Piers Anthony Schatten des Baumes

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Inhaltsangabe zu „Schatten des Baumes“ von Piers Anthony

Als Joshua Pinson von seinem etwas wunderlichen Onkel Elijah dessen Anwesen tief im Herzen der Wälder von Florida erbt, glaubt er, dass sich sein Glück endlich gewendet hat. Nachdem seine Frau brutal ermordet wurde, lebt er mit den beiden gemeinsamen Kindern als alleinerziehender Vater in New York, doch die Stadt birgt zu viele Erinnerungen, und so beschließt Joshua, noch einmal ganz von vorn anzufangen und ins sonnige Kalifornien zu ziehen – in eine Umgebung, die für die Kinder wesentlich besser ist. Doch kaum haben die drei das abgelegene, einsame Haus bezogen, nehmen seltsame Ereignisse ihren Lauf. In einer zunehmend düsteren Atmosphäre muss Joshua erkennen, dass das Anwesen, das er geerbt hat, längst nicht die ersehnte Idylle ist. es spukt in dem Haus, und die Ereignisse spitzen sich zu.

Ein Horror-Roman, bei dem mir leider der Horror in der Atmosphäre zu stark fehlte und bei dem ich mir deutlich mehr erhofft hatte.

— Themistokeles
Themistokeles

Tolle Grundidee und recht überzeugende Charaktere - schwächelt ein wenig atmosphärisch.

— Leselady
Leselady

Ein klassischer, gruseliger und atmosphärischer Horrorfilm in Buchform.

— Lilasan
Lilasan

Unheimliche Dinge passieren im Schatten des Baumes... Gruselig, aber enttäuschender Schluss

— britta70
britta70

Schöne Atmosphäre, sypmathische Figuren, flüssig geschrieben, aber weist ein paar Unstimmigkeiten auf.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Schatten des Baums

    Schatten des Baumes
    Themistokeles

    Themistokeles

    12. September 2013 um 08:21

    Was bei diesem Buch so gar nicht passen will, ist die Einsortierung beim Genre. Es soll sich bei diesem Buch nämlich um einen Horro-Roman handeln, jedoch muss ich ehrlich sagen, gab es keine Stelle an der ich mich in der Form hätte gruseln müssen, wie ich es bei einem Werk aus dem Bereich Horror erwartet hätte. Es war sogar eher einfach nur so, dass ich die wohl »Horror« hervorrufenden Szenen oftmals spannend und interessant fand, manchmal aber auch einfach nur mitgelesen habe, ohne sie großartig intensiver wahrzunehmen. Allgemein würde ich das Buch wohl eher im Bereich Mysterie ansiedeln, denn es gibt schon einige eher seltsame Elemente, bei denen man sich wirklich anfängt die Frage zu stellen, was da bloß dahinter steckt, etwas eher Übersinnliches oder doch einfach nur der überdrehte Geist des wahrnehmenden. Dabei fand ich es vom Autor sehr interessant gelöst, dass er beim Wechseln der Erzählperspektive nicht nur zwischen den Menschen wechselt, sondern auch ab und an kleine Passagen aus der Sicht der Haustiere schildert, was das Ganze in dem Fall spannender gemacht hat, da auch die Tiere etwas seltsames wahrzunehmen schienen. Allgemein hat der Roman bei den Charakteren und der Handlung keine sonderlich große Tiefe, aber das erwarte ich bei dem Genre auch nicht unbedingt, sondern viel mehr, dass er mich unterhält. Wobei die in den Charakteren fehlende Tiefe auf jeden Fall im Bezug auf die Natur, den titelgebenden Baum und diverse Einflüsse auf die Natur doch deutlich mehr hervortritt, wenn auch noch störend. Besonders, da man auch wirklich sehr lange nicht wirklich genau sagen kann, worum es eigentlich wirklich geht, was die Spannung angenehm konstant hält. Allgemein mochte ich das einfach sehr gern, dass es so vieles gab, was einfach nicht wirklich leicht zu erklären war. Nur beim Ende, muss ich ehrlich gestehen, war es einfach so, dass ich es doch ein wenig überladen, vielleicht auch einfach fast schon ein kleines bisschen auch kitschig fand, wodurch mir der Abschluss einfach nicht richtig gefallen wollte. Zudem musste ich mich auch ehrlich erstmal an den Schreibstil gewöhnen, der irgendwie anders war, ein bisschen seltsam für meinen Geschmack, auch wenn ich nicht genau sagen kann, warum ich ihn so empfand. Ein ganz ordentliches Mysteriebuch, das aber in meinen Augen so ganz und gar kein Horror ist und vielleicht ein bisschen viel versucht den Umweltaktivismus mit einzubauen, wodurch es besonders zum Ende hin, in meinen Augen, etwas seltsam wurde.

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  • Leserunde zu "Schatten des Baumes" von Piers Anthony

    Schatten des Baumes
    MyraCakan

    MyraCakan

    Guten Abend Allerseits, ich starte heute für den Verlag Edition Phantasia eine Leserunde. Es handelt sich um einen Roman des bekannten Fantasy-Autors Piers Anthony - allerdings geht es in "Schatten des Baumes" ziemlich unheimlich zu:  Als Joshua Pinson von seinem etwas wunderlichen Onkel Elijah dessen Anwesen tief im Herzen der Wälder von Florida erbt, glaubt er, dass sich sein Glück endlich gewendet hat. Nachdem seine Frau brutal ermordet wurde, lebt er mit den beiden gemeinsamen Kindern als alleinerziehender Vater in New York, doch die Stadt birgt zu viele Erinnerungen, und so beschließt Joshua, noch einmal ganz von vorn anzufangen und ins sonnige Florida zu ziehen in eine Umgebung, die für die Kinder wesentlich besser ist. Doch kaum haben die drei das abgelegene, einsame Haus bezogen, nehmen seltsame Ereignisse ihren Lauf. In einer zunehmend düsteren Atmosphäre muss Joshua erkennen, dass das Anwesen , das er geerbt hat, längst nicht die ersehnte Idylle ist ... es spukt in dem Haus, und die Ereignisse spitzen sich zu. Ich werde 15 hochwertige Paperbacks unter den Bewerbern verlosen - wobei 5 Exemplare für Buch-Blogger reserviert sind. Ich freue mich auf Eure Bewerbungen! Beste Grüße, Myra Çakan

