen und es reiht sich ein in meine All-Time Favorites. 

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    • 2
  • Applaus

    Red Rising

    Becky_Schnecky

    27. July 2017 um 22:01

    Verdammt!
    5 Sterne, aber auch nur, weil es nicht mehr gibt.
    Ich bin gespannt auf die weiteren Teile!
    Applaus!

  • Ein Muss für Genre-Fans

    Red Rising

    Vivi300

    10. May 2017 um 21:04

    Das Buch hatte mich schon nach wenigen Seiten völlig gefangen genommen. Story:Es geht um den Höhlentaucher Darrow, der ein armes und hartes Leben als Roter führt. Er und sein Clan haben die Aufgabe, den Mars bewohnbar zu machen und Helium 3 zu fördern. Eines Tages muss er herausfinden, dass sie alle die ganze Zeit belogen wurden und nur Sklaven der oberen Farben sind. So nimmt die Geschichte seinen Lauf...Es ist eine Zukunftsvision, in der die Menschheit alle Planeten des Sonnensystems besiedelt hat und eine Gesellschaft der Farben herrscht, eine Art Kastensystem. Ganz unten stehen die Roten, ganz oben die Goldenen. Das System wird sehr gut erklärt, auch der Aufstieg der Menschen und die Besiedelung wird dem Leser schnell nahgebracht. Um dem Sklavendasein zu entkommen und seine Frau Eo zu retten, wird Darrow selbst zu einen Goldenen. Die Welt ist ziemlich brutal und schreckt auch vor derben Begriffen und Handlungen nicht zurück - allerdings verzeiht man es ihr, da die Story so ihre Authentizität bewahrt. Die gesamte Story ist eine Mischung aus Tribute von Panem und Game of Thrones in einem Science Fiction Setting. Denn die Goldenen, zu denen Darrow nun auch gehört, müssen schwere Prüfungen bestehen. Hier kommt die Stärke der Geschichte zum Vorschein, denn die Heldenreise von Darrow ist nicht sehr linear. Immer wieder scheitert und verliert er, muss sich neuen Situationen und Gegebenheiten anpassen, denen er manchmal nicht gewachsen ist. Sehr authentisch und außergewöhnlich.Charaktere:Darrow ist ein unglaublicher Protagonist, der dem Leser manchmal weit voraus ist. Das kann anstrengend oder faszinierend sein. Je nach dem, mit was für einer Haltung man an dieses Buch heran geht. Er ist mutig, intelligent, cholerisch und manchmal auch grausam. Aber mir persönlich war er nie unsympathisch. Im Gegenteil: Denn dank seiner vielen charakterlichen Schwächen konnte man sich dennoch immer ein wenig mit ihm identifizieren. Seine charakterliche Entwicklung ist besonders spannend. Nebencharaktere gibt es viele, aber ich hatte selten Probleme, sie mir zu merken. Die Söhne des Ares, allen voran Dancer, rekrutieren Darrow für ihre Rebellion gegen das Kastensystem. Eo ist seine Ehefrau, die - wenn auch tot - eine große Rolle für Darrow spielt. Cassius ist Darrows Freund, auch wenn sie eher Rivalen sind. Mustang, die eigentlich Virginia heißt, scheint Darrows Herz zu berühren.Ach, es gibt einfach viel zu viele Charaktere, die eine tragende Rolle spielen. Ich könnte hier noch fünf Seiten schreiben und hätte mit Sicherheit trotzdem jemanden vergessen. Feinde hat Darrow auch furchtbar viele. Allen voran der Erzgouverneur Nero au Augustus, der Eo umgebracht hat. Schreib- und Erzählstil:Dieser ist wirklich sehr gut. Manchmal ist der Ausdruck etwas derb, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es jetzt unpassend wirkte. Im Gegenteil, der Ausdruck hat sehr gut mit der Geschichte fusioniert. Ich hatte nie Probleme beim Lesen und meine Augen flogen nur so über den Text.Mein Fazit:Ein absolut gelungenes Buch, dass ich dennoch nicht jedem mit gutem Gewissen empfehlen würde. An manchen Stellen ist es sehr grausam, dann wird es wieder sehr politisch. Für Leute, die nicht sehr gern Science Fiction lesen und auch dreckige Kämpfe und Intrigen nicht sehr gut abkönnen, ist es nichts. Für alle, die nach etwas außergewöhnlichen suchen und sich gern zu fernen Welten ziehen lassen: Unbedingt lesen!

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  • Das beste Buch, das ich bisher gelesen habe ...

