Pierre Martin Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 9 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(3)
(1)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer“ von Pierre Martin

Die erfolgreiche Kommissarin Isabelle Bonnet muss nach einer gescheiterten Ehe und einer Explosion, die sie fast das Leben kostete, neu anfangen. Sie bewirbt sich auf die frei gewordene Kommissarstelle in ihrem Geburtsort Fragolin im Hinterland der Côte d'Azur, um endlich wieder Ruhe zu finden. Doch mit der Ruhe ist es sehr schnell vorbei, denn erst verschwindet ein reicher Engländer spurlos aus seiner Villa, und dann wird am Strand von Saint-Tropez eine Frauenleiche gefunden. Ihr glänzender Ruf als Ermittlerin scheint ihr inmitten der skurrilen Typen, die Fragolin bevölkern, und angesichts jeder Menge Vorurteile nichts zu nützen...

Netter Krimi, wenig spannend, aber gerade dadurch leichte Hörlektüre für Autofahrten

— tanteruebennase
tanteruebennase

Schlecht geschrieben + vorhersehbar konstruiert. Leser werden für blöd gehalten: ständig werden Dinge nochmals erklärt und wiederholt.

— GetReady
GetReady

Ein gekonnt geschriebener, spannender Krimi, der von seinen Figuren und dem südfranzösischen Flair lebt.

— Wedma
Wedma
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein gut geschriebener Krimi, prima Unterhaltung, als Hörbuch eine klare Empfehlung

    Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer
    Wedma

    Wedma

    10. December 2015 um 20:17

    Die Rezension bezieht sich auf das Hörbuch Spieldauer: 9 Stunden und 19 Minuten, gesprochen von Gabriele Blum. Auf der Suche nach einem netten Hörbuch, das mir heimisches Werkeln unterhaltsamer gestalten ließe, war ich bei Madame le Commissaire und dem verschwundenen Engländer angelangt. Der Anfang hörte sich gut an, ich holte das Buch und stellte fest, dass es eine sehr gute Entscheidung war. Es ist ein gekonnt geschriebener, spannender Krimi, der von seinen Figuren und dem südfranzösischen Flair lebt. Isabelle Bonnet, Leiterin einer Spezialeinheit in Paris, will sich von ihren Verletzungen nach dem Bombenanschlag auf den Präsidenten erholen und fährt nach Fragolin, Präfektur Toulon, Unterpräfektur Brignoles/Draguignan. Fragolin ist ein kleiner (fiktiver) Ort, wo sie zur Welt kam und bis zum Autounfall ihrer Eltern lebte, als sie noch ein kleines Mädchen war. Ihr wird von ihrem Chef in Paris, der auch gleichzeitig ihr Mentor und ein guter Freund ist, ein scheinbar einfacher Fall übergeben, eher um sie leicht auf Trab zu halten, während sie sich physisch wie psychisch erholt. Sie soll kurz nachschauen, was es mit der Frauenleiche auf sich hat, die in einer Villa unweit von Fragolin entdeckt worden war. Eigentlich sollte der Fall nach paar Tagen ad acta gelegt werden, aber er entpuppt sich als etwas, was Isabelle doch länger beschäftigen und ihr auch helfen wird, dem Unfall ihrer Eltern auf den Grund zu gehen: Zwei Handlungsstränge, die für die nötige Spannung und Abwechslung sorgen. Die Figuren fand ich authentisch, lebendig und so unterschiedlich, dass es schlicht Spaß gemacht hat, sie kennenzulernen. Der Assistent von Isabelle ist vordergründig ein Tölpel, der Gedankenfaden oft verliert, unterschiedliche Socken trägt, die Krawatte schiefsitzend hat und in Toulon in Polizeiarchiv gesteckt wurde. Als er Isabelle bei der Mordermittlung eher aus Spott zugeteilt wird, offenbart er sehr nützliche Eigenschaften, die die Ermittlungen in beiden Fällen, dem um den Engländer und dem um den Unfall von Isabelles Eltern, wesentlich erleichtern und nicht nur das. Auch ihre Freunde aus der Kindheit, die sie zum Essen einladen, der neue Bürgermeister, der sie das Lebengenießen lehrt, der Älteste im Dorf, der stets herumläuft, schimpft und vor die Füße spuckt, dennoch zu den Ermittlungen beiträgt, auch die Verdächtigen im Engländerfall, alle Figuren haben ihre eigene Geschichte und tragen zum hohen Unterhaltungswert bei. Die Handlung fand ich prima komponiert, die beiden Stränge mit gekonnter Leichtigkeit miteinander verwoben. Wer der Täter war, wusste ich bis zum Schluss nicht, was nicht besonders oft vorkommt. Und natürlich das südfranzösische Flair: es wird gut gegessen, mit Freunden gegrillt, morgens gibt es Croissant mit Milchkaffe, mittags ein Glas gut gekühlten Rosé. Die Ausflüge ans Meer, an eine schöne Insel vor der Küste, auch einiges an lebensphilosophischen Überlegungen tragen zu guter Unterhaltung bei. Ein kleiner Wermutstropfen: es war mir stellenweise zu viel erklärt, wiederholt und zusammengefasst. Aber es hielt sich doch in Grenzen. Die Sprecherin Gabriele Blum hat sehr gut gelesen. Ihre Stimme passt perfekt zu der Geschichte. Sie hat Isabelle und weitere Figuren für mich zum Leben erweckt, auch Männer klangen absolut überzeugend. Ich habe die Geschichte sehr gerne gehört und wollte gar nicht so schnell eine Pause einlegen, sodass es viel zu schnell zu Ende war. Also beschloss ich den Fall zwei „Madame le Commissaire und die späte Rache“ zu holen. Fazit: ein gut geschriebener Krimi, prima Unterhaltung, als Hörbuch eine klare Empfehlung.  