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  • Meiner Meinung nach ist das kein Horror Buch, sondern ein Thriller

    Schatten des Baumes
    Starlet

    Starlet

    18. June 2013 um 10:47

    Joshua Pinson, seit fast einem Jahr Witwer, möchte mit seinen Kindern einen Neuanfang starten. Deswegen machen sich er, seine Kinder mitsamt den Haustieren auf in die Wälder von Florida, wo er ein Haus von seinem Onkel Elijah geerbt hat. Sein Onkel war ein etwas merkwürdiger Mann, den er kaum kannte. Elijah starb an einem tragischen Unfall, er hatte sich auf seinem Anwesen mit einer Kettensäge verletzt und verblutete. Doch die Bewohner des kleinen Ortes glauben nicht, dass es ein Unfall war. Merkwürdige Dinge geschehen auf dem Anwesen, doch Joshua glaubt nicht an unheimliche Geschehnisse und zieht trotzdem dort ein. Nach und nach passieren immer seltsamere Ereignisse und auch Joshuas Familie wird davon bedroht. Lesegrund: Der Klappentext klang nach einem spannenden Horrorbuch. Cover: Das Cover spiegelt die Handlung gut wieder, der unheimliche Baum, unter dem Elijah sein Haus gebaut hat. Fazit: Meiner Meinung nach ist das kein Horror Buch, sondern ein Thriller. Der Anfang hat mir gut gefallen, man begleitet Joshua auf seine Autofahrt in das neue Zuhause und ist somit direkt in der Handlung. Joshua ist naturverbunden und ein sehr bodenständiger Mensch. Er glaubt nicht, dass ein Fluch auf dem Haus liegen könnte, obwohl bereits zu Beginn merkwürdige Dinge im und um das Haus herum geschehen. Aber auch nach einigen Wochen sucht er noch immer logische Erklärungen für Dinge, die einfach nicht logisch zu erklären sind. Das hat mich im Laufe der Handlung immer mehr gestört. Zudem ist Joshua manchmal auch sehr unbeholfen. So ist beispielsweise der Goldfisch krank, kümmert sich jedoch tagelang nicht um eine Medizin für das arme Tier. Besonders gut gefallen hat mir der bildliche Schreibstil, durch den man sich die verschiedenen Szenarien sehr lebhaft vorstellen kann. Ab und zu ist die Handlung aus der Sicht der Tiere geschrieben, wodurch man einen noch besseren Einblick in die Atmosphäre des Hauses bekommt. Das Ende des Buches hat mich zwar überrascht, insgesamt hatte ich jedoch mehr Horror erwartet.

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  • Eine Bereicherung für das Horrorgenre

    Schatten des Baumes
    Marcuria

    Marcuria

    22. May 2013 um 21:12

    Neun Monate nach dem Tod seiner Frau, erbt Joshua Pinson ein Haus in Florida und beschließt, zusammen mit seinen beiden Kindern Chris und Sue 1200 Meilen zurück zu legen, um an diesem Ort ein neues Leben zu beginnen. Sein Onkel Elijah, zu dem er nie Kontakt hatte und der in der Gegend als Sonderling verschrien war, hatte das Haus auf einem abgelegenen Grundstück im Schatten einer großen Eiche erbaut und war noch vor der Fertigstellung auf rätselhafte Weise verstorben. Als Josh mit seiner Familie eintrifft, wird er schon bald von seinen neuen Nachbarn vor der Umgebung gewarnt, spuken solle es auf dem Grundstück und mehrere Personen seien bereits ums Leben gekommen. Während er anfangs über diesen Aberglaube nur lächelnd den Kopf schütteln kann, findet er sich schon bald selbst in unheimlichen Situationen wieder, für die er nur schwer rationale Erklärungen finden kann. Woher kommen diese grässlichen Geräusche? Warum spielen die Tiere plötzlich verrückt? Und wieso sehen seine Kinder Dinge, die er nicht sehen kann? Denkt man heutzutage an Horrorromane, so schießen einem schnell die üblichen schockierenden und blutigen Verdächtigen in den Kopf: Waffenschwingende Psychopathen, zähnefletschende Monster, Gruppen von wandelnden Toten und verlassene, halb zerfallene Häuser, in denen es spukt - Auffällig ist aber auch, dass im modernen Horror meist eine nervenzerreißende Situation auf die nächste folgt - frei nach dem Motto: Mehr Blut/Schock/Tod bedeutet automatisch mehr Spannung. Piers Anthonys "Schatten des Baumes" aus dem Jahre 1986 bietet eine interessante Abwechslung hierzu und setzt vielmehr auf zahlreiche kleine Gruselszenen und eine bedrückende Atmosphäre, die aber immer wieder von alltäglichen Situationen durchbrochen wird. An dem ein oder anderen Horrorklischee mangelt es auch hier nicht, aber dem Autor ist es gelungen, inhaltlich in eine neue Richtung zu gehen, zwar Geister und blutige Tode zu schildern, diese aber in einen unerwarteten Kontext zu setzen und zu einem grandiosen, einfallsreichen Ende zu führen. Die Gestaltung der Charaktere ist leider nicht durchgehend gelungen. Besonders zu Beginn wirkt die kleine Familie mit ihren beiden Hunden Pharao und Nofretete durch ihr liebevolles Verhältnis zueinander sympathisch und glaubwürdig. Doch mit der Zeit scheint Joshs Umgang mit den Geschehnissen zu leichtfertig, der Kontrast zwischen seinem rationalen Denken und den abergläubischen Bewohnern des verschwiegenen Örtchens zu stark, die gerade mal 7jährige Sue für ihr Alter zu intelligent zu sein. Nach allem, was Josh in der kurzen Zeit an unheimlichen Situationen selbst erlebt und von nahestehenden Personen erzählt bekommt, ist es nicht nachvollziehbar, wie er es derart lange leugnen und überhaupt an diesem Ort bleiben kann. Sprachlich gesehen ist "Schatten des Baumes" zwar eher simpel gestrickt, ermöglicht so aber ein flüssiges Lesen und weist darüber hinaus einen sehr bildhaften Schreibstil auf, der speziell gruselige Szenen sehr überzeugend im Kopfkino entstehen lässt. Alles in allem eine interessante Geschichte, die den ursprünglichen Sinn für Horrorgeschichten wieder auferstehen lässt und ihn um ungewohnte übernatürliche sowie ökologische Aspekte erweitert. Es mag sein, dass das Buch vielen Lesern nicht schockierend genug ist, doch wenn ein Autor es schafft, allein durch die detaillierte Schilderung einer Kettensäge ein ungutes Gefühl zu erzeugen, dann hat er auf jeden Fall etwas richtig gemacht. Nur eben anders, nicht so offensiv, vielleicht eher für eine Generation, die weniger abgestumpft war als unsere heutige.

