Pierre Péju Die kleine Kartäuserin

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Inhaltsangabe zu „Die kleine Kartäuserin“ von Pierre Péju

Ein Buchhändler, der über sich hinauswächst, als ein Kind seine Hilfe braucht. Ein versteinertes Herz, das zu neuem Leben erwacht, als das Schicksal am grausamsten zuschlägt. Und ein Mädchen, dem die schönsten Worte die Sprache rauben. Pierre Péjus Sensationserfolg aus Frankreich ist eine wunderbare Lektüre »für alle, die für die Literatur leben«. Le Monde

Ein bewegendes und sprachgewaltiges Debüt - anders als erwartet, aber definitiv lesenswert.

— kleinechaotin
kleinechaotin

Ein sehr ungewöhnlicher Roman. Wenig Handlung, eher viele Eindrücke, Gefühle und Gedanken, verpackt in einem sehr besonderen Schreibstil.

— Weltensucher
Weltensucher

Viel Dramatik, viel Melancholie, viel Trauriges! Einige schöne Momente im Buch, doch der traurige Schluss bleibt unverständlich!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Buchhändler, ein kleines Mädchen, ein Unfall und ganz viele und ganz wenige Wörter. Meine hohen Erwartungen wurden leider enttäuscht.

— TinaLiest
TinaLiest

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  • Schweigsam, und doch Sprachgewaltig

    Die kleine Kartäuserin
    kleinechaotin

    kleinechaotin

    07. January 2017 um 12:06

    Das Buch "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju erzählt die Geschichte, wie der Buchhändler Etienne Vollard und die kleine Eva aufeinander treffen und wie sehr sie das Leben des anderen beeinflussen. Eva wartet nach der Schule auf ihre Mutter, die wiederholt nicht pünktlich zur Stelle ist, um die Kleine abzuholen. Sie kann sich nicht um ihre Tochter kümmern, eine stetige Unruhe begleitet sie und zwingt sie, den ganzen Tag zu reisen - entweder mit dem Auto oder mit dem Zug. Ihr einziger Begleiter ist ein Notizblock, auf denen sie immer wieder Wörter und Gedanken festhält.Der Buchhändler Etienne Vollard ist mit seinem LKW unterwegs - er handelt mit neuen und gebrauchten Büchern - als es zu dem Zusammenstoß kommen sollte, der alles verändert.Es regnet, Eva beginnt zu Rennen und sieht nicht mehr nach links und rechts - sie will nur nach Hause und zu ihrer Mutter, die zeitgleich mit dem Auto auf dem Weg zur Schule ist. Sie weiß, dass sie viel zu spät ist und hofft, dass Eva gewartet hat, wie immer.Eva rennt auf die Straße und wird von Etiennes LKW erfasst. Sie rannte ihm direkt ins Auto, er konnte den Zusammenstoß nicht verhindern. Das Mädchen liegt im Koma - Etienne macht sich auf dem Weg zu dem Kind und besucht es fortan regelmäßig. Er liest ihr vor und sitzt am Krankenbett - so auch als die Kleine erwacht und endlich die Augen aufschlägt... "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju ist ein Roman, der den Leser zum Nachdenken anregt. Der Roman, der eine relativ kleine Sequenz beschreibt, führt drei einsame Menschen zusammen, die einen kleinen Lebensabschnitt gemeinsam gehen werden. Das Debüt ist dem Autor wirklich geglückt - sprachgewaltig, unerwartet und anders als erwartet.Mich hat das Buch nach dem Lesen noch längere Zeit beschäftigt und begleitet. Es hat mich einfach nicht losgelassen - auch die Rezension konnte ich erst nach ein paar Tagen verfassen, nach dem die Eindrücke etwas abgesackt sind. Es ist in 3 Teile eingeteilt, im zweiten Teil berichtet ein ehemaliger Mitschüler von Etienne über dessen Kindheit und man beginnt den kautzigen Buchhändler zu verstehen. Eine klare Leseempfehlung!

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  • Koma: überwindbar. Einsamkeit: unüberwindbar.

