Pierre Szalowski Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt

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Inhaltsangabe zu „Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt“ von Pierre Szalowski

Ein charmantes Weihnachtsmärchen! Der Eishockeyprofi Ladouce kehrt nach einer Zwangspause zu seinem Club nach Montréal zurück. Es ist Weihnachten, und er checkt als einziger Gast in das Hotel ein, in dem Jahre zuvor die ausschweifende Party stattfand, wegen der er seine Karriere unterbrechen musste. Dort trifft er auf den sechsjährigen Sohn des Zimmermädchens Louise. Ladouce erobert die Zuneigung des Jungen und richtet ihm mit viel Fantasie ein zauberhaftes Weihnachtsfest aus. Je näher sie sich kommen, umso mehr wächst in Ladouce die Überzeugung, dass der Junge sein eigener Sohn sein könnte, Spross jener Partynacht vor sieben Jahren ... Als dann doch alles anders kommt, erkennt Ladouce, wie wichtig Familienbande sind, besinnt sich darauf, das Verhältnis zu seinem eigenen Vater zu klären, und ist endlich bereit, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen.

Eine Weihnachtsgeschichte für Eishockeyfans :)

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  • Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt von Pierre Szalowski.

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. April 2013 um 04:02

    Martin Ladouceur, der berühmt berüchtigte Eishockeyprofi, verbringt den Weihnachtsabend in einem Hotel in Montréal. Es ist nicht sein erster Besuch in der Stadt, noch seine erste Nacht in diesem Hotel. Sieben Jahre zuvor gerieten die Dinge hier etwas außer Kontrolle und führten zu seinem Rauswurf bei den Canadiens. Nun sitzt Ladouce, wie er sich selbst nennt, auf glühenden Kohlen, versucht alte Zeiten wieder aufleben zu lassen und steht bei Freunden auf der Schwelle, die sich schon lange vom wilden Leben verabschiedet haben. Enttäuscht trifft er wieder im Hotel ein und stößt dort auf einen Jungen, der eigentlich gar nicht dort sein sollte. Ein Junge, der ihm, wenn er es genau bedenkt auffallend ähnlich sieht. Oder bildet Ladouce sich das alles etwa nur ein? Klingt erst einmal ziemlich kitschig, der Titel zumindest. Klingt nach Frauenroman, vielleicht sogar nach einem Heftchen mit Einhorn und muskulösem Highlander auf dem Cover. Davon ließ ich mich aber nicht beirren, denn mit C. Bertelsmann habe ich literarisch bisher nur ansprechende Erfahrungen gemacht. Also griff ich zum Buch und las und las und tat zur Abwechslung mal etwas weihnachtliches, das nichts mit Essen zu tun hatte. Und nach 280 Seiten, die mal herzerwärmend, mal äußerst ruppig und ab und zu sogar unfreiwillig komisch waren, kam ich zum Ende und dem Schluss, dass ich eine gute Entscheidung getroffen hatte, auch wenn ich sonst eher einen Bogen um Bücher mache, die allzu saisonal daher kommen. Denn dieser Roman ist nicht nur weihnachtlich in seinem Schauplatz und der Handlung sondern greift dabei auch viele der Themen auf, die wir mit dem Festtag in Verbindung bringen, und dabei rede ich nicht nur von der zweifelhaften Vaterschaft des kleinen Jungen. Dies ist ein Roman über die großen und kleinen Gefühle, die Liebe und Hoffnung darauf, die uns umtreibt. Es ist ein Roman über Familie und die Selbstlosigkeit mit der sich ein Eishockeystar für eine Nacht eines kleinen Jungen annimmt und alles tut um diesen für kurze Zeit glücklich zu machen, auch wenn es ihn am Ende eine Augenbraue kostet. Es ist ein Roman über eine Reise an einen Ort an dem man nicht willkommen ist, oder nicht willkommen zu sein glaubt, und darüber wie man sich trotz ungewöhnlicher Umstände seines Lebens freuen kann, indem man sich auf die bescheidenen Momente besinnt, die doch gleichzeitig so viel Geborgenheit geben können. Wem kalt und trist zu Mute ist, und sich nach Wärme, bzw. Herzenswärme sehnt, wer jetzt schon die Weihnachtszeit vermisst, dem lege ich dieses Buch ans Herz. Man muss nicht zwingend Eishockey Fan sein, auch wenn man so die Begeisterung der Figuren für diesen Sport besser begreifen könnte. Man muss nicht zwingend einsam sein, um den Wunsch nach einer Familie zu verstehen, der die Hauptfigur umtreibt. Aber man muss ein Happy End mögen, mit Wermutstropfen, zugegeben, aber doch so süß, dass sich mir kurz Nase kräuselt, wenn ich daran zurück denke. Doch das war es was ich erwartete, einen Wohlfühlroman, und den bekam ich, also werde ich mich nicht beklagen. Ein großes Meisterwerk ist dieser Roman nicht, aber vielleicht ein kleines, denn er schaffte es ein Lächeln auf das Gesicht dieser Leserin zu zaubern. Ein Weihnachtsbuch, ein Wohlfühlroman, eine literarische Umarmung für das Herz, nicht nur für Eishockey Fans.

