Piero Schäfer Piratinnen

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Inhaltsangabe zu „Piratinnen“ von Piero Schäfer

Anna Zollinger wächst zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Tochter eines Seidenhändlers am Zürichsee auf. Sie ist rebellisch und unbeugsam. Ihre Stiefmutter schickt sie ins Kloster nach Rüti, wo sie abscheuliche Dinge erlebt und den Glauben verliert. Sie brennt mit einem deutschen Pilger durch, der aus Eifersucht einen Reisläufer erschlägt und fliehen muss. Anna trifft auf die attraktive Dirne Brida, mit der sie zusammen lebt und erste Diebeszüge unternimmt. Die beiden begegnen einer Fischerstochter, mit deren Boot sie auf dem Zürichsee Handelsschiffe überfallen. Eines Tages entern sie ein Boot, das sie bereits einmal überfallen hatten. Dessen Besatzung erkennt die Frauen, und es kommt zu einem tödlichen Handgemenge. Es sollte nicht das letzte gewesen sein.

Wenn im Jahre 1495 ein Kinderwagen zurückgegeben wird, weil er nicht für unerwartete Zwillinge taugt, dann taugt mir auch das Buch nichts

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Piero Schäfer entführt uns in die abenteuerliche und zum Teil recht brutale Welt eines weiblichen Piraten-Trios.

— Klusi

Dieses Buch konnte mich absolut nicht überzeugen.

— Thommy28

Ein interessanter, historischer Roman mit einer bemerkenswerten Hauptperson!

— Diana182

Umschlaggestaltung gelungen, Schreibstil wirkt, wie die verwendeten Worte, für einen Roman, der um das Jahr 1500 spielt, zum Teil unpassend

— Buecherspiegel

Die Buchankündigung hat mich total neugierig gemacht. Aber die Handlung und der Schreibstil, konnte mich absolut nicht überzeugen.

— Gelinde

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Für Leser mit dem Hang zu geschichtlichen Ereignissen absolut empfehlenswert.

— leseratte69

Ein historischer Roman,in dem es um Frauen geht,die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Fesselnd und grandios!

— melusina74

Ein historischer Roman, der Spaß macht!

— KristinSchoellkopf

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  • Buchverlosung zu "Piratinnen" von Piero Schäfer

    Piratinnen

    Literaturtest

    Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,

    wir verlosen 4 Exemplare des spannenden Abenteuerromans "Piratinnen" von Piero Schäfer.
    Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr uns einfach mitteilen, warum ihr eines der Exemplare gewinnen möchtet.

    Viel Glück! :)

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  • Rezension: »Piratinnen – Das ruchlose Leben der Anna Zollinger« von Piero Schäfer

    Piratinnen

    JamieRose

    30. August 2016 um 12:41

    Meine Meinung Erste Erwartungen und Handlung »Piratinnen« klingt nach einem sehr spannenden, historischen Roman. Der Titel sagt weiter »Das ruchlose Leben der Anna Zollinger«. Es geht um Anna, eine junge Frau die in eigentlich recht behüteten Verhältnissen groß wird. Ihr Vater ist wohlhabend, ihr fehlt es nicht an Freiheit, Essen, Trinken und anderen essenziellen Gütern, doch Anna ist seither rebellisch, störrisch, launisch, ganz im Gegenteil zu ihrer Schwester, welche einen absoluten Gegenpol darstellt: ruhig, artig, dankbar. Doch es gibt auch Schattenseiten in Annas Leben. Ihre Mutter ist gestorben, die Stiefmutter eher ein Stiefmonster, ihr Vater ist viel auf Reisen und ihre Welt ist anscheinend viel zu klein für das wilde Kind. Besonders gereizt hat mich, dass es diesmal um (weibliche) Piratinnen geht, sonst kenne ich aus Film und Buch und auch Geschichten immer nur männliche Piraten. Dass diesmal Frauen in dieser Rolle stecken sollen fand ich äußerst spannend! Charaktere: Wild vs. Artig Anna ist ein wahnsinnig spannender, interessanter Charakter, jeder der in seiner Jugend rebellisch war findet sich ein Stück in ihr wieder, doch auf der anderen Seite ist in ihr eine Unruhe, die nicht so leicht zu fassen ist. Ich fand es sehr schade, dass es im ersten Drittel des Buches relativ wenig um Anna direkt ging, als vielmehr um die ganze Welt in der sie lebt. Ich hatte erwartet dass das ganze Buch Annas Geschichte begleitet, doch nach einer kurzen Begegnung mit Anna, wird viele Seiten lang erst mal ihr Umfeld, ihre Familie, der Beruf ihres Vaters, und viele weitere Nebenschauplätze beschrieben, bevor die einzelnen Stränge zurück zu Anna führen. Auf der einen Seite finde ich es toll wenn der Autor es schafft viele Stränge letzten Endes wieder zu vereinen, doch in diesem Buch war der Einstieg meiner Meinung nach zu lang und zu langatmig. Ich habe mich oft gefragt wie diese oder jene Handlung eine Rolle für Anna spielt. Stil Nachdem sich die Handlung Anna wieder angenähert hat fand ich das Buch sehr spannend und die historische Geschichte durchaus packend. Der Stil des Buches hingegen war etwas gewöhnungsbedürftig. Es sollte wohl das Gefühl herüber gebracht werden, dass die Handlung im 15. Jhd. spielt, doch durch die etwas altertümlich gehaltene Sprache war das Buch auch wenig flüssig zu lesen. Ich bin noch zwigespalten ob der Stil für die Handlung förderlich oder hinderlich war. Auf jeden Fall hat es ganz gut ins Bild gepasst. Fazit »Piratinnen«. Das ist ein Titel unter dem ich mir eine historische Geschichte, Rebellion, Abenteuer und auch Leid vorgestellt habe. Anna ist ein sehr interessanter, rebellischer Charakter. Sie begehrt auf, sie wehrt sich und bricht aus ihrer Bestimmung aus. Schade fand ich, dass im ersten Drittel wenig von Anna direkt berichtet wurde, dennoch ist die Geschichte packend und eine gute Abwechslung.

