Am Ende bleiben die Zedern

von Pierre Jarawan 
4,5 Sterne bei105 Bewertungen
Am Ende bleiben die Zedern
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Na_Noxs avatar

Eine sehr berührende Familiengeschichten, verwoben mit dem Schicksal des Nahen Ostens

Katerinas avatar

Die Suche nach seinem Vater im Libanon ist spannend und man kann sich gut in den Protagonisten hineinversetzen und fühlen, was er fühlt.

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Inhaltsangabe zu "Am Ende bleiben die Zedern"

Samir ist auf einer Reise, die Gegenwart und Vergangenheit verbinden soll: Er will endlich die Wahrheit über seinen Vater erfahren, der die Familie vor zwanzig Jahren ohne eine Nachricht verlassen hat. Mit einem rätselhaften Dia und den Erinnerungen an die Geschichten seines Vaters im Gepäck macht der junge Mann sich in den Libanon auf, das Geheimnis zu lüften. Seine Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land, und schon bald scheint Samir nicht mehr nur den Spuren des Vaters zu folgen. Vielmehr ist es, als seien die Figuren aus dessen Geschichten real geworden. Sie bringen Samir einer Lösung näher, die seine kühnsten Vorstellungen übersteigt. Vor dem Hintergrund des dramatischen Schicksals des Nahen Ostens erzählt Pierre Jarawan eine phantasievolle, berührende und wendungsreiche Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783827013026
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Berlin Verlag
Erscheinungsdatum:01.03.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.03.2016 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    itwt69s avatar
    itwt69vor 7 Monaten
    Bibel gegen Koran

    Die erschütternde Familiengeschichte beschreibt das Dilemma des Nahen Ostens und insbesondere des Libanon sehr eindringlich. Erstaunlich, wie sich die Menschen unterschiedlichster Religionen dem Grauen des Krieges immer wieder entgegenstellen. Unfassbar, wieviele Flüchtlinge das Land aus Syrien aufgenommen hat,  und das schon seit vielen Jahren mir dem Hintergrund der nicht immer vorteilhaften gemeinsamen Geschichte.

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    Petra54s avatar
    Petra54vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche und spannende Geschichte.
    Eine ungewöhnliche und spannende Geschichte

    In dieser Geschichte dreht sich alles um den Libanon, einem Land, über das man recht wenig weiß. Sie ist hochinteressant und vor allem hervorragend erzählt.

    Samir lebt mit seiner Familie in Deutschland. Als er acht Jahre alt ist, verschwindet sein bei allen Menschen beliebter Vater. Der Junge hat ihn nicht nur geliebt, sondern direkt bewundert und verehrt. Er vermutet ihn im Libanon, über den der Vater immer viel erzählte, und sucht viele Jahre lang akribisch nach Informationen über das Land.

    Zwanzig Jahre nach dem Verschwinden des Vaters reist Samir selbst in den Libanon, um seinen Vater zu suchen und endlich die Gespenster der Vergangenheit, die ihn nicht loslassen und zunehmend quälen, zu vertreiben.

    Leider nehmen die Rückblenden und Andeutungen und vor allem politische Erklärungen immer mehr zu, so dass ich manchmal zurück blätterte oder Unverständliches überlas. Deshalb kann ich keine fünf Punkte vergeben. Ärgerlich empfand ich den Schluss, der statt aufzuklären, mich teilweise eher verwirrte.

    Trotzdem empfehle ich diesen 445 Seiten dicken Roman, weil er eine so ungewöhnliche Geschichte spannend gut erzählt.

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    Corsicanas avatar
    Corsicanavor einem Jahr
    Wenn man in der neuen Heimat nicht ankommen kann

    Samir und seine kleine Schwester Aline werden als Kinder libanesischer Flüchtlinge in Deutschland geboren. Sie wachsen behütet auf - in einer Nachbarschaft mit anderen Flüchtlingen aus dem Libanon. Immer dabei ist die etwas ältere Yasmin, die alleine mit ihrem Vater lebt, die Mutter kam wohl in den Wirren des Bürgerkriegs im Libanon ums Leben.