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  • Leider nicht der erhoffte Gänsehautfaktor

    Schatten des Baumes
    KatharinaJ

    KatharinaJ

    21. May 2013 um 21:03

    Kurz nach dem gewaltsamen Tod seiner Ehefrau, erbt der Computerspezialist Josh ein Haus mit riesigem Grundstück in den Wäldern Floridas. Gemeinsam mit seinem beiden Kindern Chris und Sue sowie deren Haustieren, will der Familienvater auf dem wunderschönen Anwesen einen Neustart wagen. Schon kurz nach der Ankunft geschehen die ersten seltsamen Dinge. Die Tiere reagieren verängstigt und aggressiv, die Kinder hören und sehen Dinge die eigentlich nicht da sind und auch Josh spürt etwas. Das es in dem Haus aber spuken könnte tut der mit seiner Trauer total überforderte Vater ab – Bis es fast zu spät ist. Leider bin ich von Anfang an mit dem Buch nicht richtig warm geworden. Ein bis zweimal hatte ich eine leichte Gänsehaut aber ansonsten plätschert die Geschichte einfach so dahin. Eine aufgezwungene Liebesgeschichte, der manchmal haarsträubende Schreibstil und sehr blasse Protagonisten sind einfach zu viel für eine Horrorgeschichte. Besonders schlimm fand ich den Vater – Er hat eine absolut anstrengende, ignorante Art und suhlt sich die komplette Story durch in seiner Trauer ohne große Rücksicht auf seine Kinder. Auch die Geschichte an sich ist einfach zu klischeebeladen. Der Schreibstil sowie die vielen Grammatikfehler haben dann ihr übriges getan. Ich hatte mich so auf das Buch gefreut aber leider bekommt „Schatten des Baumes“ von mir nur 3 Sterne.

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  • Ein wirklich gelungenes Horror-Buch!

    Schatten des Baumes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. May 2013 um 23:33

    Joshua Pinson erbt von seinem etwas wunderlichen Onkel Elijah dessen Anwesen im Herzen der Wälder von Florida. Er glaubt, dass sein Glück sich endlich gewendet hat. Nachdem seine Frau brutal ermordet wurde, lebt er mit den beiden Kindern als alleinerziehender Vater in New York, doch die Stadt birgt zu viele Erinnerungen, und so beschließt Joshua, noch einmal ganz von vorne anzufangen und ins sonnige Florida zu ziehen. In eine Umgebung, die für die Kinder wesentlich besser ist. Doch kaum haben die drei das abgelegene, einsame Haus bezogen, nehmen seltsame Ereignisse ihren Lauf. Die Hunde der Familie benehmen sich aggressiv, eine Haushälterin flieht, weil sie Gespenster im Haus sieht... In einer zunehmend düsteren Atmosphäre muss Joshua erkennen, dass das Anwesen, das er geerbt hat, längst nicht die ersehnte Idylle ist… es spukt in dem Haus und die Ereignisse spitzen sich zu…. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Ich war sofort in der Geschichte drin. Die Gegend wird sehr bildlich beschrieben und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Das Buch liest sich wie ein typischer Horrorfilm. Die Spannung ist nicht gleich von der ersten Seite gegeben, baut sich aber mit schönen gruseligen Szenen immer mehr auf. Den Roman konnte ich zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen und das Ende war für mich sehr unerwartet. Die Charaktere sind vielseitig und gut beschrieben. In Joshua konnte ich mich sehr gut rein versetzten, denn so ein brutaler Verlust kann einen schon den Boden unter den Füßen wegziehen. Ein sehr gelungener Horror-Roman, wo ich mich schön gegruselt habe und den ich nur weiterempfehlen kann. 

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  • Ein klassischer SciFiHorror mit Naturverbundenheit

    Schatten des Baumes
    missde_worde

    missde_worde

    15. May 2013 um 22:32

    Inhalt: Der Computerexperte Josh ist nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau auf dem Weg zu einem geerbten Grundstück, wo er mit seinen beiden Kindern Chris und Sue neu anfangen möchte. Mitten im Wald, verborgen von Blicken, fern ab der nächsten Nachbarn, steht das noch unfertige Haus und eine Arbeiterblockhütte auf einem malerischen Grundstück mit schönster Natur, wilden Blumen, Pinien, Palmen, einer Menge Tierchen wie Nattern und Bienen, sowie Hühnern, einem Pony und einigem Baugerät. Die kleine Familie richtet sich ein, der Josh ist übervorsichtig und dauerbesorgt um die Kinder. Doch alle Besorgnis nützen nichts, wenn selbst die wildesten Vorstellungen nicht den Bedrohungen gerecht werden, die auf sie lauern. Fazit: Das Buch wurde Mitte der 80er geschrieben, es gibt einige recht ausführliche Computererklärungen, die heutzutage recht umständlich und unnötig wirken. Insgesamt war das Buch durchaus unterhaltend, das Ende sehr überraschend und mit einer guten Idee in Szene gesetzt. Es gibt ein paar Ungereimtheiten und Kuriositäten, die einem im Bible Belt so begegnen können. Wirklicher Horror überkam mich nicht, aber die Sorge um die Kinder war definitiv da, das hätte man durchaus weiter ausbauen können. Eine gute und originelle Idee, die ein wenig gezwungen umgesetzt wurde (musste die Erotikszene sein? Warum mit Brenna, warum nicht Pip?) Drei Sterne von mir, vier für Umweltschutz-Classic SciFi, ein Stern Abzug für die Stellen, die sich so gezwungen lasen, so künstliches "da muss noch was rein". Aber das kann an den fast 20 Jahren Abstand liegen.