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    safido

    safido

    27. February 2013 um 09:16

    Zum Inhalt: An Weihnachten kehrt der einst zum Teufel gejagte Eishockeyprofi Martin „Ladouce“ Ladouceur nach Montreal, und somit in seine alte Heimat und zu seinem alten Verein, zurück. Er steigt als einziger Gast im besten Hotel vor Ort ab und trifft dort auf den Sohn des Zimmermädchens Louise. Nach und nach wächst in Ladouce der Verdacht, dass dieser Junge sein Sohn ist, und so richtet er für ihn ein Weihnachtsfest aus. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt … Meine Meinung: Weihnachten lag zwar zu dem Zeitpunkt, als ich dieses Buch las, genau drei Monate zurück, aber das tat dieser schönen Geschichte keinen Abbruch. Ich sehe dieses Buch nicht als klassisches Weihnachtsbuch. Für mich ist es eher ein Winterbuch. Und solange es draußen noch kalt ist (und im besten Fall auch noch Schnee fällt, so wie bei mir ;) ), kann man mit diesem Buch völlig weihnachtsunabhängig gemütliche Lesestunden verbringen. Ladouce entwickelt sich im Laufe des Buches vom groben, feierwütigen Eishockeyprofi zum warmherzigen, freundlichen Möchtegern-Papa. Anfangs war mir dieser ziemlich ungehobelte Kerl alles andere als sympathisch. Mit seinen Erinnerungen an jene Nacht vor sieben Jahren, die das Ende seiner damaligen Zeit in Montreal bedeutete, hat er auch nicht gerade zum Gegenteil beigetragen. Sieben Jahre zuvor, in seiner fünften Saison bei den Canadiens, hatte Martin Ladouceur nach der vierten Niederlage seiner Mannschaft in Folge in diesem Hotel einen Rekord aufgestellt. Er hatte drei Jeroboam-Flaschen Dom Pérignon und zwei Liter Chivas Regal Royal Salute getrunken, ein King-Size-Bett zerbrochen, die Toilette verstopft, den Teppichboden mit Zigarettenstummeln verwüstet und dadurch Gesamtkosten von 10.529 Dollar und 45 Cent verursacht, Steuern und Service nicht inbegriffen. (S. 13/14) Wie das Leben aber nun mal so spielt, kann sich in sieben Jahren vieles, wenn nicht gar alles, ändern. Das muss sich auch Ladouce eingestehen, nachdem er sich unverrichteter Dinge wieder auf den Weg ins Hotel machen muss, weil sein ehemals bester Freund ihn abgewiesen hat. Und nachdem er dann dem kleinen Jungen begegnet, den er für seinen Sohn hält, setzt bei Ladouce eine Veränderung ein. Was ihm an diesem Heiligabend widerfuhr, davor hatte er sich schon immer gefürchtet. Nicht weil er es erwartete oder gar herbeisehnte, sondern weil man es ihm immer prophezeit hatte. >>Wart’s nur ab, Ladouce, irgendwann steht du allein da. Mutterseelenallein.<< (S. 46) Sehr gut gefallen haben mir in diesem Buch die Nebendarsteller. Allen voran Maxime, der Portier des Hotels, der vom Direktor Höchstselbst dazu auserkoren wurde, dafür zu sorgen, dass sich so etwas wie vor sieben Jahren nicht noch einmal ereignet. Diesen Auftrag nimmt er, wie so ziemlich alles, ein wenig zu ernst und hat mich mit seinen Äußerungen immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Bei Ladouce und allen anderen sorgte er mit seinem Verhalten eher für das Gegenteil. >>Ich habe meine Strategie noch einmal überdacht. Sie haben die Japaner von Osten angegriffen und dabei völlig den Westflügel außer Acht gelassen. Damit Sie Ihre Mission erfolgreich abschließen können, schicke ich Ihnen Charles-David zur Verstärkung. Laut Tarifvertrag darf er keine Betten machen, daher habe ich ihn angewiesen, Ihren Wagen zu schieben. Außerdem wird er die Schlachtordnung der Kimonos und das Orchideenbombardement überwachen. Er wird mein drittes Auge sein, eine Art Laserkamera oder, besser noch, ein eingeschleuster Spionagetrupp. Nennen Sie mir bitte Ihre Position, damit er sich unverzüglich an seinen Zielort begeben kann. Kommen.<< (S. 153) Die Geschichte ist sehr schön geschrieben. Leise Töne, die zu Herzen gehen, wechseln sich ab mit Dialogen, die an Humor uns Sarkasmus kaum zu überbieten sind. Die Geschichte bietet vom Verlauf her zwar keine großen Höhepunkte, braucht diese aber auch nicht um überzeugen zu können. bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    Volturi

