Pierre Bayard Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat

(38)

Lovelybooks Bewertung

  • 54 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 4 Leser
  • 6 Rezensionen
(6)
(8)
(12)
(7)
(5)

Inhaltsangabe zu „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat“ von Pierre Bayard

Sie haben Joyces »Ulysses« nicht gelesen? Haben neulich Proust zitiert, ohne sein Werk zu kennen, über den neuen Nobelpreisträger geplaudert, obwohl Sie sich nicht mal an den Buchtitel erinnern konnten? Kein Problem, sagt der französische Literaturprofessor Pierre Bayard. Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Schluss mit Heuchelei und Schuldgefühlen, die einem unbefangenen Zugriff auf die Weltliteratur im Wege stehen! Wie man auf hohem Niveau und schamfrei über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat, zeigt uns dieses wunderbare Buch. Der versierte Nichtleser unterscheidet vier Haupttypen: unbekannte Bücher, Bücher, die man quergelesen hat, Bücher, die man nur vom Hörensagen kennt, und solche, deren Inhalt wir schon wieder vergessen haben. Unabhängig vom Typus lässt sich über alle hervorragend reden: in Gesellschaft, mit dem Literaturprof an der Uni, ja manchmal unausweichlich mit dem Autor selbst. Dass Bayard seine Einladung zum unverfrorenen Umgang mit Büchern mit einer Fülle literarischer Beispiele untermauert, versteht sich von selbst: von Musils Bibliothekar, der kein Buch durch Lektüre bevorzugen will und deshalb gar nicht liest, über Ecos scharfsinnigen William von Baskerville bis zu David Lodge. Eine Apologie des Nicht-Lesens, lang erwartet, bitter nötig, unverschämt klug »gleich kaufen und lesen, von einem Ende zum anderen« (Le Magazine littéraire).

Ein wunderbares Buch für alle, die sich gerne mit Literatur beschäftigen!

— JuliaB
JuliaB

Furchtbar langweilig und absurd!

— milasun
milasun

Stöbern in Romane

Heimkehren

Intensiver Roman, der eine Familie über mehrere Generationen hinweg verfolgt

lizlemon

Durch alle Zeiten

Sehr spannend und bewegend

silvia1981

Dann schlaf auch du

Wem kann man seine Kinder anvertrauen?

silvia1981

Wie man es vermasselt

Frisch, jung und intelligent... ein absolutes Wahnsinns-Buch!

Tigerkatzi

Und jetzt auch noch Liebe

Turbulente Liebeskomödie mit sehr skurrilen Charakteren, um eine junge Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft erwachsen wird.

schnaeppchenjaegerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Einfach wunderbar!

    Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
    JuliaB

    JuliaB

    Bücher sind beliebte Gesprächsthemen, bestens geeignet für Smalltalk. Dabei birgt eine solche Unterhaltung einige Risiken. Da wird über den neusten Skandalroman diskutiert, obwohl auf Nachfrage eigentlich niemand zugeben will, ihn gelesen zu haben, oder die Wahl des Literaturnobelpreises debattiert, obwohl man bis vor Kurzem nicht mal den Namen des Preisträgers kannte. Und oft gibt man zu einem Buch ein Urteil ab, obwohl man sich nur mal darin geblättert hat. Dumm nur, wenn sich dann das Gegenüber als Fan des eben abqualifizierten Werk entpuppt und eine detaillierte Begründung will. Um genau solche Situationen mit Bravour zu meistern, hat Pierre Bayard dieses Buch geschrieben. Dabei nimmt er dem Leser als Erstes das schlechte Gewissen, denn er unterscheidet vier Arten des Nicht-Lesens: Bücher, die man nicht kennt; Bücher, die man quergelesen hat; Bücher, die man vom Hörensagen kennt; und Bücher, die man gelesen, aber wieder vergessen hat. Wenn man nämlich ehrlich ist, ist man mit vielen Büchern, die man mal gelesen hat, längst nicht mehr so vertraut, wie man glaubt. Anschließend schildert Bayard verschiedene Situationen, in denen wir über unbekannte Bücher sprechen (müssen), und empfiehlt Strategien, um damit umzugehen. Wenn es nun scheint, als halte der Literaturprofessor Bayard das Lesen für überflüssig, so täuscht man sich, denn die ganze Sache hat einen Haken. Um wirklich fundiert über Bücher sprechen zu können, die man nicht gelesen hat, muss man sie zumindest einordnen können, in Genres, Epochen ect. Und dafür muss man eine Ahnung von Literatur, ihrer Funktionsweise und ihrer Geschichte haben – was schwerlich erreichbar ist, ohne Bücher zu lesen. Bayard plädiert also nicht fürs Nichtlesen, sondern nur dafür, kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man ein bestimmtes Buch nicht gelesen hat und sich trotzdem eine Meinung dazu erlaubt. Das führt zum Paradox, dass je mehr Bücher man gelesen hat, desto besser wird man darin, über jene Bücher zu sprechen, die man nicht gelesen hat. Insofern ist das ganze Buch eigentlich eine Hommage an die Literatur und entsprechend mit Zitaten und Anspielungen von verschiedensten Autoren gespickt. Dabei führt Bayard den Leser auch manches Mal gekonnt in die Irre, um zu verdeutlichen, wie trügerisch die Erinnerung sein kann. Fazit: Ein wunderbares Buch für alle, die sich gerne mit Literatur beschäftigen, und nebenbei ein praktischer Ratgeber, um sich beim nächsten Smalltalk vor Besserwissern keine Blöße mehr zu geben.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" von Pierre Bayard

    Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
    anette1809

    anette1809

    31. December 2009 um 12:56

    Pierre Bayards Buch „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat“ ist in drei Teile untergliedert: - Arten des Nichtlesens - Gesprächssituationen - Empfohlene Haltungen Außerdem unterscheidet der Autor vier Arten von Büchern: - unbekannte Bücher - quergelesene Bücher - Bücher, die man vom Hörensagen kennt - Bücher, deren Inhalt man wieder vergessen hat Von der Grundidee fand ich das Buch eigentlich gut, und in den kurzen Erläuterungen des Autors, welche Arten von Büchern es gibt, habe ich mich und mein Leseverhalten sogar stellenweise wieder finden können. Doch leider war „Wie man über Bücher spricht…“ in meinen Augen zu 90% einfach nur eine Aneinanderreihung von Zitaten aus anderen Büchern und dieser Stil hat mir leider gar nicht zugesagt. Daher vergebe ich an dieses Buch nur 2 von 5 Sternen, weil ich es ab „Gesprächssituationen“ nur noch quergelesen habe, denn ich war einfach nur noch gelangweilt. Vielleicht muss man für dieses Buch über einen ganz speziellen Sinn für Humor verfügen, der mir wohl leider fehlt. Schade! Der französische Literaturpapst Bernard Pivot wird hinten auf dem Buchrücken zitiert „Sein (Pierre Bayards) Buch ersetzt alle anderen, alte, neue, zukünftige.“ Für MICH ist es kein Ersatz für andere Bücher!

    Mehr
  • Rezension zu "Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" von Pierre Bayard

    Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. December 2008 um 22:10

    Es ist durchaus interessant, Bayards Gedankengängen durch die Stationen der Bücher zu verfolgen, die er nie gelesen, niemals je in der Hand gehabt, von denen er nur gehört oder - große Ausnahme im Dschungel aller je erschienener Titel - die er selbst gelesen hat. Dass man dabei aber auch davon ausgehen kann, dieses Buch nicht unbedingt gelesen haben zu müssen, um über und von ihm sprechen zu können, sei unkommentiert dazu geschrieben. Dennoch - interessant, zu lesen und nachzuvollziehen, was schon Paul Valery als Vorstand der Académie Francaise zu Autoren und Werk zu sagen hatte. Mutig ist es allemal, öffentlich niedergeschrieben, zuzugestehen, dass nicht alles gelesen sein kann, man aber deswegen nicht in der Lage sich fühlen darf, einzuordnen, Überblickswissen parat zu haben, Kombination vornehmen und Interpretationsraum nutzen zu können. Ein Buchhändler dürfte diesen Spagat ohnehin gut kennen, warum sollte nicht auch die Branche der Literaturwissenschaftler, -kritiker, ja aller anderen Sparten, die sich in irgendeiner Weise mit Literatur und deren Gegenstand beschäftigen, mit dieser Nichtleseart ausstatten? Dieses Buch bietet einen ironischen, ehrlichen und gewissenhaften Einblick. Aber man muss es nicht unbedingt gelesen haben, zugegeben.

    Mehr
  • Rezension zu "Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" von Pierre Bayard

    Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2008 um 18:02

    Grundaussage: "Jeder kann über jedes Buch sprechen wie er will, da niemand die gleiche Leseerfahrung macht"

    Gestreckt auf 200 Seiten...

  • Rezension zu "Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" von Pierre Bayard

    Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
    variety

    variety

    03. January 2008 um 18:20

    Ein Buch, das man gelesen haben "muss"...? Ja, auch wenn man es vielleicht nur quergelesen hat. Pierre Bayard beruhigt alle, die ein schlechtes Gewissen haben, weil sie so viele Bücher (noch) nicht gelesen oder aber deren Inhalt bereits wieder vergessen haben. Er führt dazu verschiedene Kategorien von Büchern ein: unbekannte, quergelesene, erwähnte und vergessene Bücher. Dazu kommt im Verlaufe seines Buches auch noch das Phantombuch. Er fordert alle dazu auf, auch über Bücher zu diskutieren, die man nicht gelesen hat. Schliesslich geht es (auch laut Oscar Wilde) vor allem darum, dass der Sprecher oder Kritiker selber im Zentrum steht - und nicht das Buch. Geniale Epsioden im Essay von Bayard sind (Stichwörter sollen ausreichen): Musil, "Der dritte Mann", David Lodge (inkl. Eliza). Habe ich nun das Buch gelesen oder nicht? Ja, aber wie genau und ob ich auch nichts dazu erdichtet habe, lasse ich offen. Ganz so, wie Bayard es uns empfiehlt.

    Mehr
  • Rezension zu "Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" von Pierre Bayard

    Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
    hazli

    hazli

    30. December 2007 um 16:15

    ich habe viel erwartet und nichts bekommen... es ist nicht lustig und die erwähnten Bücher spielen hier in Deutschland keine Rolle... schade!
    Hatte mir für meine Buchhandelsausbildung mehr erhofft ;)