    Als Samir 7 Jahre alt ist, verschwindet sein heißgeliebter Vater plötzlich spurlos. Und Samir verliert den Halt im Leben. Schule interessiert ihn wenig, festen Beziehungen geht er aus dem Weg und auch das Verhältnis zur Schwester wird schwierig.


    Erst viele Jahre später wird Samir in den Libanon reisen und auf die Suche nach seinem Vater gehen. Wird er endlich Frieden finden?


    Dies ist ein sehr "orientalisches" Buch und es erzählt in der Tradition der alten Geschichtenerzähler aus dem Orient eine Geschichte vom Suchen und Finden (ich musste zwischendurch immer an Rafik Schami denken....). Geschickt und spannend wird Samirs Suche im Libanon mit den Märchen verstrickt, die der Vater immer dem Sohn erzählte. Und nebenher wird sehr viel über die Geschichte des Libanons und des Nahen Ostens erzählt. Und es wird deutlich, warum der Flüchtlingsstrom nicht abreißt. Früher die Libanesen, jetzt die Syrer.


    Allerdings sind die eingeschobenen geschichtlichen Einblicke etwas zu "Lehrbuchhaft". Und die sehr gefühlvolle und berührende Geschichte manchmal  - etwas zu "kitschig" - es gibt einfach zu viele Zufälle.


    Und ich persönlich konnte mit dem Protagonisten nicht so viel anfangen. Mich nervte seine Antriebslosigkeit, sein "Nicht-Weiterkommen-Wollen". Während die Frauen in der Geschichte (Yasmin, die Mutter und die Schwester) sich irgendwann mit den Gegebenheiten abfinden und neue Wege finden, bleibt Samir in der Vergangenheit stecken. In einer Liebe zu einem Vater und zu einem Land, die er beide eigentlich nicht kennt.


    Ich habe das Buch im Rahmen eines privaten Lesekreises gelesen. Und die Mitleser hatten etwas mehr Verständnis für das Trauma des Protagonisten und für seine daraus folgenden "Nicht-Taten",






    Auf jeden Fall ist es ein beeindruckender Debütroman - wenn auch etwa 100 Seiten weniger dem Buch schon gut getan hätten, vieles war etwas zu ausschweifend.

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    Losnls avatar
    Losnlvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tiefgründig, emotional! Mein Lesehighlight 2017 💕
    Wow!!! Was für ein Roman. Mein Lesehighlight 2017

    Samirs Eltern flohen bereits vor seiner Geburt aus dem Libanon nach Deutschland. Als Samir acht Jahre alt ist, verschwindet sein Vater spurlos. Jetzt, 20 Jahre später, macht er sich mit dem geheimnisvollen Dia und den Erinnerungen im Gepäck auf, in das Land der Zedern, um das Rätsel des Verschwindens zu lösen. Die Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land und schon bald scheint er nicht nur den Spuren des Vaters zu folgen. Vielmehr ist es, als seien die Figuren aus dessen Geschichten real geworden.


    >>Wer glaubt, er habe den Libanon verstanden, dem hat man ihn nicht richtig erklärt.<< Libanesisches Sprichwort

    Der Beginn erzählt Samirs Geschichte, mit der Ankunft in Deutschland und spielt vorrangig in der Gegenwart. Pierre Jarawan nimmt den Leser mit auf eine Reise, in der die Flüchtlingsproblematik auch aus Sicht der Flüchtlinge geschildert wird. Nach einem beschwerlichen Weg, sind die Flüchtlinge in einer Turnhalle untergebracht. Diese Zustände trieben mir Tränen in die Augen und regten mich zum Nachdenken an.
    Samirs Vater übernimmt eine besondere Rolle. Er ist Geschichtenerzähler und verzaubert mit diesen nicht nur Samir, sondern alle anderen Flüchtlinge die in der Turnhalle leben. Brahim schafft dadurch eine besondere Atmosphäre, in der man als Leser die Liebe und die Leidenschaft des Protagonisten schon fast greifen kann.