    Volturi

    16. January 2013 um 16:58

    Das Buch "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" ist - wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten könnte - keine schnulzige Weihnachtsgeschichte oder eine überzogene Lovestory. Im Gegenteil. Dieser Roman handelt von einem bekannten Eishockeyspieler, der in seiner Vergangenheit Fehler gemacht hat, einem kleinen Jungen... und so vieles mehr. Es beginnt am Weihnachtsabend, mit der Ankunft Ladouces in einem Hotel. Es ist aber nicht irgendein Hotel, sondern das, in dem vor sieben Jahren seine Karriere ein Ende fand. Fazit: "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" ist eine gefühlvolle Geschichte, die wie gemacht für die kalte Jahreszeit ist, die gerade wieder draußen herrscht. Vor allem gefallen haben mir die Gefühle, die gut beschrieben und für mich nachvollziehbar waren. Die Figuren wirkten meist glaubwürdig, genau wie deren Handlungen. Den Schreibstil empfand ich als hochwertig. Stellenweise war die Geschichte für mich leider ein wenig langatmig. Obwohl das Buch weniger als 300 Seiten umfasst und flüssig zu lesen ist, habe ich länger als ich es von mir gewohnt bin gebraucht, bis ich auf den letzten Seiten angekommen war. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber ich bin trotz der an sich guten Art, in der "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" geschrieben ist, nicht mit dem Buch warm geworden. Das und die teils langatmigen Stellen sind der Grund für den kleinen Punktabzug. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass das Buch viele Leser finden wird, die großen Spaß daran haben. Empfehlen würde ich es für Leser, die sich - natürlich - von der Geschichte angesprochen fühlen und es sich gerne mit dem typischen "Buch für Zwischendurch" gemütlich machen möchten. Dabei ist es egal, zu welcher Jahreszeit das Buch gelesen wird.

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    monika_schulze

    monika_schulze

    06. January 2013 um 20:59

    Gestaltung: Das Cover passt super zur Geschichte. Es zeigt einen einsamen Menschen, der im Schnee auf ein beleuchtetes Haus zugeht. Da das Cover hauptsächlich weiß ist, zieht es den Blick richtig an und der Titel sorgt zusätzlich dafür, dass man es einfach in die Hand nehmen muss. Inhalt: „Der Eishockeyprofi Ladouce kehrt nach einer Zwangspause zu seinem Club nach Montréal zurück. Es ist Weihnachten, und er checkt als einziger Gast in das Hotel ein, in dem Jahre zuvor die ausschweifende Party stattfand, wegen der er seine Karriere unterbrechen musste. Dort trifft er auf den sechsjährigen Sohn des Zimmermädchens Louise. Ladouce erobert die Zuneigung des Jungen und richtet ihm mit viel Fantasie ein zauberhaftes Weihnachtsfest aus. Je näher sie sich kommen, umso mehr wächst in Ladouce die Überzeugung, dass der Junge sein eigener Sohn sein könnte, Spross jener Partynacht vor sieben Jahren … Als dann doch alles anders kommt, erkennt Ladouce, wie wichtig Familienbande sind, besinnt sich darauf, das Verhältnis zu seinem eigenen Vater zu klären, und ist endlich bereit, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen.“ (Quelle: http://www.randomhouse.de/Buch/Irgendwo-ist-immer-jemand-der-dich-liebt-Roman/Pierre-Szalowski/e428283.rhd) Martin Ladoucer ist ein berühmter Eishockeyspieler, dem sein Ruhm vor sieben Jahren etwas zu Kopf gestiegen ist und der sich ziemliche Eskapaden geleistet hat. Daraufhin wurde er „versetzt“, doch jetzt ist er zurück und hofft auf einen Neuanfang. Doch er muss schnell feststellen, dass er aufgrund seiner Ausschweifungen nicht mehr so beliebt ist und sich auch einstige Freunde abgewandt haben. Im Hotel trifft er auf einen siebenjährigen Jungen, der sofort sein Herz gewinnt und beginnt sich mit diesem anzufreunden. Je mehr Zeit er mit ihm verbringt, desto mehr fragt er sich, ob es nicht sein könnte, dass seine Ausschweifungen vor sieben Jahren Folgen gehabt haben. Ist es möglich, dass dieser Junge vielleicht sein Sohn ist? Durch diese Erkenntnis aufgerüttelt beginnt Ladouce über sein Leben nachzudenken und ist sogar bereit für diesen kleinen Jungen sein Leben von Grund auf zu verändern. Doch dann kommt alles ganz anders … . Charaktere: Martin Ladoucer gefiel mir sofort sehr gut. Anfangs ist er eher noch der verschrobene Kautz und man weiß nicht so recht, wie man ihn einschätzen soll. Als er zurück nach Montreal kommt, will er nichts, als alte Freunde treffen und in sein ruhmreiches Leben zurückkehren. Doch seine Freunde weisen ihm die Tür und er erkennt, dass er eigentlich niemanden mehr hat, der sich über seine Anwesenheit freut. Als er den Jungen kennerlernt und sich mit ihm anfreundet, sieht man, dass er im Grunde ein netter Kerl ist und je mehr Zeit er mit dem Kind verbringt, desto mehr schließt man ihn in sein Herz. Der kleine Martin war auch absolut authentisch dargestellt, so, wie Kinder einfach sind. Er ändert von einem Moment zum anderen seine Meinung, ihm ist langweilig und er malt Wände voll. Er ist so richtig herrlich erfrischend und bringt ganz schön Schwung in die Geschichte um den Eishockeystar. Sehr gut gefiel mir auch der Page Charles-David. Zuerst dachte ich ja, er wäre ein kleiner Schleimer, aber je näher man ihn kennenlernt, desto sympathischer wird er einem. Und dann ist da noch der Taxifahrer Pierre-Léon. Er hilft Ladouce immer wieder aus der Patsche uns steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Dieses Buch ist wirklich voll mit wundervollen und einzigartigen Charakteren, die man alle mit jeder Seite besser kennenlernt. Schreibstil: Das Buch beginnt damit, dass Martin Ladoucer im Hotel eincheckt. Durch Erinnerungen des Protagonisten erfährt man immer wieder, was in der Vergangenheit passiert ist. So wird man darüber informiert, was vor sieben Jahren passiert ist und dass der Eishockeystar keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern hat und warum. Dadurch entsteht nach und nach ein Bild von den ganzen Geschehnissen. Die Geschichte ist in der 3. Person geschrieben, man erfährt aber auch häufig, was Ladouce denkt, so dass man sich sehr gut in den Protagonisten hineindenken und –fühlen und ihn damit auch besser verstehen kann. Obwohl dieses Buch nicht die Spannung aufbaut, wie es in anderen Büchern oft der Fall ist, war ich doch von der ersten Seite an fasziniert und konnte mich nicht mehr losreißen. Es trumpft zwar nicht mit irgendwelchen Besonderheiten auf, aber vielleicht ist es ja auch gerade diese Schlichtheit, die mich in ihren Bann gezogen hat, denn in diesem Buch geht es vor allem um Gefühle und hier ist es dem Autor, Pierre Szalowski besonders gelungen diese authentisch darzustellen und den Leser damit zu packen. Das Ende des Buches ist wirklich noch einmal etwas Besonderes und genau der richtige Abschluss für diese schöne Geschichte. Fazit: Eine wirklich schöne Weihnachtsgeschichte, die mich sehr berührt und nicht mehr losgelassen hat. Sie überzeugt vor allem durch seine Schlichtheit, aber auch durch viel Gefühl und vielschichtige Charaktere. Jeder sollte dieses Buch gelesen habe. Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    ManfredsBuecherregal