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  • Schatten des Baumes

    Schatten des Baumes
    dorli

    dorli

    14. May 2013 um 12:48

    Joshua Pinsons Frau Mina wurde vor einigen Monaten brutal ermordet. Um die dunklen Erinnerungen abzuschütteln, beschließt er daher, mit seinen Kindern Chris und Suzanne New York zu verlassen. Sein ein wenig sonderbarer Onkel Elijah hat ihm ein kleines Anwesen in den Wäldern Florida hinterlassen. Hier möchte der alleinerziehende Vater einen neuen Anfang wagen – doch kaum angekommen, geschehen merkwürdige Dinge in dem abgelegenen Haus… Piers Anthony versteht es schon auf den ersten Seiten eine gruselige Atmosphäre aufzubauen und vermittelt dem Leser ganz unterschwellig, dass hier etwas Merkwürdiges vorgeht. Umfassend und detailliert schildert er die Landschaft und das Anwesen, man kann sich schnell ein Bild von der Umgebung machen und ist sofort mittendrin im Geschehen. Menschen, Tiere und selbst Gegenstände scheinen von einer geheimnisvollen Macht beeinflusst zu werden. Trugbilder und Visionen verbreiten Schrecken, Tiere sind plötzlich und ohne offensichtlichen Grund außer Rand und Band, sogar eine Motorsäge hat eine bedrohliche Aura. Ganz hervorragend beschreibt der Autor die Veränderungen, die seine Figuren durchmachen. Ihre Ängste und besonders ihre Reaktionen auf die Geschehnisse werden sehr gut dargestellt. Es hat mich fasziniert, wie Josh auf der einen Seite von den Warnungen und Spukgeschichten der Nachbarn verunsichert wird, dann aber wieder nach logischen Erklärungen für die angsteinflößenden Vorkommnisse sucht. Das Ende der Geschichte kommt recht überraschend daher und ist Piers Anthony prima gelungen. Man vermutet eigentlich von Anfang an, dass die seltsamen Ereignisse etwas mit dem Baum zu tun haben, aber die wirklichen Hintergründe hätte ich so niemals vermutet.

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  • Skunkape

    Schatten des Baumes
    tweedledee

    tweedledee

    Nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau zieht Josh Pinson mit seinen beiden Kindern und den Hunden von New York nach Florida, auf ein Grundstück, das tief in den Wäldern liegt und das Erbe seines unbekannten Onkels Elijah ist. Das Grundstück ist riesig und wird von einem uralten mächtigen Eichenbaum dominiert, der sowohl Josh als auch seine Kinder fasziniert. In enger Nachbarschaft des Baumes steht das Haus, das jedoch noch nicht fertiggestellt ist. Die kleine Familie richtet sich zunächst in einer Blockhütte häuslich ein, die auch Elijah als Wohnsitz nutzte. Josh versucht mit Hilfe eines örtlichen Handwerkers, das Haus so schnell wie möglich bezugsfertig zu machen. Dabei fällt immer wieder auf, dass Elijah sehr umweltbewußt dachte, die Sonnenenergie nutzte und ein ausgeklügeltes Heizungssystem erdacht hat. Auf das Geschwätz und die Gerüchte der Nachbarn, die das Grundstück meiden, da es darauf spuken soll, gibt Josh wenig. Doch schon kurz nach der Ankunft geschehen seltsame Dinge, die sich rational nicht erklären lassen. Könnte es der Skunkape sein, das Tier, das der Legende nach in den Wäldern Floridas leben soll? Die Geschichte ist so bildhaft beschrieben, dass ich von Anfang an das Gefühl hatte, einen guten alten amerikanischen Horrorfilm vor mit ablaufen zu sehen. Es bietet genau die Aspekte, die man sich hierfür wünscht: eine auf sich allein gestellte Familie auf einem riesigen, abgelegenen und unüberschaubaren Grundstück. Seltsame Einheimische die Geschichten über Geister erzählen. Merkwürdige Sinnestäuschungen, Tiere die verrückt spielen. Beklemmung, die in Angst und Horror übergeht und sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte zieht. Einen besonderen Reiz bekommt die Story, da sie schon vor fast 30 Jahren geschrieben wurde und ohne die modernen Kommunikationsmittel auskommt, die für uns heutzutage selbstverständlich sind. Ich fühlte mich stellenweise an die ganz alten Bücher von Stephen King erinnert. Der Schreibstil ist flüssig, die Figuren bleiben bis auf Josh und die Kinder leider etwas blass, dafür sind die Beschreibungen der Umgebung, der Natur, Pflanzen- und Tierwelt umso detaillierter. Im Gegensatz zu den atmosphärischen Beschreibungen steht die nicht greifbare, unterschwellige Bedrohung, die gleich hinter der nächsten Ecke lauert. "Schatten des Baumes" ist ein spannendes Buch mit hohem Gruselfaktor, das ich jedem Horrorfan wärmstens empfehlen kann.

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    • 2
    Irve

    Irve

    10. May 2013 um 17:24
  • Schatten des Baumes

    Schatten des Baumes
    silver111

    silver111

    06. May 2013 um 14:40

    Josh Pinson hat von seinem Onkel ein Haus in Florida geerbt, in das er mit seinen Kindern Sue und Chris, den beiden Familienhunden und den Goldfischen zieht. Das Haus steht in den Wäldern von Florida, einsam gelegen auf einem großen Grundstück. Vor dem Haus steht ein großer alter Baum mit dicken knorrigen Ästen, den eine merkwürdige Aura umgibt. Zudem nimmt Josh am Stamm des Baumes einen übel riechenden Geruch wahr. Um das Grundstück und den Baum ranken sich unheimliche Geschichten. In seinem Schatten sollen schon einige Leute den Tod gefunden haben, außerdem wollen die Einheimischen Gespenster gehen haben. Joshs Onkel Elijah kam in der Nähe des Baums ums Leben, der Tod wurde als Unfalltod eingestuft. Zweifel bleiben. Josh ist als Computerexperte sehr rational und glaubt die Geschichten erst nicht, bis er selbst merkwürdige Dinge erlebt. Die Geschichte um den Baum ist spannend erzählt, stellenweise etwas langatmig und umständlich. Der Autor hat die Stimmung sehr gut eingefangen, durch das ganze Buch zieht sich ein mysteriöser touch, selbst wenn Spaziergänge auf dem Gelände beschrieben werden erwartet man, dass etwas passiert.. In der Geschichte spielen auch Tiere eine Rolle, so werden Teilstücke aus Sicht des Ponys oder eines Hundes erzählt. Als Leser liegt man ständig auf der Lauer, was als nächstes passieren wird. Die Auflösung ist originell und passt zur Geschichte Die Protagonisten waren mir etwas zu eindimensional, dafür ist der Baum sehr detailliert beschrieben. Vor allem die mysteriöse Stimmung die den Baum umgibt hat der Autor gut getroffen. Da das Buch schon vor über 20 Jahren geschrieben wurde, verbreitet es ein Retrofeeling, was mir gefallen hat. Trotz kleinerer Schwächen ist "Schatten des Baumes" ein spannendes Buch.