    Das Verschwinden von Samirs Vater, bringt die Entwicklung des Jungen ins Wanken. Ängste, Fragen nach dem Warum, lassen Samir kein Vertrauen zu anderen Menschen aufbauen. Er findet keine Freunde und verliert seine Unbeschwertheit.
    20 Jahre später macht er sich schließlich auf in den Libanon, um seine Wurzeln und Antworten auf seine Fragen zu finden. Diese Reise verbindet der Autor immer wieder mit den zauberhaften Geschichten des Vaters. Die Menschen, denen Samir auf seiner Reise durch den Libanon begegnet, scheinen Teil der Erzählungen des Vaters zu sein. Zunehmend gewinnt Samir seine Lebenslust zurück, er wird selbstbewusster und scheint sich mit den gefundenen Antworten zufrieden zu geben. Ungeahnte, aber auch unvorhersehbare Schicksalsschläge, verleihen dem Buch eine gewisse Spannung, die das Lesen unheimlich schnell voran treibt.

    Im weiteren Verlauf verknüpft der Autor zunehmend die Perspektiven aus der Vergangenheit mit der Gegenwart, die schlussendlich ein schlüssiges Gesamtbild ergeben.
    Pierre Jarawan gelingt es, durch seinen poetischen und harmonischen Schreibstil, den Leser, komplett in Samirs Welt eintauchen zu lassen. Man spürt förmlich die Sehnsucht Samirs, nach seinen Wurzeln und fühlt sich in dessen Welt sehr lebendig.
    Die Beschreibungen des Libanon erfüllten mich ebenfalls mit einer gewissen Sehnsucht und entfachten mein Fernweh. Diese waren unglaublich bildlich und anschaulich, so dass ich dieses Land gern einmal besuchen möchte.
    Große Mühe hat der Autor mit der Aufführung, geschichtlicher Gegebenheiten des Libanons bewiesen, die er gekonnt in Samirs Schilderungen, mit einfließen lässt.

    Mein einziger Kritikpunkt betrifft das Ende des Buches. Hierbei muss ich gestehen, dass dieses, etwas konstruiert wirkte und somit das außergewöhnliche Flair, was sich durch das ganze Buch zog, etwas zu kurz kam.

    >>Alle Söhne lieben ihre Väter. Aber ich habe meinen verehrt. Weil er mich mitnahm in die Wunderwelten seiner Geschichten.<<

    Dieser großartige, gefühlvolle und interessante Roman, hat mir wundervolle Lesestunden beschert.
    Pierre Jarawan hat in mir Gefühle wecken können, die ich bislang nicht ahnte.
    Es ist mein Lesehighlight 2017 und daher kann ich dieses Buch nur weiter empfehlen.

    Kommentare: 1
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    Sikals avatar
    Sikalvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Geschichte über Abschied und Trauer, aber auch Zuversicht und Freundschaft.
    Das Land der Zedern

    Samirs Eltern flohen bereits vor seiner Geburt nach Deutschland und bauten sich dort ein bescheidenes, beschauliches Leben auf. Ihr Nachbar Hakim sowie dessen Tochter Yasmin sind bereits seit ihrer Jugend im Libanon gute Freunde. Sie leben Tür an Tür in einem Einwandererviertel, ein Paradies für die Kinder, die sich an Gerüchen, Stimmungen und Gemeinsamkeiten getragen fühlen. Samir baut eine besondere Beziehung zu seinem Vater auf, der ihn immer wieder mit seinen Geschichten überrascht und verzaubert. Doch plötzlich – als Samir acht Jahre alt wird – beginnt sich sein Vater zu verändern, zieht sich zurück und Samir wartet immer wieder umsonst auf eine weitere Geschichte über Abu Youssef und das Dromedar Amir. Eines Tages verschwindet Samirs Vater ohne weitere Erklärung und für Samir bleiben nur die Fragen in seinem Kopf sowie die letzte Geschichte seines Vaters, an der er lange zehrt.

    20 Jahre später: Samir ist erwachsen und hat seinen Platz im Leben gefunden. Doch die nicht aufgearbeiteten Fragen beschäftigen ihn, er kann kein Vertrauen zu anderen Menschen aufbauen, findet keine Freunde. Schließlich macht er sich auf die Suche nach Spuren, seinen Wurzeln und beginnt eine abenteuerliche Reise in den Libanon, bei der er letztendlich Antworten bekommt, die er so nicht erwartet hätte.

