Pierre Boileau

 3.5 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor von Vertigo, Appartement für einen Selbstmörder und weiteren Büchern.

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Neu erschienen am 21.09.2018 als Taschenbuch bei ROWOHLT Repertoire.
Ein Heldenleben
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13 Stationen
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Abschied von Lucienne
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Pierre BoileauVon den Toten auferstanden
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Von den Toten auferstanden
Von den Toten auferstanden
 (2)
Erschienen am 01.01.1959
Pierre BoileauDer ruhende Bacchus
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Der ruhende Bacchus
Der ruhende Bacchus
 (1)
Erschienen am 01.01.1964
Pierre BoileauEin Heldenleben
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Ein Heldenleben
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Erschienen am 21.09.2018
Pierre BoileauAbschied von Lucienne
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Abschied von Lucienne
Abschied von Lucienne
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Erschienen am 21.09.2018
Pierre BoileauIm Mord vereint
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Im Mord vereint
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Erschienen am 21.09.2018
Pierre BoileauDer Tod erlaubt kein Double
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Der Tod erlaubt kein Double
Der Tod erlaubt kein Double
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Erschienen am 21.09.2018
Pierre BoileauBruder Judas
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Bruder Judas
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Erschienen am 21.09.2018
Pierre Boileau13 Stationen
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13 Stationen
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Erschienen am 21.09.2018

Neue Rezensionen zu Pierre Boileau

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Claudias-Buecherregals avatar

Rezension zu "Vertigo. Aus dem Reich der Toten" von Pierre Boileau

Vertigo
Claudias-Buecherregalvor 2 Monaten

Die Geliebte des Privatdetektivs Flaviére hat sich vom Kirchturm aus in den Tod gestürzt. Kurz danach trifft er jedoch auf eine Frau, die seiner Madeleine zum Verwechseln ähnlich sieht. Er ist irritiert, versucht dieser Frau näher zu kommen, sie zu überreden Madeleine zu sein und sich am besten in ihn zu verlieben. Doch Flaviére kennt nicht die ganze Geschichte, wie er bald erfahren muss.

Die Vorlage stammt aus 1954 und wurde unter anderem durch Alfred Hitchcock verfilmt. Ich kannte bisher jedoch weder den Roman noch den Film und war neugierig, wie mir so ein Klassiker gefallen würde. Man merkt dem Hörspiel an, dass die textliche Vorlage bereits über ein halbes Jahrhundert alt ist. Die Dialoge klingen nicht zeitgemäß und wie Frauen beschrieben werden, wie sie sich Männern unterordnen, empfand ich als störend. Was hinter den zum Verwechseln ähnlichen Frauen steckt, hat mich gegen Ende tatsächlich überrascht. Dem Rest der Handlung bin ich recht gerne gefolgt, da das Hörspiel durch Geräusche und Musik gut inszeniert wurde. Aber die Story an sich
konnte mich nicht besonders begeistern.

Der neutrale Erzähler ist Matthias Scherwenikas. In den Hauptrollen sprechen Alexander Radszun und Patycia Ziolkowska. Beide verstehen ihr Handwerk, sorgen dafür dass Emotionen gut durch ihre Stimmen transportiert werden und tragen dazu bei, dass das Hörbuch diesen alten Flair versprüht.

Fazit: Vielleicht bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe für alte Klassiker? Der erste Versuch konnte mich jedenfalls nur mittelmäßig begeistern, was zum Großteil an der Darstellung der Frauen lag. Wer die Geschichte aus der Vorlage oder der Verfilmung kennt, könnte dieses Hörspiel durchaus ansprechend finden, wobei ich nicht beurteilen kann, wie viel gekürzt oder anderweitig verändert wurde.

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "Mensch auf Raten" von Pierre Boileau

Mensch auf Raten
TheRavenkingvor 4 Jahren

Zum Inhalt: René Myrtil soll sterben: Im Morgengrauen soll er mit der Guillotine hingerichtet werden, denn René Myrtil ist ein Mörder. Ein reuiger Mörder allerdings – zum Erstaunen aller, die ihn kennen. Er vermacht seinen Körper der Wissenschaft für ein Experiment: die totale Transplantation, die hat schon bei einem Hund funktioniert, wird es auch bei einem Menschen gelingen? Rene wird also hingerichtet, seine Leiche wird unter sieben Verkehrsopfer verteilt, alle sieben überstehen die OP, doch dann begeht einer von ihnen Selbstmord, dann der nächste und der nächste...hatte die Transplantation psychische Folgen oder waren es gar keine Selbstmorde?

Und schon wieder ein Roman vom fleißigen Duo Boileau-Narcejac. Diesmal einer mit leicht satirischem Anstrich, nicht umsonst wurde er mit dem Grand Prix des Schwarzen Humors ausgezeichnet.

Erzählt vom Bürokraten Garic, dem die Aufgabe obliegt, das bizarre Experiment zu überwachen. Nach und nach sterben ihm die Teilnehmer weg. Aber was nach einer Suizidepidemie aussieht hat am Ende doch eine vollkommen logische Erklärung.

Zunächst übernehmen die Versuchskaninchen einzelne Eigenschaften des Spenders (oder bilden sich dies zumindest ein). Aus dem schüchternen Künstler wird so plötzlich ein draufgängerischer Frauenheld. Doch bei den meisten breitet sich Niedergeschlagenheit aus, die auch ein herbeigerufener Priester nicht verscheuchen kann.

Als auch noch Myrtils Witwe auftaucht und sich in den neuen Träger des Kopfes ihres Mannes verliebt (so etwas Irrwitziges muss man sich mal vorstellen!), führt das zu weiteren Verwicklungen.