    ManfredsBuecherregal

    27. December 2012 um 15:34

    Heiligabend. Acht Jahre nach seinem wenig ruhmreichen Ausscheiden bei den Canadiens kehrt Martin Ladouceur zurück nach Montréal. Hier ist er nun wieder an dem Ort, an welchem seine Karriere endete. In diesem Hotel wurde ihm sein ausschweifendes Leben zum Verhängnis. Diese eine Party brachte das Fass zum Überlaufen und Ladouce musste seine Koffer packen. So ist der Empfang alles andere als freundlich. Auf Veranlassung des Vereins herrscht für ihn absolutes Alkohol- und Feierverbot im Hotel. Doch dies will Martin nicht so einfach hinnehmen und macht sich auf den Weg zu seinem ehemaligen Mannschaftskameraden und Freund. Doch auch hier erhält er eine Abfuhr. Zurück im Hotel läuft ihm ein kleiner Junge über den Weg. Doch Martin weiß noch nicht, dass dies sein Leben verändern wird. „Irgendwo ist immer jemand, der liebt“ von Pierre Szalowski ist eine wundervolle, herzliche, in der Weihnachtszeit angesiedelte Geschichte. Pierre führt uns vor Augen, dass besondere Erlebnisse einen Menschen völlig verändern können und so das Leben komplett auf den Kopf stellen. Es ist herrlich mit zu erleben, wie aus dem übellaunigen harten Eishockeyprofi ein liebevoller sich kümmernder Mensch wird. Eben eine wundervolle Weihnachtsgeschichte.

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    Kerry

    Kerry

    25. December 2012 um 17:45

    Vor acht Jahren war Martin Ladouceur ein gefeierter Stürmer der Profi-Eishockey-Mannschaft Canadiens de Montréal. Seine Familie hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits von ihm abgewandt, aber wer braucht schon Familie, wenn man Freunde, Teamkameraden und vor allem Fans hat? Doch eine Partynacht veränderte alles. Der Präsident der Canadiens hatte endgültig die Nase voll, seinen Mittelstürmer aus dem Gefängnis zu holen, diverse Prostituierte zu bezahlen und den im Suff angerichteten Schaden wieder zu kitten. Martin Ladouceur wurde nach Amerika transferiert. An diesem 24. Dezember ist Ladouceur wieder zurück in Montréal. Sein ehemaliger Club gibt ihm eine zweite Chance und Ladouceur muss diese nutzen, denn mit 36 Jahren ist er schon recht alt für diesen Profisport. Er wird in einem Hotel untergebracht, dessen einziger Gast er an diesem Heiligen Abend ist. Ihm zur Seite stehen der Page Charles-David und der Portier Maxime. Dessen Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Gast keinerlei alkoholische Getränke zu sich nimmt, keinerlei Damenbesuch bekommt und generell nichts anstellt. Doch Ladouceur, zum ersten Mal seit Jahren wieder in der Heimat, beschließt, der Bewachung des Hotels zu entfliehen und an alte Zeiten anzuknüpfen. Doch bei seinem Teamkollegen Georges D`Amour wird ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen. Dieser ist mittlerweile zum Familienmenschen mutiert und will das Fest mit seiner Frau und seinen Kindern verbringen. Unverrichteter Dinge fährt Ladouceur zurück in sein Hotel. In der Sauna des Hotels hat er plötzlich eine Erscheinung. Ein bärtiger Mann mit einer Dornenkrone sagt ihm "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt ...". Kann es wahr sein, gibt es auf der Welt tatsächlich einen Menschen, der Ladouceur um seiner Selbst willen liebt, nicht weil er ein Profisportler ist, ein Partylöwe? Ladouceur macht sich an diesem Abend auf, seine Vergangenheit zu erforschen, doch wirkliche Einsicht zeigt er erst, als ihm ein kleiner Junge begegnet ... Eine schöne Weihnachtsgeschichte - kann man an einem einzigen Tag mit sich ins Reine komme? Der Plot wurde sehr detailliert ausgearbeitet, wobei der Leser immer in kleinen Rückblenden aus der Sicht des Protagonisten erfährt, was sich vor acht Jahren, vor seinem endgültigen Absturz, abgespielt hat. Die Figuren, allen voran natürlich Protagonist Martin Ladouceur wurde sehr detailliert und tiefgründig in Szene gesetzt. Anfangs war mir Ladouceur nicht wirklich sympathisch, ein abgehalfterter Profisportler - sonst nichts, doch nach und nach stiegen meine Sympathien mit ihm, sowie er in seiner Vergangenheit seine begangenen Fehler als solche erkannte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, wobei bei mir leider kleiner gefühlte Längen auftauchten, dafür konnte mich der Plot mit überraschenden Wendungen überzeugen. Als Fazit kann ich sagen, dass mir dieses Buch entspannte Lesestunden beschert hat und mich so langsam aber sicher in Weihnachtsstimmung gebracht hat.