    Red Rising

    magdalenamarija

    18. April 2017 um 20:53

    Was Science-Fiction betrifft, bin ich generell erst skeptisch. Doch das hat sich schon zu Beginn mit dem Prolog geändert.Darrow - der Protagonist der Red Rising-Trilogy - lebt in einer typisch dystopischen Welt. Ein Arbeiter, der täglich sein Leben aufs Spiel setzt um den Goldenen das zu geben, was sie wollen - das Gefühl von Macht und Überheblichkeit. Dystopien haben meistens denselben gesellschaftlichen Aufbau und dieser ist auch hier zu finden. Der Verlauf des Buches wird gerne mit "Die Tribute von Panem" (meiner Meinung nach, eine sehr langweilige Geschichte, mit der ich mich nie anfreunden konnte) verglichen und das zugegeben zurecht. Dennoch schafft es Pierce Brown gewöhnliche Dystopien an Grausamkeit, Spannung und Faszination um das Tausendfache zu übertreffen. Darrow lässt sich auf eine gefährliche Verbindung zu einer roten Widerstandsgruppe - den Söhnen des Ares - ein um den Tod seiner Frau zu rächen und wird in das hinterhältige Machtspiel der Goldenen hineingezogen. Er muss ein Goldener werden und damit wird seine Identität auf eine harte Probe gestellt. Vor allem als er wider Willen freundschaftliche Verbindungen zu einigen Goldenen entwickelt. Das System, nach dem diese Welt geschaffen wurde, ist realtiv einfach, aber dennoch komplex. Die Brutalität, die sich in der menschlichen Natur zeigt, wird unglaublich faszinierend und grausam zugleich dargestellt und trifft den schwarzen Teil jedes menschlichen Herzens. Die Charaktere haben so eine komplexe Identität, sind teilweise schwer in ihren Zielen zu durchschauen, was jeden Leser in den Bann zieht und über die eigentlichen Ziele dieses Systems rätseln lässt. Im ganzen Buch finden sich dutzende Anspielungen auf Mythologie und die römische Antike, was (für mich) absolut spannend und interessant war.Der Schreibstil spricht von den Begriffen her jede Altersgruppe an. Die Beschreibungen schaffen es eine bildliche Vorstellung von der Umgebung zu erschaffen und man findet sich sehr schnell in die Handlung ein. Es zieht sich keinen Moment hinaus und die Spannung ist durchgängig da.Ich kann es jedem Science-Fiction-Fan, aber auch allen anderen Lesern empfehlen!

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  • Ein super Auftakt für eine Trilogie auf dem Mars.

    Red Rising

    EnysBooks

    18. April 2017 um 00:24

    In diesem Buch geht es um den Jungen Darrow, einer der sogenannten roten, in den Minen auf dem Mars lebt. Als sogenannter Höllentaucher hat er sich täglich gefahren aus. Doch eines Tages geschieht etwas womit er nicht gerechnet hat. Seine Frau Eo wird getötet. Von den goldenen, den höchsten Marsmenschen. Er beschließt Rache zu nehmen und alles dafür zu tun, doch dazu muss er in die Mitte des Feindes.Ein großes Abenteuer beginnt.Das Cover zeigt einen roten Flügel der aussieht wie Zeichen der goldenen. Nur ist es rot wie Darrow es war. Ein Roter in Goldener Rüstung.Ich liebe die Gestaltung und dann kommt raus zum schwarz. Auch gefällt mir dass der Titel schräg steht.Die Geschichte ist ziemlich gut aufgebaut und wird super erklärt. So kommt der Leser gut in dieser neuen Welt an und begreift schnell, wie es hier läuft. Auch Darrows Reaktionen lassen sich gut nachvollziehen und das alles hat einen Psychologischen Hintergrund. Es ist eine gute Grundspannung vorhanden und es gibt ein tolles Finale. Der eine Stern geht auf Kosten der letzten paar Seiten die fast Fade und grau scheinen und einem den Spass nehmen. Da es dann aber sonst so gut war, hoffe ich, dass es sich im zweiten Band hebt.Die Welt an und für sich kann man sich perfekt vorstellen und sich darin vertiefen. Es ist einer Freude, das alles in Kopf zu sehen.Ich habe mich zwar nicht mit Darrow identifizieren können, aber er ist mir nichts desto trotz ans Herz gewachsen. Seine Art und Weise zu denken hat mich sehr beeindruckt und es war wahnsinnig, wie schnell er erwachsen werden musste.Ich denke, dieses Buch ist nichts für schwache nerven und gut für “Krieg“ einsteiger. Ich selbst mag keine Krieges-Romane, doch dieser ist wirklich gut!Von diesem Autor habe ich bisher noch nichts gelesen, bin aber ziemlich beeindruckt. Ich gebe diesem Buch trotzdem nur 4 Sterne. Es war einfach schade, wie sehr er sein Ziel aus den Augen verloren hat.

