Pierre Jarawan

 4,5 Sterne bei 198 Bewertungen
Autorenbild von Pierre Jarawan (©Marvin Ruppert)

Lebenslauf

Pierre Jarawan wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren, nachdem seine Eltern den Libanon wegen des Bürgerkriegs verlassen hatten. 

Im Alter von drei Jahren kam er nach Deutschland.

Sein Romandebüt "Am Ende bleiben die Zedern" erschien 2016. Der Roman wurde unter anderem mit dem Literaturstipendium der Stadt München, dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem AZ-Literaturstern des Jahres ausgezeichnet und als bestes deutschsprachiges Debüt beim Festival du Premier Roman in Chambéry vorgestellt. Der Roman ist heute, übersetzt in viele Sprachen, ein internationaler Bestseller.  Im Frühjahr 2020 erschien sein zweiter Roman "Ein Lied für die Vermissten". Pierre Jarawan lebt in München. Mehr zum Autor unter www.pierrejawan.de

Alle Bücher von Pierre Jarawan

Cover des Buches Am Ende bleiben die Zedern (ISBN: 9783492311991)

Am Ende bleiben die Zedern

 (130)
Erschienen am 12.01.2018
Cover des Buches Ein Lied für die Vermissten (ISBN: 9783492317887)

Ein Lied für die Vermissten

 (50)
Erschienen am 29.07.2021
Cover des Buches Anders sein ist ganz normal (ISBN: 9783938470657)

Anders sein ist ganz normal

 (3)
Erschienen am 15.09.2011
Cover des Buches Am Ende bleiben die Zedern (ISBN: 9783844913873)

Am Ende bleiben die Zedern

 (14)
Erschienen am 01.03.2016
Cover des Buches Ein Lied für die Vermissten (ISBN: 9783869744155)

Ein Lied für die Vermissten

 (1)
Erschienen am 02.03.2020

Videos

Neue Rezensionen zu Pierre Jarawan

Cover des Buches Ein Lied für die Vermissten (ISBN: 9783492317887)
Yolandes avatar

Rezension zu "Ein Lied für die Vermissten" von Pierre Jarawan

Der Geschichtenerzähler
Yolandevor einem Jahr

Pierre Jarawan erzählt in diesem Buch die Geschichte des jungen Amin, der nach 12 Jahren im Exil in Deutschland mit seiner Großmutter in das kriegsgebeutelte Beirut zurückkehrt. Amin findet in Jafar einen Freund, mit dem er durch die zerstörte Stadt stromert. Sie erfinden fantastische Geschichten um irgendwelchen Flohmarktplunder und verkaufen die wertlosen Dinge an Gutgläubige, um sich damit Geld für das Kino oder Süßigkeiten zu verdienen. Aber es gibt auch eine dunkle Seite an Jafar, denn wie alle Kinder, die während des Krieges in der Stadt lebten, ist er schwer traumatisiert. Auch die Großmutter kämpft noch mit der Trauer um ihre verstorbene Tochter, Amins Mutter, und öffnet sich nur selten ihrem Enkelsohn. Die Momente, in denen sie aus ihrem früheren Leben erzählt sind rar und kostbar für Amin, der oft auf sich allein gestellt ist.

Das Buch wird in Rückblicken des erwachsenen Amin erzählt. Er beruft sich dabei auf die Kunst der arabischen Geschichtenerzähler, die in früheren Zeiten von Dorf zu Dorf zogen. So sind seine Gedanken oft sehr ausufernd. Er springt zwischen den Zeiten hin und her und verliert sich so manches Mal in unwichtigen Details. Das machte das Ganze für mich ziemlich unübersichtlich und wirr. Da ich mich in der Geschichte des Libanon nicht auskenne, war auch eine zeitliche Einordnung oft schwierig. Sprachlich fand ich das Buch auf einem guten Level, aber dadurch dass viele der Protagonisten ihre Geheimnisse hatten, blieben sie für mich distanziert. Auch die Figur des Amin war mir insgesamt zu passiv. Es wurden viele Themen angesprochen: die vielen Menschen, die während der Kriegsjahre spurlos verschwanden, die traumatisierten Kinder, die Rolle der Frau, aber leider wurde das Meiste davon nicht auserzählt. So blieb vieles ungeklärt oder im Vagen.

Wer die ausufernde Erzählweise arabischer Geschichtenerzähler mag, wird sich hier sicherlich angesprochen fühlen. Mir war das Buch zu wirr. 

Cover des Buches Ein Lied für die Vermissten (ISBN: 9783827013651)
Buecherkopfkinos avatar

Rezension zu "Ein Lied für die Vermissten" von Pierre Jarawan

Andere Erwartungen, dennoch gut.
Buecherkopfkinovor einem Jahr

Ich habe gefühlt ewig für dieses Buch gebraucht und diesmal lag es nicht am Zeitmangel. Es lag eher daran, dass ich die Zeit- und Erzählerwechsel (mal ist es aus der Ich-Perspektive geschrieben und mal als Allwissendererzähler) verwirrend fand. Versteht mich bitte nicht falsch, ich habe das Buch dennoch gerne gelesen und es hatte tatsächlich was vom Leben, denn das ist auch nie geradlinig. Angestrengt hat es mich dennoch zeitweise. 