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  • Piratinnen - Das ruchlose Leben der Anna Zollinger

    Piratinnen

    Klusi

    28. August 2016 um 14:04

    Anna Zollinger, die Tochter eines Seidenhändlers, lebt mit ihrer Familie im 16. Jahrhundert am Zürichsee. Sie hat eine Zwillingsschwester, und obwohl die Mädchen sich sehr ähnlich sehen, sind sie doch völlig unterschiedlich von ihrer Wesensart. Nach dem Tod von Annas und Beatas Mutter heiratet Linhart Zollinger erneut. Die Stiefmutter, eine herrschsüchtige Frau, kommt vor allem mit der aufbrausenden Anna gar nicht zurecht und veranlasst, dass das Mädchen ins Kloster geschickt wird. Was Anna dort erlebt, ist unbeschreiblich und schrecklich. Zusammen mit Anton Kreuzer, einem Pilger, den sie während ihres Aufenthalts im Kloster kennenlernt und in den sie sich verliebt, flieht sie. Aus Eifersucht bringt Kreuzer einen Reisläufer um und muss fliehen. Die Verbindung zu Anna übersteht diese Tat nicht unbeschadet. Anna lernt die schöne Brida, eine Dirne, kennen, und es führt eines zum anderen; die beiden jungen Frauen geraten auf die schiefe Bahn. Zusammen mit einer Fischerstochter, die ein Boot zur Verfügung hat, begeht das räuberische Trio zahlreiche Raubüberfälle, meist auf dem Zürichsee. Aber Annas „Erfolg“ währt nicht lange....Die Handlung dieses Romans ist außergewöhnlich, sowohl was die Umgebung angeht, in der sich die Geschichte abspielt, aber auch mit Blick auf die Protagonisten. Das Schicksal der Anna Zollinger und ihrer Komplizinnen ist sehr authentisch beschrieben, so dass man sich häufig zwischendurch fragt, ob die Geschichte wohl wirklich passiert ist oder nur erfunden. Piero Schäfer, der Autor, hüllt sich hierüber in Schweigen. Das Leben im sechzehnten Jahrhundert bot für junge Frauen aus besser gestellten Familien nicht allzu viele Möglichkeiten, und Anna, mit ihrem großen Freiheitsdrang, hatte schon bald Probleme, das ihr zugedachte Schicksal zu akzeptieren. Sie ist keine liebenswerte Protagonistin, denn auch wenn sie einem anfangs leid tut und man viele ihrer Reaktionen nachvollziehen kann, begeht sie später im Verlauf der Geschichte oft so brutale und herzlose Taten, dass sich mein Verständnis und Mitleid sehr in Grenzen hielt. Auch die anderen Charaktere handeln häufig unbeherrscht und ohne nachzudenken. Beispielsweise konnte ich ganz und gar nicht verstehen, wieso Linhart Zollinger nicht gemerkt hat, welch falsches Spiel seine zweite Frau betrieb. Klar, er war viel auf Reisen, aber die ganze Beschreibung seiner Ehe klang nicht danach, als sei es die große Liebe, die ihn für die Realität blind machen würde. Deshalb ist es mir unverständlich, dass er so gar nichts mitbekam, was in seinem Haus ablief.Insgesamt ist die Story fesselnd und kurzweilig erzählt. Aber ab und zu sind mir kleine Ungereimtheiten aufgefallen. Um nur ein Beispiel zu nennen: wie kommt ein Gefangener in einer Zelle plötzlich an ein Locheisen? Die Erklärung, wie das zustande kam und die folgende Befreiungsaktion waren für mich etwas fadenscheinig erklärt. Aber wie gesagt, das sind Kleinigkeiten, die den Lesegenuss nicht schmälern. Dass es im Anhang ein ausführliches Glossar und eine detaillierte Personenliste gibt, finde ich sehr gut, denn es kommen viele Personen in der Handlung vor, die man anhand der Liste glücklicherweise immer leicht zuordnen konnte. Auch die Begriffserklärungen im Glossar fand ich sehr hilfreich, hätte aber noch ein paar weitere Begriffe erfassen können, denn es gibt im Buch viele mundartliche und regionale Ausdrücke, die ich nicht kannte. Das Cover zeigt eine Seenlandschaft in der Abenddämmerung, was mir sehr gefällt und auch gut zum Roman passt. Alles in allem ist dies ein gelungenes Buch, das eine etwas andere Lebensgeschichte erzählt. Wer jedoch Romane mit Happy End bevorzugt, der sei gewarnt, denn er wird hier nicht auf seine kosten kommen.