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    Aygen

    Aygen

    09. December 2012 um 11:13

    Die schlimmsten Schmerzen sind auch immer die stillsten. Zitat Seite 45 Inhalt: Eishockeyprofi Ladouce wird aufgrund seiner Eskapaden aus der Mannschaft in Montreal verbannt und nach Winnipeg versetzt. Nach sieben Jahren wird er zurück nach Montreal in seine alte Mannschaft zurück geordert und glaubt, noch einmal seiner Karriere so den nötigen Schub zu geben. Von sich überzeugter als je zuvor, kehrt ein selbstverliebter und selbstbewusster Ladouce, nach Jahren zurück, in dem Glauben, dass alle ihn mit offenen Armen empfangen werden. Als er an Weihnachten in der alten Heimat auftaucht, stellt er ziemlich schnell fest, wie er ersetzt wurde. Sein Status ist nicht mehr derselbe. Er ist nicht mehr der Sportler, mit Fanscharen. Er ist nur durch sein negatives Verhalten in Erinnerung geblieben und seine Fans und die einstigen Freunde lassen ihn spüren, wie sehr sein Verhalten damals alles zerstört hat und was er eigentlich verloren hat. Nicht weinen. Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt. Zitat Seite 47 Handlung & Charaktere: Der Autor Pierre Szalowski hat hier ein wundervolles Werk vollbracht. Seine Wortwahl und die Schaffung einer besonderen Atmosphäre sind ihm gelungen. Das leerstehende Luxushotel Saint- Régis vermittelt trotz mangelnder Gäste ein Geborgenheitsgefühl. Man spürt den Schutz, die Wärme und diese Vertrautheit. Trotz trauriger Ereignisse, die sich ergeben und auch die Hasstriaden und bissigen Bemerkungen gegenüber Ladouce, schafft der Autor immer wieder durch Situationskomik, diese Momente aufzulockern, ohne dem Leser den Sinn für das wirklich Wichtige zu rauben. Der Protagonist wird anfänglich sehr selbstbewusst dargestellt, doch schnell merkt man, wie einsam er wirklich ist, wie ihm von Seite zu Seite, die Wirklichkeit und auch seine eigene Person immer wieder vor Augen geführt wird. Jeder hält ihm einen Spiegel vor und er muss feststellen, dass der einstige Glanz schon lange verblasst ist. Zurück bleibt ein Mann, der seine besten Jahre mit Alkohol und wilden Partynächten so übertrieben hat, dass die großen Schlagzeilen schon lange nicht ihm gelten und die letzten Artikel lediglich seinen Absturz und seine Eskapaden zeigen. Er stellt fest, dass ehemalige Mannschaftskollegen und Freunde, lange vorher die Reißleine gezogen haben und ihr wahres Glück gefunden haben. Ladouce wird einerseits Einsam, ja sogar passagenweise jugendlich, kindlich naiv dargestellt, wenn er so vor dem Fernseher sitzend David Copperfield verfolgt oder gar sich wie ein schmollendes Kind verhält, das nicht das gewünschte Spielzeug erhält und andererseits als prolliger Starhockeyspieler, der komplett an Selbstüberschätzung leidet. Diese charakteristische Darstellung des Protagonistin macht ihn besonders. Er ist äußerlich erscheinend ein richtiger „Kerl“, der eigentlich nach Geborgenheit und Wärme sucht und feststellt, wie wertvoll einst die Freunde und die Familie waren und welche Bedeutung dieser Sport wirklich für ihn hatte. Also Ladouce den 7 jährigen Sohne eines Zimmermädchens im Hotel kennenlernt, beginnt er über all die vergangen Jahre nachzudenken. Nicht nur an die rauschenden Nächte, sondern auch an den Ladouce, der er war, bevor der Ruhm ihm den Sinn geraubt hat. Mein persönliches Fazit : Das ist mein erster Roman vom Autor und ich muss sagen, der Titel hat mich schon angesprochen, weil er eben außergewöhnlich klingt. Aber was mich wirklich dazu bewegt hat, dieses Buch auch wirklich lesen zu wollen, war der Klappentext. Ein Profi Eishockeyspieler, der skandalös und wild gelebt hat und so ziemlich alles aufs Spiel gesetzt hat. Seinen Ruhm, sein Ansehen, das Vertrauen seiner Fans und auch den Glauben seines Vaters in seine sportlichen Fähigkeiten. Wie so oft spielt das Leben eben anders als man denkt und man kann am höchsten Punkt seines Lebens mit einem Mal alles verlieren was einem wichtig war. Dieses Buch zeigt den Kampf um den inneren Schweinehund und den langen Weg eines Sportlers auf der Reise zu sich selbst und der Wiederherstellung seines einstigen Ruhms. Geld verdirbt den Charakter wird hier deutlich. Der Abstieg im Leben geht schneller als man denkt und man sollte stets im Umgang mit Anderen den Respekt voreinander wahren, egal wie weit man oben steht, um nicht sich selbst zu verlieren und vielleicht sogar, das wichtigste das uns halt gibt. Die Freunde und die Familie. Ein wahrer Pageturner, der mich überrascht hat. Ich werde mir definitiv noch „Bei Kälte ändern die Fische ihre Bahnen“ zulegen und lesen, da der Titel außergewöhnlich klingt und der Schreibstil des Autors mich begeistert hat, bin ich jetzt schon gespannt. © Rezension: Aygen buecherkaffee.blogspot.de