    Der Autor Pierre Jarawan schreibt in seinem Debüt mit einer blumigen, poetischen Sprache eine rundum gelungene Geschichte über die Entwicklung eines Jungen, der mit dem Leben nicht zurechtkommt, bis er sämtliche Rätsel für sich gelöst hat. Er erzählt dafür die Kapitel abwechselnd in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart. Langsam verbinden sich die beiden Teile, setzten sich die einzelnen Puzzlestücke zusammen und halten durch viele Cliffhanger die Spannung hoch.

    Schön finde ich die beiden Sichten auf den Libanon, den einerseits eine wunderbare Landschaft prägt, in der die mächtigen Zedern und die kleinen Ortschaften hervorstechen. Andererseits wird natürlich auch die Bürgerkriegsthematik, die schwierige Situation zwischen den Konfessionen zur Sprache gebracht. Historische Begebenheiten sind oftmals fein verwoben, ohne gleich einen Geschichtsbuch-Charakter zu bekommen.

    Einziger Kritikpunkt ist für mich die etwas zu dick aufgetragene Liebesgeschichte, das hätte ich so in der Art nicht gebraucht.

    „Und am Ende? Am Ende bleiben die Zedern. Sie werden dicht beieinanderstehen und auf den Libanon herabblicken. Und vielleicht, wenn der Wind günstig steht und vom Meer heraufweht, wird man es hören. Man wird hören, wie sie einander zuflüstern, dass ich einst in ihrem Schatten saß. Und wie ich hier entlangging, um Vater zu suchen.“

    Kommentare: 4
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    Samirabooklovers avatar
    Samirabooklovervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Meisterwerk! Pierre Jarawan ist ein wahrer Poet und Geschichtenerzähler. Definitiv ein Must-Read!
    Am Ende bleiben die Zedern

    Inhalt
    Kurz vor seiner Geburt sind Samir El-Houranis Eltern aus dem Libanon geflohen.
    20 Jahre später macht Samir sich auf die Suche. Auf die Suche nach seinem Vater, der verschwand, als Samir acht Jahre alt war. Er macht sich auf die Suche, um mehr über seine Vergangenheit herauszufinden, um endlich die Wahrheit über sich selbst und seine Familie finden und reist deshalb in das Land der Zedern.
    Er ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Libanons mit der Seinen verwoben ist und auf welche Geheimnisse er während seiner Reise stößt.

    Meinung

    "Alles pulsiert, alles leuchtet. Beirut bei Nacht, diese funkelnde Schönheit, ein Diadem aus flirrenden Lichtern, ein Band aus Atemlosigkeit."

    Mit diesem Satz beginnt "Am Ende bleiben die Zedern" und spielt anfangs sofort in der Gegenwart. Während der gesamten Geschichte wird der Leser aber immer wieder in die Vergangenheit geführt und erfährt mit der Zeit mehr und mehr über Samir, wodurch die gegenwärtigen Geschehnisse erst recht an Bedeutung gewinnen. Diese Zeilen geben einen ersten Vorgeschmack auf Pierre Jarawans unglaublichen Schreibstil. Kaum jemand besitzt dieses Talent, die Welt um den Menschen so gut, so echt, so lebend, zu beschreiben.
    Ich saß mit Samir an der Küste Beiruts und habe einen Kaffee getrunken, ich war mit ihm auf dem Zedernhain, habe in Mar Mikhael mit ihm gefeiert und mich über die Feste in Deutschland gefreut.
    Pierre Jarawan hat mir das Gefühl gegeben, überall dabei gewesen zu sein.
    Ich habe mit gesehen, gerochen, gelebt. Ich habe Samir auf seiner Reise begleitet.

    "Ich glaube, alle Söhne lieben ihre Väter. Aber ich habe meinen verehrt. Weil er mich so oft teilhaben ließ an seinen beflügelten Gedanken. Weil er mich mitnahm in Wunderwelten, die er in seinem Kopf erschuf. Weil er mich berauschte mit seinen Worten."