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  • Anna Zollinger, die Piratin vom Zürichsee

    Piratinnen

    nirak03

    09. August 2016 um 18:55

    Die Geschichte der Anna Zollinger spielt im 16. Jahrhundert am Zürichsee. Sie ist ein Mädchen, welches eigentlich wohlbehütet aufwächst. Jedenfalls, bis zu dem Zeitpunkt, als ihre Stiefmutter in ihr Leben tritt. Hier rebelliert sie und wird dann zur besseren Erziehung in ein Kloster gesteckt. Leider geschehen hier mit ihr schreckliche Dinge und Anna verliert ihren Glauben in alles. Dann tritt die Liebe in ihr Leben, aber auch jetzt wird es nicht besser, eher im Gegenteil. Als ihr Geliebter fliehen muss, um nicht selbst im Gefängnis zu landen, gerät Anna gänzlich auf die schiefe Bahn. Sie lernt andere Frauen kennen, die auch keine Probleme damit haben, sich ihren Lebensunterhalt auf unehrliche Weise zu verdienen. Und so ziehen die Damen los und machen den Zürichsee unsicher. Das ruchlose Leben der Anna Zollinger liest sich wie eine Autobiografie. Es erzählt aus ihrem Leben, wen sie wann kennenlernte und wie sich dieses Kennenlernen auf ihr Leben auswirkte. Vor jedem Kapitel stehen Zeitangaben, die diesen Eindruck noch verstärken. Das Leben dieser Frau verlief nun aber nicht in herkömmlichen Bahnen. Anna entwickelte sich zu einer jungen Frau, die ihren Kopf durchzusetzen wusste. Es war ihr dann aber auch egal, welche Folgen ihr Handeln haben könnte. So ist schon ziemlich schnell klar, dass sie nicht auf dem legalen Weg bleiben würde. Sie geht den für Frauen eher ungewöhnlichen Weg der Wegelagerei oder eben Piraterie, da sie ihr Wirken ja auf den Zürichsee ausdehnt. Ausführlich werden aber auch ihre Beziehungen, zunächst zu dem jungen Mann, erzählt. Später treten dann drei weitere Frauen in ihr Leben. Mit diesen Frauen gemeinsam macht sie den See unsicher und kann sich so ihren Lebensunterhalt verdienen. Es liest sich zwar etwas ungewöhnlich, da Männer hier nicht wirklich eine Rolle spielen, aber es ist auch gleichzeitig interessant zu sehen, wie weit diese Frauen gehen konnten und was sie letztendlich zu Fall brachte. Von dem etwas romantisch angehauchten Cover sollte der Leser sich nicht täuschen lassen. So ruhig, wie der See zu sehen ist, ist die Geschichte bei weitem nicht. Ein ausführliches Nachwort, welches erklärt was Fiktion und was der Wahrheit entspricht, gibt es hier leider nicht. Dafür aber ein umfangreiches Glossar der fremden Begriffe. Hier werden auch einige historische Details erläutert und über im Roman vorkommende Handlungsorte wird berichtet. Ein umfangreiches Personenregister ist zudem auch vorhanden. Piratinnen ist mal ein etwas anderer Abenteuerroman. Er hat aber alles, was ein gutes Abenteuer ausmacht. Wer gern einmal ungewöhnliche Wege gehen mag, ist hier genau richtig.  

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  • Dieses Buch konnte mich absolut nicht überzeugen.

    Piratinnen

    Thommy28

    31. July 2016 um 16:33

    Die Kurzinfo hier auf der Buchseite gibt einen ersten Eindruck zum Geschehen, wird aber dem tatsächlichen Inhalt nicht gerecht. Aufgrund dieser Inhaltsangabe habe ich mich auf das Buch eingelassen und muss sagen, ich wurde enttäuscht. Hier meine persönliche Meinung: Ich beginne mal mit etwas Positivem: Richtig gut gefallen hat mir das Glossar am Schluss des Buches. Da merkt man, dass sich der Autor mit der Recherche zum Buch sehr viel Mühe gegeben hat. Auch noch gut ist das Personenverzeichnis am Ende. Allerdings ist dieses dann doch etwas zu detailliert ausgefallen. Der Plot an sich hat durchaus Potential, dieses wurde aber nicht genutzt. Das lag in meinen Augen auch daran, dass der Autor durch zahlreiche Ausblicke auf kommendes Geschehen einen aufkommenden Spannungsbogen immer wieder unterbrochen hat. Den Schreibstil habe ich als uninspiriert und langweilig empfunden. Er hat mich an einen Aufsatz erinnert; stellenweise unterbrochen von ein paar "hölzernen" und "steifen" Dialogen. Öfter mal hat sich der Autor um zeitgerechte Ausdrucksweise bemüht (das Buch spielt im 16. Jahrhundert) ist dann aber wieder in die moderne Sprache gewechselt. Das hat zu manchmal schon unfreiwillig komischen Leseeindrücken geführt. Die Protagonisten blieben blass und ohne Tiefe; zu keinem Zeitpunkt ist es dem Autor gelungen, diese zum Leben zu erwecken. Insgesamt kein Highlight für das Genre. Für die gute Recherche gebe ich einen Bonuspunkt und dem Buch daher - sehr wohlwollende - 2 Sterne.