Ich hatte mir zwar etwas anderes unter dem Buch vorgestellt, aber die quasi Biographie des fiktiven Protagonisten Amin Elmaalouf und das Leben zwischen Krieg und Frieden im Libanon fand ich sehr interessant. Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, orientiert sie sich an realen Ereignissen und Situationen. So viele Zitate aus diesem Buch sind als Foto auf mein Handy gewandert, sodass ich einige Zeit brauchen werde diese alle in mein Zitatebüchlein zu übertragen.

Am Ende lösen sich alle Rätsel nach und nach auf und es gibt sogar quasi ein Happy-End, allerdings auch mit einem weinenden Auge.


Fazit: am Ende hat mich das Buch sehr bewegt und ich kann dem Autor durchaus die kleinen Kritikpunkte vergeben. Ein wunderbares Lied für die Vermissten, über ein gleichnamiges Gemälde und der Geschichte der Familie der Malerin, das kein Lied ist, dafür aber ein wundervoller Roman. 

Hiermit spreche ich also eine Leseempfehlung aus und vergebe 4,5/5🦉

Cover des Buches Ein Lied für die Vermissten (ISBN: 9783827013651)
Aus-Liebe-zum-Lesens avatar

Rezension zu "Ein Lied für die Vermissten" von Pierre Jarawan

Distanz zu den Figuren bleibt
Aus-Liebe-zum-Lesenvor einem Jahr

Nachdem mir Pierre Jarawans Roman „Ein Lied für die Vermissten“ empfohlen wurde, habe ich ihn nun endlich von meinem SuB befreit. Er erzählt darin die Geschichte von Amin, der als Waisenkind von seiner unnahbaren Großmutter erzogen wird. Nach einigen Jahren in Deutschland kehren die beiden in den Libanon zurück, der sich im Umbruch nach dem jahrelangen Bürgerkrieg befindet. Gemeinsam mit seinem besten Freund Jafar zieht er durch zerbombte Häuserruinen und lernt ein Mädchen kennen.

In verschiedenen, sich abwechselnden Zeitebenen führt uns der Protagonist durch die verschiedenen Stationen seines Lebens, das stets geprägt von der Beziehung zu seiner Großmutter ist, die zeitlebens Geheimnisse vor ihm hat. Trotz der Erzählperspektive des Ich-Erzählers und der doch stattlichen Textlänge, konnte ich leider keine tiefe emotionale Verbindung zu Amin bekommen. Und während die Geschichte durchaus spannend angelegt ist und ich gut durch einige Längen gekommen bin, habe ich in vielen Fällen vergeblich auf eine Auflösung oder eine Erklärung gewartet.

Interessant fand ich die Einblicke in ein Land, über das ich bislang wenig wusste, über die Auswirkungen des Kriegs, das unsichere Leben danach, den arabischen Frühling und überhaupt die Lebensumstände, die Pierre Jarawan als Sohn eines Libanesen sicher gut einschätzen kann. Auch sprachlich konnte mich der Autor überzeugen. Dennoch bleibt das Buch leider hinter meinen Erwartungen zurück.

Gespräche aus der Community

Im seinen zweiten Roman nach dem internationalen Bestseller "Am Ende bleiben die Zedern" erzählt Pierre Jarawan einfühlsam und mitreisend die Geschichte von Amin, verknüpft mit der bewegten Geschichte des Nahen Osten.

Wir freuen uns, dass Pierre Jarawan sich Zeit nimmt, um eure Fragen zu beantworten.

161 BeiträgeVerlosung beendet
Pierre_Jarawans avatar
Letzter Beitrag von  Pierre_Jarawanvor 4 Jahren

Freut mich - viel Spaß beim Lesen! :)

Liebe Leserinnen, liebe Leser!
ich freue mich sehr, dass mein Roman "Am Ende bleiben die Zedern" bei euch so großen Anklang gefunden hat! 
Im Rahmen der LovelyBooks-Aktion "Autoren schenken Lesefreude" möchte ich euch gerne ein bisschen von meiner Freude zurückgeben. Darum verlose ich insgesamt 5 signierte Exemplare des Romans unter allen, die einfach folgende Frage beantworten:
Welche Bilder kommen dir in den Sinn, wenn du an den Libanon denkst und würdest du das Land gerne mal bereisen?
Die Aktion läuft bis zum 30. April. Ich wünsche euch viel Erfolg!

Zur Leseprobe


Klappentext: 
"Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine große Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens."



Trailer zum Roman: 
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184 BeiträgeVerlosung beendet
R
Letzter Beitrag von  readmorevor 8 Jahren
Lieber Pierre Jarawan, Ihr Buch fand ich sehr berührend. Natürlich kommen mir die Zedern in den Sinn, wenn ich an dieses wunderbare Buch denke. Aber ich denke auch, wie sehr man früher die Schönheit der Stadt Beirut gepriesen hat und sie eine der schönsten Städte der Welt genannt hat. Leider bin ich bisher noch nicht dort gewesen. Neben einer spannenden Familiengeschichte hat mich an Ihrem Buch Ihr ansprechender Schreibstil, das fesselnde Strickmuster der Geschichte und der sympathische Humor angesprochen. Ich habe das Buch schon oft und dringend weiter empfohlen und würde mich über ein signiertes Exemplar unheimlich freuen. منشوفك minschoufak readmore

Zusätzliche Informationen

Pierre Jarawan wurde am 04. August 1985 in Amman (Jordanien) geboren.

Pierre Jarawan im Netz:

Community-Statistik

in 331 Bibliotheken

auf 66 Merkzettel

von 8 Leser*innen aktuell gelesen

von 9 Leser*innen gefolgt

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