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    Tanja-WortWelten

    Tanja-WortWelten

    28. November 2012 um 22:51

    ZUSAMMENFASSUNG: Es ist Heiligabend, als Martin Ladouceur, Eishockeyprofi und seines Zeichens mehr berüchtigt für seine Partyexzesse denn berühmt für seine Spielferigkeiten, als einziger Gast in eben jenem Hotel eintrifft, in dem er vor annähernd acht Jahren seine bisherige Karriere ruinierte, in dem er feuchtfröhlich mit ein paar Mannschaftskameraden feierte. Doch heute ist das anders. Kein Empfangskomitee, keine einstigen Mannschaftskameraden, die auf ihn warten. Nicht bereit, den Abend ganz alleine zu verbringen, setzt er sich prompt über die Anordungen seinen neuen Eishockeyteams hinweg - im Übrigen dasselbe Team, dass ihn vor acht Jahren nach jener Nacht vor die Tür setzte - und macht sich, bepackt mit Wein und jeder Menge Spielzeug für die Söhne seines einst besten Feundes und Wieder-Mannschaftskameraden auf den Weg zu ihm und seiner Familie. Dort angekommen sind die drei Söhne nicht nur plötzlich drei Töchter - nein, sein einstiger Party-Bruder will auch mit seiner Familie Weihnachten feiern - ohne Ladouce. Als er im Schneegestöber plötzlich ganz alleine dasteht, wird ihm mit einem Mal klar, dass sich alles verändert hat und dass die, die ihm einst auf die Schulter klopften, als er mit seiner inzwischen von ihm geschiedenen Frau keine Kinder wollte, inzwischen selbst Väter sind - und dass das längst nicht so schlimm ist, wie sie ihm glauben machen wollten. Der Retter in der Not ist für Ladouce schließlich der Taxifahrer, der ihn bereits den ganzen Abend herumgefahren hat. Und im Verlauf der Nacht wird dieser nicht nur Ladouce Freund, sondern öffnet ihm auch die Augen für all das, was er bisher schlichtweg übersehen hat im Leben ... FAZIT: Auch wenn Martin Ladouceur vielleicht nicht der Mann ist, der das fehlerfreie Schreiben erfunden hat, oder der seine Freizeit mit Museumsbesuchen oder ähnlichem zubringt, ist er doch ein Protagonist, den man von der ersten Seite an fest ins Herz schließt. Einfach weil er ganz allmählich einsieht, dass er nicht perfekt ist und kein Problem damit hat, zu zeigen, wo seine Schwächen liegen. Dazu kommt Pierre Szalowskis schier unglaublicher Schreibstil, der dieses Buch zu etwas ganz und gar Besonderem macht. Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte mit wunderbaren Charakteren - allen voran natürlich Martin Ladouceur selbst -, die dieses gewisse Etwas hat, das einen mit einem entrückten Lächeln zurücklässt, sobald man das Buch zuklappt. Zauberhaft, ganz ohne richtige Magie, haben wir hier ein Buch, das für mich ganz ohne Zweifel der Roman des Jahres ist und das ich jedem nur ans Herz legen kann, der gerade jetzt, wo Weihnachten nicht mehr weit ist, gerne etwas lesen möchte, das einem ein warmes Gefühl gibt und das auch dem letzten Zweifler wieder das Wunder von Weihnachten vergegenwärtigen wird.