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  • Piratinnen

    Piratinnen

    Diana182

    14. July 2016 um 15:27

    Das Cover zeigt einen Fluss bei Sonnenuntergang. Dieses Bild verströmt eine schöne idyllische Grundstimmung. Doch wie mag der Titel des Buches dazu passen? Ich war gespannt und griff zum Buch. Meine Meinung:Nach und nach lernen wir die Hauptperson Anna kennen. Sie wird charakterlich tief gezeichnet und hat einige Ecken und Kanten. Aber dennoch kann man sich nach und nach sehr gut in sie hinein versetzten und ihre Handlungen verstehen. So lernen wir aber auch die anderen Charaktere kennen und erfahren ihre Sicht der Dinge. Dies gefiel mir sehr gut und trug einen angenehmen Lesefluss bei. Der Autor hat einen altertümlichen, der Zeit angepassten Sprachgebrauch sowie einen flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil. So hatte man stets einzelne Szenen vor Augen und konnte dem Geschehen folgen. Die Geschichte hat mir sehr gefallen und wurde regelrecht verschlungen. Es war ein sehr schöner Rückblick auf diese vergangene Zeit und man hatte schon nach kurzer Zeit das Gefühl, den Ereignissen direkt beizuwohnen. Das Ende schließt die Geschichte sehr gut ab und ist passend gewählt! Mein Fazit:Ein sehr gelungener historischer Roman.Man kann der Geschichte stets gut folgen und fühlte sich zurück versetzt. Ich wurde sehr gut unterhalten und daher kann ich diese interessante Geschichte wahrlich nur empfehlen!

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  • Spannende Geschichte, nur nicht so gut aufgeschrieben

    Piratinnen

    Danion

    08. July 2016 um 19:27

    Das erste, was mir bei diesem Buch aufgefallen war, war das Cover. Ich habe selten historische Romane mit so schön gestaltetem Hardcover gesehen! Allein das Buch in den Händen zu halten, das Bild zu betrachten (tolle Farben!) war für mich ein schönes Gefühl. Und mein erster Gedanke war: Bitte möge dieses Buch genauso schön sein wie das Cover. Irgendwie ist das nicht selten so, dass ein sehr gutes Buch ein unauffälliges Cover hat und hinter wunderschön gestalteten Covers eine langweilige Geschichte steckt. Leider waren meine Erwartungen wohl zu hoch. Als ich anfing zu lesen, merkte ich sehr schnell, dass ich kaum vorankam. Vor allem die Sprache hat mich am Lesen gehindert. Die Ausdrucksweise, der Wortschatz. Es ist schon klar, dass man in historischen Romanen versucht, die Sprache der Zeit anzupassen, aber hier hat der Autor ein wenig übertrieben. Vielleicht liegt es daran, dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist, aber manchmal war ich tatsächlich überfordert mit Wörtern und Ausdrucken wie „rüpelhafte Rempelei“, „schlaksig“, „Büttel“, „jovial“, „renitent“, „maliziös“, „schnöde“ usw. Da musste ich immer wieder nach dem Wörterbuch greifen, um zu verstehen, worum es geht. Ein bisschen anstrengend war das schon, denn dieser schwere Wortschatz machte das Lesen alles andere als flüssig. Schön allerdings ist, dass einige historische Begriffe im Text hervorgehoben und im Glossar am Ende des Buches definiert sind. Die Hauptgeschichte fand ich toll. Es gab immer wieder Spannung, die der Autor immer wieder meisterhaft ruinierte mit Sätzen wie „Er wusste nicht, dass sie sich nie wiedersehen“ oder so ähnlich – und das so gut wie am Ende jedes Kapitels. Irgendwann nervte mich das ein wenig und ich lies die letzten Absätze in den Kapiteln ungelesen. Ich kann mir schon denken, dass mit diesen Absätzen die Übergänge in die nächsten Abschnitte sowie die Erwartungen des Lesers geschaffen werden sollten, aber mich störte das unheimlich. Ich mag lieber selbst im Laufe der Geschichte entscheiden, ob ich das eine oder das andere Treffen als schicksalhaft interpretieren kann und ich kann auch selbst erkennen, ob die Figuren sich wieder sehen oder nicht. Ich muss nicht am Anfang des Buches wissen oder ahnen, was weiter passiert…  Das war der größte Nachteil dieses Romans. Zurück zur Geschichte – ich fand den Gedanken, am Zürcher See hätten Piratinnen gelebt, sehr interessant. Ich war zwar noch nie dort und kann mir schwer vorstellen, ob der See wirklich so groß ist, dass die Piratinnen dort hätten jahrelang unbestraft rauben können, aber warum nicht? Ich dachte nur, am Bodensee hätte das vielleicht noch besser funktioniert, weil der See um einiges größer ist. Interessant fand ich auch die Klostergeschichten. Nur ein bisschen schade für mich war, dass ich keinen direkten Zusammenhang zwischen den Neugeborenen im Klosterbrunnen und der späteren Piratin Anne sah. Ich dachte: Warum ließ der Autor diese grausamen Geschichten nicht abspielen, während Anne dort, im Kloster war? Sonst wirkt das wie 2 voneinander unabhängige Geschichten. Die Figuren fand ich interessant und relativ gut ausgearbeitet. Aber auch hier habe ich was zu „meckern“ – ich fand, es gibt in der Geschichte SEHR viele Figuren, die bei Namen genannt werden und so gut wie keine Rolle in der Geschichte spielen. Der Autor überfordert die Leser mit den Namen unbedeutender Figuren. Wozu?... Insgesamt ein gutes Buch, nur das Cover ist etwas besser gelungen…

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  • Irgendwann spielen hier auch die Piratinnen eine Rolle