    Samirs Vater Brahim ist ein Geschichtenerzähler. Und diese Geschichten verbinden ihn und Samir. Pierre Jarawan verwebt Geschichten in Geschichten auf wunderbare Weise.
    Sie faszinieren und geben den Ausgleich zur trockenen Realität und den vielen, auch historischen, Ereignissen.
    Sie erinnern an die Märchen aus 1001 Nacht und geben Samir Hinweise, haben Einfluss auf sein Wesen, seine Reise und sein Verständnis zur Welt. Diese Geschichten waren kleine Highlights für mich in diesem Buch und ich habe mich auf jede Einzelne gefreut!❤

    Das Buch ist so facettenreich und spiegelt somit das großartige Talents des Autors wieder.
    Pierre Jarawan ist ein Poet, ein Künstler seiner Worte, ein wahrer Geschichtenerzähler.
    Er lässt Bilder lebendig werden, schreibt mit Leidenschaft und Abenteuerlust, ohne je abgehoben zu wirken. "Am Ende bleiben die Zedern" wird mich so schnell wohl nicht loslassen.

    Ich selbst habe eine spezielle Verbindung zum Libanon, denn auch ein Teil meiner Familie stammt aus dem Land. Deshalb waren all die Fakten um das Land für mich so spannend, und ich habe jedes einzelne Wort genossen und aufgesogen.
    Vielleicht nehme ich das Buch dadurch anders wahr. 
    Habe interessierter die geschichtliche Seite des Buches gelesen.
    Aber vielleicht unterscheidet sich meine Meinung auch kaum von den Urteilen Anderer.

    Fazit
    Für mich ist dieses Buch ein Meisterwerk. Ein Debüt großer Klasse. Ich hoffe, dass es nicht das Letzte bleibt, das ich von Pierre Jarawan lesen werde, der mich auch schon zuvor als Poetry Slammer beeindruckt hatte.
    Ich habe das Buch mit einem lächelnden und einem weinenden Auge zugeschlagen.
    Traurig, dass ich wohl kaum so ein Buch nochmal finden werde, dass mich auch persönlich so beschäftigt - aber glücklich, dass ich dieses besondere Buch lesen durfte.
    "Am Ende bleiben die Zedern" hat einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen eingenommen.❤

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Vater-Sohn Geschichte mit libanesischem Hintergrund. Stimmungsvolle Szenen im Libanon, wunderbarer Erzählton, am Schluss etwas konstruiert.
    Stimmungsvolle Szenen im Libanon, wunderbarer Erzählton, am Schluss etwas konstruiert

    Das Setting der Erinnerungen eines Flüchtlings in einer Wohnsiedlung Deutschlands und im Libanon ist sehr authentisch beschrieben, fast schon auf eine autobiografische Art, die aber nichts mit dem Autor zu tun hat. Die Geschichte hat einen wunderbaren ruhigen und ausführlichen Erzählton, ohne langweilig zu sein. Gerade das Trauma des Hauptprotagonisten Samir wird sehr emotional beschrieben. Die Suche nach dem Vater gestaltet sich nur über Umwege. Durch die Zeitsprünge in seine Kindheit, im Jetzt und in der Zukunft wird ein subtiler Spannungsbogen aufgebaut.

    Stimmungsvoll waren für mich die kleinen Einblicke in das alltägliche Leben im Libanon, ich meinte gerade zu, die pulsierende Metropole Beirut sirrend vor mir zu sehen. Die Beschreibung der Landschaft, der Zedernwälder und der Orte bleibt zwar manchmal eher oberflächlich, aber dennoch eindrücklich genug, um das Land zu „spüren“.  Samirs  Kindheit in Deutschland in der Wohnsiedlung erscheint mir fast schon zu geborgen. Berührend, wie Samir mit dem Verlust der Vaterfigur sein ganzes Lebens zu kämpfen hat und wie seine Freundschaft mit Yasmin sich wandelt.

    Dennoch ist es mir am Anfang sehr schwer gefallen, ein „Gefühl“ für die Geschichte zu bekommen. Das lag auch daran, dass ich dieses Buch in mehreren Etappen gelesen habe. Ich würde hier auf alle Fälle empfehlen, sich Zeit zu nehmen und weite Strecken an einem Stück zu lesen.