    Die kleine Kartäuserin
    Ulenflucht

    Ulenflucht

    26. April 2016 um 18:32

    "Ein großer Roman über das Leben, den Tod und die Kraft der Literatur" zitiert der Buchdeckel eine Pressestimme. Noch eine: "Dieses Buch ist eine Hommage an die Literatur und an den Buchhändler.", befindet Le Figaro. Und beide lügen. Führen in die Irre. Oder haben das Buch nicht verstanden - und ich weiß nicht, welche der drei Möglichkeiten der Deutung ich schlimmer finde.Es ist eine simple Geschichte, die dieser 2002 in Frankreich erschienene Roman erzählt: Ein beleibter Buchhändler fährt mit seinem Transporter voller Bücher an einem regnerischen Novembernachmittag ein kleines Mädchen an, das in Panik auf die Straße lief, nachdem seine Mutter es nicht von der Schule abgeholt hat. Was folgt ist ein anscheinend wochenlanges Koma und eine detailgetreue Beobachtung des Autors, wie die beiden unverschuldet Verantwortlichen, der Buchhändler Vollard und die Mutter Thérèse, nicht nur damit umgehen, sondern mit ihrem Leben selber.Ein Buch über Einsamkeit ist es und ganz und gar nicht über die "Kraft der Literatur". Die Literatur selber ist hier auch die Einsamkeit, in die/der sich Vollard versenkt seit er ein Kind ist, und auch während er in der Schule gehänselt wird, während im Studium in Paris der revolutionäre Frühling 1968 tobt und während täglich die Nacht hereinbricht über Vollard und ihn schlaflos sein lässt. Man fragt sich, ob es ein Lesen aus Begeisterung ist oder aus Verzweiflung. Aus Langeweile oder Alternativlosigkeit. In einem einzigen Moment glaubt man, die Einsamkeit bräche auf und Worte könnten doch noch heilen: Als das Kind Eva schließlich aus dem Koma erwacht. Doch auch das ist nur einer von vielen Trugschlüssen, die das Leben als Fallen bereithält. Eva bleibt stumm. Ein weiterer Trugschluss ist der, dass Vollard sich von diesen erdrückenden Texten, die er auswendig kennt und die für ihn sprechen, befreien könne, indem er ist wie alle und sich etwa an einem Bungeesprung versucht. Vergebens. Die Einsamkeit ist eine Krankheit, die nicht immer heilbar ist. Hier erleben wir sie als unheilbar. Sowohl für Vollard als auch für die Kindesmutter Thérèse, die sich Eva nicht gewünscht hat, die sich zwingen muss, mütterlich zu sein, die es als Prüfung sieht und gleichzeitig als Hinderung auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit, die sich so sehr wünscht. Umherfahren in der Gegend, bedeutungslose Gespräche mit Menschen führen und sinnentleerte Sätze aufschreiben als Resultat aus absurden Beobachtungen der Umwelt. Es ist ein sehr trauriges Buch, das die Protagonisten zu Lesern statt Akteuren ihres eigenen Lebens wie zu Lesern fremder Leben macht, sie einsperrt in Worten und Lebensumständen und schließlich auch im Schweigen. Die zitierte "Kraft der Literatur" kommt hier also gar nicht gut weg, im Gegenteil, sie wirkt zerstörerisch. Wo Worte anderswo heilen können, so scheinen sie hier zu zerstören. Ganz recht, dass Vollard das Ende findet, das er schließlich selber sucht und das hier natürlich nicht verraten werden soll.Aber ein trauriges Buch ist kein schlechtes. Es ist geradezu magisch geschrieben, mit großem Einfallsreichtum, detailliert und nah und ohne zu erklären. Der Autor kann meisterhaft mit Worten umgehen und hat einen Blick für die Umwelt, die er oft überraschend interpretiert und so ganz neue Perspektiven öffnet. Und er kann ja nichts dafür, wenn sein Buch irgendwie falsch verstanden worden ist. Auch wenn ich dann doch auf ein bisschen mehr Hoffnung gehofft hatte. Stattdessen habe ich Tränen vergossen, an zwei verregneten Nachmittagen.

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  • Rezension zu "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju