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    Ati

    Ati

    25. November 2012 um 14:30

    Wie bereits in seinem mit dem Grand Prix de la Relève littéraire Archambault ausgezeichneten und in 10 Sprachen übersetzten Debütroman Le froid modifie la trajectoire des poissons (deutsche Ausgabe C. Bertelsmann 2010, Bei Kälte ändern Fische ihre Bahnen) spielt auch Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt in der Weihnachtszeit. Und wie bereits zuvor hat der in Montreal lebende als Pressefotograf, Journalist, Grafiker sowie Film- und Fernsehproduzent tätige Szalowski einen leisen Roman geschaffen. Ein Skandal zu viel sorgte dafür, dass der gefeierte, gleichermaßen verehrte wie gefürchtete Eishockeystar Martin Ladouceur, genannt Ladouce, jahrelang nicht in seiner Heimat war. Acht Jahre später nimmt ihn sein Verein wieder auf und er kehrt zurück. Hier setzt der Roman an. Ausgerechnet den Heiligen Abend sucht er sich für seine Rückkehr aus. Doch ein freudiges Willkommen sieht anders aus. Kein Empfangskomitee steht jubelnd bereit, um sich um seine Bedürfnisse zu kümmern. Das Hotel, dessen Suite er vor Jahren zerstörte, beherbergt ihn. Allerdings und in Rücksprache mit dem Verein nur mit der Auflage im Hotel nichts Alkoholisches zu trinken, niemanden einzuladen. Für eine Nacht ist er der einzige Gast, lernt auf ungewöhnliche Weise den siebenjährigen Sohn eines Zimmermädchens kennen. Und da er keine Erinnerungen an jene für ihn folgenschwere Nacht acht Jahre zuvor hat, keimt in ihm der Verdacht, dass es sich dabei vielleicht um seinen Sohn handeln könnte. Doch bis es so weit ist, muss der erfolgsverwöhnte Sportler feststellen, dass die Zeiten, in denen ihm alles zu Füßen lag, offenbar vorbei sind. Nur er scheint irgendwie in der Zeit stehen geblieben zu sein. Er will keine Verantwortung übernehmen, schert sich einen Dreck um die Gefühle und Gedanken anderer. Deshalb will er, um im Hotel mit seiner weihnachtlichen Notbesetzung nicht zu versauern, zu seinem alten und künftigen Teamkollegen. Doch dieser scheint handzahm geworden zu sein und unter der Fuchtel seiner Ehefrau zu stehen, obwohl er früher genau wie Ladouce zu jeder Schandtat bereit war. Er hat zunächst keine Zeit für, lässt Ladouce nicht einmal ins Haus. Überhaupt muss der Star von einst mehrmals feststellen, dass nicht automatisch jeder scharf auf seine Gesellschaft und seine Autogramme ist oder uneingeschränkt daran denkt, ihm seine Wünsche zu erfüllen. Auch ein Anruf bei seiner Mutter verläuft nicht so, wie Ladouce sich das gedacht hat. Neben dem Jungen geht Szalowski etwas näher auf einen einfühlsamen Taxifahrer, einen schrullig-kriecherischen bis impertinenten Portier, einen Pagen und das Zimmermädchen ein, das Ladouce ihren Jungen anvertraut, weil es selbst arbeiten muss und nicht weiß wohin mit ihm. Außerdem kann Szalowskis Leserschaft flüchtige Blicke auf mehr oder weniger treue Fans werfen, auf den alten und künftigen Teamkollegen, auf die Besitzerin eines Imbisses. Schemenhaft tauchen die Eltern Ladouces auf. Es wird erklärt, wer Ladouce zu dem gemacht hat, was er heute ist, aber auch, dass es zu einem Zerwürfnis kam, das irreparabel scheint. Der Fokus liegt jedoch auf Ladouce, aus dessen Sicht die Geschichte, jedoch nicht von ihm, erzählt wird. Man kann ein wenig den alten Charles Dickens durch die Zeilen schimmern sehen, wenngleich Martin Ladouce zumindest äußerlich keine Ähnlichkeit mit Ebenezer Scrooge aufweist und er auch nur im übertragenen Sinn von den Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufgesucht wird. Ansonsten erweist er sich aber eingangs als genauso rücksichtslos und kalt, selbstverliebt und abweisend wie der Hauptcharakter in Dickens so gerne erzählter Weihnachtsgeschichte. Und wie Scrooge erfährt auch Ladouce in dieser einen Nacht so einiges über sich selbst. Darf lernen, dass eine Veränderung nottut, und gewinnt gleichzeitig durch den kleinen Jungen und einen hilfreichen, sanft aufbegehrenden Einfluss Fremder wie auch früherer Bekannter die segensreiche Erkenntnis, dass diese Veränderung gar nicht so schlimm ist. Die Nacht scheint endlos, während Szalowskis LeserInnen erleben dürfen, dass auch in einem vergnügungssüchtigen Mistkerl ungeahnte Fähigkeiten und Wünsche schlummern können. Es beginnt damit, dass er im richtigen Moment innehält, etwa um dem Taxifahrer zuzuhören oder seinem alten Trainer. Und es endet noch lange nicht mit seiner Aktion, für den kleinen Jungen in seinem Zimmer als Weihnachtsmann aufzutreten. Überaus kreativ schreckt er dabei nicht einmal davor zurück, sich aus Daunenfedern mittels Sekundenkleber einen Bartersatz zu kreieren. Unaufgeregt und unprätentiös, jedoch in einer ohne Einschränkung passenden Sprache wird die Veränderung in Ladouce und die für ihn positiven Erfahrungen beschrieben. Ob der kleine Junge wirklich sein Sohn ist, will ich nicht verraten. Allerdings wartet das Schicksal noch mit einem kleinen Extrabonus für Szalowskis Hauptfigur auf. Fazit: Ein Roman mit kleinen Botschaften, die im Alltag oftmals vergessen werden. Etwa, dass Geld zwar vieles erleichtert, man damit aber die wirklich wichtigen Dinge nicht kaufen kann. Dass wahre Freunde auch in den dunkelsten Stunden für einen da sind. In sich schlüssig, teils ironisch, teils humorvoll zeigt diese Geschichte wieder einmal, dass es für Veränderungen nie zu spät ist und Liebe so einiges ändern kann. Und dass man auch mit der Umsetzung einer an sich alten Idee ein wunderbares Buch für ein paar entspannende Lesestunden schreiben kann, dem ich vier von fünf Punkten geben möchte. Copyright © 2012 Antje Jürgens (AJ)  