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  • Ein Spukhaus, eine Familie, ein mächtiger Baum

    Schatten des Baumes
    Tintenelfe

    Tintenelfe

    06. May 2013 um 14:08

    Der verwitwete Computerfachmann Joshua erbt ein Haus in den Wäldern Floridas, das unter einem wunderschönen, riesigen Baum steht. Mit seinen beiden Kindern will er hier auf dem Anwesen seines verstorbenen Onkel Elijah einen Neustart nach dem tragischen Verlust seiner geliebten Frau wagen. Schon bei der Ankunft merkt die kleine Familie, dass etwas nicht stimmt. Die Tiere reagieren unruhig, die Kinder sehen Dinge und Menschen, die Joshua als Phantasie abtut, bis er selbst das Gefühl hat, dass es in dem Haus unter dem mächtigen Baum spukt. Die Geschichte beginnt mit der Ankunft Joshs und der Kinder auf dem Anwesen mit dem riesigen Baum. Die drei sind ebenso naturverbunden wie der verstorbene Exzentriker Elijah, der versucht hat, im Einklang mit der Natur und insbesondere dem beeindruckenden Baum zu leben. Durch die Beschreibung der Flora und Fauna der Wälder Floridas bekommt man einen bildhaften Eindruck von der Umgebung und ein Gespür für die Gefahren in der Tier- und Pflanzenwelt. Ein Übriges tun die Legenden von Big Foot und dem Stinktieraffen (Skunk Ape). Ökologische Themen, eine natürliche Lebensweise und die umweltschonende Nutzung von Energie bilden einen Grundtenor des Buches. Josh ist traumatisiert vom gewaltsamen Tod seiner Frau Wilhelmina und auch die Kinder haben den Tod der Mutter noch nicht verarbeitet. Dies und auch der Unfall mit einer Kettensäge, bei dem der Onkel ums Leben kam, ist immer wieder Thema und wird teilweise auch zur Erklärung der unheimlichen Vorkommnisse herangezogen. Die Ereignisse im Schatten des Baumes bedienen sämtliche Horrorklischees: die sich verselbständigende Kettensäge, der Geisterzug, die sich wie wahnsinnig gebärdenden Tiere und natürlich Geistererscheinungen. Die Geschichte wird vorrangig aus der Sicht Joshs erzählt, manchmal allerdings auch unvermittelt aus der Sicht eines Tieres oder einer anderen Person. Das ist zunächst verwirrend, gibt aber noch einmal andere Einblicke. Erschreckend fand ich jedoch den Schreibstil des Autors und wahrscheinlich auch die Arbeit des Übersetzers. Anfangs war ich sehr genervt von Sätzen wie “”Hoffentlich schmeckt dieser Pudding wenigstens gut!” Er schmeckte gut. Sie aßen alle eine Portion.” (S. 123) “Die Hunde freuten sich von vorne, ihn zu sehen…” (S. 154) “”Jetzt weinen wir”, sagte er. Sie weinten.” (S. 160), irgendwann fand ich es dann schon lustig, wenn zum Beispiel die Fische um das Aquarium herum schwimmen (S. 167), allerdings beeinträchtigt das dann doch die Stimmung eines Horrorromans. Störend empfand ich auch die ständigen Oh-Rufe und die nachgeschobenen Halbsätze, die scheinbar auch den letzten begriffstutzigen Leser in die richtige Richtung lenken sollten. Es gelingt dem Autor kaum, eine unheimliche Stimmung zu erzeugen, da immerzu erklärt wird, was man bei bestimmten Vorkommnissen denken soll. Allein das Benutzen der Kettensäge wird über sechs Seiten beschrieben, der Phantasie des Lesers wird dabei kaum Raum gelassen. Der Höhepunkt war für mich jedoch das Auftauchen der 19jährigen Brenna, dem “Weibchen der Gattung im exakten Zustand ihrer höchsten Blüte”, die “Granate”, die “Sexbombe”, in ihrer arglosen Attraktivität” und “furchtbar hübsch” noch dazu, nachdem sie sich am Telefon schon so “verdammt süß” angehört hatte. (s. 211ff) Da sind wohl mit dem Autor die Pferde durchgegangen. Passenderweise liebt das Mädchen Kochen, Wäsche waschen, putzen und Kinder, ist nicht allzu klug und ist auf der Suche nach dem richtigen Heim. Dieses Frauenbild mag ja dem Alter des Autors (*1934) und des Buches (original erschienen 1986) geschuldet sein, aber mich hat das über viele Seiten halb belustigt, halb fassungslos von der Geschichte abgelenkt. Der interessanteste Charakter ist zweifellos der verstorbene Onkel Elijah, ein naturverbundener, verschrobener Mann, der ein Händchen für Geld hatte, leider erfährt man nur wenig von ihm. Josh geht in seiner Trauer auf und erweist sich als hilfloser Vater, der mit dem Haus, den Kindern und der Versorgung der Tiere völlig überfordert ist. Ein Hauptcharakter, der wenig Identifikationspotential bietet und in seiner Weinerlichkeit manchmal nervt. Die Kinder Chris und Sue haben ihrem Vater an innerer Stärke einiges voraus, bleiben ansonsten jedoch blass, auch wenn Josh anfangs versichert, wie “extrem niedlich” seine Tochter ist, kommt dieser Eindruck bei mir nicht an. Die Nachbarn wie Old Foster und die selbstbewusste Pferdefrau Pippa sind ziemlich eigen und entsprechen der Vorstellung von Leuten, die einsam leben. “Schatten des Baumes” konnte mich aufgrund seines wirklich sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstils (Grammatik- und Rechtschreibfehler lasse ich mal außen vor) und der klischeebeladenen Story mit einem geringen Spannungsbogen nicht überzeugen. Das Ende des Buches reißt das Ruder noch einmal herum, da der Autor eine wirklich interessante und gut durchdachte Lösung bietet. ©Tintenelfe www.tintenhain.de

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  • Wie ein Horrorfilm.

