Pierre Lemaitre Wir sehen uns dort oben

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Inhaltsangabe zu „Wir sehen uns dort oben“ von Pierre Lemaitre

Der Erste Weltkrieg ist zu Ende. Dem Tod nur knapp entkommen, können die Soldaten Albert und Édouard endlich nach Frankreich zurückkehren. Doch was erwartet sie? Ein Land, das seine toten Helden feiert, die Überlebenden jedoch übersieht. Mittellos beschließen die beiden, ihr Glück selbst in die Hand zunehmen und verkaufen im großen Stil Kriegsdenkmäler, die nie gebaut werden. Das Geschäft floriert, bis eines Tages ihr ehemaliger Leutnant und Widersacher Pradelle auftaucht und droht, sie auffliegen zu lassen. Spannend und sprachlich fulminant erzählt Pierre Lemaitre von einer außergewöhnlichen Freundschaft, die an der Kälte der Nachkriegszeit zu zerbrechen droht. Ungekürzte Lesung mit Markus Hoffmann 2 mp3-CDs Laufzeit ca. 1.100 min

Ein erschreckendes aber auch spannendes Porträt von der Zeit nach dem ersten Weltkrieg

— Klene123
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  • Themen
  • Lebenslang gezeichnet

    Wir sehen uns dort oben

    Klene123

    20. August 2017 um 09:58

    Albert und Edouard lernen sich im Krieg kennen, naja eigentlich richtig erst nach dem Krieg. Sie haben zusammen gekämpft und sind Überlebende. Während des Krieges wurde Ihnen dauernd erzählt, dass sie als Helden zurück kehren, gemachte Männer sind und mit offenen Armen empfangen werden. Doch die Wahrheit zurück in Paris sieht anders aus, die Menschen sind mit sich selbst beschäftigt, viele trauern, es gibt viel wieder aufzubauen und kein Geld um es zu verschenken. Nur die Obersten können aus dem Krieg profitieren und hoffen, wie Alberts und Edouards Vorgesetzter Pradelle, noch mehr Gewinn aus der Tragödie zu machen. Die beiden Kameraden jedoch schlagen sich durch. Man begleitet sie in ihrem Kampf mit dem ganz normalen Alltag, in den sie sich nicht mehr einfinden können. Albert kann nicht zu seinem alten Job zurück als Buchhalter, weil er sich nicht mehr konzentrieren kann. Edouard ist entstellt und kämpft damit, dass er sich sein Leben ganz anders vorgestellt hat. Dennoch findet er Hilfe beim Nachbarsmädchen, die ihm hilft sich zu verwandeln und seinen Zeichnungen. Bis die Beiden einen einzigartigen Clou aushecken...Man erfährt gleichzeitig durch Perspektivwechsel von Edouards Familie und wie sie alles verarbeitet, denn sie gehören zur Oberschicht und da läuft nach dem Krieg einiges anders. Gleichzeitig sind hier die Fäden mit Pradelle verwoben, der als Gewinner aus dem Krieg geht, aber immer noch nicht den Hals voll bekommt. Lemaitre zeichnet wunderbare Protagonistin, die total unterschiedlich sind aber am selben Thema knabbern und sich manchmal gut oder auch nicht so gut schlagen. Dennoch fesselte das Buch und man wollte unbedingt wissen, was alle aus ihrem Leben machen. Einen Stern Abzug gibt es nur, weil ich manchmal den vielen Perspektivwechseln nicht folgen konnte. FazitIch war fasziniert von der dargestellten Düsternis der Nachkriegszeit, die jedoch hier und da immer ein kleines Lichtlein bereit hielt, sofern man nur Hoffen will!

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  • gescheiterte Existenzen nach dem Krieg

    Wir sehen uns dort oben

    Bibliomania

    19. July 2015 um 23:07

    Albert und Edouard sind Kameraden. Kameraden im ersten Weltkrieg, die an Frankreichs Grenzen kämpfen. Ganz unversehens ist der Krieg vorbei und einer der beiden schwer verwundet. Beide überleben zwar, führen jedoch fortan ein Leben im Dunklen und Geheimen. Edouard fehlt das halbe Gesicht, Albert fühlt sich schuldig und ersterem verpflichtet, da dieser Albert aus einem eingestürzten Graben gerettet hat. Edouard will nicht zurück zu seiner Familie, verweigert jedoch auch jegliche Operation, de seinen Schmerzen ebenso entgegenwirken würde, wie die Sucht, die ihn mittlerweile eingeholt hat. Zwei junge Männer versuchen zu überleben, obwohl der Krieg zu Ende ist. Und dann hat Edouard einen Plan, der beiden ein Leben in Saus und Braus ermöglichen soll. Unwahrscheinlich gut gelesen, ich bin begeistert von Markus Hoffmann! Ein ernstes, trauriges und zugleich schönes Buch. Auf eine gewisse Art auch ein Buch, das Mut macht. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig ein Leben nach dem Krieg für ehemalige Soldaten war...

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