    Piratinnen

    Buecherspiegel

    27. June 2016 um 20:51

    Die „Piratinnen“ von Piero Schäfer ist etwas für Romantikerinnen, die nicht sehr viel Wert auf Genauigkeit bei der Wortwahl einer Geschichte legen, die um 1500 herum spielt. „Das ruchlose Leben der Anna Zollinger“ beginnt 1495 als Zwillingsschwester von Beata, und beide Mädchen könnten unterschiedlicher kaum sein. Anna wirkt wild, ungestüm, unberechenbar, Beata aber brav, zurückhaltend, ausgleichend. Seltsamerweise wird hier schon von Kinderwagen fabuliert, die nun damals noch lange nicht benutzt wurden. Eher Tragegestelle, Tücher und Ähnliches. Die Mutter, geschwächt von der Zwillingsgeburt, leidet unter Depressionen und stirbt nach wenigen Jahren an einer der zu dieser Zeit typischen Krankheiten. Und wieder für die Romantikerinnen: der Vater verliebt sich neu in eine für ihn gute Mutter für die beiden Mädchen, vor allem, weil Anna immer schwerer zu führen ist. Kommt da die böse Stiefmutter ins Spiel? Auf jeden Fall landet Anna im Kloster, weil sie sich während ihrer „Pubertät“ unangepasst und auffallend zu Hause verhält.Haben sich Eltern tatsächlich im Jahre 1510 über die Pubertät ihrer Kinder unterhalten? Ich glaube nicht, dass ich diese Frage beantworten muss. Es gibt noch mehrere solcher Bespiele, die ich aber nicht mehr aufführe. Manchmal wirkt der Schreibstil der Zeit angepasst, mal völlig unpassend, vor allem bei den Gesprächen zwischen den Protagonisten. Im Kloster erlebt Anna Schlimmes, was ihrem Naturell nicht gut tut, sie in ihrem vorherigen Verhalten, ihrer ausgelebten Wut und Aggressivität nur bestärkt. Nach einer Flucht mit ihrem Liebhaber landet sie zunächst in einer Kneipe, bei der sie eine Prostituierte, Brida, kennenlernt. Prostituierte? Diese wurden in einem anderen Roman der in der selben Zeit in Frankfurt spieltdoch eher Hübscherinnen genannt. Die schöne Brida kann jedem den Kopf verdrehen, mag aber doch eher Frauen. Nach einem bösen Vorfall tun sich die beiden zusammen und werden bald zu berüchtigten Diebinnen. Und als Anna und Brida noch Agatha kennenlernen, geht es erst richtig los mit Überfällen, Raub und Mord.Dass ich noch immer nicht über die Piratin Anna schreibe liegt daran, dieser Teil der Geschichte beginnt erst nach über der Hälfte des Buches. So endet der Umschlagtext mit einem Versprechen, dass auf viele spannende Abenteuer der Piratinnen verweist, obwohl das fast schon das Ende ist. So gut wie jedes Kapitel endet mit einem unheilversprechenden Cliffhanger, was übertrieben und unnötig erscheint. Und dann ist da noch der Abschnitt über einen jungen Klosterbruder, der, außer dass Anna im selben Kloster landet, rein gar nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Nur ein wenig Aufklärung über die geschlechtlichen Verhältnisse zwischen Nonnen und Mönchen, was nicht gerade eine große Überraschung darstellt. Am Ende werden, wie leider in vielen Romanen, wichtige Protagonisten regelrecht „vergessen“, man fragt sich: und was ist mit dem oder der XY nun?Ein umfangreiches Personenverzeichnis schließt sich nach 280 Seiten leicht zu lesendem Text an, wobei sich wieder die Frage stellt, ob das nicht ein wenig zu übertrieben ist, will ich wirklich wissen, wer die zweite Magd neben Ursel war, wie diese hieß? Am besten gefallen hat mir noch das Glossar, was umfangreich alle wichtige Persönlichkeiten nicht nur der damaligen Zeit, zum Beispiel den heiligen Christophorus, benennt sowie Gegenstände, Kriege, Gebäude und vieles mehr aufzeigt. Über den Autor: Piero Schäfer, Jahrgang 1944, Journalist und selbstständig Tätig im Bereich Kommunikationsberatung und Publizistik, hat bereits den Roman „Falkenschloss“ 2012 veröffentlicht; er wohnt in Zürich.