     Alles in allem ist die Geschichte durch den detaillierten Erzählton manchmal etwas in die Länge gezogen. Wer ein Faible für andere Kulturen hat, vielleicht auch am Libanon, sei dies als leichte und unterhaltsame Einstiegslektüre durchaus zu empfehlen.

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    Mellchenvor 2 Jahren
    Ein etwas anderes Geschichtsbuch

    Dieser Roman liest sich ein bischen wie eine Biografie einer Flüchtlingsfamilie aus dem Libanon. Die Hauptperson ist Samir, geboren in Deutschland als Sohn eines Flüchtlingsehepaares. Er erzählt im ersten Teil des Buches aus seiner Kindheit und es gibt immer wieder Rückblicke aus Perspektive der Eltern, wie diese nach Deutschland kamen, wie sie eingebürgert und empfangen wurden. Im zweiten Teil des Buches reist Samir in den Libanon um sich auf die Suche nach der Geschichte seines Vaters und seiner Familie zu machen. Er möchte herausfinden warum sein Vater verschwand und was mit ihm passiert ist und möchte - verstört wie er ist - seiner eigenen Geschichte auf den Grund gehen. Im dritten Teil dann erfolgt mit Unterstützung des Tagebuches seines Vaters die Auflösung der ganzen Tragödie. Das Buch ist fesselnd geschrieben und wirklich absolut gelungen sind die Verbindungen zu den geschichtlichen Hintergründen des Libanons und Syriens, der Christen und Muslime. Man liest nicht nur eine berührende Familiengeschichte sondern hat auch noch ein wenig Geschichtsunterricht.

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    Inge78s avatar
    Inge78vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: wunderschön geschriebene Familiengeschichte mit viel Liebe zum Libanon
    sprachlich wunderschön und mit viel Liebe zum Libanon

    Samir, geboren in Deutschland als Sohn libanesischer Eltern sucht seinen Vater. Dieser verschwand, als Samir 8 Jahre war, die Spuren führen in sein Heimatland , den Libanon

    "Am Ende bleiben die Zedern" ist ein wortgewaltiger Roman vor einer für mich sehr fremdem Kulisse. Den Libanon kenne ich zwar den Namen nach, aber ich muss zugeben viel mehr wusste ich nicht. Mit viel Liebe zum Detail schafft es Pierre Jarawan dieses fremde Land vor meinen Augen lebendig werden zu lassen. Die Geschichte des Libanons und die aktuelle politische Lage sind so geschickt mit der Story verwoben dass man quasi mittendrin ist.

    In seinem Roman springt der Autor ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit so dass man wirklich bis zum Schluß nicht weiß wo die Reise hinführt und man mit Samir zusammen ständig auf der Suche ist.

    Aufgrund der unterschiedlichen Erzählebenen muss man beim Lesen schon aufpassen wo und vor Allem "wann" Samir gerade ist aber das macht natürlich auch den Reiz des Buches aus weil viele Dinge nur angedeutet werden die mich als Leser noch mehr rätseln lassen.

    Die Sprache des Buches ist wunderschön, teilweise wirklich poetisch und lässt mich Bilder und auch Gerüche beim Lesen lebendig werden.

    Das Buch ist ziemlich aktuell da es auch um Flucht geht, um ein neues Leben in einem fremdem Land und dem Hin-und Hergerissen sein zwischen zwei Ländern.

    Die Familiengeschichte ist gut erzählt und es gibt so viele liebenswerte Charaktere die aber alle nicht perfekt sind sondern ihre Ecken und Kanten haben. Es geht um Liebe, um die Liebe zum Vater, um Vaterlandsliebe.

    Ich denke dass Buch wird mich gedanklich noch lange nicht loslassen.

    Ich hatte das Glück Pierre Jarawan während seiner Lesereise zu sehen. Er liest und erzählt wunderbar und zeigt Bilder vom Libanon , das macht das Buch beim Lesen zu etwas sehr Besonderem.