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  • Grandios

    Red Rising

    thebookpassion

    07. April 2017 um 19:40

    Darrows Welt ist hart und unerbittlich. Die Roten müssen für den Wohlstand der anderen in den Minen des Mars schuften. Die Roten führen ein Leben voller Armut und Anstrengung. Doch eines Tages passiert etwas in Darrows Leben, was ihn für immer verändern wird. Darrow sagt den Goldenen, die Obersicht seiner Welt, den Kampf an und schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein…Ich habe vor einigen Jahren den Einstieg in das Science-Fiction Genre in Angriff genommen und bin kläglich gescheitert und war daher umso gespannter auf Red Rising, da der Roman eine Mischung aus SiFi und Dystopie sein soll. Ich kann schon vorne weg sagen, dass mich der Roman positiv überrascht hat und mich dazu ermuntern dem Genre noch mal eine Chance zu geben. Red Rising thematisiert den Kampf gegen die Unterdrückung und die Frage, wie weit man gehen darf, um nicht wie die gehassten Feinde zu werden. Dabei geht es im ersten Teil um keinen großen und offenen Kampf zwischen Rebellen und Unterdrücker. Die Rebellen versuchen zunächst die Goldenen von innen heraus zu zerstören.Farben stehen für die unterschiedlichen Schichten der Gesellschaft, dabei sind die Berufe zur Einteilung zentral. Die Bergarbeiter, die auf dem Mars arbeiten, sind die Roten und gehören zur untersten Schicht der Gesellschaft. Die Roten müssen Tag für Tag in den Mienen arbeiten und riskieren viel zu oft dabei ihr Leben. Sie besitzen kein Komfort und auch keine Anerkennung. Die Unterteilung in Farben hat mir sehr gut gefallen, da ich dadurch das komplexe System super gut verstehen und merken konnte, da die Farben einprägsamer sind als neu erdachte Wörter. Nach und nach erkundet man zusammen mit Darrow das Universum und die Regeln. Denn zunächst wird Darrows Alltag geschildert und was er alles leisten muss. Nachdem sich Darrow bei den Goldenen eingeschlichen hat, erfährt man auch immer mehr über die Regeln der Oberklasse. Insgesamt erhält man so die Möglichkeit sich mit der Welt und den Regeln nach und nach auseinanderzusetzen, sodass man nicht mit neuen Informationen überschüttet wird.Pierce Brown hat eine große Vorliebe für dramatische Beschreibungen, sodass ich in brenzligen Situationen richtig hibbelig geworden bin, da ich dank der dramatischen aber auch authentischen Beschreibungen mir alles genau vorstellen konnte und mich die Atmosphäre mitgerissen hat.Darrow ist für mich einer der sympathischsten Protagonisten seit langem. Durch die Ich Perspektiv erfährt man einfach alles über seine Gefühle und Gedanken, sodass ich seine Entscheidungen oft verstehen konnte. Darrow ist voller Hass und Wut, ist hart und unnachgiebig und zugleich furchtbar verletzlich und er würde alles für seine Familie tun. Aufgrund seiner widersprüchlichen Gefühle macht er Fehler und er ist gewiss nicht perfekt. Dabei wirken seine Fehler jedoch einfach echt und nachvollziehbar und ich habe mich nie gefragt, warum er jetzt so eine blöde Entscheidung trifft.Alle in allem konnte mich der erste Teil der Trilogie absolut überzeugen, denn bei diesem Roman stimmt einfach alles. Die Welt als auch die Figuren sind grandios und authentisch ausgearbeitet und der dramatische Schreibstil des Autors rundet alles perfekt ab.(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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  • Einfach überwältigend!

