Pierre Chiquet Kleopatrafalter

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Inhaltsangabe zu „Kleopatrafalter“ von Pierre Chiquet

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  • Rezension zu "Kleopatrafalter" von Pierre Chiquet

    Kleopatrafalter

    Samtpfote

    04. December 2012 um 01:09

    Kleopatrafalter, Pierre Chiquet Klappentext: "Dass sie nicht fluchte, nicht tobte, nicht schrie, nicht wütete, war zu viel, was auf die jungen Männer, die im Gras kauerten, einstürzte, zu viel Unfassbares und Unerklärliches, was ihre Augen einfach hinnehmen mussten. Fast gleichzeitig krochen sie ein Stück zurück, erhoben sich und gingen schweigend den Weg urück in das Dorf und sahen sich nicht an, blickten vor sich in das Leere, als müssten sie ihre ganze Kraft darauf verwenden, ihren Verstand zusammenzuhalten." Kleopatrafalter erzählt die zauberhaft verspielte Geschichte einer verwunschenen Liebe. Inhalt: Alles beginnt mit der fröhlichen, bunten Mütze, die der Ich-Erzähler im Garten vor dem Haus, in dem er gerade ein Buch zu schreiben versucht, langsam auftauchen sieht. Die Mütze gehört Ungerer, der den Garten auf seine schweigsame und gemächliche Art bestellt und herrichtet, während der Erzähler sich mit seiner Familienchronik und poetischen Gedankengängen zum Kleopatrafalter, welcher an der gegenüberliegenden Wand hängt, herum schlägt. Aber mit dem Buch geht es nicht vorwärts, kein Wort wird zu Papier gebracht und Ungerer beginnt, sich für den Autor und dessen Projekt zu interessieren. Er besucht ihn in seiner Schreibstube mit Blick auf den Garten und der Erzähler wird zum Zuhörer der Geschichten vom langsam auftauenden Ungerer, welche alle irgendwie durch die Mütze geprägt und miteinander verbunden sind. Und plötzlich legt sich der Schreibstau des Schreibers und Fiktion mischt sich mit den Erzählungen von Ungerer, mit Familienchroniken und den tiefen und zärtlichen Gefühlen des Autors zu einer rotgekleideten Frau. Teilchen für Teilchen setzt sich das fragile Puzzle zu einem liebevollen Ganzen zusammen und wird doch nie ganz durchsichtig und greifbar sondern lässt Raum für Spekulationen und Träumereien. Und genau so, wie die ganze Geschichte eine Art poetisches Traumgebilde basierend auf innigsten Gefühlen und grösster Fantasie bleibt, werden auch die Figuren zwar sehr detailliert beschrieben, aber immer durch einen Schleier hindurch betrachtet, was sie aber nie der nötigen Tiefe beraubt oder sie gar oberflächlich wirken lässt. Meine Meinung: Das Buch Kleopatrafalter, welches mit "Ein kleiner Roman" untertitelt ist, will nicht weniger und nicht mehr sein, als es ist: ein wunderbares und unfassbar poetisches Meisterwerk auf höchstem literarischen Niveau. Ein kleiner Roman für eine Nacht, welchen den Leser aber sicher noch weit über die eine Nacht hinaus beschäftigen und verzaubern wird. Von zärtlicher Hand entworfene Wortmalereien werfen erfrischende Schatten bis in die Seele des Lesers hinein und zeigen auf, welche Macht und welche Stärke geschriebene Worte haben können. Eine Liebeserklärung an das Schreiben an sich und den bezaubernden und verzaubernden Umgang mit Wörtern und Bildern vereinen sich in diesem Buch. Und ich frage mich wirklich, warum dieses Buch noch nicht Pflichtlektüre an jedem Gymnasium geworden ist. Ich lege euch allen diese Geschichte wärmstens ans Herz und hoffe, dass sie auch bei euch einen Platz dort finden wird.