     

     

     

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    Frenx51vor 2 Jahren
    Samir auf der Suche nach der wahren Geschichte

    Samir ist in Deutschland geboren, doch seine Eltern sind vor seiner Geburt aus dem Libanon geflohen. Sie erleben meist glückliche Jahre in ihrer neuen Heimat bis Samir acht Jahre alt ist und sein Vater spurlos verschwindet. Diese Zeit ist besonders schwer für Samir, er verschließt sich, lebt zurückgezogener, vermisst seinen Vater, den Geschichtenerzähler, und rebelliert gegen sich, sein Leben und seine Mutter. Das Leben spielt ihm in dieser Zeit nicht immer positiv entgegen, doch um weiter zu kommen und um endlich den Verlust des Vaters aufzuarbeiten, macht er sich mit 28 Jahren auf den Weg in den Libanon, um dieses Rätsel aufzudecken. Doch wird er seinen Vater finden?

    Pierre Jarawan erzählt in seinem Buch eine Geschichte von einem jungen Mann, der nun die alte Heimat seiner Eltern entdeckt,, immer auf der Suche nach seinem Vater. Es erzählt eine Familiengeschichte, die von vielen Höhen und Tiefen, aber besonders vom plötzlichen Verschwinden des Vaters, geprägt ist. Das Buch nimmt uns mit in den Libanon, das Land der Zedern, das geprägt ist vom Bürgerkrieg, von Zeiten in denen sich die unterschiedlichen Religionen bekämpft haben und trotzdem ein besonderer Ort zu sein scheint. Dort begegnet Samir auch den Geschichten, die sein Vater ihm immer erzählt hat. Neben vielen tollen Begegnungen, muss er aber auch dort immer wieder schwierige Situationen überwinden, doch letztendlich kämpft er dafür seinen Vater zu finden und sein Leben endlich richtig leben zu können.
    Samir war für mich eine sehr interessante Person. In seiner Kindheit wächst er behütet durch seine Eltern und dem gemeinsamen Freund Hakim auf, er hat eine kleine Schwester und verbringt viel Zeit mit Hakims Tochter Yasmin. Doch nach dem Verschwinden des Vaters ändert er sich, er wirkt schwach, verletzlich und fängt irgendwann an zu rebellieren, gegen sich, seine Mutter, das Leben. Als wir Samir mit 28 Jahren kennenlernen wirkt er immer noch verletzlich, er ist auf der Suche nach Antworten, sein größtes Bedürfnis ist mehr über seinen Vater zu erfahren, doch dadurch fällt er immer wieder in Selbstzweifel und resigniert bei der kleinsten Schwierigkeit. Erst nach weiteren Schicksalsschlägen wächst er an sich und seinem Vertrauen und wird stärker, selbstbewusster und ist nicht mehr so stark von dem Verlust des Vater geprägt. 
    Der Schreibstil des Autors hat mich durch die wirklich authentische Schreibweise sehr bewegt. Ich fühlte mich hineinversetzt in Samir und habe mit ihm gelitten und doch konnte ich mir die Umgebung und den Libanon bildlich vorstellen. Das Buch hat mich wirklich gefesselt, da viele tolle Worte gefunden worden und ich den Sprung, in den Kapiteln zwischen Vergangenheit und Gegenwart wirklich sehr gelungen fand. Auch fand ich die anderen Personen sehr gut und realistisch dargestellt.

    Ein Buch, das für mich in diesem Jahr zu eines der schönsten zählt und eine klare Leseempfehlung erhält. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise in den Libanon, auf die Suche nach dem verschwundenen Vater und auf die Entwicklung von Samir, der mit dem Verlust des Vaters sehr zu kämpfen hat und erst durch seine Reise so wirklich zurück in das Leben findet. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Piper_Verlags avatar

    Ihr Lieben,

    es geht auf Weihnachten zu und damit nähert sich erneut das Ende eines aufregenden Bücherjahres. Auch wir möchten uns bedanken für so viele treue Leser und den Austausch zu wunderbaren Geschichten! 

    Ein Buch, das uns dabei besonders in Erinnerung geblieben ist: "Am Ende bleiben die Zedern" von Pierre Jarawan. Einige von euch haben sich gemeinsam mit ihm in der Leserunde zu seinem berührenden Roman ausgetauscht und "Am Ende bleiben die Zedern" beim Leserpreis auf Platz 15 der schönsten Bücher 2016 gewählt. Für uns Grund genug, an euch auch etwas zurückzugeben, weshalb wir 5 signierte Exemplare von Pierre Jarawans Familiengeschichte verlosen.

