Pierre Martin Madame le Commissaire und die tote Nonne (Isabelle Bonnet 5)

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Inhaltsangabe zu „Madame le Commissaire und die tote Nonne (Isabelle Bonnet 5)“ von Pierre Martin

Der neue Provence-Krimi von Spiegel-Bestsellerautor Pierre Martin um die mutige Ermittlerin Isabelle Bonnet und ihren originellen Assistenten Apollinaire und um den bizarren Mord an einer Nonne.

Vom Rand einer steil abfallenden Klippe, wo man sonst unter hohen Aleppo-Kiefern wunderbar den Sonnenuntergang genießen könnte, bietet sich Isabelle Bonnet ein alles andere als idyllischer Anblick: Unten am Strand liegt eine Frau, unverkennbar in Ordenstracht gewandet. Schnell bestätigt sich, was zu befürchten war: Die Nonne lebt nicht mehr. Offenbar hatte sie bei der Suche nach seltenen Heilpflanzen den Halt verloren und war zu Tode gestürzt. So jedenfalls die (vorschnelle) Schlussfolgerung der Polizei.

Madame le Commissaire jedoch misstraut der ersten Schlussfolgerung ihrer Kollegen - und behält recht. Sie nimmt ihre Ermittlungen in dem einsam, aber malerisch gelegenen Monastère im Massif des Maures auf und hat bald mehr als einen Verdächtigen. Doch wer würde wirklich so weit gehen, eine Nonne zu ermorden?

Sehr gut gelungener 5.ter Fall: spannend, atmosphärisch, sehr hörenswert!

— Wedma
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  • Ein netter gemütlicher Krimi aus Südfrankreich.

    Madame le Commissaire und die tote Nonne (Isabelle Bonnet 5)

    Wedma

    07. April 2018 um 15:32

    Diesen Regio-Krimi habe ich genossen und kann ihn gut weiterempfehlen. Klappentext beschreibt die Ausgangssituation ganz gut: „… Vom Rand einer steil abfallenden Klippe, wo man sonst unter hohen Aleppo-Kiefern wunderbar den Sonnenuntergang genießen könnte, bietet sich Isabelle Bonnet ein alles andere als idyllischer Anblick: Unten am Strand liegt eine Frau, unverkennbar in Ordenstracht gewandet. Schnell bestätigt sich, was zu befürchten war: Die Nonne lebt nicht mehr. Offenbar hatte sie bei der Suche nach seltenen Heilpflanzen den Halt verloren und war zu Tode gestürzt. So jedenfalls die (vorschnelle) Schlussfolgerung der Polizei. Madame le Commissaire jedoch misstraut der ersten Schlussfolgerung ihrer Kollegen - und behält recht. Sie nimmt ihre Ermittlungen in dem einsam, aber malerisch gelegenen Monastère im Massif des Maures auf und hat bald mehr als einen Verdächtigen. Doch wer würde wirklich so weit gehen, eine Nonne zu ermorden?“ Isabelle kann es nicht lassen. Sie ist und bleibt eine Frau mit ihrer eigenen Meinung, die die anderen zunächst oft nicht teilen. Aber davon lässt sie sich keineswegs beeindrucken. Oft genug behält sie recht. Je weiter Isabelle nachforscht, desto klarer werden die Konturen eines Verbrechens, das gut vertuscht in Vergessenheit geraten sollte. Es ist eine schöne, gut gelungene Folge, ein richtig netter, gemütlicher Regio-Krimi aus Südfrankreich geworden, bei dem die Ermittlungen mehr Raum und das Private etwas weniger davon in Anspruch nimmt, was auch sehr gut passt. Man erfährt einiges über die Klöster, Nonnen und Mönche. Isabelle geht auch ins Kloster und verbringt dort eine Nacht. Schön atmosphärisch ist das Ganze. Das südfranzösische Flair ist jederzeit präsent: Hier wird schön gegessen, da ein Gläschen vom kalten Rosé genossen, an den Strand zum Schwimmen gefahren, zumindest darüber nachgedacht, etc. Weiterentwicklungen in Isabelles Privatleben gibt es auch. Ihr Freund und der Bürgermeister treibt wieder „sein Unwesen“. Isabelle tröstet sich mit ihrem sagenhaft reichen Künstlerfreund, der sie mal zum Essen mal zu einem Empfang einlädt, bei dem sie auch die High Society kennenlernt, was für ihre Ermittlungen als sehr hilfreich herausstellt. Die Handlung ist gut durchdacht, erst allmählich gewinnt der Fall die Konturen, und es macht Spaß, Isabelle und ihrem Assistenten dabei zuzuschauen. Die Nebenstränge um die Freundinnen, sowohl von Isabelle als auch von der von Apollinaire sind eine nette Ergänzung, letzterer greift auch gesellschaftskritische Dinge auf, z. B. im Umgang der Polizei mit den Ausländern. Die Auflösung ist schlüssig, wobei ich sie schon beim zweiten Auftreten der fraglichen Person halbwegs vorhersehen konnte. Die Figuren sind allesamt sehr gut und lebendig geworden, manche sehr spannend, wie der Vorsteher des männlichen Klosters, der früher mal in der Fremdenlegion gedient hatte, oder auch die Mutter Oberin des Frauenklosters, um das es hier geht. Einziger Kritikpunkt: Zu viele Rekapitulationen und Zusammenfassungen des Stoffes, zu viele Erklärungen insg. Ich plädiere dafür, dass die Unsitte, sich an die dümmst-anzunehmenden-Leser zu richten, abgeschafft wird. So etwas verhunzt jeden guten Krimi und den Spaß an diesem Genre insgesamt. Das muss wirklich nicht sein. Wer eine Rekapitulation braucht, kann gern paar Seiten gemäß eigenen Bedarfs zurückgehen. Diejenigen, die aufgepasst haben, müssen nicht unter der rein angenommenen (!) „Vergesslichkeit“ andere leiden, indem sie eine Stoffwiederholung nach der anderen verpasst bekommen. Gabriele Blum hat wieder sehr schön gelesen. Diese Reihe verbinde ich nun fest mi ihrer Stimme und möchte sie nicht mehr missen. Fazit: Ein netter gemütlicher Krimi aus Südfrankreich. Ich verbleibe auf weitere Folgen gespannt und vergebe vier gute Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung.  

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