    Die kleine Kartäuserin
    Kanjuga

    Kanjuga

    23. February 2013 um 00:20

    Zitat Fünf Uhr Abends wird es sein, aber einstweilen hat sich der Unfall noch nicht ereignet. Noch nicht einmal unvermeidlich ist er, schließlich ist das Schicksal nirgends festgeschrieben, allein die Zufälle in letzter Minute bestimmen das Leben, diese kleinen, entscheidenden Winzigkeiten, die den Vorzeichen und Prognosen trotzen und auf unsere Erwartungen pfeifen. (S.8) Inhalt Der sonderliche Buchhändler Etienne Vollard ist gerade mit seinem Lieferwagen unterwegs, als ihm die kleine siebenjährige Eva vors Auto rennt und schwer verwundet wird. Die Ärzte können ihr Leben retten doch Eva fällt ins Koma. Ihre Mutter, die vorher schon mit Eva und ihrem eigenen Leben überfordert war, erträgt den Anblick des Mädchens und die enge in der Brust ob der Verantwortung kaum und besucht sie immer nur flüchtig. Anders Vollard. Er besucht Eva regelmäßig und rezitiert ihr Geschichten aus dem Gedächtnis. Als Eva erwacht zeigt sich, das sie augenscheinlich körperlich zwar genesen, aber ein geistiger Schaden zurück bleiben wird. Nach der Verlegung Evas in ein Sanatorium besucht Vollard sie erst nach einigem zögern, doch Evas Zustand wird immer schlechter. Meinung Das Buch ist in einer sehr schönen poetischen Sprache geschrieben ohne dabei langatmig oder gar langweilig zu werden. In Teil 2 erfährt man etwas über den Sonderling Vollard und seine frühere Jugend was ihn als Mensch in einer tragischen weise sehr sympathisch macht. Leider bleibt der Hintergrund der Mutter absolut im Dunkeln was ihr Verhalten nur sehr unzureichend erklärt und mich als Leserin nur unzureichend befriedigt. Hier müssen vage Vermutungen herhalten. Von Eva selbst als Person bekommt man im Buch praktisch keinerlei Eindruck, sie bleibt eine Statistin ohne eigenen Text. Aber das ist ok so, denn es geht in erster Linie um Vollard und sein Leben nach dem Unfall, seine Ängste, sein Gefühlsleben, seinen eigenen inneren Aufruhr. Die Handlung könnte man gut in wenigen Sätzen zusammen fassen aber alles möchte ich ja auch nicht verraten ;o) Fazit Das Buch empfehle ich jedem, der poetische Sprache und Charaktere mit Tiefgang liebt. Wer eine weitgreifende Story oder kurzweilige Unterhaltung sucht, dem sei hier aber abgeraten.

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  • Rezension zu "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju

    Die kleine Kartäuserin
    milasun

    milasun

    11. September 2012 um 19:07

    "Das Gesicht des anderen ist normalerweise wie eine Art seltsamer Schwamm. Winzige Zuckungen in den Muskeln, kaum sichtbare Fältchen auf der Oberfläche zeigen an, dass jemand zuhört. Selbst jemand, der schläft, sogar ein fremdes, ein verschlossenes Gesicht kann nicht anders, als ein wenig von den Worten aufzunehmen, die über es hinwegfließen. Aber Evas Gesicht war das einer erhabenen Prinzessin, die weder lebte noch tot war, mit ihrer zusammengekniffenen Nase, dem halboffenem Mund, der Ohrmuschel mit dem so fernen Trommelfell, wie ein einziges Labyrinth, an dessen Eingang Vollard stand, hilfloser Minotaurus, der nur den empfindlichen Faden der Sätze besaß, aber keine Vorstellung hatte von einer Ariadne, die er vielleicht niemals erreichen würde. Diese kleinen, reglosen Glieder verkörperten eine schreckliche Einsamkeit, in der Vollard das genaue Gegenbild seiner eigenen Einsamkeit wiedererkannte." Eine traurige Geschichte über die Einsamkeit dreier Menschen, die durch einen schrecklichen Unfall für einen Augenblick zueinanderfinden, leider ohne die geringste Chance auf ein Happy End. Für die ersten Seiten hätte ich 5 Punkte vergeben, danach hat mich das Buch nur noch deprimiert. Würde ich leider nicht weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju