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  • Rezension zu "Kleopatrafalter" von Pierre Chiquet

    Kleopatrafalter

    Elisabeth87

    21. April 2011 um 22:42

    Der Ich-Erzähler hat ein Haus am Rand eines Dorfes namens Feldbach gemietet. Er möchte in Ruhe an seinem Buch schreiben können. Da sieht er von seinem Fenster aus, wie sich am vernächlässigten Nachbargrundstück etwas zu regen beginnt. Ungerer fängt an den verwilderten Garten umzugraben und Blumen zu pflanzen. Täglich taucht er nun auf, um im Garten zu arbeiten, welcher von einem Bach, einer Hecke umgeben ist. Ungerer trägt eine auffällige Mütze. Nach einiger Zeit beginnt Ungerer ungefragt den Ich-Erzähler zu besuchen und ihm auch die Dorfgeschichten zu erzählen. Der Schriftsteller ist stark verwirrt, da er auf dem Dorfplatz einer Frau in Rot begegnet ist, die ihm nicht mehr aus dem Sinn geht. Und so beginnt er, in der Mitsommernacht zu schreiben, schreibt die ganze Nacht hindurch und vermischt seinen Roman mit den Geschichten von Ungerer. Er verleiht der Frau eine Biografie. Laut ihm hat ihr Großvater im Feldbach eine Frau erblickt, die er nicht mehr aus seinen Gedanken verbannen kann. Er reist ihr in die Stadt nach und holt sie schließlich aus einem Freudenhaus zu ihm nach Hause. So unerwartet, wie sie ihm gleich mit ihren Siebensachen gefolgt ist, so schnell verlässt sie ihn nach einem Jahr auch wieder, wobei sie die gemeinsame Tochter zurücklässt. Das Mädchen wächst beim Vater auf und wird von den Schulkameraden gemieden. Der Vater verstirbt, als das Mädchen 18 Jahre alt wird. Kurz nach seinem Tod fährt die junge Frau mit einem Traktor vor und beginnt den Hof zu bestellen. Die jungen Männer im Dorf ertragen es nicht, dass die schöne junge Frau sie keines Blickes würdigt. Einer von ihnen hat sich sogar in sie verliebt, aber er wagt es nicht, den anderen die Streiche, die sie ihr dauernd spielen, auszureden. Das die Frau die Streiche gelassen und ohne sich zu ärgern hinnimmt, treibt die Männer zur Weißglut, bis sie schließlich ihr Haus in Brand setzen. Es wird jedoch ein neues Haus aufgebaut, das von nun an täglich von einem Mann mit einem Blumenstrauß in der Hand betreten wird… Dieser Roman lässt viele Fragen offen. Ist Ungerer der Mann mit der Corvette? Seine Bemühungen um den üppigen Blumengarten legen diesen Gedanken nahe. Schreibt der Erzähler vielleicht seine eigene Geschichte oder nur seine Wünsche nieder? Und wer ist die geheimnisumwitterte Frau in Rot wirklich? Doch als Leser will man gar nicht alle Fragen beantwortet haben, da gerade die leichte Ungewissenheit das Schöne an diesem kleinen Roman ist. Man kann sich nur hinsetzen und die schönen Worte und Sätze genießen, die intensive Stille erahnen und sich aus dem Alltagsstress in die Ruhe der Geschichte ziehen lassen. Ich danke der lieben Dorothea, durch deren Blog ich auf diesen schönen Roman aufmerksam geworden bin. Ich kann euch nur raten, diesen Roman zu lesen, da er mich stark berührt hat.

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  • Rezension zu "Kleopatrafalter" von Pierre Chiquet

    Kleopatrafalter

    Orisha

    04. April 2011 um 21:31

    Eine Liebesgeschichte – vom Schicksal vorher bestimmt, so scheint es. Ein Dorf und ein Garten in Feldbach, einem kleinen Ort mitten im Nirgendwo. Hierhin zieht sich der Autor zurück, um eine erfundene Geschichte – die Geschichte des Kleopatrafalters – zu schreiben, bis ihn eine ganz andere Geschichte einholt und von nun an nicht mehr schlafen lässt. Eine Familiengeschichte, die über drei Generationen geht und die ihn am Ende selbst einholt. Sie beginnt mit dem Großvater, der in die Stadt geht, um die Frau für seine ungeborene Tochter zu finden. Die Geschichte schlägt einen Bogen zur Mutter, die von allen begehrt wird und dafür Ihren Preis zahlen muss - und sie endet mit der Tochter, die den Kreis zum Jetzt wieder schließt. Wieder bestimmt die Zahl drei Chiquet Roman, wie schon im Springer. Verwobene Handlungsstränge, eine liebevolle und zugleich erschreckende Geschichte um Liebe, Verlassen werden und Begehren. Ein sprachgewaltiger Roman, der einen zum Nachdenken bringt.

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