    Red Rising

    Vivi300

    15. March 2017 um 16:04

    Das Buch hatte mich schon nach wenigen Seiten völlig gefangen genommen. Story:Es geht um den Höhlentaucher Darrow, der ein armes und hartes Leben als Roter führt. Er und sein Clan haben die Aufgabe, den Mars bewohnbar zu machen und Helium 3 zu fördern. Eines Tages muss er herausfinden, dass sie alle die ganze Zeit belogen wurden und nur Sklaven der oberen Farben sind. So nimmt die Geschichte seinen Lauf...Es ist eine Zukunftsvision, in der die Menschheit alle Planeten des Sonnensystems besiedelt hat und eine Gesellschaft der Farben herrscht, eine Art Kastensystem. Ganz unten stehen die Roten, ganz oben die Goldenen. Das System wird sehr gut erklärt, auch der Aufstieg der Menschen und die Besiedelung wird dem Leser schnell nahgebracht. Um dem Sklavendasein zu entkommen und seine Frau Eo zu retten, wird Darrow selbst zu einen Goldenen. Die Welt ist ziemlich brutal und schreckt auch vor derben Begriffen und Handlungen nicht zurück - allerdings verzeiht man es ihr, da die Story so ihre Authentizität bewahrt. Die gesamte Story ist eine Mischung aus Tribute von Panem und Game of Thrones in einem Science Fiction Setting. Denn die Goldenen, zu denen Darrow nun auch gehört, müssen schwere Prüfungen bestehen. Hier kommt die Stärke der Geschichte zum Vorschein, denn die Heldenreise von Darrow ist nicht sehr linear. Immer wieder scheitert und verliert er, muss sich neuen Situationen und Gegebenheiten anpassen, denen er manchmal nicht gewachsen ist. Sehr authentisch und außergewöhnlich.Charaktere:Darrow ist ein unglaublicher Protagonist, der dem Leser manchmal weit voraus ist. Das kann anstrengend oder faszinierend sein. Je nach dem, mit was für einer Haltung man an dieses Buch heran geht. Er ist mutig, intelligent, cholerisch und manchmal auch grausam. Aber mir persönlich war er nie unsympathisch. Im Gegenteil: Denn dank seiner vielen charakterlichen Schwächen konnte man sich dennoch immer ein wenig mit ihm identifizieren. Seine charakterliche Entwicklung ist besonders spannend. Nebencharaktere gibt es viele, aber ich hatte selten Probleme, sie mir zu merken. Die Söhne des Ares, allen voran Dancer, rekrutieren Darrow für ihre Rebellion gegen das Kastensystem. Eo ist seine Ehefrau, die - wenn auch tot - eine große Rolle für Darrow spielt. Cassius ist Darrows Freund, auch wenn sie eher Rivalen sind. Mustang, die eigentlich Virginia heißt, scheint Darrows Herz zu berühren.Ach, es gibt einfach viel zu viele Charaktere, die eine tragende Rolle spielen. Ich könnte hier noch fünf Seiten schreiben und hätte mit Sicherheit trotzdem jemanden vergessen. Feinde hat Darrow auch furchtbar viele. Allen voran der Erzgouverneur Nero au Augustus, der Eo umgebracht hat. Schreib- und Erzählstil:Dieser ist wirklich sehr gut. Manchmal ist der Ausdruck etwas derb, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es jetzt unpassend wirkte. Im Gegenteil, der Ausdruck hat sehr gut mit der Geschichte fusioniert. Ich hatte nie Probleme beim Lesen und meine Augen flogen nur so über den Text.Mein Fazit:Ein absolut gelungenes Buch, dass ich dennoch nicht jedem mit gutem Gewissen empfehlen würde. An manchen Stellen ist es sehr grausam, dann wird es wieder sehr politisch. Für Leute, die nicht sehr gern Science Fiction lesen und auch dreckige Kämpfe und Intrigen nicht sehr gut abkönnen, ist es nichts. Für alle, die nach etwas außergewöhnlichen suchen und sich gern zu fernen Welten ziehen lassen: Unbedingt lesen!

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  • Red Rising- das rote Feuer entfacht!

    Red Rising

    __love_books__

    26. February 2017 um 16:08

    " Auf dem Mars wächst eine Blume. Sie ist rot und zäh und für unseren Boden geeignet. Sie heißt Haemanthus. Das bedeutet Blutblume." Darrow ist ein Roter, geboren in den Tiefen des Mars. Tag für Tag schuftete er dort tief unter der Erde. Und dann wird seine große Liebe getötet. Weil sie für Gerechtigkeit gekämpft hat. Getötet von den Goldenen. Und dafür würden sie bezahlen! Mein Fazit: Red Rising war echt unglaublich! Die Idee: top!, der Schreibstil: unglaublich!❤ Die Charaktere waren wirklich sehr gut ausgearbeitet, vor allem Darrow... Meine persönlichen Lieblinge waren aber eindeutig Mustang und Sevro *-* Schon das erste Drittel des Buches waren super, aber der Rest... der war einfach.... atemberaubend! Ich konnte das Buch nicht mehr beiseite legen und sobald ich zu Hause war, musste ich einfach weiterlesen! 😍 Ich kann das Buch nur empfehlen, es hat mich echt umgehauen 🙈😊

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  • Rasante Geschichte, die ich nur empfehlen kann!