    Schatten des Baumes
    Lilasan

    Lilasan

    05. May 2013 um 13:39

    Schatten des Baumes von Piers Anthony . Ein klassischer, gruseliger und atmosphärischer Horrorfilm in Buchform. . Als Joshua Pinson von seinem etwas wunderlichen Onkel Elijah dessen Anwesen tief im Herzen der Wälder von Florida erbt, glaubt er, dass sich sein Glück endlich gewendet hat. Nachdem seine Frau brutal ermordet wurde, lebt er mit den beiden gemeinsamen Kindern als alleinerziehender Vater in New York, doch die Stadt birgt zu viele Erinnerungen, und so beschließt Joshua, noch einmal ganz von vorn anzufangen und ins sonnige Kalifornien zu ziehen – in eine Umgebung, die für die Kinder wesentlich besser ist. Doch kaum haben die drei das abgelegene, einsame Haus bezogen, nehmen seltsame Ereignisse ihren Lauf. In einer zunehmend düsteren Atmosphäre muss Joshua erkennen, dass das Anwesen , das er geerbt hat, längst nicht die ersehnte Idylle ist … es spukt in dem Haus, und die Ereignisse spitzen sich zu. (Quelle: edition-phantasia.de) . Dieses Buch mutet an wie ein klassischer Horrorfilm. Die Bestandteile sind die eines solchen, ein Witwer mit seiner Familie, die in das Haus des verstorbenen, verschrobenen Onkels einziehen. Merkwürdige Vorgänge, unerklärliche Tode, umherwandelnde Geister und seltsame Nachbarn. In den Zutaten perfekt für jeden Horror Liebhaber. Anfangs viel mir das Lesen schwer, die ersten 80 Seiten war durchschnitt. Aber der Mittelteil hat mich dann richtig gepackt, ich wollte wissen wie es weitergeht und habe das Buch bis zum Ende nicht mehr aus der Hand gelegt. Als die Ereignisse begannen näher beieinander zu liegen wurde es richtig spannend und gruselig. Ich bin bei Geräuschen richtig zusammen geschreckt, so sehr hat mich dieses Buch gefesselt. Das Ende jedoch wirkt irgendwie komisch, es ist zwar eine logische Erklärung der Ereignisse, wirkt aber trotzdem ein wenig merkwürdig. Vielleicht lag es einfach an der langen Erklärung mit viel zu vielen Wörtern. Die Hauptfigur, Joshua Pinson ist in seiner Meinung konsequent, er glaubt nicht an das Übernatürliche und versucht alles rational zu erklären, für die meisten der unheimlichen Geschehnisse findet er eine logische, plausible Erklärung. Eine bemerkenswerte Eigenschaft, finde ich. Er liebt seine Kinder und versucht für sie ein geregeltes Leben nach dem Tod seiner Frau Mina zu führen. Ob das auf diesem Anwesen jedoch funktioniert? Es gibt bei diesem Buch allerdings auch etwas was mir nicht gefallen hat, es zieht sich leider, vorallem am Anfang und Ende. Es werden oftmals einfach zu viele Wörter benutzt um nur wenig Inhalt preiszugeben, dadurch ist das Buch gefühlte 100 Seiten zu lang. Das macht es streckenweise wirklich mühsam das Buch zu lesen. Schade. Mein Fazit zu diesem Buch ist das es zwar routiniert und größenteils glaubwürdig geschrieben ist, jedoch an vielen Stellen zu langwierig. . Danke an Edition Phantasia und Lovelybooks für dieses Rezensionsexemplar. . Zur Info: Verlag: Edition Phantasia Taschenbuch, 374 Seiten 19,90 € [D] ISBN 978-3-937897-48-6

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  • Medulla oblongata

    Schatten des Baumes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. May 2013 um 17:17