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  • Rezension zu "Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt" von Pierre Szalowski

    Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. November 2012 um 10:59

    Eine weitere „verwandelnde" Weihnachtsgeschichte Er ist wieder in der Stadt. In Montreal. Der ehemalige Superstar der NHL, verwachsener Spieler der Canadians de Montreal von Kindheit an. Der keiner sonstigen Vergnügung je aus dem Weg ging. Zechgelage und ungezählte Frauen säumten und säumen seinen Weg. So intensiv, dass er schon vor Jahren von den Canadians verkauft wurde, hier und da spielte und nun, auf seine „alten Tage“, zurückgeholt wurde. „Auf dem Spielerparkplatz hatte er nur die hintere Tür seines großen Wagens zu entriegeln brauchen, schon waren drei als Fans getarnte Call Girls eingestiegen“. So einer ist das, der nun unter kritischer Betrachtung der Sportpresse noch einmal die Canadians verstärken soll. Heiligabend trifft er in Montreal ein. Als einziger Gast in einem Luxushotel. Sein Ruf eilt ihm voraus, Offizielle des Vereins haben genaue Anweisungen gegeben, was Alkohol auf dem Zimmer und Besuche weiblicher Wesen angeht. Aber Martin Ladouceur, genannt Ladouce, wäre nicht mit allen Wasser auf und neben dem Eis gewaschen, wenn er nicht Möglichkeiten finden würde, sich seinen Spaß zu suchen. Da er grundlegend nie an andere denkt, sondern nur an das, was ihm den Abend erfreulicher machen könnte, sind die Angestellten des Hotels und der Taxifahrer, den er für den Abend fast okkupiert nur Erfüllungsgehilfen. Doch in dieser Nacht wird sich einiges anders gestalten als gewohnt. Und Ladouce selbst wird das erste Mal seit langen Jahren auf eine Form des sanften Widerstands treffen, mit dem er in seiner altgewohnter, aggressiven Weise nicht wirklich zu Rande kommen wird. Sei es der Page des Hotels, der sich (zunächst) konsequent weigert, sich ein Autogramm geben zu lassen. Sei es der haitianische Taxifahrer, der nicht bereit ist, ständig und umfassend die gesamte Nacht zur Verfügung zu stehen (zumindest am Anfang). Sei es der alte (und neue) Mannschaftskamerad und Orgien-Kumpan Laberre, der ein ruhiges Weihnachten mit der Familie vorzieht und Ladouce gar nicht erst ins Haus lässt. Vor allem aber dieses Kind, das plötzlich in seiner Hotelsuite auftaucht, nach dem Gespräch mit dem alten Trainer, der ebenfalls keine warmen Gefühle für Ladouce zeigt, ihm aber eröffnet, dass da vor einigen Jahren etwas mit weitreichenden Folgen geschehen ist. Und zu guter Letzt huschen wie ein Phantom auch die Eltern, vor allem der Vater Ladouces, durch die Seiten des Romans, mit dem Ladouce seit Jahren über kreuz liegt. Die Richtung der Wandlung und Versöhnung liegt somit ziemlich früh bereits vor dem Auge des Lesers. All dies bildet den Rahmen für eine kleine Odyssee im Buch. Zunächst auf der Suche nach gewohntem Spaß mit Wein und Weib, dann mehr und mehr auf der Suche nach sich selbst, befördert von dem stets Ruhe bewahrenden (und kluge Sätze von sich gebenden) Taxifahrer und eben dem kleinen Jungen, der im Hotel auftauchen wird. Mitsamt seiner Mutter. Eine fast klassisch zu nennende Entwicklungsgeschichte ist es, die Szalowski in schöner und treffender Sprache erzählt. Der von sich selbst entfremdete Mann, das „Raubein“, der an einem einsamen Heiligabend so einiges verliert, aber auch viel gewinnen wird. Wie unter anderem einen Pagen, der ab einem bestimmten Punkt dann doch ein Autogramm wünscht, als der „wahre“ Ladouce langsam hinter der rauen Schale sichtbar wird. Eine Geschichte, die trotz manch humorvoller Szenen und trotz der inneren Schlüssigkeit, trotz der angenehmen Sprache doch altbekannt wirkt (und ist). Solch weihnachtliche „Verwandlungen“ mit einem Schuss Mystik und Jesus-ähnlichen Figuren (verdeckt natürlich, aber doch da) sind ebenso vielfach bereits geschrieben, wie die verwandelnde Kraft der Liebe immer wieder Mittepunkt solcher Geschichten war. Schön zu lesen, eine durchaus neue Wendung im bekannten „Weihnachtssetting“, aber eben nichts wirklich Neues oder ganz anders unter der (Weihnachts-) Sonne.

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