    Red Rising

    Ally91

    13. February 2017 um 15:47

    Ich habe lange gesucht, um etwas in der Art "Tribute von Panem" zu finden. Gefunden habe ich es nicht in der Jugenbuch-Abteilung, wo in der vergangenen Zeit viele ähnliche Bücher erschienen sind, sondern im Regal der Science Fiction Romane...gleich neben "Star Wars" und "Per Anhalter durch die Galaxis". Ich muss gestehen, dass ich kein Weltallfan bin und mich Vorstellungen von bewohnten anderen Planeten etwas beängstigen. Dennoch haben mich der Klappentext und andere Rezensionen von Red Rising verleitet, Pierce Browns Roman zu lesen. Es dreht sich alles um den Jungen Darrow und um die neue Gesellschaftsform, die mit der Erschließung des Weltalls und der Besiedlung des Mars entstanden ist. Die Gesellschaft ist in mehrere Farben eingeteilt und mit Privilegien abgestuft, was an die einzelnen Distrikte von Panem erinnert. Darrow, der einer niederen Farbe angehört, wird nach einem persönlichen Schicksal von einem "Geheimbund" in die Eliteschule der höchsten Farbe (die Goldenen) eingeschleust und soll durch Aufgaben und Prüfungen die Förderer der Schule von sich überzeugen, um einen "Praktikumsplatz" zu erhalten. Das soll nur eine grobe Umschreibung sein. Im Buch geht es zum Teil sehr rabiat und brutal zu und die Aufgaben und Prüfungen bestehen aus Belagerungen und Kriegsspielen, da jeder Schüler einem Haus zugeteilt wird. Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert. Zu Beginn war ich etwas irritiert, sowohl über den Schreibstil als auch über die Fäkalsprache, die an der einen oder anderen Stelle vorkommt. Somit kam ich schwer rein und dachte nach den ersten 20 Seiten 'was ist das denn?'. Doch der Wendepunkt kommt schnell und schon ist man von der eigentlichen Geschichte, die sich in der Eliteschule abspielt, gefesselt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Pierce Brown hat eine interessante und neue Welt geschaffen. Zwar spielt sich alles auf einem Planten ab, den jedes Kind kennt, dennoch ist die Geschichte hinter der Geschichte so utopisch, dass man sich an manchen Stellen kneifen muss. Es ist so anders und dennoch so bekannt, dass es nicht allzu sehr an einen Science Fiction Roman erinnert. Anmerkung: Wer eine Jugendliebesgeschichte a la Katniss und Peter sucht, wird leider enttäuscht sein. Auch die offene Rebellion sowie die Vielfalt der Spiele ist nicht gleich. Dennoch ein tolles Buch für Fans von "Brot und Spielen".

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  • Was für eine Schlacht - in doppeltem Sinne!