    Inhalt Joshua hat eine Blockhütte samt Grundstück von seinem Onkel Elijah geerbt. Da seine Frau Mina vor kurzem verstorben ist, packt er seine zwei Kinder Chris und Sue und zieht mit beiden in ein beschauliches Dorf umringt von nichts als Wäldern. Gleich zu beginn wird Joshua von einem alten Nachbarn gewarnt, es solle in seinem neuen Anwesen spuken. Besonders vor dem gewaltigen Schatten des Baumes, der vor dem Haus steht, soll er seine Kinder fernhalten. Joshua allerdings glaubt nicht an solch Humbug, er ist ein rational denkender Mann und sucht daher in den merkwürdigen Vorkommnissen, die schon bald passieren, eine Erklärung die nichts mit dem Übersinnlichen zu tun haben. Schon bald muss er sich eingestehen, dass in jeder Geschichte ein Körnchen Wahrheit steckt... Meinung / Fazit Schon nach den ersten hundert Seiten fiel mir auf wie weinerlich Joshua wirkt. Seine Trauer nimmt überhand, und so manches mal scheint er zu vergessen, dass eigentlich er der Erwachsene ist. Sue und Chris sind beide frühreife, neugierige aber vorallem mutige Kinder die ihren Vater schon mal das ein oder andere abnehmen. Vor allem Sue schien sehr mitfühlend zu sein, und verdrängt die Trauer um ihre Mutter um es ihren Vater leichter zu machen. Natürlich trauert jeder Mensch unterschiedlich, aber als liebender Vater muss man sich seiner Verantwortung stellen. Was anfangs noch spannend war, wurde mit der Zeit nur noch nervig. Diese ständigen Erinnerungen an Mina, die jedoch mitten im Satz immer abbrachen. Hier war es definitiv zu viel des Guten. Der Leser erfährt die Geschichte meiste Zeit aus der Sicht von Joshua, aber auch die Fische kommen ab und an zu Wort. Ja, wirklich. Die Fische im Aquarium der Kinder. Klingt komisch, ist aber so. Und diese Stellen waren wahrscheinlich auch die interessantesten. Die Beschreibungen der einsamen Blockhütte, die dunklen Wälder und das Geheimnis um den gewaltigen Baum waren sehr detailliert und erschafften eine düstere Atmosphäre. Aber das war es leider auch schon, der Gänsehautfaktor blieb bei mir völlig aus. Das einzige das der Autor bei mir geschafft hat, ist eine Abneigung gegen Horror Bücher in denen Tiere vorkommen. Es wurden in fast jeden Kapitel Tiere geschlagen, getötet und gequält. Dem Hahn wurde vor den Augen der Kinder, der Kopf halb abgetrennt. Aber vorher wurde er noch von Joshua mit dem Fuß getreten. Und als der Familienhund die kleine Sue beschützt hat und Blessuren davon trug, beschloss Joshua das der Hund das ja mit sich selbst ausmachen könne. Ja, wozu den sein Haustier pflegen? Wenn es stirbt holen wir uns einfach ein neues - so kam mir das ganze vor. Als dann zu der ganzen Geschichte auch noch eine hübsche,pralle Babysitterin kommt und bei Joshua plötzlich so etwas wie Gefühle aufkeimen, war bei mir endgültig Schluss. Ab da war es dann nur mehr lächerlich. Sie erwähnte ständig ihre Mama, Mama sagt dies, Mama sagt das und Mama meint. Ich kam mir vor wie bei dem Film Waterboy, auf die Frage warum Krokodile so aggressiv sind: "Mama sagt die haben Zahnweh, Mama sagt deswegen sind die so böse". Diese Handlung in der Geschichte ist für mich einfach nicht nachvollziehbar und auch völlig absurd. Die Pferdefrau Pip, die sich als einzige um das Wohl der Tiere scherte, lässt er im Regen stehen weil sie selbstbewusst ist und auf eigenen Beinen steht aber das Land-Naivchen das mag er. Ne, ist klar.. Kurzum: Für mich (leider) verschwendete Zeit. Ich habe mich so gefreut, als ich auf lovelybooks die Meldung bekommen habe, dass ich das Buch gewonnen hätte. Die Inhaltsangabe versprach einiges und ich war auch schon sehr gespannt auf Schatten des Baumes. Der Austauch bei der Leserunde war angenehm aber leider hat mich das Buch absolut enttäuscht. Ich möchte sogar sagen, das ich selten ein schlechteres gelesen habe. Ich lasse jetzt mal die Fische sprechen und sage: 1/2 von 5 Sternen(aufgerundet auf 1 bei den Bewertungssystem auf amazon und lovelybooks) © Sarah Rawrpunx http://rawrpunx.blogspot.co.at/

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  • Tolle Grundidee und recht überzeugende Charaktere - schwächelt ein wenig atmosphärisch.