    Mehr
  • Miss Tough in Frankreich

    Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer
    Rusty78

    Rusty78

    Hörbuch, gelesen von Gabriele Blum Inhalt Isabelle Bonnet kehrt in ihr Heimatdorf in der Provence zurück, um sich zu erholen. Sie war Leiterin einer Spezial-Antiterroreinheit und wurde bei einem Einsatz, bei dem sie Frankreichs Staatspräsidenten das Leben gerettet hat, schwer verletzt. Damit ihr nicht "langweilig" wird, bittet sie ihr Vorgesetzter, einen kleinen Fall zu übernehmen: in der Gegend wurde eine weibliche Leiche gefunden und ein Engländer wird vermisst. Ist er der Mörder und wo ist er geblieben? Das soll Isabelle herausfinden. Sie findet schnell Anschluss im Dorf mit seinen oft schrulligen Bewohnern und bekommt als Assistenten den seltsamen und liebenswerten Apollinaire zugeteilt. Isabelle muss bald feststellen, dass an dem Fall mehr hängt als ursprünglich vermutet... Meinung Eine leichte Krimilektüre, die mir vor allem wegen den schönen Beschreibungen der Provence und den eingestreuten französischen Begriffen sehr gut gefallen hat. Isabelle ist eine Heldin, die ihre Probleme auf eigene Weise löst. Einige ihrer Wesenszüge empfinde ich als sehr kontrovers. Sie ist offensichtlich kein Teamplayer, weil sie ihre eigenen Ermittlungswege geht: wie konnte sie dann ihre Antiterroreinheit so erfolgreich führen? Sind hier Einzelgängereinsätze an der Tagesordnung? Sie hat Schmerzen und humpelt häufig - trotzdem kämpft sie gegen eine Gruppe Männer, die sie überfallen will, mit durchschlagender Kampfsporttechnik. Einerseits ist sie tough und zeigt ihre Gefühle nicht, andererseits steht sie bei ihren (vermutlich) ermordeten Eltern am Grab und haucht Küsse und fragt sie um Rat. Die anderen Protagonisten wie Clodine, Thierry und Apollinaire sind liebevoll gezeichnet und auch die Dorfbewohner wurden schön charakterisiert. Das Buch gleitet ab und zu sehr ins Klischeehafte ab, was mich ein bisschen gestört hat - andererseits ist die Erzählung spannend, die Wendungen unvorhergesehen und die Personen interessant. Nun ja... die Bewertung fällt mir schwer; aber ich gebe wegen der Realitätsferne drei Sterne für das Buch --- den vierten Stern erhält es für die wunderbare Lesung von Gabriele Blum. Sie liest herrlich trocken, man nimmt ihr die versehrte Kommissarin sofort ab. Auch die französischen Begriffe kommen ihr leicht über die Lippen, ich war sofort von ihr gefesselt. Ein schönes Hörbuch, und ich werde auch die Papierform des Romans versuchen ;-)

    Mehr
    • 3
    Rusty78

    Rusty78

    04. August 2014 um 12:36