    Red Rising

    lex-books

    30. January 2017 um 11:30

    Bald kommt "Red Rising" unter der Regie von Marc Forster (World War Z) ins Kino. Aus diesem Anlass rührt der Verlag noch einmal verstärkt die Werbetrommel für das Werk des jungen, amerikanischen Autors. Da ich schon länger ein Auge auf die Geschichte geworfen hatte, war dies für mich der Moment, in dem ich mir endlich selbst ein Bild machen wollte. Die Audiodatei zog vor zwei Wochen bei mir ein und exakt solange habe ich gebraucht, um mit Browns Helden Darrow ungezählte Schlachten zu schlagen. Ein knapp 17-stündiges Hörerlebnis, das mich fasziniert und überrascht hat, mich teilweise aber in die ultimative Entnervung trieb und sich insgesamt anfühlte, als sei ein Jahr meines Lebens darüber vergangen. Dabei ist es keine schlechte Geschichte, absolut nicht. Pierce Brown legt in seinem Trilogieauftakt das Fundament für eine tragödienhafte Geschichte epischen Ausmaßes. Was der Autor wirklich durchgängig beherrscht, ist das Aufrechterhalten einer starken Prämisse samt Sog entwickelnder Verästelungen. Brown verstrickt seinen Helden Darrow in einen riesigen Komplott und hält harte Prüfungen für seine heroische Flaggfigur parat. Weit in der Zukunft. Die Menschen haben das All erobert. Die Mehrzahl der Planeten ist bewohnbar. Die Gesellschaftsstruktur aber steckt im tiefsten Mittelalter fest. In Kasten bzw. Farben aufgeteilt, kann von einer hoch entwickelten, dem Gleichberechtigungsgeist folgenden Kultur keine Rede sein. Herrscher in diesem Unterdrückungssystem sind die Goldenen; große, muskulöse Prachtexemplare der menschlichen Gattung, die die Planeten unter sich aufgeteilt haben. Unten in der Hierarchie stehen die Roten – Arbeitssklaven, sogenannte Höllentaucher, die das wertvolle Helium 3 aus den Tiefen des Marses fördern. Um die Roten klein zu halten, hat man ihnen weisgemacht, ihre Arbeit sei von unschätzbarem Nutzen und diene dazu, den Mars bewohnbar zu machen. Doch der rote Planet ist bereits lange bevölkert. Kurz, nachdem der 17-jährige Darrow durch seine Frau Eo von diesem Betrug erfährt, werden beide verhaftet und zum Tode verurteilt. Eo stirbt, Darrow wird von Rebellen gerettet und mit einer schweren Mission betraut. Er soll sich einer körperlichen Verwandlung unterziehen, sich in die Ausbildungsakademie der Goldenen einschleichen, zum Machthaber aufsteigen und irgendwann die Revolution der Roten aus dem Inneren des Systems heraus möglich machen. In drei große, sinnvoll aufeinander aufbauende Abschnitte ordnet Brown das Buch. Teil 1: Darrows Leben als begabter Höllentaucher unter der Erde samt der Erkenntnis des Betruges und Eos Hinrichtung. Teil 2: die operative Umformung Darrows in einen Goldenen und schließlich Teil 3, die Aufnahme in die Akademie, die – wie sich herausstellt – dazu dient, die Besten unter den Goldenen in einem mitunter knallharten Kriegsgemetzel herauszusieben. Das Ganze ist gut durchdacht. Die einzelnen Etappen - sieht man über die genretypisch übersteigerten Entwicklungen hinweg – sind glaubwürdig. Bezüge zu bekannten Geschichten sind vorhanden, wirken aber nicht stumpf abgekupfert. So erinnert die Einteilung der Goldenen in Häuser an Hogwarts, die darwinistische Kampfarena an Panem, das intrigante Taktieren und Versklaven an Game of Thrones. Teile der römischen und griechischen Mythologie fließen ebenso mit ein, wie reale geschichtliche Fakten. Pierce Brown selbst betrachtet seinen Protagonisten Darrow als Science-Fiction-Ausgabe des Grafen von Monte Christo. Auch das ist wahr. Keine dieser Ideen wirkt krampfhaft in die Geschichte hinein gepresst, nie hatte ich das Gefühl die B-Variante großer Vorbilder zu lesen. Auch die Leichtigkeit, mit der Darrow (vor allem anfangs) die Dinge gelingen, störte mich nicht. Er ist der Held der Geschichte, er muss vorankommen, um den Fluss am laufen zu halten. Und: So leicht macht Pierce Brown es seinem Helden ohnehin nicht. Darrow muss – der Tarnung wegen - Dinge tun, die ihm zuwider sind, durch die er sich schuldig macht, die ihn seiner bloßen Opferrolle berauben. Das alles für die große, hehre Sache und die bereits erwähnte Prämisse. Pierce Brown, der großes Interesse an der Funktionsweise von Politik und Herrschaftssystemen bekundet, schickt einen einfachen Mann aus, die Welt zu revolutionieren. Erkenntnisse bieten sich auf einem rohen Schlachtfeld, das über weite Strecken vergessen lässt, dass es sich hierbei um einen Science-Fiction-Roman handelt. Darrow lernt von der Pike auf, wie Menschen ticken, wie Gruppen ticken, wie man Bündnisse schmiedet und Pläne gelingen können. Gleichzeitig will er sich selbst treu bleiben, sich durchsetzen, ohne andere zu unterdrücken. An einer Stelle sagt er: „Ist es nicht so, dass jene, die durch Gift an die Macht kommen, am Ende durch Gift sterben werden?“  Ein starker Held, eine starke Mission…mit der der Schreibstil - und damit schließe ich mich den Reihen der Kritiker an - meiner Ansicht nach nicht mithalten kann. Die Geschichte KÖNNTE phänomenal sein, ist es aber immer nur punktuell. Brown treibt seine Handlung gemächlich voran, aber mit enorm viel Input, sodass der Plot oft gehetzt wirkt, man sich aber gleichzeitig wundert, warum man Stunden später noch immer an denselben Örtlichkeiten feststeckt. Die Akzente fehlen. Ereignisse wirken aneinandergereiht, aufgezählt, ohne nachvollziehbare Gewichtung. Für mein Empfinden enorm wichtige Szenen werden in wenigen Sätzen abgehandelt, an anderer Stelle lässt Brown seine Figuren minutenlang über Nichtigkeiten palavern. Fast geweint hätte ich angesichts des atmosphärischen Potenzials, das Brown verschleudert. Unsichtbar machende Phantommäntel, Gravstiefel ... fliegende, unsichtbare Strippenzieher - wie genial ist das denn bitte? Und was macht Brown daraus? Hier und da eine kleine Erwähnung am Rande. Es war zum Haareraufen! In nur zwei Monaten hat Pierce Brown dieses Buch geschrieben und ich möchte fast sagen: Das merkt man leider auch! Hörbuchsprecher Marco Sven Reinbold, der in seiner angenehm warmen Stimmfarbe stark an Simon Jäger erinnert, tut sein Bestes, um die Buchstaben zum Leben zu erwecken und verschmilzt glaubwürdig mit der Figur Darrow, konnte es aber für mich persönlich auch nicht mehr herausreißen. Größter Störfaktor war und blieb für mich die Erzählweise. Die Sprache ist mitunter geschwollen, melodramatisch, pathetisch.  „Ihr folgt mir nicht, weil ich der Stärkste bin. Das ist Pax. Ihr folgt mir nicht, weil ich der Klügste bin. Das ist Mustang. Ihr folgt mir, weil ihr nicht wisst, wohin ihr gehen sollt. Aber ich weiß es.“  Dann wieder aalen sich die Figuren, diese hoch entwickelten Nachfahren der menschlichen Spezies in primitiver Vulgär- und Fäkalsprache. Anfangs befremdet, dann verärgert, schließlich erheitert habe ich über die Wortschöpfungen des Autors den Kopf schütteln müssen. Beschränkt er sich anfangs auf die identitätsstiftende Verwendung der Begriffe "mordsverdammt" und "drecksverdammt", steigert er sich später in verbalausfällige, brusttrommelnde Männlichkeits- und Machtbekundungen der Kontrahenten hinein. Der literarische Tiefpunkt schien mir beim "Furz einer Pinkhure" angekommen zu sein, wurde aber später noch von der "pissefressenden Schnecke" übertroffen. Im weiteren Verlauf kommt die Handlung dann ehrlicherweise auch mal eine halbe Stunde lang ganz ohne Geschimpfe aus, schließlich beschränken sich die "Akademiker" auf den hin und wieder gegenseitig erteilten, wohlmeinenden Rat, man möge sich trollen und „die Eier schaukeln“. Uneinig sind sich Teile der Leserschaft darüber, ob "Red Rising" sowohl sprachlich als auch inhaltlich dem YA-Bereich zugeordnet werden sollte, oder es sich vielmehr um Erwachsenenliteratur handelt. Die Diskussion ist meiner Meinung nach müßig. Denn egal ob "Red Rising" von Erwachsenen oder aber älteren Jugendlichen gelesen wird – der Schlüssel zu diesem Buch liegt vor allem in seinem Erzählstil, mit dem man zu recht kommt, oder aber nicht. Das möge jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich werde irgendwann zur Fortsetzung greifen, fühle mich aber derzeit rhetorisch vollständig ausgelaugt und muss diesen Klotz von einem Hörbuch nun erst einmal sacken lassen.