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  • Piratinnen

    Piratinnen

    Gelinde

    16. June 2016 um 13:51

    Piratinnen, Das ruchlose Leben der Anna Zollinger,von Piero SchäferCover:Sehr stimmungsvolles Bild am Wasser, passt zum Buch.Inhalt:Anna Zollinger wächst zu Beginn des 16.Jahrhunderts, eigentlich wohlbehütet, als Tochter eines Seidenhändlers auf. Sie ist rebellisch und unbeugsam. Ihre Stiefmutter ist eine harte Frau und kommt nicht mit ihr klar und verbannt sie ins Kloster. Dort erlebt und erleidet Anna unglaubliches und eine innere Wut beginnt sich einzunisten.Als sie mit einem Pilger durchbrennt, scheint für kurze Zeit eine neue Phase des Glücks zu beginnen.Doch auch hier ist Anna sich selber im Weg.Als sie auf die attraktive Brida trifft, beginnt ein neues Leben der Gesetzlosen.Immer tiefer versinken sie in ihren räuberischen und tödlichen Handlungen, bis es zum endgültigen Drama kommt.Meine Meinung:Vermutlich schwimme ich hier gegen den Strom.Dieses Buch konnte mich nicht überzeugen.Sowohl der Schreibstil wie auch der Inhalt hat mir zu viele Zufälle, wirkt auf mich konstruiert und unlogisch.Schreibstil: Wir befinden und Anfang des 16. Jahrhundert und es werden sehr viele alte Begriffe verwendet (soweit so gut), aber es werden auch sehr viele „moderne“ Worte den Protagonisten in den Mund gelegt (oder als Beschreibung verwendet) und das klingt für mich einfach „falsch“, z.B. Kinderwagen, orkanartig, Föhn, meteorologisch.Dann wird die ganze Spannung immer wieder vorweggenommen, mit Sätzen wie: konnte nicht wissen, dass Jahre später………/sollte jedoch schon bald……../ doch dazu sollte es nicht kommen……../spürte sie , dass…….nie zurückkommen würde.Auch die Handlung ist mir zu gewollt.Erstens kann ich irgendwie kein allzu großes Mitleid mit Anna entwickeln.OK sie hat furchtbares gesehen und erdulden müssen, aber das ist mir alles keine Entschuldigung dafür dass sie doch sehr rabiat und ohne Mitleid für ihre eigenen Opfer wird. (Kommt mir ein bisschen so vor wie wenn die „armen Vergewaltiger“ vor Gericht mit ihrer ach so schlimmen Kindheit „entschuldigt“ werden sollen.Dann gibt es für mich immer wieder unlogische und nicht passende plötzliche Wendungen die nicht erklärt werden oder die (für mich) nicht zu verstehen sind.Z.B. Beim Brand verbrennt alles, sie retten keinen einzigen Becher, (alles Gold und Silber schmilz und versickert im Bodenkies?) aber eine Liste aus Papier taucht später plötzlich wieder auf und Werkzeug haben sie auch zur Verfügung.Oder, in einem Moment sehen die Boote aus der Ferne aus wie Nussschalen und drei Sätze weiter erkennt man das Familienwappen auf der Fahne (obwohl sich am Abstand nichts geändert hat)?? Und das Ende ist dann kürz und bündig, ohne Emotionen (und kann man so gar nicht am Leben hängen und in jungen Jahren so abgeklärt in den Tod gehen?).Autor:Piero Schäfer wurde 1944 geboren und wohnt in Zürich, er ist seit 40 Jahren als Journalist tätig.Mein Fazit:Die Buchankündigung hat mich total neugierig gemacht. Aber die Handlung konnte mich absolut nicht überzeugen.Deshalb von mir 2 Sterne.

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  • Piratinnen

    Piratinnen

    Blacksally

    09. June 2016 um 21:17

    Das Cover:Man sieht hier einen ruhigen See/Fluss bei Sonnenuntergang (oder Aufgang). Ich finde das Cover richtig schön und gut gewählt. Ich kann mir Anna und ihre Gruppe richtig gut mit ihrem Schiff darauf vorstellen.Die Protagonistin:Von Anna erfährt man Anfangs garnicht so viel wie man eigentlich denkt. Wir wissen das sie eine Zwillingsschwester hat und wohl eher der Böse Zwilling ist - bereits von Kindesbeinen an. Danach machen wir einen Zeitsprung, wir erfahren warum Anna auch im Erwachsenenalter so viel Hass in sich trägt und ich muss zugeben ich kann sie irgendwo versehen. Bei dem was sie durchgemacht hat kann man fast nur so werden wie sie... Ihre Geschichte zu begleiten war wirklich interessant.Der Schreibstil:In diesem Buch sind die Kapitel immer bestimmten Personen zugeordnet. Anna, Anton, ihren Eltern ect. was mir sehr gut gefallen hat. So bekommt man die Geschichte von jeder Seite erzählt und bekommt alles mit. Auch der Erzählstil hat mir gut gefallen, der Autor schildert dem Leser die Geschichte bildlich und man fühlt sich richtig in diese Zeit versetzt. Wohl auch wegen dem doch etwas gehobenerem Schreibstil, hier finden wir z.B. Wörter wie "Unbill" die man so heutzutage garnicht mehr verwendet.Das einzige was mich etwas gestört hat waren die wenigen Absätze im Buch, dadurch konnte man oft das geschehene garnicht so gut sacken lassen.Der Autor:Piero Schäfer wurde 1944 geboren und wohnt in Zürich. Schäfer ist seit 40 Jahren als Journalist tätig. Der Sohn einer Sängerin und eines Arztes ist im Tessin aufgewachsen und studierte in Zürich Jura. 1977 trat er in den Journalismus ein und arbeitete bei der NZZ und diversen anderen Medien. 1990 machte er sich mit einem Büro für Publizistik und Kommunikationsberatung selbstständig. Sein erstes Buch "Falkenschloss" erschien im Herbst 2012.Mein Fazit:Ein wirklich interessantes und spannendes Buch, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte. 