    Pierre Jarawan hat uns noch ein paar persönliche Worte für euch mitgegeben:

    "Mit der Verlosung möchte ich mich bei allen LeserInnen für ein unglaubliches Jahr bedanken. Ich freue mich sehr, dass der Roman denen, die ihn gelesen haben, so gut gefallen hat – ich habe mich über jedes Feedback sehr gefreut. Ich drücke euch für die Verlosung die Daumen, wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit, und hoffe, dass ihr – auch wenn es in Deutschland kalt ist – mit dem Buch zumindest in Gedanken, in den Libanon reisen könnt, um Samir bei der Suche nach seinem Vater zu begleiten.“

    Verratet uns bis einschließlich 18.12.2016 warum ihr das Buch gerne gewinnen oder an einen lieben Menschen verschenken würdet! Wir drücken allen die Daumen. :-)
    sahnis avatar
    Letzter Beitrag von  sahnivor 2 Jahren
    Mein Buch ist heute angekommen, vielen Dank dafür! :D
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    Pierre_Jarawans avatar
    Liebe Leserinnen, liebe Leser!
    ich freue mich sehr, dass mein Roman "Am Ende bleiben die Zedern" bei euch so großen Anklang gefunden hat! 
    Im Rahmen der LovelyBooks-Aktion "Autoren schenken Lesefreude" möchte ich euch gerne ein bisschen von meiner Freude zurückgeben. Darum verlose ich insgesamt 5 signierte Exemplare des Romans unter allen, die einfach folgende Frage beantworten:
    Welche Bilder kommen dir in den Sinn, wenn du an den Libanon denkst und würdest du das Land gerne mal bereisen?
    Die Aktion läuft bis zum 30. April. Ich wünsche euch viel Erfolg!

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    Klappentext: 
    "Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine große Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens."



    Trailer zum Roman: 
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    LaMargaritas avatar

    Alle Söhne lieben ihre Väter. Aber ich habe meinen verehrt. Weil er mich mitnahm in die Wunderwelten seiner Geschichten.“

    Auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem unerklärlichen Verschwinden seines Vaters macht sich Samir auf nach Libanon, dem Land seiner Wurzeln. Was er dort findet ist dasselbe zerrüttete Land, aus dem seine Eltern vor seiner Geburt geflohen sind und das Samir eigentlich nur aus Geschichten kannte. In seinem Debütroman „Am Ende bleiben die Zedern“ erzählt Pierre Jarawan die Geschichte einer berührend starken Vater-Sohn-Beziehung und bringt uns die erschreckende Gegenwart eines Landes des Nahen Ostens näher.

    Mehr zum Inhalt: 
    Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine große Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens.
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    Der Autor:
    Pierre Jarawan kam 1985 als Sohn deutsch-libanesischer Eltern in Jordanien auf die Welt. Seit er drei Jahre alt ist, lebt Pierre Jarawan in Deutschland. Mit 13 Jahren verfasste er sein erstes Gedicht und verfolgte das Schreiben bis in seine heutige Karriere als Slam Poet und Buchautor. Im Jahr 2012 gewann der Bühnenautor die deutschen Poetry-Slam Meisterschaften. Vier Jahre später feiert Pierre Jarawan sein Romandebüt. "Am Ende bleiben die Zedern" erscheint im März 2016 im Berlin Verlag. Heute lebt er in München und leitet Workshops zum Thema "Kreatives Schreiben".

    Wir verlosen, gemeinsam mit dem Berlin Verlag, 25 Exemplare des bewegenden Debütromans von Pierre Jarawan. Habt ihr Lust Testleser zu werden und Samir auf seiner gewagten Reise auf den Spuren seines Vaters zu begleiten? Dann bewerbt euch über den blauen „Jetzt bewerben“* Button und beantwortet uns folgende Frage:

    Mit 28 Jahren wagt Samir es endlich in das Heimatland seiner Eltern zu reisen. In welches Land wolltet ihr schon immer gerne reisen und was hält euch davon ab?

    Ich bin schon neugierig auf eure Antworten.
    Viel Glück! 

    * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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