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  • Ich hatte etwas anderes erwartet

    Red Rising

    Inibini

    09. January 2017 um 22:50

    Inhalt:Wenn du Gerechtigkeit willst, musst du dafür kämpfen! Der junge Darrow lebt in einer Welt, in der die Menschheit die Erde verlassen und die Planeten erobert hat. Bei der Besiedlung des Mars kommt ihm eine wichtige Aufgabe zu, das jedenfalls glaubt Darrow, der in den Minen im Untergrund schuftet, um eines Tages die Oberfläche des Mars bewohnbar zu machen. Doch dann erkennt er, dass er und seine Leidensgenossen von einer herrschenden Klasse ausgebeutet werden. Denn der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht lebt in luxuriösen Städten inmitten üppiger Parklandschaften. Sein tief verwurzelter Gerechtigkeitssinn lässt Darrow nur eine Wahl: sich gegen die Unterdrücker aufzulehnen. Dabei führt ihn sein Weg zunächst ins Zentrum der Macht. Der unerschrockene Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Denn um sie vernichtend schlagen zu können, muss er einer von ihnen werden ... (Quelle: LB)Meine Meinung:Schon lange hatte ich nicht mehr so große Erwartungen an ein Buch wie bei dem ersten Teil der 'Red Rising'-Trilogie. Denn dieses Buch bzw. die Reihe wurde ja in letzter Zeit absolut gehypet. Gerade auf Booktube. Und deswegen konnte ich es kaum abwarten auch endlich mit dieser tollen Reihe zu starten! Aber leider, leider konnte mich nur weniges in dem Buch überzeugen.In diesem Science-Fiction-Roman begleitet man den 16-jährigen Darrow, der auf dem Mars lebt. Er ist ein Höllentaucher und liebt seine Familie über alles. Doch eines Tages ändert sich alles für ihn...Ich konnte mich gleich zu Beginn super in Darrow hineinversetzen und habe total mit ihm mitgefiebert! Er hat eine tolle Art an sich, hat aber auch einige Ecken und Kanten, was mir gut gefallen hat. Allerdings hatte ich im Laufe der Story das Gefühl, dass ich mich von ihm entferne. Irgendwie war er mir nicht mehr so nah wie zu Beginn des Romans... Durch den ganzen Roman hindurch hat er eine  wirklich sichtliche Veränderung durchgemacht.Insgesamt gibt es sehr viele Charaktere in diesem Buch, woran man sich erst einmal gewöhnen muss. Allerdings hat mich das nicht allzu sehr gestört.Auch hatte ich nicht, wie viele andere von denen ich gehört habe, Startprobleme mit der Story. Ich hab sofort super hinein gefunden und fand den Schreibstil von Anfang an toll, der bestimmt nichts für jeden ist. Allerdings flachte meine anfängliche Begeisterung relativ schnell ab, weil sich die Story in eine Richtung entwickelt hat, die mir gar nicht zugesagt hat. Denn der Großteil der Handlung spielt sich in der Welt der Goldenen ab, wo Darrow sich bewähren muss, um zu den Besten zu gehören. Der Anfang in dieser Welt hat mir gut gefallen aber dann fing eine Bewährungsprobe an, um die es dann 300-400 Seiten lang ging. Das ganze war nur ein Spiel, also im Prinzip nicht wirklich gefährlich. Irgendwie war mir diese Sache, die dort dann passierte viel zu strategisch, zu langatmig und einfach zu viel. Irgendwann bin ich teilweise nicht richtig mitgekommen, weil es meiner Meinung nach einfach zu überladen war. Da es auch nur ein Spiel war, bei dem es zwar auch Gewalt und einige krassere Szenen gab, konnte ich nicht wirklich mitfiebern und habe mich auch vielleicht dadurch von Darrow entfernt... Vielleicht war mir das ganze auch zu kriegerisch. Zum Ende hin wurde es zwar etwas spannender und ich hab wieder angefangen mitzufiebern und weiterlesen zu wollen aber trotzdem hat mich das Ende auch nicht wirklich überzeugt. Sagen wir, es war okay.Mein Fazit:Ein Trilogie-Auftakt von dem ich mir viel mehr erhofft hatte. Die Charaktere haben mir im großen und ganzen zwar gut gefallen aber zum Protagonisten Darrow hatte ich letztendlich doch nicht so die große 'Bindung' wie ich es zu Beginn gedacht hatte. Der Schreibstil und die Atmosphäre, die Pierce Brown erschaffen hat, hat mir super gut gefallen. Auch die Welt, die er erschaffen hat, hat großes Potential, wobei man jetzt in diesem Bich nur relativ wenig über das ganze System mitbekommen hat.Der Anfang war echt stark und hat mich total mitgerissen aber danach flaute der Lesespaß bei mir allmählich ab. Die Wendung war mir zu kriegerisch, strategisch und langatmig. (Mir fällt es schwer diese Meinung zu begründen, weil ich ja sonst wahrscheinlich spoilern würde...) Aber dieses Spiel, was wirklich den Großteil des ganzen Buches ausmacht‚ hat mich einfach nicht mitgerissen. Diesen Teil hätte man mit Sicherheit kürzen können.Ich bin immer noch am Überlegen, ob ich die Reihe fortsetzen soll, weil ich es einfach nicht glauben kann, dass mir dieses Buch nicht gefallen hat. Einerseits soll der 2.Teil besser sein aber andererseits soll es dort auch wirklich nur um Krieg, Krieg und Krieg gehen, wie ich gehört habe. Und das lässt mich dann doch wieder etwas zurückschrecken, weil mir das in diesem Buch nicht so gut gefallen hat. Ich denke, dass ich erstmal andere Bücher lesen werde und wenn ich Lust auf den 2.Teil bekomme, dann versuche ich es mal. Ich will jetzt auch nicht direkt sagen, dass ich euch das Buch nicht empfehle, weil es bestimmt einige gibt, die dieses Buch und die Wendung lieben werden aber ich hatte etwas anderes erhofft…Deswegen kann ich leider, leider, leider nur 2,5/5 Sternchen vergeben :(( 