    Schatten des Baumes
    Leselady

    Leselady

    03. May 2013 um 11:42

    „Schatten des Baumes“ von Piers Anthony Joshua Pinsons Frau Wilhelmina (kurz Mina) ist vor 9 Monaten brutal ermordet worden und noch immer leiden und trauern er und seine beiden Kinder Sue und Chris sehr. Als er „von seinem Onkel Elijah, dessen Anwesen tief im Herzen der Wälder Floridas erbt“, erscheint das Joshua zunächst als großes Glück. Raus aus New York – rein ins ländliche, naturbelassene Leben; ideal um seine Kinder in einer friedlichen Umgebung großzuziehen. Doch die Idylle trügt, denn kurz nach ihrem Einzug ins Haus, geschehen unerklärliche Dinge. Tiere und Gerätschaft entwickeln ein bedrohliches, gegen sie gerichtetes Eigenleben, doch der durch und durch rational denkende Joshua, wehrt sich gegen den Gedanken an ein spukendes Haus und sucht unermüdlich nach logischen Erklärungen und Lösungen. Doch die Lage spitzt sich lebensbedrohlich zu, Haus und Anwesen geben keine Ruhe und der Vater kann nicht immer helfend zu Hause sein… Informationen zu Buch und Verlag: • Broschiert: 373 Seiten • Verlag: Edition Phantasia; Auflage: 1 (28. Februar 2013) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3937897488 • ISBN-13: 978-3937897486 • Originaltitel: Shade of the Tree • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 2,8 cm Quelle: http://www.amazon.de/o/ASIN/3937897488/lovebook-21 Über den Autor ist nachzulesen…: …. Piers Anthony (* 6. August 1934 in Oxford) ist ein englischer Schriftsteller. Mit vollem Namen heißt er Piers Anthony Dillingham Jacob. Als er vier Jahre alt war, zog seine Familie mit ihm nach Spanien. 1940 flüchtete sie vor dem Bürgerkrieg und dem Franco-Regime in die USA, wo Piers Anthony seine weitere Kindheit verbrachte. Dort ging er auch zur Schule. Er war nicht gerade ein Musterschüler und verbrachte drei Jahre in der ersten Klasse, bis er lesen und schreiben konnte. 1956 schloss Piers Anthony die Schule (Goddard College, Vermont) ab und heiratete Carol Ann Marbel (kurz Cam). 1958 erlangte er nach dem Dienst in der U. S. Army die amerikanische Staatsbürgerschaft. Piers und Cam ließen sich nach seinem Kriegsdienst in Florida nieder, wo sie bis heute leben. Da beide zusammen bereits genug Namen für eine Großfamilie haben, nannten sie ihre Töchter kurz Penny (* 1967; † 3. September 2009) und Cheryl (* 1970). Nach einigen Jobs als Lektor und Englischlehrer kündigte er und begann zu schreiben; in dieser Zeit verkürzte er auch seinen Namen. 1962 wurde seine erste Geschichte veröffentlicht. Sein erster Roman erschien fünf Jahre später. Der Durchbruch gelang Anthony mit den Romanen aus der magischen Welt Xanth. 1977 gewann der erste Roman der Serie den British Fantasy Award. Von Anthony sind mittlerweile weit über 100 Romane erschienen. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Piers_Anthony Eindrücke / eigene Meinung: ENDLICH – Die Vorfreude war groß, nach längerer Abstinenz wieder ein schaurig, gruseliges Horrorbuch in den Händen zu halten und zu lesen. Das Cover ist hervorragend gelungen und trifft für dieses Genre genau meinen Geschmack. Die Riss-Optik, der unebene Boden, der zu leben scheint, das etwas verfallene Haus und der dominante Baum dahinter - gehalten in düsteren grau-grün-blau-Tönen - wirklich gut gelungen und weist optisch zielsicher in die Richtung, in die es inhaltlich gehen wird. Piers Anthony ist es über weite Strecken gut gelungen, die Atmosphäre, die Landschaft und die unterschiedlichen Charaktere in meinem Kopfkino aufleben zu lassen. Ich konnte mich sehr gut in die familiäre Situation, die Trauer und Zweifel, sowie die immer stärker werdende Bedrohung hineinversetzen, der Joshua und seine Kinder ausgesetzt sind. Obwohl bildhaft beschrieben, tat ich mich jedoch von Anfang an mit Anthonys Schreibstil etwas schwer. Kurze Sätze, kurze Dialoge, dafür häufig ausnehmend lange innere Monologe, insbesondere beim Versuch des Vaters Unerklärliches, rational zu erfassen und sich von der Angst nicht lähmen zu lassen. Sehr spannend war für mich die zugespitzte Situation gegen Ende des Buches, da hatte mich die Geschichte für einige Zeit fest gepackt und mitgerissen; ausgebremst und geschwächt wurde dieser starke Eindruck jedoch wieder ganz am Ende durch die sehr ausführlichen Erklärungen und Erläuterungen wie es zu alldem überhaupt kommen konnte. Piers Anthony hat es sicher gut gemeint und wollte die schlimmen Ereignisse nachvollziehbar abrunden, sodass man beim Lesen bis ins letzte Detail die Hintergründe erfassen und begreifen kann. Für mich etwas zu ausschweifend und langatmig; für andere Leser mag es so genau richtig sein – Geschmackssache eben! Wie ich den Informationen zum Buch entnahm, setzt sich der Autor in seiner Heimat engagiert für Umweltschutz und Ökologie ein und lässt deswegen auch immer wieder zeitkritische Thematiken in seine unheimlichen Romane miteinfließen. Wenn man „Schatten des Baumes“ aufmerksam liest, kommt dies auch hier stark und gelungen zum Ausdruck. Die Verbindung von Unterhaltung und diesem starken Engagement halte ich für absolut großartig und nachahmenswert! Obwohl ich ganz sicher keine abgehärtete Horrorleserin bin und eine ganze Reihe von schlimmen Dingen im Laufe der Geschichte passieren, fehlte mir hin und wieder der notwendige Gruselfaktor, der einen abends das Licht nicht löschen lässt. Die Geschichte kam nur von Zeit zu Zeit nah an mich heran, restlos überzeugen konnte mich die Atmosphäre jedoch nicht. Fazit: Es war für mich ein ordentlich geschriebenes Buch, mit einer tollen Grundidee und recht überzeugenden Charakteren, aber von einem Stephen King sprachlich und atmosphärisch doch recht weit entfernt. Dennoch hat mich Piers Anthony neugierig auf seine Werke und die Motivation dahinter gemacht und ich werde sicherlich in absehbarer Zeit noch einmal, eines seiner zahlreichen Werke lesen und darüber berichten :-)

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  • Amerikanischer Horror in Buchform

    Schatten des Baumes
    Kitty411

    Kitty411

    28. April 2013 um 17:15

    Zum Buch: „Schatten des Baumes“ von Piers Anthony ist ein Fantasy-Horrorroman, der am 28.2.2013 im Verlag Edition Phantasia erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: http://www.amazon.de/Schatten-Baumes-Piers-Anthony/dp/3937897488/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1365882283&sr=1-1&keywords=schatten+des+baumes Klappentext: Als Joshua Pinson von seinem etwas wunderlichen Onkel Elijah dessen Anwesen tief im Herzen der Wälder von Florida erbt, glaubt er, dass sich sein Glück endlich gewendet hat. Nachdem seine Frau brutal ermordet wurde, lebt er mit den beiden gemeinsamen Kindern als alleinerziehender Vater in New York, doch die Stadt birgt zu viele Erinnerungen, und so beschließt Joshua, noch einmal ganz von vorn anzufangen und ins sonnige Kalifornien zu ziehen – in eine Umgebung, die für die Kinder wesentlich besser ist. Doch kaum haben die drei das abgelegene, einsame Haus bezogen, nehmen seltsame Ereignisse ihren Lauf. In einer zunehmend düsteren Atmosphäre muss Joshua erkennen, dass das Anwesen , das er geerbt hat, längst nicht die ersehnte Idylle ist ... es spukt in dem Haus, und die Ereignisse spitzen sich zu. Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Form geschrieben. Die Perspektiven wechseln, meist ist Josh der Hauptcharakter, manchmal aber auch die Tiere oder kurzfristig andere Personen. Covergestaltung: Das Cover zeigt die Ansicht eines alten Hauses, das von einem großen Baum überragt wird, der Himmel ist grau und das gesamte Bild scheint von Rissen überzogen. Unten auf dem Cover sieht man den Namen des Verlages mit dem Zusatz HORROR, im Bereich des Himmels stehen Autorenname in orange und Titel in schwarz. Zum Autor: Piers Anthony wurde 1934 geboren und zählt seit fast vierzig Jahren zu den Bestsellerlieferanten der amerikanischen Science Fiction und Fantasy. Dass Piers Anthony auch unheimliche Romane geschrieben hat, ist weniger bekannt. Meine Meinung: Dieses Buch ist aufgebaut wie ein typischer amerikanischer Horrorfilm, von der ersten Seite an umfängt einen die unheimliche Atmosphäre, obwohl am Anfang eigentlich nur grundsätzliches erläutert wird. Durch Einflechtung von ein, zwei Kleinigkeiten spürt der Leser sofort die Atmosphäre und wird in die Story hineingezogen. Die Spannung steigert sich immer mehr, bis zu einem unerwarteten Ende des Buches… Ich bin ein begeisterter Horror-Leser, und ich finde dieses Buch gelungen, man spürt die Spannung am eigenen Leib und mag das Buch eigentlich nicht mehr weglegen.

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