Der Humor hier ist aber doch recht albern und altbacken. Wenn sich die einzige Frau im Bunde damit herumschlagen muss, dass ihr das behaarte Bein eines Mannes transplantiert wurde, führt das zu eher müden Kalauern.

Trotz des überwiegend positiven Tenors der Kritiken muss ich sagen, dass mich das Buch etwas enttäuscht hat. Denn Mensch auf Raten mangelte es für meinen Geschmack doch sehr an Spannung. Die karikaturhaft überzeichneten Figuren machten es schwer Anteilnahme für sie aufkommen zu lassen.

Eine skurrile Variante des Agatha Christie Klassikers „Und dann gabs keines mehr“.

Es gibt übrigens eine Verfilmung mit Jeff Fahey mit dem Titel Body Parts, die sich aber wohl nur vage an die Vorlage hält.

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "L'ingénieur aimait trop les chiffres" von Pierre Boileau

Die Rechnung ging nicht auf
TheRavenkingvor 4 Jahren

In der Kriminalliteratur finden sich zahlreiche Duos, die oftmals unter einem einzigen Namen veröffentlicht haben. Patrick Quentin, Lars Kepler, P. J. Tracy, Francis Beeding oder Charles Todd, hinter all diesen Bezeichnungen verstecken sich mehrere Personen. Die Herren Pierre Boileau und Thomas Narcejac hatten allerdings von Anfang an nicht vor sich hinter irgendeinem Pseudonym zu verstecken, und nannten sich als sie ihre gemeinsame Karriere begannen einfach Boileau-Narcejac. Für die beiden Männer, die vorher schon separat Bücher veröffentlicht hatten, zahlte sich die Zusammenarbeit aus. Vor allem in ihrer Heimat wurden sie äußerst erfolgreich. Außerhalb Frankreichs machten sie in erster Linie durch die Verfilmungen ihrer Bücher auf sich aufmerksam, zu denen Die Teuflischen von Henri-Georges Clouzot und Vertigo von Alfred Hitchcock gehören.

Während die Bücher dieser Klassiker auf Französisch immer noch regelmäßige Neuauflagen erfahren, scheint ihr Nimbus im Rest der Welt, ähnlich vieler ihrer Landsleute, siehe auch Émile Gaboriau oder Sebastien Japrisot, erheblich verblasst zu sein. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich ihre Werke doch erheblich von denen heutiger französischer Erfolgsautoren wie Fred Vargas oder Pierre Lemaitre unterscheiden.

Hatten Boileau-Narcejac im Laufe ihres Schaffens immer wieder versucht die ausgetretenen Pfade der Krimiliteratur zu verlassen und Neues auszuprobieren, war es im Falle von L'ingénieur aimait trop les chiffres (deutscher Titel: Die Rechnung ging nicht auf) gerade ihre Absicht einen altmodischen Rätselkrimi zu verfassen, der auch ursprünglich als Zeitungsroman veröffentlicht wurde. In den Mittelpunkt ihres Romans stellten sie einen Mord in einem geschlossenen Raum, vielleicht auch als Hommage an Gaston Leroux‘ Klassiker Das Geheimnis des gelben Zimmers.

Zum Inhalt: Der Nuklearphysiker Sorbier wird an seinem Arbeitsplatz, in seinem Büro erschossen. Nachdem mehrere seiner Arbeitskollegen deutlich den Schuss vernommen haben, strömen sie gleich herbei und müssen verblüfft konstatieren, dass sich der Täter offensichtlich in Luft aufgelöst hat. Nicht nur gelang es ihm aus dem völlig verschlossenen Raum zu entkommen, er hat auch noch einen zwanzig Kilo schweren Uranbehälter entwendet.

War es ein terroristischer Anschlag? Ausländische Spionage? Oder ist der Täter in Sorbier’s Privatleben zu suchen?

Kommissar Mareuil von der Pariser Poizei hat alle Hände voll zu tun, er muss nicht nur das gefährliche radioaktive Material wiederbeschaffen, sondern auch einen äußerst geschickt ausgeführten Mord aufdecken.

Während ein moderner Autor aus dieser Grundidee wohl einen actionreichen Thriller konzipieren würde, hat das Werk der beiden Franzosen schon fast etwas Kammerspielartiges an sich. Gerade mal eine Handvoll Figuren werden hier eingeführt, und trotzdem bleibt der Fall spannend bis zum Ende. Auch weil der Fokus stets auf dem ermittelnden Polizisten bleibt und sich die Sache niemals zur großen Staatsaffäre ausweitet. Das mag zwar nicht besonders realistisch sein, von einem Anruf des Staatspräsidenten abgesehen spielen hier Politik und Geheimdienst keine Rolle, obwohl die befürchtete Nuklearkatastrophe große Teile von Paris verseuchen könnte. Doch die Verfasser betreiben ihr altmodisches Rätselspiel mit einem gewissen Augenzwinkern. Bewusst verzichten sie auf eine tiefere psychologische Komponente, die viele ihrer Werke auszeichnet und präsentieren einen klassischen Whodunit-Krimi, indem sie ein auf den ersten Blick unmögliches Verbrechen in das Zentrum des Buches stellen. Dass die Auflösung gewissermaßen banal daherkommt, ist vorauszusehen, aber die Autoren spielen fair mit dem Leser, und stoßen ihn keineswegs mit irgendeiner, an den Haaren herbeigezogener Lösung vor den Kopf.

Sicher kein Klassiker des Genres, aber ein absolut solider Krimi, der sich auch im Vergleich mit Genre-Größen wie Christie oder Carr sehen lassen kann.

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