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  • " Historischer Roman um eine wahre Begebenheit"

    Piratinnen

    leseratte69

    31. May 2016 um 18:24

    KlappentextAnna Zollinger wächst zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Tochter eines Seidenhändlers am Zürichsee auf. Sie ist rebellisch und unbeugsam. Ihre Stiefmutter schickt sie ins Kloster nach Rüti, wo sie abscheuliche Dinge erlebt und den Glauben verliert. Sie brennt mit einem deutschen Pilger durch, der aus Eifersucht einen Reisläufer erschlägt und fliehen muss. Anna trifft auf die attraktive Dirne Brida, mit der sie zusammen lebt und erste Diebeszüge unternimmt. Die beiden begegnen einer Fischerstochter, mit deren Boot sie auf dem Zürichsee Handelsschiffe überfallen. Eines Tages entern sie ein Boot, das sie bereits einmal überfallen hatten. Dessen Besatzung erkennt die Frauen, und es kommt zu einem tödlichen Handgemenge. Es sollte nicht das letzte gewesen sein.Der AutorPiero Schäfer wurde 1944 geboren und wohnt in Zürich. Schäfer ist seit 40 Jahren als Journalist tätig. Der Sohn einer Sängerin und eines Arztes ist im Tessin aufgewachsen und studierte in Zürich Jura. 1977 trat er in den Journalismus ein und arbeitete bei der NZZ und diversen anderen Medien. 1990 machte er sich mit einem Büro für Publizistik und Kommunikationsberatung selbstständig. Sein erstes Buch "Falkenschloss" erschien im Herbst 2012.Meine MeinungStoryAnna Zollinger wächst in begüterten Verhältnissen im 16.Jahrhundert auf,. Ihre rebellische und unbeugsame, ja gar rücksichtslose Natur machen ihr das Leben nicht einfach. Als ihre Stiefmutter sie in ein Kloster bringt, reist sie aus und beginnt ein ruheloses Leben abseits der Gesellschaft. Sie geht mit Brida,, einer Hure, eine Beziehung ein und als den beiden das Geld ausgeht fangen sie an das zu stehlen, was sie brauchen. Als sie auf die Fischerstochter Agatha treffen beginnen sie auf dem Zürichsee Schiffe zu überfallen. Insbesondere Anna ist bei den Überfällen wenig zimperlich, es kommt zu Überfällen mit tödlichen Ausgang und es bleibt nicht bei einem.SchreibstilDas Buch ist in einer Art Doku-Roman geschrieben, leicht verständlich, spannend und flüssig geschrieben. Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen erzählt, was dem Leser verschiedenen Perspektiven ermöglicht.CharakterePiero Schäfer hat sich viel Mühe um die Gestaltung der vielen Charaktere gegeben. Alle wirken sehr authentisch und auch für die Zeit des 16.Jahrhunderts sehr stimmig. Man kann als Leser vielleicht zunächst Verständnis für Anna`s Verhalten finden, aber spätestens wenn ihre rücksichtslose, ja fast kaltblütige Art zum Vorschein kommt, zieht sich hier eine Grenze.Mein FazitDas Buch zeigt eindrucksvoll, dass man wahre Geschichten spannend und unterhaltsam schreiben kann. Auch wenn der Autor das Schicksal von Anna sofort im ersten Kapitel erwähnt, so ist ihr Weg dorthin trotzdem sehr lesenswert. Das Buch ist aber auch ein Stück Zeitgeschichte. Es umschreibt sehr schön das Leben der Menschen in der damaligen Zeit, ohne sich in lange Erklärungen zu verlieren. Im Anhang findet sich noch ein Glossar mit Daten zu Personen und Orten der damaligen Zeit. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Für Leser mit dem Hang zu geschichtlichen Ereignissen absolut empfehlenswert. Ich vergebe volle fünf von fünf Sternen und eine absolute Leseempfehlung. Zu diesem Buch wird es ab dem 6.Juni eine Blogtour geben, die unter anderem auch auf unserem Blog stattfinden wird.http://leseratte1969.blogspot.de/

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  • Buchverlosung zu "Piratinnen" von Piero Schäfer

    Piratinnen

    Literaturtest

    Liebe Lovelybooks-LeserInnen und Leser,wir verlosen 20 Printexemplare des historischen Abenteuerromans "Piratinnen - Das ruchlose Leben der Anna Zollinger" von Piero Schäfer. Die Bewerbungsfrist endet am 28. April.Worum geht es in "Piratinnen"? Anna Zollinger wächst zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Tochter eines Seidenhändlers am Zürichsee auf. Sie ist rebellisch und unbeugsam. Ihre Stiefmutter schickt sie ins Kloster nach Rüti, wo sie abscheuliche Dinge erlebt und den Glauben verliert. Sie brennt mit einem deutschen Pilger durch, der aus Eifersucht einen Reisläufer erschlägt und fliehen muss. Anna trifft auf die attraktive Dirne Brida, mit der sie zusammen lebt und erste Diebeszüge unternimmt. Die beiden begegnen einer Fischerstochter, mit deren Boot sie auf dem Zürichsee Handelsschiffe überfallen. Eines Tages entern sie ein Boot, das sie bereits einmal überfallen hatten. Dessen Besatzung erkennt die Frauen, und es kommt zu einem tödlichen Handgemenge. Es sollte nicht das letzte gewesen sein.Wir wünschen euch viel Glück!