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    • 2
  • Sience-Fiction der Extraklasse

    Red Rising

    Heartmoment

    29. December 2016 um 18:56

    Ich war während des Lesens einfach gefesselt von Pierce Browns Art, die Welt in der Darrow lebt, zu beschreiben. Durch seinen Schreibstil verlief das Lesen oft sehr flüssig. Es wurde erst holprig, als mehrere Charaktere ins Spiel kamen. Ich hatte am Anfang so meine Probleme die ganzen Namen zuzuordnen und habe eine Weile gebraucht, bis ich wirklich durchgeblickt bin. Das macht der Geschichte aber keinen Abbruch.  Meine Befürchtung war zuerst, das ich mich durch den männlichen Protagonisten nicht wirklich in die Geschichte hineinfühlen kann oder das LeseErlebnis dadurch anders ist. Dies kann ich aber nicht bestätigen, zwar ist der Schreibstil dadurch eher rauer und vllt. auch brutaler, aber trotzdem fesselnd. Ich war sehr gespannt wie sich Darrow in dem Buch so entwickelt. Ich möchte nicht spoilern, deswegen gehe ich hier nicht ins Detail. Fakt ist aber, dass dies ein gelungener Auftakt einer Trilogie ist. Teilweise musste ich echt lachen, über die Wortwahl des Autoren. Gleichzeitig blieb mir aber auch der Mund offen stehen, weil es Szenen gibt die doch sehr brutal sind. Ich habe durch dieses Buch Sience-Fiction für mich neu entdeckt. Wer es liebt in andere Welten einzutauchen und schon begeistert von Tribute von Panem war, wird sicherlich seinen Gefallen an der Geschichte von Pierce Brown finden. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil und werde ihn sicherlich 2017 lesen.

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  • sehr guter Auftakt

    Red Rising

    loele

    29. December 2016 um 11:41

    „Red Rising“ ist tatsächlich so gut, wie die meisten sagen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl Darrow zu Beginn des Buches wirklich arrogant ist. Ich mag vor allem, dass es in einer Welt zeitlich nach der unseren spielt. Man kann es sich also mit viel Phantasie durchaus vorstellen. Mit „Die Tribute von Panem“ ist es meiner Meinung nach kaum zu vergleichen, da die Stimmung nicht so düster und betrübt ist. Dies hat mir sogar etwas besser gefallen. Wobei „Die Tribute von Panem“ sprachlich besser geschrieben ist. Zwischendurch finde ich, dass „Red Rising“ etwas die Bodenhaftung verliert. Es wird so abstrus, dass ich zwischenzeitlich nur noch `Ja klar` denken konnte. Nichts desto trotz ist das Buch wirklich gut und ich konnte es nicht aus der Hand legen.

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