    Die kleine Kartäuserin
    tuxine

    tuxine

    21. February 2012 um 19:52

    Dies ist die Geschichte von Vollard, dem Buchhändler, der wegen seines Äußeren sein Leben lang Außenseiter bleibt und durch nichts, auch nicht durch das Lesen von Romanen, seine Tätigkeit als Buchhändler oder durch die Begegnung mit einem kleinen Mädchen, von seinem traurigen und einsamen Leben erlöst werden kann. Lasst euch nicht von dem rosa Einband oder dem niedlichen runden Mädchengesicht auf dem Bücherdeckel oder von der blumigen Erzählweise täuschen - dies ist kein Märchen, sondern eine schwermütige, dunkle Hommage an die Vergänglichkeit und Vergeblichkeit des Lebens. Es ist fast, als würde sich der Autor direkt an den Leser wenden, als er Vollard über seine Lebenssituation nachdenken lässt: "Vollard hatte die Literatur nie als Entspannung angesehen und die Lektüre nie als Trost. Im Gegenteil. Wenn man so wahnsinnig las, so wie er immer gelesen hatte, bedeutete das eher, dass man die Wunde eines anderen aufdeckte. Die Wunde eines einsamen Mannes, das Unbehagen einer einsamen Frau. Lesen bedeutete, in diese Wunde hinabzusteigen, sie zu durchlaufen. Hinter den Sätzen, noch hinter den schönsten, den meisterlichsten, waren immer Schreie zu hören." Positiv an dem Buch ist, dass es wunderschön melancholisch geschrieben ist, ohne pathetisch zu werden. Allerdings löst sich die interessant beginnende Geschichte rasch auf und führt ins Nichts. Schade, denn für die ersten drei Kapiteln hätte ich 5 Sterne vergeben. Der Rest war bestenfalls zwei Sterne wert.

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  • Rezension zu "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju

    Die kleine Kartäuserin
    beowulf

    beowulf

    30. December 2011 um 10:13

    Ein wunderschönes Buch, nachdenklich, sprachlich schön, die LAndschaftsbeschreibungen und die Seelenzustände so gewaltig wie der Protagonist. Nur der Schluß- das hätte für mich so nicht sein dürfen, das führt zu Punktabzug.

  • Rezension zu "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju

    Die kleine Kartäuserin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. August 2009 um 15:56

    Nicht das, was ich erwartet habe. Und dazu ein erschütterndes Ende.

  • Rezension zu "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju

    Die kleine Kartäuserin
    Anja_Lev

    Anja_Lev

    05. May 2008 um 16:58

    Das Buch bietet viel mehr, als der Umschlagtext erwarten lässt. Die dort beschriebene Handlung (einsamer Buchhändler überfährt kleines Mädchen und besucht sie, während sie im Koma liegt) bietet den Rahmen für eine Geschichte über einen Mann, der überall liest und seine Einsamkeit versucht, mit Büchern zu ersticken. Das Buch ist gespickt mit Zitaten, ein wunderschönes Buch über Bücher und das Verhältnis zum Lesen.

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  • Rezension zu "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju

    Die kleine Kartäuserin
    roseF

    roseF

    04. April 2008 um 14:49

    Der Umschlagtext hat mir einen anderen Inhalt suggeriert, als er letzten Ende in diesem Buch zu finden war. Schade, hatte wirklich mehr erwartet!!!

  • Rezension zu "Die kleine Kartäuserin" von Pierre Péju

    Die kleine Kartäuserin
    ChiefC

    ChiefC

    09. October 2007 um 14:13

    Der Klappentext führt in die Irre: Er suggeriert, dass hier die "schönsten Texte", die Kraft der Literatur, im Vordergrund stehen. Wer aber nun denkt, er bekommt eine Art literarisch verpackten Führer durch die schönsten Texte der Weltliteratur, täuscht sich. Zwar spielt die Literatur bei der Geschichte über einen textfressenden Buchhändler mit fotografischem Gedächtnis natürlich eine wichtige Rolle. Doch sie ist janusgesichtig: Vollard hat die Lektüre zwar über ein schweres Trauma hinweg geholfen, oder dieses zumindest verdrängt, doch die Texte, die er wortwörtlich im Kopf hat, bedrängen ihn auch, foltern ihn regelrecht. Und letztlich vermag selbst die größte Literatur nicht über ein ungelebtes Leben hinweg trösten. Es stimmt, "Die kleine Kartäuserin" ist ein Buch über die Einsamkeit, die Sprachlosigkeit. Doch anders als die Mönche des Kartäuserordens, in deren Gegend der Roman spielt, haben die Protagonisten ihre Einsiedelei nicht selbst gewählt, sie sind Geworfene. Doch obwohl Vollard an seinen Büchern leidet, ist Péjus Buch dennoch auch eine wunderschöne Hommage an die kleinen Buchläden, die immer mehr von großen Ketten und, ja, auch durch den Internet-Buchhandel verdrängt werden. Also: Auch wenn wir auf amazon und Co. nicht mehr verzichten möchten: Lasst uns doch auch die kleinen Buchläden und ihre Betreiber nicht vergessen, die Dinge in ihrem Kopf haben und verlinken können, wie es kein Computer und keine Suchmaschine schafft. Außerdem kann ein persönliches Gespräch gegen Anflüge von Einsamkeit helfen...

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