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    • 96
  • Piratinnen

    Piratinnen

    Blaustern

    30. May 2016 um 15:16

    Zürichsee 16. Jahrhundert: Anna Zollinger wächst hier mit ihrer Zwillingsschwester Beata in einer bemittelten Familie auf. Ihr Vater ist Seidenhändler und mehr von Beata angetan, da sie friedlich ist, ganz im Gegensatz zu Anna. Sie ist aufsässig und gnadenlos, und dadurch erfährt sie immer mehr Unrecht. Die Stiefmutter steckt sie bald ins Kloster, und dort wird alles nur noch schlimmer für Anna. Schändliche Dinge erlebt sie dort, und sie sinniert nur noch nach Flucht. Ein deutscher Pilger hilft ihr, und sie trifft später auf die Prostituierte Brida Süß, die ihre Partnerin wird. Durch sie gerät Anna immer tiefer in den Sumpf, doch muss sie durch das Diebesgut irgendwie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Bei einem Überfall auf das gleiche Handelsschiff dann kommen sie aber nicht mehr ungeschoren davon, und letztendlich muss Anna sich vor Gericht rechtfertigen. Damit beginnt das Buch und wird dann rückblickend aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Personen sind in ihrer Vielfalt und Andersartigkeit sehr anschaulich beschrieben, und man kann sich gut in sie hineindenken. Anna erfährt viel Unrecht in ihrem Leben, was sie letzten Endes zu diesen Taten führte. Es werden die Lebensumstände der Bevölkerung deutlich sowie die Machenschaften der Kirche und das Treiben hinter den hohen Klostermauern. Was da mit jungen Mädchen geschieht, ist die blanke Zerstörung, und leider ja auch heute immer noch ein trauriges Thema. Die Geschichte ist spannend und das, obwohl man das Ende bereits kennt. Der Weg dorthin ist unglaublich. Dabei spürt man auf jeder Seite, in welchem Jahrhundert man sich bewegt, denn die Sprache mit ihren altertümlichen Begriffen passt absolut. Trotzdem liest sich das Ganze flott und angenehm, und die Ereignisse werden klar geschildert. Auch die Orte und Gegenden sind wunderbar authentisch beschrieben, was alles der guten Nachforschung zu verdanken ist. Eine klare Weiterempfehlung.

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  • Piratinnen

    Piratinnen

    Blaustern

    30. May 2016 um 15:15

    Zürichsee 16. Jahrhundert: Anna Zollinger wächst hier mit ihrer Zwillingsschwester Beata in einer bemittelten Familie auf. Ihr Vater ist Seidenhändler und mehr von Beata angetan, da sie friedlich ist, ganz im Gegensatz zu Anna. Sie ist aufsässig und gnadenlos, und dadurch erfährt sie immer mehr Unrecht. Die Stiefmutter steckt sie bald ins Kloster, und dort wird alles nur noch schlimmer für Anna. Schändliche Dinge erlebt sie dort, und sie sinniert nur noch nach Flucht. Ein deutscher Pilger hilft ihr, und sie trifft später auf die Prostituierte Brida Süß, die ihre Partnerin wird. Durch sie gerät Anna immer tiefer in den Sumpf, doch muss sie durch das Diebesgut irgendwie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Bei einem Überfall auf das gleiche Handelsschiff dann kommen sie aber nicht mehr ungeschoren davon, und letztendlich muss Anna sich vor Gericht rechtfertigen. Damit beginnt das Buch und wird dann rückblickend aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Personen sind in ihrer Vielfalt und Andersartigkeit sehr anschaulich beschrieben, und man kann sich gut in sie hineindenken. Anna erfährt viel Unrecht in ihrem Leben, was sie letzten Endes zu diesen Taten führte. Es werden die Lebensumstände der Bevölkerung deutlich sowie die Machenschaften der Kirche und das Treiben hinter den hohen Klostermauern. Was da mit jungen Mädchen geschieht, ist die blanke Zerstörung, und leider ja auch heute immer noch ein trauriges Thema. Die Geschichte ist spannend und das, obwohl man das Ende bereits kennt. Der Weg dorthin ist unglaublich. Dabei spürt man auf jeder Seite, in welchem Jahrhundert man sich bewegt, denn die Sprache mit ihren altertümlichen Begriffen passt absolut. Trotzdem liest sich das Ganze flott und angenehm, und die Ereignisse werden klar geschildert. Auch die Orte und Gegenden sind wunderbar authentisch beschrieben, was alles der guten Nachforschung zu verdanken ist. Eine klare Weiterempfehlung.

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  • Eine Frau,die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt

    Piratinnen

    melusina74

    29. May 2016 um 11:52

    Anna Zollinger wächst gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Beata in einem wohlhabenden gut behüteten Elternhaus auf.ABER : Anna und Beata sind 2 ganz gegensätzliche Charaktere.Beata ist der mädchehaft-verspielte Liebling des Hauses.Sehr zur Freude ihreres vaters und der (bösen) Stiefmutter.Anna ist rebellisch,jähzorning und neigt zu dummen Taten und Wutausbrüchen.Schon seit ihrer frühesten Kindheit muss Anna lernen mit Ungerechtigkeiten umzugehen und man zeigt ihr offen und feindselig,dass sie nicht in den familiären Rahmen passt.Auf ihrer Flucht vor sich selbst und der "heilen Welt", trifft Anna auf Frauen denen es ähnlich erging wie ihr.Der Schritt zur Piratin hinb ist nur ein ganz kleiner......Dieses tolle historische Buch ist anders als die anderen.Auch wenn das Buch in erster Linie ein Roman aus früheren Zeiten ist,so geht es doch vor allem um Frauen,die sehr viel Ungerechtigkeit in ihrem Leben haben erfahren müssen und nun mit Rebellion und Rache antworten.Mir hat das Buch ausserordentlich gut gefallen und es konnte mich richtig fesseln.Ich empfehle das Buch allen,die historische Romane mit dem gewissen Etwas mögen.

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